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	<description>Migranten über Deutschland und die Welt.</description>
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		<title>Kreuz.net wird endlich gebrandmarkt</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 08:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Asylant</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon schlimm, dass auch nach vielen Jahren immer noch rechtsextremes rassistisches Gedankengut in Deutschland verbreitet wird. Mit PI-News haben wir ja einen Vorreiter, der offen gegen Muslime und Ausländer hetzt und sich mit Israelfreundlichen Artikeln vor dem Antisemitismusvorwurf schützen möchte. PI-News verlinkt aber häufig zu einer weiteren Hetzseite, die sich Kreuz.net schimpft. Kreuz.net ist offen rassistisch, homophob, antisemitisch und antimuslimisch. Und noch dazu einfach nur scheiße.</p>
<p>Jetzt hat der Verfassungsschutz <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/ultrakatholische-hetzseite-verfassungsschutz-brandmarkt-kreuznet-1.1321684" target="_blank">endlich mal die Augen geöffnet</a> und beobachtet die braunen Kreuzritter.</p>
<blockquote><p>Auf dem Online-Portal kreuz.net hetzen Holocaust-Leugner, Homophobe und Rassisten, der Verfassungsschutz spricht von &#8220;menschenverachtender Propaganda&#8221;. Die Verantwortlichen sind schwer zu belangen, sie operieren meist anonym. Nicht jedoch einige Autoren: Einer von ihnen veröffentlicht unter dem Namen eines Vorstandsmitglieds der rechtsradikalen Initiative &#8220;Pro Köln&#8221;.<br />
<img class="alignright size-thumbnail wp-image-7054" title="kreuz.net" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/05/kreuz.net_-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" /><br />
&#8220;Katholische Nachrichten&#8221; will die Seite angeblich liefern &#8211; doch der Leser bekommt stattdessen Hetze gegen Homosexuelle, Muslime und kaum verhüllten Antisemitismus. Das Online-Portal kreuz.net sieht im Missbrauchsskandal eine kirchenfeindliche Verschwörung und stellt all jene an den Pranger, die eine andere Meinung vertreten als die Autoren: einen schwulen Theologen zum Beispiel &#8211; oder auch Geistliche, die das Gespräch mit Homosexuellen suchen. In den Foren toben sich Holocaust-Leugner und Islam-Hasser aus. Unzensiert, versteht sich.</p>
<p>[...]</p>
<p>Etliche Einträge seien nicht vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt, die Grenzen zur Strafbarkeit überschritten. &#8220;Menschenverachtende Propaganda&#8221; werde verbreitet. Außerdem lägen &#8220;Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung&#8221; vor, heißt es in dem Schreiben, das Süddeutsche.de vorliegt.</p></blockquote>
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		<title>Nazi-Postings mit 30 Monaten bestraft</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 14:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder, der im Internet oder sonstwo gegen Minderheiten, ethnische Gruppen oder Andersartige hetzt, sollte bestraft werden. Wie gut, dass endlich mal die Justiz angefangen hat richtig zu schauen. Bis vor ein, zwei Jahren hat man die Gafahr nicht einmal gesehen.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/panorama/chronik/453617_Nazi-Postings-und-Hasstiraden-im-Internet-30-Monate-bedingt.html" target="_blank">Nazi-Postings und Hasstiraden im Internet: 30 Monate bedingt</a></p>
<p>Wegen Wiederbetätigung und Herabwürdigung religiöser Lehren musste sich am Donnerstag ein 28-Jähriger in Eisenstadt vor Gericht verantworten. Der gebürtige Wiener mit Wohnsitz im Südburgenland soll laut Anklage auf Facebook unter dem Nickname &#8220;Heinrich I. Himmler&#8221; Naziparolen gepostet und Schimpftiraden gegen den Islam losgelassen haben. Er bekannte sich zu den Vorwürfen schuldig. Ein Geschworenensenat <img class="alignright size-thumbnail wp-image-6392" title="Hitlergruss Gartenzwerge" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/09/Hitlergruss-Gartenzwerge-150x150.jpg" alt="" width="145" height="145" />unter Vorsitz von Richterin Birgit Falb verurteilte ihn zu 30 Monaten Haft, davon zehn Monate unbedingt. Das Urteil ist rechtskräftig.</p>
<p>Einträge wie &#8220;einen Führer braucht das Land&#8221;, &#8220;Heil euch, 88&#8243; und &#8220;Sieg Heil&#8221; soll der 28-Jährige im Oktober 2010 gemacht haben, bis der Account gelöscht wurde, legte ihm Staatsanwalt Roland Koch zur Last. Ein Link habe zu einem Clip bei Youtube geführt, &#8220;mit einem Hakenkreuz als Anfangsbild.&#8221;</p>
<p>[...]</p>
<p>Der 28-Jährige soll im Social Network auch den Islam und die Muslime beschimpft haben. &#8220;Wir werden euch alle töten, die Öfen sind schon gebaut und vorgewärmt&#8221;, habe es etwa geheißen. Ein Bild einer brennenden Moschee, dass der Angeklagte ebenfalls gepostet haben soll, habe den Titel &#8220;Game Over, Allah&#8221; getragen.</p></blockquote>
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		<title>Ein Brief an Necla Kelek</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 16:23:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Muslime]]></category>
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		<description><![CDATA[Liebe Necla Kelek Dass ich diesen Artikel im Stil meiner Lieblingsjournalistin Mely Kiyak schreibe ist kein Zufall sondern reines Kalkül. Denn dies wird nicht nur ein Artikel über Sie, sondern... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/05/02/ein-brief-an-necla-kelek/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Necla Kelek</p>
<p>Dass ich diesen Artikel im Stil meiner Lieblingsjournalistin Mely Kiyak schreibe ist kein Zufall sondern reines Kalkül. Denn dies wird nicht nur ein Artikel über Sie, sondern auch ein offener Brief und eine Hommage an die, meiner Meinung nach, beste und kühnste Journalistin unserer Zeit.</p>
<p>Deswegen beginne ich diesen Artikel/Brief auch gleich mit einer Einstiegsfrage. Warum, liebe Frau Kelek, können Sie nicht ein bisschen mehr so sein wie Frau Kiyak?</p>
<p>Ich hatte sowohl das unglaubliche Glück, Frau Kiyak persönlich kennen zu lernen als auch die etwas zweifelhafte Ehre, vor kurzem einen Ihrer Vorträge besuchen zu dürfen. Das heißt im Klartext, dass ich sie beide kennen gelernt habe, von ihnen beiden einen Vortrag hören (ertragen) durfte und relativ gut vergleichen kann zwischen Ihnen und einer anderen Frau des öffentlichen Lebens, mit der sie sich (leider) nur Ihre Herkunft teilen. Aber dies ließe sich leicht ändern, wenn Sie sich meine wenigen Verbesserungsvorschläge zu Herzen nehmen könnten.</p>
<p>1. Liebe Frau Kelek, ich weiß nicht, ob es Ihnen bewusst ist, dass es sehr unhöflich ist, zu einem Vortrag, zu dem sie eingeladen wurden, eine viertel Stunde zu spät zu kommen. Wenn der Vortrag um 20.00 Uhr beginnen soll, dann wird der Veranstalter bestimmt s.t. und nicht c.t. gemeint haben, besonders da es kein Vortrag an der Universität war. Das hätte man Ihnen vielleicht noch verziehen, hätten Sie nicht bei dem Vortrag selbst immer wieder auf die deutsche Pünktlichkeit hingewiesen und den absoluten Mangel, den Türken immer wieder an den Tag legen. Wollten Sie damit ein Exampel statuieren oder haben Sie sich damit aus versehen selbst ins eigene Fleisch geschnitten? Frau Kiyak war übrigens pünktlich. Was ich Ihnen mit diesem Satz sagen will, bleibt Ihnen überlassen.</p>
<p>2. Widerspruchsfreiheit bringt Glaubwürdigkeit! Das ist eine Linie, die Frau Kiyak ganz klar verfolgt und die Sie, liebe Frau Kelek, leider vermissen lassen. Bei Ihren verschiedenen Aussagen weiß man gar nicht mehr, was man so glauben kann und was nicht. Sind Sie jetzt Muslima, ja oder nein? Wie stehen Sie denn nun zu der von Sarrazin gemachten Aussage über die biologische Intelligenz? Und warum predigen Sie Dinge, die Sie selbst nicht einhalten wie die deutsche Pünktlichkeit? In ihrer Doktorarbeit schreiben Sie noch, wie förderlich der Islam für die Integration ist um dann in Ihrem Vortrag zu erzählen, wie sehr er diese doch behindern würde. Diesen Widerspruch hatten Sie zwar sehr schön aufgeklärt in dem Sie versicherten, das Ergebnis Ihrer Doktorarbeit hätten Sie zugunsten Ihrer Doktormutter verändert, da Sie der Meinung waren, dass es das wäre, was man von Ihnen hören wollte aber, was für ein Licht wirft das auf Sie? Da drängt sich bei mir doch fast das böse Wort „Opportunistin“ auf. Und für den Fall, dass sich Ihre Haare jetzt vor Empörung aufplustern sollten, bediene ich mich einmal des geflügelten Satzes Ihres besten Freundes Thilo, „Das wird man ja doch mal sagen dürfen&#8230;“.</p>
<p>3. Ihre Definition von Integration ist doch ein wenig schwammig. Laut Ihrer auf dem Vortrag gehaltenen Definition wäre man integriert, wenn man die Sprache beherrscht und die Gesetze sowie die Gepflogenheiten und Werte des Landes kennt. Liebe Frau Kelek, ich bezweifle, dass Sie tausende von Gesetzen und Verordnungen auswendig gelernt haben. Alleine das Sozialgesetzbuch beinhaltet 12 Bänder und ich denke, nicht einmal ein Anwalt kennt die alle.</p>
<p>Und zu Ihrer Aussage, man müsse die Gepflogenheiten und Werte des Landes kennen, kann man die Gepflogenheiten und Werte eines Landes wie Deutschland überhaupt alle kennen? Denn wer sich mit der Geschichte ein wenig auseinander gesetzt hat weiß, dass Deutschland nie ein homogenes Land war und es wahrscheinlich auch nie sein wird. Alleine meine letzte Reise nach Hamburg hat bei mir für sehr viel kulinarische Verwirrung gesorgt, heißt das jetzt, dass ich nicht integriert bin? Außerdem möchte ich sie doch um etwas Verständnis für die türkisch(stämmigen) und arabisch(stämmigen) MitbürgerInnen bitten, dass diese nicht alle Landesgerichte aufzählen können. Erstens, selbst Wikipedia teilt diese nach bestimmten Regionen Deutschlands auf und zweitens sind Begriffe wie Currywurst und Eisbein bestimmt auch für andere Menschen sehr verwirrend. Und nur, weil man definitiv keine Bratwurst essen will, heißt das noch lange nicht, dass man Integrationsverweigerer ist, man könnte ja auch einfach nur Vegetarier sein. Da Frau Kiyak brav alle ihre Artikel recherchiert, kann ihr so ein Fauxpas nicht passieren.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_38" class="wp-caption alignright" style="width: 155px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-38" title="Necla Kelek" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2010/03/2010-03-22_1424531-150x150.jpg" alt="" width="145" height="145" /></dt>
</dl>
</div>
<p>4. Würden Sie sich an die Widerspruchsfreiheit halten, würde sich dieser Punkt theoretisch von alleine erübrigen, da ihr Hang dazu jedoch sehr groß ist, muss ich sie leider noch einmal darauf hinweisen. Bitte, liebe Frau Kelek, hören Sie auf, ständig zu pauschalisieren. Natürlich sind Ehrenmorde furchtbar, aber jeder Mord ist schlimm und nicht jede Türkin, die von Ihnen angestachelt herzhaft in eine Bratwurst beißt, muss mit einem Ehrenmord rechnen.</p>
<p>Zwangsheirat kann man in einigen Fällen übrigens  bedenkenlos arrangierte Ehe nennen und nein, das ist keine islamische Erfindung. In</p>
<p>Ländern wie Indien, Japan und China, um nur ein paar Beispiele zu nennen, werden Ehen immer noch arrangiert.</p>
<p>Moscheen sind auch nicht alle „kleine Medinas“, in türkischen Familienbetrieben werden nicht alle Familienmitglieder zur Zwangsarbeit rekrutiert und türkisch(stämmige) und arabisch(stämmige) ÄrztInnen, SoziologInnen, BiologInnen, AnwältInnen, allgemein AkademikerInnen, sind nicht die Ausnahme.</p>
<p>Nicht jeder Türke und Araber ist automatisch ein Moslem. Es gibt auch Atheisten und Agnostiker unter ihnen. Und ja, es gibt auch Moslems, die nicht Araber und Türken sind. Ich weise sie hiermit noch einmal, wie bereits persönlich getan, darauf hin, in diesem Falle etwas mehr zu differenzieren.</p>
<p>Hätten Sie sich schon früher an diese Ratschläge gehalten, hätte es bestimmt keine Petition und keinen offenen Brief von ihren wissenschaftlichen Kollegen gegeben, insgesamt 60 an der Zahl, die Ihnen unwissenschaftliches Arbeiten vorwarfen. Aber es ist nie zu spät, seine Seriosität zurück zu erlangen. Und sollten Sie einmal Mely Kiyak treffen, können Sie sich vielleicht mehr als nur Haarpflegetipps von ihr holen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Ein Fan von Mely Kiyak</p>
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		<title>Das leidige Thema um das Kopftuch – oder von Befreiern und Beschützern</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 09:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ohjemine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat diesen Monat ihren Bericht zur Diskriminierung von Muslimen in Europa veröffentlicht. Eigentlich enthält die Studie nichts was wir nicht schon alle wussten. Die Islamophobie bleibt... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/05/01/das-leidige-thema-um-das-kopftuch-%e2%80%93-oder-von-befreiern-und-beschutzern/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat diesen Monat ihren <a href="http://www.amnesty.org/en/library/asset/EUR01/001/2012/en/85bd6054-5273-4765-9385-59e58078678e/eur010012012en.pdf" target="_blank">Bericht zur Diskriminierung von Muslimen in Europa </a>veröffentlicht. Eigentlich enthält die Studie nichts was wir nicht schon alle wussten. Die Islamophobie bleibt weiter auf dem Vormarsch und unsere nichtmuslimischen Mitbürger stecken ihre muslimischen Mitmenschen immer noch eifrig in bestimmte Schubladen. Diskriminierungen in der Arbeitswelt und im Schulalltag aufgrund des Kopftuchs sind traurigerweise immer noch nicht passe. Selbstbewusste, gebildete muslimische Frauen, bekommen das Label des unterdrückten, unmündigen und rückständigen Individuums aufgedrückt. Klar im Blick – das Kopftuch ein Symbol der Unterdrückung. So ist es ja auch weitaus bequemer als sich einzugestehen dass im freien, aufgeklärten Europa sich tatsächlich ein intelligenter Bürger aufrichtig und ohne Zwang für den „rückständigen“ Islam entscheiden kann.</p>
<p>Es ist dann auch in dieser Gruppe, in der man die sogenannten „Befreier“ finden kann – alljenige, die muslimische Frauen befreien wollen, allem voran natürlich vom Kopftuch, den islamischen Zwängen, der Gehirnwäsche die ihnen verpasst wurde, von ihren Vätern und Brüdern, die sie manipulieren und kontrollieren. Ironischerweise fällt es diesen „Befreiern“ oft<img class="alignright size-thumbnail wp-image-2983" title="Kopftuch Flaggen" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2010/10/Kopftuch-Flaggen-150x150.jpg" alt="" width="145" height="145" /> nicht auf, dass auch sie munter zur Unterdrückung der muslimischen Frau beitragen. Ein Beispiel unter vielen ist eine Freundin (geboren in Deutschland, graduierte mit Auszeichnung in Zahnmedizin) die mir kürzlich von ihrem interessanten Vorstellungsgespräch berichtete. Als die Praxisinhaberin sie sah, hieß es sie könne es nicht verantworten eine Zahnärztin mit dem Kopftuch anzustellen, sonst würde sie ja die Unterdrückung der Frau im Islam unterstützen und das könnte sie mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren und nicht vor ihren Patienten rechtfertigen. Man versperrt also muslimischen Frauen den Weg zur Arbeitswelt und damit jegliche Chance zur gesellschaftlichen Teilhabe aber kann sich dann im selben Atemzug darüber aufregen dass Frauen unterdrückt werden und sich nicht integrieren?!? Unsere „Befreier“ sind dann auch schizophrener Weise gleichzeitig unsere Unterdrücker. Oft sind unter diesen „Befreiern“ auch Ex-Kopftuchträgerinnen die natürlich jedwedes unbestreitbares Recht haben ihr Kopftuch abzulegen, wann und wo immer sie wollen. Sie haben für sich selbst im Nachhinein entdeckt dass das Kopftuch ins 7.Jahrhundert gehört und keinen Platz mehr in der Moderne hat. Das ist ihre persönliche Interpretation und ihre Entscheidung und dies zu respektieren obliegt jedem Einzelnen. Mit oder ohne Kopftuch! Aber warum muss die Entscheidung nicht ein Kopftuch zu tragen oder es zu tragen jemand anderem aufgezwungen werden? Und es ist diese Frage, die mich dann zu unseren „Beschützern“ bringt.</p>
<p>Die „Beschützer“ – das sind dann all diejenige die muslimische Frauen beschützen wollen – mit dem Kopftuch. Eine muslimische Frau ist wie eine Perle, ein Diamant, eine Rose so heißt es oft und so ein Schatz muss beschützt werden. Frau wird dann von ihren „Beschützern“ wie ein Objekt gesehen dass vor den schlechten, lüsternen Blicken der Männer in Gewahrsam gebracht werden muss. In ihrem Gutwillen können diese „Beschützer“ dann genau wie die „Befreier“ muslimische Frauen diskriminieren, bedrohen und nicht zuletzt Gewalt anwenden. Wer sich die Mühe macht und bis zum Ende des Amnesty International Berichts liest wird der Tatsache geläufig dass diese Menschenrechtsverletzungen in sogenannten „islamischen“ Ländern wie Afghanistan oder Saudi-Arabien zum Alltag gehören. Frauen die sich nicht „korrekt“ anziehen werden auf offener Strasse verbal angegriffen und beleidigt oder im Extremfall durch selbsternannte Wächter der Moral gewaltsam gezüchtigt. Was ist aus dem prophetischen Prinzip geworden „Der Beste unter euch ist derjenige der Frauen am besten behandelt?“ Doch über prophetische Lehren des Kavaliertums, die einem beibringen eine Dame respektvoll und mit Würde zu behandeln oder Aussagen des Propheten, die Männern untersagen an den Straßenseiten zu stehen und Frauen anzugaffen – ja darüber verstummt das Patriarchat.</p>
<p>Keiner kann leugnen dass es muslimische Frauen schwer haben, genau wie alle Frauen auf der ganzen Welt und es sind allen voran muslimische Frauen die versuchen aktiv gegen diese Ignoranz vorzugehen. Dies ist eine Realität.  Doch die negativen Erlebnisse muslimischer Frauen negieren nicht die positiven Lebensgeschichten. Sie müssen beide Seite an Seite anerkannt werden und JA! es gibt sie zuhauf in diesem Lande: die selbstbewusste, intelligente, gebildete, praktizierende und gläubige Muslima, die sehr gut Deutsch spricht – mit und ohne Kopftuch. Wer sich davon überzeugen möchte dass die Nobelpreisträgerin Tawakkul Karman da keine Ausnahme als Powerfrau ist kann ja mal auf <a href="http://www.wisemuslimwomen.org/">http://www.wisemuslimwomen.org/</a> klicken. Eine Katholikin in Guatemala hat eine andere Lebenswirklichkeit als eine Katholikin in Deutschland. Wieso sollte es bei muslimischen Frauen anders sein und wieso werden Stereotypen bedient die diese Frauen einseitig darstellen?</p>
<p>Deswegen liebe Befreier und liebe Beschützer! Bitte also HÄNDE WEG vom Körper der muslimischen Frau. Sie hat die Bedeutungshoheit und das Recht auf freie Selbstbestimmung und kann über ihren Körper, ihr Leben frei entscheiden und verfügen. Dies ist ihr universales gottgegebenes und ein in der UN Charta verwurzeltes Menschenrecht.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Immer diese Ausländer!&#8221;</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2012/04/24/immer-diese-auslander/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lieselotte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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		<description><![CDATA[Oder: ein bisschen Fremdenfeindlichkeit am Abend Wien, Westbahnhof, irgendwann im Dezember. Vollbepackt, mit Buggy, Lieschen und mehreren Taschen laufe ich durch den Bahnhof. Es ist voll, und wie so oft... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/04/24/immer-diese-auslander/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oder: ein bisschen Fremdenfeindlichkeit am Abend</em></p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-7044" title="Kinderbuggy" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/03/Kinderbuggy-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Wien, Westbahnhof, irgendwann im Dezember. Vollbepackt, mit Buggy, Lieschen und mehreren Taschen laufe ich durch den Bahnhof. Es ist voll, und wie so oft in Mitten einer Menschenmasse laufen mir immer wieder Leute vor den Buggy. Wenn ich dann nicht schnell genug ausweiche, bemerken sie erst, wenn sie ueber die Raeder stolpern, dass dort ein Buggy faehrt. Das ist teilweise wirklich unangenehm, weil die wenigsten sich bewusst zu sein scheinen, dass nicht ich ihnen in die Hacken gefahren bin, sondern sie mir so vor die Raeder gelaufen sind, dass ich keine Chance auszuweichen hatte. (Bremsen alleine bringt nichts &#8211; fallen sie trotzdem drueber. Alles schon erprobt!).</p>
<p><strong>Kollision knapp verhindert</strong></p>
<p>So kommt es also auch diesmal wieder &#8211; fast &#8211; zu einer Kollision. Ich schaffe es gerade noch, mit dem Buggy entgegen zu lenken, aber die Ecke meines Rades beruehrt fuer den Bruchteil einer Sekunde das auesserste Ende der Turnschuhsohle eines jungen Mannes, der mit einem Freund im Bahnhof unterwegs ist. Ich weiss, dass ist <a href="http://und-das-meint-lieselotte.blogspot.com/2011/12/dillsoe.html">hier nicht ueblich</a>, aber ich murmele ein &#8220;Entschuldigung&#8221; und laufe weiter, bin mir gar nicht sicher, ob die beiden ueberhaupt mitbekommen haben, dass der Zusammenstoss nur knapp verhindert wurde.</p>
<p><strong>Ich bin (keine) Auslaenderin</strong></p>
<p>Haben sie. Als naechstes hoere ich naemlich ein deutliches: &#8220;Immer diese Auslaender!&#8221; von einem der beiden jungen Maenner. Ich bin so baff, dass ich einen Moment brauche, um zu fassen, was mir da gerade entgegen geschleudert wurde. Noch einen Moment brauche ich, um zu verstehen, dass die Antwort, die mir auf der Zunge liegt (&#8220;Ich bin keine Auslaenderin!!!&#8221;) hier nicht passt. <em>Remember</em>, in Wien sind wir, Wien, Oesterreich. So ein Mist aber auch.</p>
<p><strong>Ohne Widerspruch </strong></p>
<p>Bis ich auf eine weitere passende Antwort gekommen bin oder mir ueberlegt habe, ob ich doch den ersten Spruch bringen soll und darauf hoffen soll, dass die beiden a) mir abnehmen, ich sei mit perfekt deutsch-deutschem Akzent sprechende Oesterreicherin <em>(als Oesterreicherin Jahre in Berlin gelebt und soweit integriert, dass gleich schon den deutschen Sprachklang angenommen &#8211; kann doch sein?!) </em>oder b) meine neu angenommene oesterreichische Identitaet zumindest nicht offen in Frage stellen, sind die beiden schon weg. Und ich aergere mich noch den Rest des Tages ueber zwei Idioten und dass sie mit ihrem doofen Spruch ohne Widerspruch weggekommen sind.</p>
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		<title>Gratis-Korane verursachen Massenpanik</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 09:12:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ein paar Tagen gibt es wieder ein Reizthema bei der Welt. Die Koran-Verteilaktion einer Gruppe von  Salafisten fördert die Angst und Bestätigung alter Klischees bei Nicht-Muslimen. Ibrahim Abou Nagie ist wohl der Ideengeber dieser bisher beispiellosen Aktion, die in so vielen Haushalten für Aufruhr und an vielen Stammtischen für stundenlange Diskussion sorgt. Nur Günter Grass kann da noch mit seinem Gedicht mithalten und ähnliche Reaktionen hervorrufen.</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article106163929/Ein-Koran-in-jedem-deutschen-Haushalt.html" target="_blank">Ein Koran in jedem deutschen Haushalt</a>&#8221; &#8211; so lautet die Überschrift des Artikels von Florian Flade. Das  war der Startschuss. Beim Schreiben hat Flade natürlich drauf geachtet, dass das &#8220;deutsche Angst-Gen&#8221; aktiviert wird. Von &#8220;islamistischen Hassprediger&#8221; ist die Rede, &#8220;palästinensischen Wurzeln&#8221;, &#8220;Bart ist gestutzt&#8221;, &#8220;Salafismus&#8221;, &#8220;islamistischen Terrorismus&#8221;, &#8220;Tod&#8221;, &#8220;Hölle&#8221;, &#8220;Ungläubige&#8221;, &#8220;Missionierungseifer&#8221;und schlussendlich &#8220;Das heilige Buch des Islam wird in einer Schwemme über das Land verteilt.&#8221;</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-7035" title="Lies" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/04/Lies-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Das sind einfach zuviele &#8220;gefährliche Wörter&#8221; in einem einzigen Artikel. Für ein deutsches Gemüt erst Recht. Das &#8220;deutsche Angst-Gen&#8221; lähmt automatisch zuerst die Hirnzellen, danach den ganzen Körper (siehe auch <a title="Erstes Hilfspaket mit 500 panischen Deutschen in Japan angekommen" href="http://www.aggromigrant.com/2011/03/29/erstes-hilfspaket-mit-500-panischen-deutschen-in-japan-angekommen/" target="_blank">hier</a>). In einer Art Schockstarre bringen sie nur noch ein paar Fetzen von Sätzen hervor:  &#8220;Abschieben&#8221;, &#8220;gehört nicht hierher&#8221;, &#8220;Danke, Wulff&#8221;.</p>
<p>Ich will mich nicht lustig machen. Ich will doch nur verstehen, wie so ein Hirn funktionert. Glaubt man tatsächlich, dass man mit der Verteilung von Gratis-Koranen ganze Scharen von armen Deutschen hypnotisieren und in radikalisierte Extremisten umwandeln kann? Oder das ein paar Salafisten 25 Mio. Korane an Nicht-Muslime verteilen werden? Und vor allem, dass diese 25 Mio. Deutschen diese auch annehmen werden?</p>
<p>Könnte man eigentlich in einem vereinfachten Legitimierungsverfahren schon Moslem werden, wenn man an den Infostand der Kampagnenbetreiber herantritt? Oder schießen einem die Geschichten um die christliche Missionierung in den Kopf, wenn hier auf einmal von der &#8220;islamischen Missionierung&#8221; gesprochen wird? Eins muss man der Welt aber lassen. Sie haben auch Lucas Wiegelmann einen Platz für seine <a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106173457/Gegen-die-Angst-vorm-Islam-hilft-nur-Koran-lesen.html" target="_blank">Meinung gegeben</a>:</p>
<blockquote><p>Jede Sekunde verteilt der evangelische Gideonbund weltweit zwei Bibeln. Würde man die Bände stapeln, käme jede Stunde ein Turm in der Höhe des Big Ben heraus.</p>
<p>In Deutschland haben die Missionare bisher 20 Millionen Exemplare verteilt, unter anderem an Schüler und Häftlinge. Auf der Homepage des Gideonbundes heißt es: „Unser Ziel: Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen.“</p>
<p>[...]</p>
<p>Während die Gideons seit Jahren ungestört ihre Arbeit machen und mit Politikern allenfalls dann in Kontakt kommen, wenn ein Bundespräsident sich mal wieder symbolisch eine Gideon-Bibel überreichen lässt, werden die Muslime nun immer heftiger attackiert. Mehrere Verfassungsschutzämter warnen vor der Kampagne, die Union will „diese aggressive Aktion“ stoppen.</p>
<p>In den Medien ist von einer „Propagandaoffensive“ des Islam die Rede. Woher kommt diese Empörung? Sind Bibelprojekt und Koranprojekt nicht das gleiche?</p></blockquote>
<p>Ergänzend dazu kann ich nur erwähnen, dass ich mit der deutschen Staatsbürgerschaft nicht gleichzeitig das &#8220;deutsche Angst-Gen&#8221; bekommen habe. Deshalb renne ich nicht verzweifelt weg, wenn ich die Zeugen Jehovas in der Fussgänger-Zone entdecke.</p>
<p>Nicht das Abou Nagie irgendwann mal die Idee hat, bei wildfremden Leuten zu klingeln und Korane zu verteilen. Oh, oh, oh&#8230;</p>
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		<title>Günter GraSS&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 21:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Qanakke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Günter Grass hat ein Gedicht veröffentlicht und die halbe Welt dreht durch. Grass handelte wie letztes Jahr Sarrazin nach dem Motto &#8220;Man darf doch mal was sagen dürfen&#8221;. So wie... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/04/06/gunther-grass/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Günter Grass hat ein Gedicht veröffentlicht und die halbe Welt dreht durch. Grass handelte wie letztes Jahr Sarrazin nach dem Motto &#8220;Man darf doch mal was sagen dürfen&#8221;. So wie ich das in den Medien verfolgen kann hat sich fast jeder &#8220;Intellektuelle&#8221; zu diesem Thema gemeldet und Grass stark kritisiert… Dabei wird er, wie von Broder, als Antisemit beschuldigt oder als durchgeknallt usw. Das Interessante ist hierbei, dass kaum jemand das Gedicht inhaltlich bewertet. Im Grunde argumentieren alle nach dem Prinzip &#8220;Wie kann man Israel mit dem Iran gleichsetzen&#8221; … Iran, das Land des superpööööösen Ahmedinedschad… Das Land mit den geheimen Atom-Projekten… Das Land, dass die halbe Welt ausgebeutet hat und sich in fremde Staaten einmischt und gerne die Weltpolizei spielt… Ach ja&#8230; das ist ja die USA, nicht der Iran… sorry…</p>
<p>Zunächst schauen wir uns mal Israel und Iran an… Wir haben hier ein Land, das Atomwaffen besitzt… die ganze Welt weiß es, jedoch ist es nicht offiziell. Dieses Land bombadiert gerne den international (noch) nicht anerkannten Staat Palästina… Schiesst gerne mal auf einem Hilfsboot um sich und tötet Zivilisten, die Hilfsgüter für Palästina geladen hatten… Dieses Land hat die halbe Welt und insbesondere Amerika und Europa hinter sich… Fehlverhalten werden geduldet… Dieses Land wird von einem Präsidenten geführt, der bisher keine friedensfördernde Statements von sich gibt… Dieses Land betreibt eine Siedlungspolitik die bereits mehrmals durch die UN kritisiert wurde&#8230; Trotzdem führt man diese Politik fort. Auf der anderen Seite steht der Iran… Ich verteidige in keiner Weise Ahmedinedschad… Jedes Individuum, das sein Volk bzw. Anhänger zur Gewalt aufruft ist nicht zu akzeptieren… Andersdenkende nicht akzeptiert und für Skandale sorgt mit willkürlichen Todesurteilen. Soviel zu den beiden Staaten… Sind beide nicht so toll…</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-7023" title="grass" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/04/grass-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" />Grass spricht im Grunde logische Fakten an… Wer auf der Welt darf entscheiden, wer Atomwaffen &#8220;haben&#8221; darf? Warum bzw. woher nehmen sich die westlichen Staaten das Recht diese zu besitzen? Was America &amp; Friends mit ihren Waffen bisher geleistet haben kennen wir ja… Wieso ist es gefährlich wenn der Iran Atomwaffen hat? Verliert der Westen ein Druckmittel, da der &#8220;Feind&#8221; auf einmal auch dieselben Mittel besitzen würde? Das ist genau die Heuchelei, von der auch Grass spricht. Selber darf man &#8220;alles&#8221; haben und machen, wenn es andere tun ist es nicht richtig &#8211; Verarschung pur.  Wieso ist es nicht gefährlich, wenn Israel bestimmte Waffen besitzt? Meint man damit etwa, dass die Israelis schlauer und besonnener sind und wissen wann und wie diese Waffen einzusetzen sind? Arroganz ist eine tolle Eigenschaft westlicher Kulturen… Pakistan besitzt schon seit Jahren eine Atombombe. Und was ist bisher passiert?</p>
<p>Jedes Land, das Atomwaffen besitzt, ist eine Gefahr für den Weltfrieden… Entweder JEDES Land schrottet seine Bomben oder jeder darf eine besitzen.</p>
<p>Weiter ist klar zu hinterfragen, warum Israel in Sachen Siedlungspolitik und auch bei der Nutzung von Bodenschätzen oder Wasser dermaßen ungerecht vorgeht. Und das eine Empörung auf die Kritiker als Heuchelei zu sehen ist&#8230;</p>
<p>Es ist vollkommen legitim alle Staaten die Atomwaffen haben zu kritisieren. Und es ist heutzutage auch vollkommen legitim Israel zu kritisieren. Befürchtet man die Vernichtung von Israel, sollte Iran Waffen haben? Jedes Kind weiss, dass so etwas genau wahrscheinlich ist wie eine Meisterschaft von Schalke 04!</p>
<p>Die Medien sind immer bereit für derartige Themen&#8230; Israel, Nationalsozialismus, Ausländer usw&#8230; Diese Themen sind willkommen&#8230; Dabei geht es nie um die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Thema, es geht nur um die &#8220;Skandale&#8221;&#8230; Jedes Argument dreht sich um die SS-Vergangenheit von Grass oder allgemein um die jüdischen Opfer aus dem 2. Weltkrieg… Schön von der Kernaussage ablenken… funktioniert doch immer… mir wird mittlerweile echt übel, wenn man liest und merkt für wie blöd die Menschen doch gehalten werden… Sarrazin durfte sich schön über Muslime auskotzen… das durfte man ja sagen… Medien erlauben das&#8230; Beim Thema Israel wird dies nicht erlaubt… Willkommen in der aufgeklärten Gesellschaft… Grass hat das erkannt und merkt dies auch an&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich vermisse die Bandbreite der Meinungen, die kontroverse Diskussion, wie sie zur Demokratie gehört. Es gibt einen Hordenjournalismus gegen mich, bis in die Formulierungen hinein&#8221; (<a href="http://www.n-tv.de/politik/Grass-erlaeutert-sein-Gedicht-article5967291.html" target="_blank">Quelle</a>).</p></blockquote>
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		<title>Das FBI kämpft für den &#8220;Dschihad&#8221;</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2012/04/02/das-fbi-kampft-fur-den-dschihad/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 09:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Guardian erschien vor kurzem ein richtig interessanter Artikel unter dem Titel The ex-FBI informant with a change of heart: &#8216;There is no real hunt. It&#8217;s fixed&#8217; (Guardian, 20. März... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/04/02/das-fbi-kampft-fur-den-dschihad/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Guardian erschien vor kurzem ein richtig interessanter Artikel unter dem Titel <em><a href="http://www.guardian.co.uk/world/2012/mar/20/fbi-informant" target="_blank">The ex-FBI informant with a change of heart: &#8216;There is no real hunt. It&#8217;s fixed&#8217;</a> (</em><em>Guardian</em>, 20. März 2012). Die deutsche Übersetzung liefert <a href="http://www.hintergrund.de/201203221978/globales/terrorismus/der-sinneswandel-eines-ex-fbi-agenten-es-gibt-keine-jagd-sie-ist-fingiert.html" target="_blank">www.hintergrund.de</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Von PAUL HARRIS, 23. März 2012 &#8211; </em><strong>Craig Monteilh berichtet, wie er vortäuschte, ein radikaler Moslem zu sein, um potentielle Bedrohungen aufzuspüren – und wirft ein Licht auf einige schmutzige Praktiken der Behörde. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-7016" title="Craig Monteilh" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/04/Craig-Monteilh-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Craig Monteilh sagt, er zögerte nicht, als seine Vorgesetzen beim FBI ihm das Okay gaben, Sex mit einer muslimischen Frau zu haben, die Zielscheibe seiner Undercover-Operation war. Er scheute in jener Zeit auch nicht davor zurück, die Bettgespräche mitzuschneiden.</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Sie meinten, wenn es der Informationsbeschaffung dient, dann los, hab Sex. Also tat ich es“, sagte  Monteilh dem <em>Guardian </em>im Rahmen seines Berichts über das Jahr, in dem er als geheimer FBI-Informant auf eine Mission geschickt wurde, südkalifornische Moscheen zu infiltrieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Das ist ein erstaunliches Geständnis zur geheimdienstlichen Überwachung der muslimischen Gemeinden in den Vereinigten Staaten in den Jahren nach 9/11. Während Polizei und FBI betont haben, ihre Aktivitäten würden Amerika lediglich vor terroristischen Angriffen schützen, haben Bürgerrechtler behauptet, dass die Behörden immer wieder zu weit gegangen sind und eine ganze Glaubensgemeinschaft verdächtigt haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Monteilh war an der Anwendung einer höchst umstrittenen Taktik beteiligt: Den Einsatz „vertraulicher Informanten“ in sogenannten Fallensteller-Fällen. Dabei handelt es sich um tatsächlich ausgeführte oder fingierte terroristische „Anschläge“ auf Bestellung oder unter genauer Anleitung einer FBI-Undercover-Operation, an der geheime Informanten beteiligt sind. Oftmals haben diese Informanten eine kriminelle Vergangenheit oder werden durch finanzielle Anreize rekrutiert.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Im dem Fall der Newburgh Four – als vier Männer eines vorgetäuschten Terror-Anschlags auf jüdische Einrichtungen in der Bronx überführt wurden – hat ihnen ein vertraulicher Informant 250.000 Dollar, eine Gratis-Urlaubsreise und einem der Verdächtigen einen Wagen für die Beihilfe an der Tat angeboten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">In dem Fall der Fort Dix Five, die an einem fingierten Plan für einen Anschlag auf eine Militärbasis in   New Jersey beteiligt waren, hatte ein Informant eine Reihe von Vorstrafen, darunter einen Mordversuch; ein anderer legte vor Gericht ein Geständnis ab und zwei der Verdächtigen, die später eine lebenslange Freiheitsstrafe bekamen, hatten gar nichts von dem Komplott gewusst.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Solche Aktionen haben muslimische Bürgerrechtsgruppen die Frage aufwerfen lassen, ob sie unrechtmäßigerweise Ziel von Geheimdienst-Aktivitäten sind. Monteilh behauptet, genau das sei der Fall: „Die Art und Weise, wie das FBI seine Operationen durchführt – das ist Fallenstellerei …  ich kenne das Spiel und seine Dynamik. Das ist ein Scherz, ein echter Scherz. Es gibt keine Jagd. Das ist fingiert”, sagt er.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Aber mittlerweile bereut Monteilh seine Mitwirkung an einem Konzept, das Operation Flex genannt wird. Er sitzt in der Küche seines bescheidenen Hauses in der Nähe von Los Angeles und fordert, das FBI solle sich öffentlich für seine fruchtlosen Versuche entschuldigen, islamische Radikale in Orange Country aufzuspüren – obwohl er nicht viel Hoffnung hat, dass das passieren wird. „Die haben nicht die nötige Demut, einen Fehler einzugestehen“, sagt er.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Monteilhs Geschichte klingt wie aus einem billigen Thriller. Unter der Aufsicht von zwei FBI-Agenten hat der muskelbepackte Fitnesstrainer ein fiktives französisch-syrisches Alter Ego mit dem Namen Farouk Aziz erschaffen. Mit dieser Tarnung trieb Monteilh sich in Moscheen in Orange Country herum – in dem weiten Gebiet der südlichen Vorstadt von LA – und gab vor, zum Islam zu konvertieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Er war damit beauftragt, sich mit Muslimen anzufreunden und alle ihre Gespräche aufzuzeichnen.<br />
Diese Informationen wurden dann komplett an das FBI übermittelt, das Monteilh anwies, sich auch wie ein Radikaler zu benehmen, um Sympathisanten des Islamismus anzulocken.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Weit davon entfernt, erfolgreich zu sein, ging Monleilh den Muslimen von Orange Country so sehr auf die Nerven, dass sie eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkten. Es gab eine ironische Wende, und sie haben Monteilh sogar beim FBI gemeldet – ohne zu wissen, dass er in Wahrheit verdeckt für die Behörde arbeitete.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Monteilh sieht nicht wie ein Spion aus. Er ist gut gebaut, spricht leise und ist freundlich. Er ist 49 Jahre alt, sieht aber jünger aus. Er lebt in einem kleinen gemieteten Haus in der Stadt Irvine, die in die suburbane Gegend Südkaliforniens hineinragt. Trotzdem ist Monteilh ein intimer Kenner des Spionage-Geschäfts. Er kam auf eigene Initiative zur Undercover-Arbeit, nachdem er in einem Gym einer Gruppe von Polizisten außer Dienst beim Workout begegnet war. Monteilh erzählte ihnen, dass er in Ohio wegen Scheckbetrugs eine Zeit im Gefängnis verbracht hatte.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Er sei durch eine hässliche Scheidungsgeschichte traumatisiert gewesen, erklärte er seine kriminelle Vergangenheit. „Es war eine schlimme Zeit in meinem Leben“, sagt er. Die Polizisten und Monteilh sprachen über Straftäter, die er in Ohio getroffen hatte. Die Informationen seien so nützlich gewesen, sagt Monteilh, dass er begann, als verdeckter Drogenfahnder zu arbeiten und Verbrechen zu organisieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Schließlich wurde er beauftragt, für die Terrorabwehr zu arbeiten, und wurde an zwei FBI-Vorgesetzte verwiesen, die sich Kevin Armstrong und Paul Allen nannten. Diese beiden Agenten hatten einen Auftrag und einen falschen Namen für ihn.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Als Farouk Aziz sollte er dann Moscheen und islamische Gruppen in Orange Country infiltrieren. „Paul Allen sagte: ,Craig, Du wirst unser Computerwurm. Unser Mann, der uns zum wahren Puls der muslimischen Gemeinschaft in Amerika führt‘”, berichtet Monteilh.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Einsatz fing ganz banal an. Monteilh hielt sich als Aziz in Moscheen auf und erklärte, er wollte mehr über Religion erfahren. Im Juli 2006 konvertierte er im Islamic Center von Irvine zum Islam.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Monteilh bezog auch andere Moscheen ein, inklusive der Orange County Islamic Foundation. Er legte endlose Runden von Moschee zu Moschee zurück und verbrachte lange Tage mit Beten, Bücherlesen oder nur damit, anwesend zu sein, um mit möglichst vielen Leuten ins Gespräch zu kommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Langsam begann ich, Gewänder zu tragen, die Kopfbedeckung, den Schal, und sie sahen, wie ich mich verwandelte und mir einen Bart wachsen ließ. Zu diesem Zeitpunkt, drei oder vier Monate später, sagte (mein FBI-Vorgesetzter): ‚Ok, nun fang an, Fragen zu stellen‘.“</p>
<p style="padding-left: 30px;">Diese Fragen zielten darauf, Radikale ausfindig zu machen. Monteilh sprach über seine Neugier auf das Verständnis vom Jihad und darüber, was Muslime gegen das Unrecht in der Welt tun sollen, besonders wenn es die amerikanische Außenpolitik betraf.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Er sprach über den Zugang zu Waffen, den möglichen Wunsch, ein Märtyrer zu werden, und suchte nach gleichgesinnten Seelen. Das alles diente dazu, Leute in die Falle verfänglicher Aussagen zu locken. „Die Fähigkeit besteht darin, jemanden zu bewegen, bestimmte Dinge zu sagen. Ich bedrängte ihn, ,Jihad‘ zu sagen“, erklärt Monteilh.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Natürlich wurden diese Unterhaltungen mitgeschnitten.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><img class="alignleft size-medium wp-image-7017" title="Craig Monteilh 2" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/04/Craig-Monteilh-2-300x223.jpg" alt="" width="243" height="179" />Wie Szenen aus einem James-Bond-Film – Monteilh berichtet, manchmal habe er eine eingenähte Videokamera in seinem T-Shirt getragen. Andere Male hatte er einen Audiorecorder an seinem Schlüsselbund eingeschaltet.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Monteilh ließ seine Schlüssel in Büros und Räumen von Moscheen liegen, in der Hoffnung, während seiner Abwesenheit Gespräche aufnehmen zu können. Er tat das so oft, dass er sich unter den anderen Gemeindemitgliedern den Ruf erwarb, sehr nachlässig mit seinen Schlüsseln umzugehen. Die Aufzeichnungen wurden spätestens innerhalb einer Woche ans FBI weitergeleitet.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Für intensivere Briefings traf er sich alle zwei Monate mit den FBI-Leuten in einem Hotelzimmer in der Nähe von Anaheim. Monteilh berichtet, er musste speziellen Einzelpersonen auf den Zahn fühlen und sich Schaubilder der Beziehungsnetze in der muslimischen Bevölkerung von Orange Country anschauen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Er erklärte, das FBI hätte zwei Basisziele verfolgt: Erstens wollten sie potentielle Gewalttäter ausfindig machen. Zweitens konnten sie auch alle Arten von Informationen gebrauchen. Monteilh fand heraus – wie in einer Affäre oder bei jemandem, der schwul ist –, wie Zielpersonen FBI-Informanten wurden.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Nichts störte seine FBI-Bosse, nicht einmal als er vorschlug, muslimische Frauen zu verführen und sie abzuhören.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Während eines Hotel-Meetings erklärte Agent Kevin Armstrong die Haltung des FBI zu dem enormen Umfang der Operation Flex – und bürgerrechtlichen Belangen. Er sagte einfach: „Kevin ist Gott.”<br />
Monteilhs eigene Haltung war ganz simpel: „Ich war immun. Ich bin ein Verbrecher. Ich bin auf Bewährung, und die Polizei kann mich nicht verhaften. Wie mächtig fühlt man sich da? Sehr mächtig.  Du fängst an, eine bestimmte Arroganz zu entwickeln. Es ist der Hohn. Sie sagten mir: ,Du bist unberührbar’&#8221;, erzählt er.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Aber es war nicht immer leicht: „Ich fing um 4 Uhr morgens an und hörte um 9.30 Uhr abends auf. Wirklich, es war sehr viel Arbeit …, die Farouk übernommen hatte. Craig existierte nicht&#8221;, sagt er. Aber es war gut bezahlt: Auf dem Höhepunkt der Operation Flex verdiente Monteilh mehr als 11.000 Dollar im Monat.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Aber er irrte sich in Bezug auf seine Immunität.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Weit davon entfernt, radikale Terror-Netzwerke zu enttarnen, endete Monteilhs Mission damit, dass er die Gemeinden traumatisierte, in die er eingeschleust worden war. Statt Aufrufe zum Jihad aufgeschnappt oder seine Fragen über Selbstmordattentäter oder Zugang zu Waffen beantwortet  bekommen zu haben, wurde Monteilh dem FBI als potentieller gefährlicher Extremist gemeldet.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Außerdem wurde im Juni 2007 eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt, sich vom Islamic Center von Irvine fernzuhalten. Operation Flex war ein Reinfall, und Monteilh musste sein Leben als Farouk Aziz aufgeben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Aber hier endete die Story nicht. Unter Umständen, die im Dunkeln bleiben, klagte Monteilh gegen seine Behandlung durch das FBI mit der Begründung, es habe ihn fallenlassen, sobald die Operation zu Ende war.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Er landete sogar im Gefängnis, nachdem die Polizei von Irvine ihn belangt hatte, weil er zwei Frauen, darunter seine ehemalige Freundin, bei einem illegalen Handel mit Wachstumshormonen in Fitness-Clubs betrogen haben soll (Monteilh behauptet, diese Aktionen wären Teil einer anderen geheimen Operation, für die er gezwungen worden sei, den Kopf hinzuhalten).</p>
<p style="padding-left: 30px;">Woran kein Zweifel besteht, ist, dass Monteilhs Identität später öffentlich bekannt wurde. 2009 eröffnete das FBI ein Verfahren gegen Ahmad Niazi, einen afghanischen Einwanderer in Orange County.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Zu den Beweisstücken gehörten heimliche Mitschnitte, sogar die Aussage, Osama bin Laden sei „ein Engel“. Das war Monteilhs Arbeit, und er outete sich selbst gegenüber der Presse zum Entsetzen der Muslime, die er zwei Jahre zuvor ausspioniert hatte – als Undercover-FBI-Operateur.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Nun behauptete Monteilh, er habe Niazi eine Falle gestellt und versucht den Afghanen dazu zu erpressen, als Informant zu arbeiten. „Ich habe die gesamte Verbindung zu Niazi aufgebaut.  Durch mich erzwungen sprachen wir viel über den Jihad,&#8221; sagt er. Die FBI-Anklage gegen Niazi wurde später tatsächlich fallengelassen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Mittlerweile hat Monteilh sich der American Civil Liberties Union (ACLU), der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, gegen das FBI angeschlossen. Erstaunlicherweise, nachdem er sich erst als Farouk Aziz mit Muslim-Führern in Orange County angefreundet, sie dann als Craig Monteilh betrogen hat, arbeitet er nun wieder mit ihnen und vereinten Kräften in einer Kampagne für ihre Bürgerrechte.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Das hat inzwischen Monteilhs Zeugenaussage über sein Jahr als V-Mann in den Mittelpunkt neuer rechtlicher Bemühungen gestellt, die beweisen sollen, dass das FBI in Orange Country unberechtigterweise die verwundbare muslimische Gemeinde zur Zielscheibe gemacht und im Namen der Sicherheit auf den Bürgerrechten herumgetrampelt ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Das FBI hat auf die Anfrage des <em>Guardian </em>zu einer Stellungnahme nicht geantwortet.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Es ist nicht das erste Mal, dass Monteilh seinen Standpunkt änderte. In dem ACLU-Fall posiert Monteilh nun als der reuige Informant, der seinen Irrtum eingesehen hat.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Aber in den Gerichtsakten früherer Klagen gegen die Polizei von Irvine und das FBI haben Monteilhs Anwälte ihn als den loyalen Geheimagenten dargestellt, der radikalislamische Kräfte gekonnt angegangen war und von seinen Vorgesetzten im Stich gelassen worden ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;">In den Akten beklagt Monteilh, dass die FBI-Agenten nicht schnell genug auf einen Tipp reagiert hätten, den er ihnen zum möglichen Aufspüren von Material für den Bombenbau gegeben habe.  Jetzt sagt Monteilh, dieser Tipp sei nicht glaubwürdig gewesen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">So oder so mündet alles in eine Geschichte, die beim Erzählen ihre Richtung ändert. Aber allein diese Tatsache trifft ins Herz des FBI, das solche vertraulichen Informanten benutzt hat, um muslimische Gemeinden auszuforschen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">FBI-Agenten mit ähnlichen Profilen wie Monteilh – mit einem langen Strafregister, auf schnelles Geld aus und flexibel beim Umgang mit der Wahrheit – haben brisante Fälle mutmaßlichen Fallenstellens verursacht, die Bürgerrechtsgruppen in ganz Amerika schockiert haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">In den meisten Fällen haben die Informanten ihre Verfahren gewonnen und sind einfach  verschwunden. Monteilh ist der einzige, der öffentlich darüber spricht. Aber wie immer die Wahrheit über sein Jahr als V-Mann lautet, Monteilh hat sicherlich nahezu recht mit dem, was er über eine Folge der Operation Flex und die Aufdeckung seiner Undercover-Aktivitäten sagt: „Die muslimische Gemeinschaft wird dem FBI nie wieder trauen.“</p>
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		<title>Welche Menschenrechte…?</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 19:37:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muhabbetci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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		<description><![CDATA[Gelten die Menschenrechte für den Afrikaner genau so wie für den Europäer? Wer glauben möchte, dass die Ordnung des globalisierten Finanzkapitals alle Menschen gleich sieht, verfällt einem Irrtum aus dem... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/04/01/welche-menschenrechte%e2%80%a6/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gelten die Menschenrechte für den Afrikaner genau so wie für den Europäer? Wer glauben möchte, dass die Ordnung des globalisierten Finanzkapitals alle Menschen gleich sieht, verfällt einem Irrtum aus dem man nur noch schwer heraus findet.</strong></p>
<blockquote><p>„Ich gehöre zur Rasse der Unterdrückten“<br />
( Aime Cesaire)<img class="alignright size-medium wp-image-6984" title="2012-03-12_004712" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/03/2012-03-12_004712-300x300.jpg" alt="" width="181" height="181" /></p></blockquote>
<p>Wenn die USA gegen die Einführung eines Internationalen Gerichtshofs stimmt, dann geschieht das doch nicht um die  Menschenrechte zu sichern. So ein Gericht hätte die Macht, alle Personen die sich schwerer Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben vors Gericht zu zerren. Georg W. Bush könnte Gefahr laufen selbst von diesem Gericht angeklagt zu werden. Die Zuständigkeit eines solchen Gerichts wäre weder geografisch noch zeitlich begrenzt und sie könnte, zum ersten mal in der Geschichte, jeden Politiker zu Verantwortung ziehen. Die Immunität wäre aufgehoben und jeder könnte angeklagt und zur Verantwortung gezogen werden. Ja, jeder Verstoß gegen die Menschenrechte wären zum ersten mal einklagbar!</p>
<p>Der unterdrückte hätte zum ersten mal das Recht sich gegen jeden Mächtigen zu Wehr zu setzen. Hinter der amerikanischen Weigerung, stehen zwei einfache aber tief rassistische Beweggründe. Erstens: Amerika vertritt die Auffassung, dass seine Generäle, Agenten, Soldaten und Politiker über jedes Völkerrecht erhaben sind und niemals zur Verantwortung gezogen werden können. Zweitens: Nur Amerika hat das alleinige Recht zu entscheiden wer, wann, wo, von wem bestraft werden darf / soll, oder ihm Gnade zuteil wird.</p>
<p>Kurz gesagt, die USA entscheidet alleine darüber wer sich zu welchem völkerrechtswidrigem Verhalten schuldig zu bekennen hat. Die Weigerung, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte als Menschenrechte anzuerkennen ist ein Problem des Westens, allen voran der USA. Denn Amerika stimmt sich gegen jede Maßnahme, die der Konkretisierung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte dienen sollen. Das Recht auf Ernährung, Bildung, Gesundheit oder Entwicklung werden bewusst von der USA boykottiert.</p>
<p>Wie könnte die Pharmaindustrie Milliarden Gewinne machen, wenn der freie Zugang zu Medikamenten ein Menschenrecht wäre?! Eine einfache Frage, auf die man eine einfache Antwort geben könnte. Doch wer will schon darüber sinnieren…!</p>
<blockquote><p>Wer seine Kinder durch amerikanische Bomben verloren hat, sagt nicht: „Danke, dafür darf ich jetzt wählen.“<br />
(Jürgen Todenhöfer)</p></blockquote>
<p>Wenn jeden Tag auf der Erde mehrere Millionen Menschen Hunger leiden müssen, sterben oder gefoltert werden und man diesen Menschen  dann etwas von „Menschenrechten“ erzählt, darf man sich nicht wundern, wenn dadurch ein großer Hass auf den Westen entsteht! Es ist eine Schande, dass die Westmächte, hier vor allem Amerika, sich keiner Schuld bewusst zu sein scheinen. Niemand der gefoltert wurde wird ihnen das Lied von Menschenrechten und Demokratie abkaufen. Jene arme Seele die Hunger leidet, vergewaltigt oder gefoltert wurde, wird dem Unterdrücker ins Gesicht lachen wenn er von Menschenrechten spricht. Das bedeutet nicht, dass die Menschenrechte unwichtig oder unsinnig wären, nein sie sind sogar von absoluter Wichtigkeit für die Freiheit und den Frieden auf der Welt. Sie darf aber nicht zu einem Spielball der Mächtigen werden und schon gar nicht der Spekulanten.</p>
<p>Streng genommen müssen die Menschenrechte das Abwehrrecht des Bürgers gegenüber Staaten sein, doch welcher Staat würde das zulassen? Welcher Staat würde es akzeptieren das man sie anklagt für die völkerrechtlichen Verbrechen die sie begangen haben, nur um sich daran zu bereichern? Niemand sollte sich wundern wenn die Carlyle Group, eine Gesellschaft die auf dem Sektor der schweren Rüstung tätig ist, aus dem Krieg Milliarden Gewinne erzielt. Der Vater von Georg W. Bush ist einer der drei bekanntesten Interessenvertreter im Kongress für die Carlyle Group. Die anderen beiden sind der ehemalige Verteidigungsminister Frank Carlucci und der ehemalige Außenminister James Baker. Oder anders ausgedrückt, dank Bush junior hat Bush Senior Millionen Dollar Profit gemacht mit dem Irak-Krieg.</p>
<p>Der Harvard-Professor Paul Krugman sagte in der Zeitschrift ‘Cash’ am 8 Februar 2002 dazu: »Die ganze Sache ist legal… aber sie stinkt.«<br />
Unter den Großaktionären ist aber auch die saudische Königsfamilie wie auch die Familie bin Laden zu finden! Menschenrechte? Nur ein Theater um die eigenen Bürger zu beruhigen.</p>
<p>Oder mit den Worten Jürgen Todenhöfer’s der es treffend formuliert hat :</p>
<blockquote><p>    „Es gibt im Westen einen versteckten, nicht zugegebenen Überlegenheitskomplex. Viele Westler denken im Inneren, das Leben eines Europäers sei mehr wert, als das Leben eines Muslims. Das ist nicht nur unmoralisch, sondern auch töricht. Der Kampf gegen den Terrorismus wird nicht militärisch, sondern in den Herzen der 1,4 Milliarden Muslime der Welt gewonnen…. Es gibt 45 muslimische Länder. Keines von ihnen hat in den letzten 200 Jahren ein westliches Land überfallen. Immer waren wir es, die militärisch angegriffen haben. An den blutigen Kreuzzügen, der Kolonisierung, dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, den furchtbaren Massenvernichtungen unter den chinesischen und den sowjetischen Kommunisten, am Holocaust – an all diesen Verbrechen waren die Muslime nicht beteiligt. Wenn ich lese, dass in Deutschland trotzdem 83 Prozent der Menschen die Muslime für Fanatiker halten, wird doch deutlich, wie wenig wir über die muslimische Welt wissen. Die Fanatiker sitzen im Westen. Nirgendwo bin ich so viel Nächstenliebe und Gastfreundschaft begegnet wie in der muslimischen Welt.“</p>
<p>Dem Analphabeten ist die Pressefreiheit egal!<br />
(Jean Ziegler)</p></blockquote>
<p>Jeden Tag geschehen Weltweit Menschenrechtsverletzungen die billigend in kauf genommen werden, sofern die Aktionäre wohl gestimmt sind. Finanzierte Diktaturen, geputschte Demokratien, Folterungen und kaltblütig kalkulierte Kriege sind Erfindungen des Westens. Welchen Sinn haben Menschenrechtsorganisationen wenn sie nicht fähig sind ihre Stimmen gegen jene zu erheben die Diktaturen finanzieren? Welchen Sinn haben diese Organisationen wenn sie nicht genau dort anpacken und jene Verletzungen der Menschenrechte vor Gericht bringen können, wo sie geschehen. Wer glaubt, dass durch Bomben Demokratie und Menschenrechte den Menschen gebracht werden kann, ist meiner Meinung nach nicht besser als Hitlers Schergen. Ja, dies ist eine groteske Behauptung und tief verletzend; aber Staaten die Folterungen in Guantanamo zulassen und finanzieren müssen sich solche Aussagen gefallen lassen!</p>
<blockquote><p>Die kannibalische Weltordnung, hervorgebracht vom Raubtierkapitalismus. Der Terror der Profitmaximierung. Die Weltlandwirtschaft könnte zwölf Milliarden Menschen normal ernähren, das Doppelte der Weltbevölkerung. Wir tun es aber nicht. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind. Das Geld ist nicht da. Denn es wird gebraucht, um die Banken zu retten.<br />
(Jean Ziegler)</p></blockquote>
<p>Wenn die 500 größten Konzerne dieser Welt, 52,8% des Welt-Bruttosozialproduktes kontrollieren und der Westen, obgleich dieser unglaublichen Ungeheuerlichkeit, sich nicht schuldig fühlt, dann darf es niemanden verwundern dass diese Völker nichts von Menschenrechten wissen wollen. Nicht weil die Menschenrechte unwichtig wären, sondern weil die Westmächte, in einer unglaublichen Heuchelei diesen Völkern die Menschenrechte ‘aufzwingen’ wollen. Wenn jeden Tag weltweit knapp 40 000 tausend Menschen an Hunger sterben und eine Milliarde Menschen permanent schwerst unterernährt ist, wenn durch die Hand des Spekulanten, die Tonne Getreide innerhalb eines Jahres das doppelte kostet, Reis um 110% steigt, Mais um 63% und der Westen sich nicht für eine gerechte Verteilung der Nahrungsgüter stark macht, dann entsteht verständlicherweise ein großer Hass auf den Westen. Wenn die EU den Banken in Griechenland 162 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, dann weiß ich nicht wie ich dem Hartz 4 Empfänger erklären soll, warum er nicht ein paar Euro mehr bekommen kann!</p>
<blockquote><p>Vom organisierten Geld regiert zu werden, ist genauso schlimm, wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden.<br />
(Franklin D. Roosevelt )</p></blockquote>
<p>Die Gewalt des Stärkeren muss sich dem Kollektiven Recht unterordnen, nur so kann man international Frieden schaffen. Sicherheit kann es nur geben wenn alle Nationen die gleichen Pflichten wie auch die gleichen Rechte haben. Keine Nation darf eine Ausnahme bilden und das Wort des kleinsten muss genau so ernst genommen werden, wie das Wort des Stärksten<br />
Wenn der Westen sich immer noch einbildet, in Sachen Menschenrechte,  glaubwürdig zu sein, dann sind sie im Irrtum. Der Schaden ist schon angerichtet, der Hass auf den Westen wächst mit jedem Tag, nur eine gerechte Verteilung der Nahrungsgüter und gleiches Recht für alle Völker kann diesen Schaden wieder gutmachen. Nicht nur die Einhaltung der Menschenrechte ist wichtig, sondern auch die Garantie des kollektiven Solidaritätsrechts aller Völker. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist wohl das elementarste Recht überhaupt und damit stark verknüpft ist das Recht auf Entwicklung, saubere Umwelt und ein gerechter Anteil an Natur – und Kultur schätzen. Nur so ist es möglich, dass auch andere Völker die Menschenrechte als „für alle Völker bindend“ akzeptieren.<br />
Wer für die Welt Frieden und Gerechtigkeit wünscht, muss mutig genug sein die Welt zu verändern!</p>
<p>Mustafa Çelebi</p>
<p>Quellen:<br />
Jean Ziegler „Das Imperium der Schande“<br />
Aime Cesaire<br />
Süddeutsche Zeitung<br />
Nun-Zeitschrift</p>
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		<title>Terror in Frankreich</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 09:08:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lieselotte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor Montag Zu Frankreich zu schreiben hatte ich schon seit einer Weile vor. Einen Artikel ueber die unsaegliche Halal-Debatte, die seit einigen Wochen durch die franzoesischen Medien geisterte (wie gewoehnlich,... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/25/terror-in-frankreich/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor Montag</strong></p>
<p>Zu Frankreich zu schreiben hatte ich schon seit einer Weile vor. Einen Artikel ueber die unsaegliche <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-fleisch-vom-fleische-11678039.html">Halal-Debatte</a>, die seit einigen Wochen durch die franzoesischen Medien geisterte (wie gewoehnlich, passend zum Vorlauf zu den anstehenden Wahlen), und ueber die man in Deutschland und Oesterreich quasi nichts hoerte, wollte ich schreiben. Und dann kam der Montag dazwischen und ueber Halal-Fleisch sprach ploetzlich keiner mehr.</p>
<p><strong>Montag</strong></p>
<p>Mein Wecker in Wien klingelte und waehrend ich aufstand, erschoss ein Unbekannter in Toulouse zwei kleine Jungen und deren Vater und jagte ein kleines Maedchen ueber den Schulhof, bis er sie toetete. Ich stand auf, fruehstueckte, machte das Lieschen und mich fertig fertig und wir uns auf den Weg zu Kindergarten und Arbeit und erst dort erfuhr ich davon, was an diesem Morgen, der fuer uns wie jeder Morgen ausgesehen hatte, in Toulouse geschehen war.</p>
<p><strong>Schock</strong></p>
<p>In Toulouse, ausgerechnet in Toulouse. Ich kenne die Stadt gut, bin oft dort gewesen, habe viele Freunde und Bekannte, die dort leben. Ein Anschlag auf eine Schule, ausgerechnet auf eine Schule. Wie kann man so kaltbluetig sein, auf kleine Kinder, ihren Vater zu schiessen? Wie grausam muss es sein, einen solchen Anschlag zu ueberleben, seine Freunde sterben zu sehen, sein Kind zu verlieren.</p>
<p><strong>Angst</strong></p>
<p>Und dann war es nicht irgendeine Schule sondern eine juedische Schule. Ich weiss, wie ich mich nach dem Mord an Marwa El-Sherbini gefuehlt habe, als klar wurde, dass sie wegen ihrer Religion getoetet worden war. Zu wissen, dass es dort draussen Leute gibt, die die Gruppe, zu der sie dich zaehlen, so sehr hassen, dass sie bereit sind, dich zu toeten &#8211; Ich habe in Frankreich keine juedischen Freunde, aber einige in Deutschland und ich denke an sie und ihre Angst, die meiner so aehneln muss. Der Attentaeter ist weiter auf der Flucht; Toulouse voll von Polizisten mit Waffe in der Hand und abgesperrten Strassen. Wie lange wird das gehen, wann werden sie ihn fassen?</p>
<p><strong>Hoffen</strong></p>
<p>Und dann, nach so und so viel Zeit, in der ich vor dem Computer, mit der Zeitung in der Hand alle Informationen zum Thema zusammengesammelt habe, ist der Gedanke, wer um Himmels Willen so etwas tut, da: &#8220;O Gott, bitte mach, dass das kein Muslim war.&#8221; Einige Tage vor dem Anschlag in Toulouse wurden in Montauban, auch diese Stadt ist mir bekannt, auch dort habe ich Freunde, drei Soldaten nordafrikanischer Herkunft getoetet, ein dritter, der von den Antillen stammt, schwer verletzt. Drei Araber, ein Schwarzer, vier Juden &#8211; spricht das fuer einen rechtsextremistischen Hintergrund? Die Fallschaermjaegertruppen, denen die vier attackierten Soldaten angehoerten, waren in Afghanistan eingesetzt worden. Vier in Afghanistan kaempfende Soldaten, vier Juden &#8211; oder doch islamistisch motiviert?</p>
<p><strong>Politik</strong></p>
<p>Die Reaktionen der franzoesischen Politik sind wohltuend moderat. Der Schutz juedischer und muslimischer Einrichtungen wird befohlen, Sarkozy trifft sich mit Wuerdentraegern beider Religionen. Keine voreiligen Schuldzuweisungen werden getroffen, der Wahlkampf steht &#8211; fuer einen Moment &#8211; still.</p>
<p><strong>Dienstag</strong></p>
<p><em>Naim</em>, den ich aus meiner Studienzeit in Frankreich kenne, regt sich auf: &#8220;Ist ja mal wieder typisch. Drei Araber werden getoetet, ein Schwarzer angeschossen &#8211; und keiner ruehrt sich. Erst, wenn eine juedische Schule angegriffen wird, ist die Aufregung ploetzlich gross. Wenn es in diesem Land genauso schlimm waere, wenn ein Araber oder ein Schwarzer erschossen wird wie wenn ein Jude ermordet wird, dann haetten sie diesen Anschlag auf die Schule verhindern koennen&#8221;. Als einer seiner Bekannten anmerkt, dass die unterschiedliche Reaktionen seiner Meinung daher ruehrt, dass einmal Soldaten und dann Schulkinder Ziel der Anschlaege waren, ist Naim zwar immer noch sauer, aber er widerspricht nicht.</p>
<p><strong>Demo</strong></p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-7007" title="Mohamed Merah" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/03/Mohamed-Merah-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Montagabend findet in Paris ein <a href="http://www.20minutes.fr/societe/900977-tuerie-toulouse-marche-silencieuse-paris-memoire-victimes">Trauermarsch</a> statt, an dem Tausende, viele junge, Menschen teilnehmen. Die <a href="http://www.uejf.org/">Union der Juedischen Studenten Frankreichs (UEJF)</a> nimmt teil und der eine oder andere franzoesische Politiker. Ein Transparent mit der Aufschrift &#8220;In Frankreich werden Juden, Schwarze und Araber getoetet&#8221; erregt Aufmerksamkeit. Neben den blau-weissen UEFJ-Plakaten und so mancher Frankreich- und Israel-Fahne entdeckt <em>Naim</em> Flaggen mit dem Logo der juedisch-extremistischen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jewish_Defense_League">Jewish Defense League (JDL)</a>, die in Israel und den USA als terroristische Vereinigung verboten ist. Er schaeumt vor Wut. &#8220;Wie kann es sein, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bertrand_Delano%C3%AB">Delanoe</a> an einem Schweigemarsch teilnimmt, bei dem eine Terrororganisation mitspaziert?!&#8221;</p>
<p><strong>Mittwoch</strong></p>
<p>Israel trauert, die vier juedischen Opfer des Taeters werden in Jerusalem bestattet, das Bild der Mutter, deren siebenjaehrige Tochter am Montag starb, kann ich kaum ansehen. Frankreich trauert, im Sueden der Republik wird einer der getoeteten Soldaten vor den Augen seiner schwangeren Frau, einer jungen blonden Frau, die Schwangerschaft ist nicht zu uebersehen ist, zu Grabe getragen. In Toulouse verschanzt sich der mutmassliche Attentaeter in einer Wohnung, die Polizei schaltet das Gas im Viertel ab und beginnt, die Anwohner zu evakuieren. Schusswechsel, eine Explosion, Verhandlungen, angeblich will er sich stellen. Wer&#8217;s glaubt.</p>
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		<title>Ohne Bilder</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 07:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bilder sind allgegenwärtig, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Bilder hängen überall, ob es nun Kunstwerke sind, die wir uns an die Wand hängen oder Poster von Bands,... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/18/ohne-bilder/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/18/ohne-bilder/schwarz/" rel="attachment wp-att-6994"><img class="alignleft size-medium wp-image-6994" title="schwarz" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/03/schwarz-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Bilder sind allgegenwärtig, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Bilder hängen überall, ob es nun Kunstwerke sind, die wir uns an die Wand hängen oder Poster von Bands, Filmen, Berühmtheiten, Tieren oder Landschaften. Am Kühlschrank hängen Kinderbilder oder Postkarten von dicken Frauen, die uns zum Abnehmen inspirieren sollen. Bilder sind allgegenwärtig, die Werbung benutzt sie, um uns Produkte begehrenswert zu machen, Organisationen benutzen Bilder, um uns zum Spenden zu animieren, in der Zeitung gibt es Bilder, die uns den Text näher bringen oder uns neugierig machen sollen, Lehrbücher benutzen Bilder, um uns Wissen zu veranschaulichen.</p>
<p>Bilder sind einfach, fast jeder versteht sie. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und egal wie gut man sich in einer Sprache ausdrücken kann, egal wie gebildet man ist, ein Bild kann (fast) jeder verstehen. In unserer schnelllebigen Welt, in der alles darauf ausgerichtet ist, uns das Leben zu vereinfachen, vom Kochen bis zum Reisen, ist das Bild ein Ausdruck dessen geworden, wie wir uns das Leben vereinfacht haben.</p>
<p>Texte sind nicht so einfach wie Bilder. Sie können lang oder kurz sein, schwierig oder einfach, mit komplexen Inhalt, mit Fremdwörtern, die nicht jeder versteht oder in einer Sprache, die man nicht kennt. Nicht jeder hat Lust und Zeit, sich mit einem Text auseinander zu setzen, den Gedanken eines Fremden zu folgen oder sich kritisch mit dem Geschriebenen auseinander zu setzen. Man kann einen Text ignorieren, ein Bild jedoch nicht.</p>
<p>Bilder haben Macht, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Ein Bild ruft Gefühle in uns hervor, deren wir uns nicht wehren können. Wir verknüpfen damit, wir entwickeln dazu Assoziationen, die wir teilweise nicht los werden können. Bilder können Inhalte vermitteln, die wir unbewusst aufnehmen und sie unreflektiert abspeichern. Bilder können aber auch gefährlich werden.</p>
<p>Mit Bildern kann man Propaganda betreiben, man kann ein Feindbild erschaffen, Ängste schüren und Hass erzeugen. Im Kaiserreich wurden Bilder dazu benutzt, um die Größe und Stärke der Deutschen Nation hervorzuheben und um den Krieg als etwas Positives darzustellen. Im Dritten Reich wurden Karikaturen benutzt, um Juden abzuwerten und lächerlich zu machen, sie wurden als der Feind dargestellt, der übermächtig und allgegenwärtig ist. Der erste und der zweite Weltkrieg sind Beweise dafür, wie mächtig Bilder seien können. Ein Krieg ohne Bürger, die ihn unterstützen und befürworten, ein Krieg ohne eine Bevölkerung, die ihre Söhne in den Tod schickt, alleine aus der Überzeugung, dass eine tatsächliche Bedrohung dies notwendig macht, ein solcher Krieg würde nicht stattfinden. Und Bürger kommen zu der Überzeugung, dass eine tatsächliche Gefahr droht, indem sie immer wieder Bildern ausgesetzt werden, die ihnen das suggerieren. Hassbilder, Propagandabilder, Karikaturen.</p>
<p>Dies alles ist nun viele Jahre und einige Generationen her und trotzdem haben Bilder nichts von ihrer Macht verloren. Man wünscht sich einen bewussten oder verantwortungsvolleren Umgang aber die jüngste Vergangenheit zeigt, das dem nicht so ist.</p>
<p>Das beweist nun der jüngst veröffentlichte Kalender, den die Deutsche Polizeigewerkschaft in Bayern für ihre Mitarbeiter heraus gebracht hat. Karikaturen, die den Polizisten den Arbeitsalltag erleichtern sollen und bei denen man so richtig Dampf ablassen kann. Leider sind die Bilder alles andere als lustig, sondern rassistisch, sexistisch, homophob und menschenverachtend. Kann man als Polizist, der täglich Umgang mit allen möglichen Arten von Menschen hat, wirklich darüber lachen?</p>
<p>Ist es lustig, zu einem schwer suizidalen Menschen zu sagen, dass er doch bitte endlich springen soll, man habe schließlich Besseres zu tun? Ist es lustig, wenn ein überzeichneter schwarzer Mitbürger im Polizeigriff in gebrochenem Deutsch etwas über Verdunklungsgefahr schreit, wenn man People of Color (PoC) zeichnet, die sich prügeln oder wenn man die drei Weisen aus dem Morgenland darstellt, wo der Schwarze Kamelexkremente aufheben muss? Ist es nun lustig oder ist es rassistisch?</p>
<p>Was mir bei dem Kalender besonders ins Auge gestochen ist, sind nicht die Darstellung von den PoC, sondern die Darstellung der Polizisten. Hübsche Männer und Frauen, ordentlich gezeichnet, ja fast makellos, keine Spur von Karikatur, anders bei den PoC. Dicke rote Lippen, Hackennasen, hässliche Gesichter. Ist es das Bild, was die deutsche Polizei von uns Bürgern hat? Und wundert es und dann noch, dass es immer wieder zu rassistisch motivierten Übergriffen von Seiten der Polizei kommt?</p>
<p>Bilder sind gefährlich, Bilder können Hass- und Feindbilder erschaffen, die sich in unseren Köpfen festsetzen und zu Hass, Ausgrenzung und Gewalt aufrufen können. Doch es gibt einen Weg, sich dagegen zu wehren. Zum Beispiel Bildung, denn Bildung und Wissen ermöglichen uns, über unseren eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und Dinge wahrzunehmen, die wir sonst nicht wahrnehmen könnten. Bildung ermöglicht es uns, unseren Protest in Worte zu fassen, uns zu wehren auf einer Ebene, auf der es Menschen, die sich dieser Stereotype bedienen, nicht erwarten. Ein anderer Weg ist Empathie und Solidarität. In dem man offen und ehrlich zeigt, dass das, was um uns herum passiert, einem nicht passt. In dem man Menschen beisteht, aus dem einfachen Grund der Menschlichkeit, indem man aufhört zu selektieren und zu separieren in Weiß und Schwarz, indem man seinen Nachbarn nicht mehr als fremd wahrnimmt, sondern als Mensch, als Individuum, so wie man es sich auch für sich selbst wünscht. Und vielleicht, wenn genug Menschen aufstehen und deutlich „Nein!“ sagen, wenn sich genug Menschen gegen strukturellen Rassismus wehren, vielleicht verlieren dann diese Bilder endlich ihre Macht und man beginnt, sich mit der Realität auseinander zu setzen, denn die ist nicht schwarz-weiß, sondern bunt!</p>
<p>Wir alle kennen den Ausdruck „Ohne Worte“, mit dem man seiner Sprachlosigkeit, seinem Entsetzen Ausdruck verleihen kann. Ich möchte es heute einmal anders formulieren.</p>
<p>Ohne Bilder! Keine Macht dem menschenverachtenden Gedankengut!</p>
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		<title>Geschmacklosigkeiten</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 23:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Migrant-Galore</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Wenn jedoch ein Bundesbänker in einer Talkshow bei einem Wer-bin-ich-Spiel Joseph Göbbels auf seinen Zettel schreibt, mag es für manch Einen normal, vielleicht sogar lustig erscheinen, mir kam es schlicht und einfach geschmacklos und unangebracht vor. Auch die Ereignisse um die sogenannten Dönermorde lassen manch Gaumen taub. Eine Gruppe rechtsradikaler und aktenkundiger Fundamentalisten morden sich durch die Nation, während man den Opfern jahrelang teilweise Tatbeteiligung bei angeblichen Drogengeschäften vorwarf. Ob nun der designierte Bundespräsident Joachim Gauck die Wende herbeiführt sei dahing<a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/17/geschmacklosigkeiten/doner-3/" rel="attachment wp-att-6989"><img class="alignleft size-medium wp-image-6989" title="doner" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/03/doner-300x249.jpg" alt="" width="300" height="249" /></a>estellt. Von all den Beziehungen zu seinen Freunden abgesehen, war Bundespräsident a.D. Wulff ein guter Präsident, der wahrlich der Repräsentant ALLER in Deutschland lebenden Menschen war. Gauck indes sympathisiert öffentlich zu Sarrazin. Seinen ehemaligen Tätigkeit geschuldet kümmert er sich immer noch um das Thema Freiheit, als ehemaliger Staatsbürger der DDR sollte er sich jedoch vor allem einem Thema widmen: Einheit!</p>
<p>Das Unwort des Jahres 1991 war ausländerfrei, gefolgt von ethnischer Säuberung 1992. Im Jahre 1993 wurde das Wort Überfremdung nicht nur zum Unwort des Jahres, sondern schmückte zudem zahlreiche Wahlplakate sowohl etablierter als auch Randparteien. Nach 18 Jahren wurde mit Dönermorde nun erneut ein rechtsradikaler Begriff Unwort des Jahres. Es bedarf an öffentlichen Bekenntnissen um einen gesellschaftlichen Zusammenschluss zu erzwingen, sonst gewöhnt man sich noch vor lauter Unworte an diesen Jargon. Affektive Pressemitteilungen, man sei die Kanzlerin aller in Deutschland lebenden Menschen, reichen gewiss nicht auf, denn zwischen dem Wort und der Tat liegt das Meer.  Die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft muss genauso thematisiert werden wie die Migrantenquote im öffentlichen Dienst, ohne eine unsinnige Integrationsdebatte anzufachen. Es wird noch lange dauern bis Deutschland sich zu den einstigen Gastarbeitern und späteren Bürgern mit Migrationshintergrund eindeutig bekennt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wäre jedes Land ein im Restaurant bestellbares Menü, so wäre wohl Deutschland ein wahrer Renner. Zumindest in Punkto normgerechter Zubereitung, Sauberkeit und Pünktlichkeit wäre es unangefochten an der Spitze. Wie sieht es jedoch aus mit dem Geschmack? Egal, Hauptsache der Döner schmeckt.</p>
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		<title>Die westliche Doppelmoral…</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 07:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muhabbetci</dc:creator>
				<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[doppelmoral]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Westen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#62;Alles ist erlaubt&#60;. Fern der Zentralmacht, fern dem königlichen Gesetz, fallen alle Schranken, das bereits gelockerte soziale Band zerreißt, und es offenbart sich nicht eine primitive Natur, die in jedem... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/12/die-westliche-doppelmoral%e2%80%a6/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&gt;Alles ist erlaubt&lt;. Fern der Zentralmacht, fern dem königlichen Gesetz, fallen alle <img class="alignright" src="http://www.resimde.com/resimlerimiz/kelepce_30508_1.jpg" alt="" width="200" height="274" />Schranken, das bereits gelockerte soziale Band zerreißt, und es offenbart sich nicht eine primitive Natur, die in jedem von uns schlummernde Bestie, sondern ein modernes und sogar zukunftsvolles Wesen, das keine Moral mehr kennt und tötet, weil und wann immer es ihm Spaß macht.</em></strong>1</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Indios zu Millionen abgeschlachtet, die Afrikaner als Sklaven aus ihren Ländern entführt, den Indianern ihren Glauben aufgedrückt, den Indern ihre Kultur eingeprügelt und den Moslem wie einen Neandertaler behandelt. Es war fast immer der Westeuropäer der den anderen Kulturen diktiert hat, wann und wie sie sich zu demokratisieren, wann und wie sich zu welchen Kriegsverbrechen bekennen, wann und wie sich verhalten und wann und wie sie ihre Religion zu liberalisieren haben.<br />
<em><strong>Der Kolonisator, der im anderen Menschen ein Tier sieht, nur um sich selber ein ruhiges Gewissen zu verschaffen, dieser Kolonisator wird objektiv dahin gebracht, sich selbst in ein Tier zu verwandeln. … Man erzählt mir von Fortschritt und geheilten Krankheiten. Ich aber spreche von zertretenen Kulturen, […] von Tausenden hingeopferten Menschen. … Ich spreche von Millionen Menschen, denen man geschickt das Zittern, den Kniefall, die Verzweiflung […] eingeprägt hat</strong></em>.2<br />
Nichts anderes darf man vom Imperialismus erwarten, denn schon die Jahrhunderte davor hat der Imperialismus nichts anderes getan als ganze Kontinente zu versklaven. Ganze Kulturen, Religionen, Stämme, Völker sind zertreten, erwürgt, assimiliert, ermordet, vergewaltigt und versklavt nur um den Hunger des Europäers nach Macht zu stillen. Dabei hat der Westen nicht nur millionen Menschen auf seinem Gewissen, nein er hat auch die Natur nach seinem belieben gerodet, vergiftet und unfruchtbar gemacht, ganz gleich wie hoch der Preis war.</p>
<blockquote><p><em><strong>„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“</strong></em>3</p></blockquote>
<p>Die Leitparolen mögen sich in den Jahrhunderten geändert haben aber die Nuance blieb immer gleich: Christianisierung, Zivilisierung, Modernisierung, Demokratisierung.<br />
Dabei ging es dem Westeuropäer immer nur um das eine, alle Völker sollten ihm dienen oder sich völlig assimilieren lassen. Ganze Landstriche wurden brutal kolonisiert und dabei ganze Völker verschleppt, umgesiedelt, ermordet und als Tauschobjekte verkauft. Dabei hat der Westen sich niemals für seine Taten geschämt, er hat sich nie entschuldigt oder auch nur ansatzweise daran gedacht dies zu tun. Selbst die Menschenrechte die der Westeuropäer aufstellte nannte er vor kurzem noch ‘Christlich geprägt’ und wollte damit allen anderen seine Überlegenheit demonstrieren. Es war nicht der Westen der für die Menschenrechte aufstand und sich dafür stark machte. Nein,  es waren genau jene unterdrückten Seelen, die sich mit erhobenem Haupt gegen ihre Kolonialherren erhoben und Gerechtigkeit einforderten für alle Rassen.<br />
Gandhi, Martin Luther King, Malcolm X, Aimé Césaire, Léopold Sédar und viele hundert andere. Nur sehr wenige der weltweit bekannten Menschenrechtlern sind überhaupt Westeuropäer gewesen. Der Westen, der diese Menschen versklavt, ihnen ihre Religion aufgezwungen, sie massakriert, ermordet, bekriegt und ihnen jede Würde genommen hat, hat sich nicht einmal dafür geschämt ihre Rebellion gegen das Unrecht auf dieser Welt, die ja vom Westen ausging, als die seinigen auszugeben.</p>
<blockquote><p><em><strong>„Ja, was denn? die Indianer massakriert, die islamische Welt um sich selbst gebracht, die chinesische Welt gut ein Jahrhundert lang geschändet und entstellt, die Welt der Schwarzen disqualifiziert, unzählige Stimmen auf immer ausgelöscht, Heimstätten in alle Winde zerstreut … und Sie glauben, für all das müsse nicht bezahlt werden?“</strong></em>4</p></blockquote>
<p>Der Westen war und ist von seiner Überlegenheit derart überzeugt, dass er nie auf die Idee kam, dass seine Sicht der Dinge eventuell der absolute Irrweg sein könnte.<br />
Es waren nicht die Afrikaner, Muslime oder Indios die ganze Gesellschaften kolonisiert und brutal ermordet haben. Immer aber waren es die Kinder aus der afrikanischen Savanne, aus der muslimischen Wüste und der indianischen Prärie, die sich vor den Bomben und Kugeln des Kolonisators, sich zitternd an die tote Mutter klammerten.  Allein in Algerien wurden mehr als 1,5 Millionen unschuldige brutal von Französischen Soldaten abgeschlachtet. Während des Algerienkriegs nutzten die Franzosen die algerische Sahara für unterirdische Atombombenversuche. Bis heute leidet die Zivilgesellschaft unter den Folgen dieser Atomtests. Tocqueville stellte 17 Jahre nach der Eroberung Algeriens durch Frankreich fest: <em>“Die Lichter sind erloschen. Wir haben die muslimische Gesellschaft ärmer, unwissender und unmenschlicher gemacht.”</em></p>
<blockquote><p><em><strong>“Wir überreichen den Muslimen das schönste Geschenk, das wir ihnen machen können. Wir sagen ihnen: Du wirst sein wie wir.”</strong></em>5</p></blockquote>
<p>Überhaupt als erster Genozid in die Weltgeschichte eingegangen sind die Aufstände der Herero und Nama unter der deutschen Kolonialbesatzung. Von dem einst so stolzem Volk mit weit über 100.000 Bürgern, überlebten diese Kolonisierung nur noch ca. 15.000 Menschen; über die Verluste anderer afrikanischer Völkerschaften liegen überhaupt keine ‘zuverlässigen’ Zahlen vor. Bis heute hat die Bundesregierung nichts weiter dazu gesagt als <em>“Wir bedauern was geschehen ist…”.</em></p>
<p>In seinem 1835 erschienenen Hauptwerk über die Demokratie in Amerika stellte Tocqueville die für jene Zeit charakteristische Frage: <em><strong>“Hat man beim Anblick der Vorgänge in der Welt nicht den Eindruck, dass der Europäer für andere Rassen das ist, was der Mensch für die Tiere bedeutet? Er macht sie seinem Dienst untertan, und wenn er sie nicht mehr unterjochen kann, vernichtet er sie.” </strong></em>Für den liberalen Denker gab es<em><strong> “keinen Grund, die muslimischen Subjekte so zu behandeln, als wären sie uns gleich”.</strong></em><br />
(Tocqueville 1835, Hauptwerk über die Demokratie)</p>
<p>Oder lassen sie uns vom Holocaust reden. Dass man etwas dagegen unternehmen hätte können, sieht man am Beispiel von Oskar Schindler. 1200 Juden rettete er vor dem sicheren Tod, immer in Gefahr selbst ein Opfer dieser kranken Ideologie zu werden.</p>
<blockquote><p><em><strong>“Entscheidend für den Rassebegriff des 20. Jahrhunderts sind die Erfahrungen, welche die europäische Menschheit in Afrika macht und die erst durch den scramble for Africa und die Expansionspolitik in das allgemeine Bewusstsein Europas eindrangen (…) Hier, unter dem Zwang des Zusammenlebens mit schwarzen Stämmen, verlor die Idee der Menschheit und des gemeinsamen Ursprungs des Menschengeschlechts, wie die christlich-jüdische Tradition des Abendlandes sie lehrt, zum ersten Mal ihre zwingende Überzeugungskraft, und der Wunsch nach systematischer Ausrottung ganzer Rassen setzte sich hier zum ersten Mal fest.”</strong></em>6</p></blockquote>
<p>Es ist die Doppelmoral und die Heuchelei des Westens, das dem unterdrückten Sklaven bitter aufstößt. Die Gründungsväter der Vereinigten Staaten die, die Menschenrechte in ihre Verfassung aufnahmen, waren zeitgleich Sklavenhändler! Neunzig Jahre lang verkannten sie den Afrikanern die Menschenrechte und bis heute hat sich kein Präsident dafür entschuldigt. Ungesühnt bleibt auch der Völkermord an den 2 Millionen Indianern durch die Amerikaner. Es war der Westen der Hiroschima und Nagasaki durch eine Atombombe dem Erdboden gleich machte, in Vietnam 4 Millionen Menschen ermordete, zum Teil durch den Einsatz von chemischen Kampfmitteln wie “Agent Orange”.  Das Afrikaner, Muslime, Indianer, Inder oder aber auch andere unterdrückte Länder sich nicht mit diesem idealistischem Propaganda  identifizieren können und sich vehement gegen diese Doppelmoral stellen, sollte bei dieser Scheinheiligkeit des Westens niemand verwundern.</p>
<blockquote><p><em><strong>“Es ist arrogant und respektlos, unser kulturelles Erbe als zweitrangig zu bewerten.”</strong></em>7</p></blockquote>
<p>Wer sich Rassismus, Imperialismus und Kolonialismus vorwerfen muss, oder die Folterungen in Guantanamo und Abu Ghraib, den Irak-Krieg, die Herstellung und Verkauf von Waffen weltweit,  der kann sich nicht hinstellen und der Welt in Sachen Menschenrechte und Demokratie den Lehrmeister spielen wollen, ohne für seine Taten die Verantwortung zu übernehmen. Ganze Kulturen, Religionen, Völker sind regelrecht angewidert von dieser Doppelmoral und Heuchelei des Westens.<br />
Dabei dominiert der Westen die Welt schon lange nicht mehr.</p>
<blockquote><p><em><strong>Nicht ein einziges Mal in den letzten zweihundert Jahren hat ein muslimisches Land den Westen angegriffen. Die europäischen Großmächte und die USA waren immer Angreifer, nie Angegriffene.</strong></em>8</p></blockquote>
<p>Bill O’Reily, Fernsehidol der amerikanischen Konservativen erklärte wörtlich:<em><strong> “Wir können nicht immer wieder in der muslimischen Welt intervenieren. Was wir tun können, ist, sie in Grund und Boden zu bomben.”</strong></em> Oder die amerikanische Fernsehkommentatorin Ann Coulter meinte: <em><strong>“Wir sollten in ihre Länder einmarschieren, ihre Führer totschlagen und die Bevölkerung zum Christentum bekehren.”</strong></em> Oder: <em><strong>“Wir sollten unseren nationalen Arschkriecherwettbewerb beenden, Syrien ins Steinzeitalter zurückbomben und danach den Iran dauerhaft entwaffnen.”</strong></em> Ich weiss nicht wie sie über solche Äusserungen denken, für mich sind sie tief rassistisch und menschenverachtend. Ich sehe keinen Unterschied zwischen den Äusserungen Bin Laden’s und dieser beiden Individuen, Bill O’Reily und Ann Coulter.</p>
<p>Manche Europäer werfen mir vor, ich würde den Rassismus auf die Westmächte propagandieren; dabei spricht aus jenem Geist die pure Angst, dass er nur ansatzweise das erleben könnte, was seit Jahrhunderten die Juden, Muslime, Afrikaner und Indianer erleben mussten. Krieg kann und darf nicht die Lösung sein! Gerechtigkeit und nichts anderes kann die Menschheit erlösen von diesen überholten und kranken Ideologien des kapitalistischen Imperialismus!<br />
Der Westen mag ganze Völker entmachtet haben aber den Ruf nach Freiheit und Gerechtigkeit werden sie niemals zum Schweigen bringen.</p>
<blockquote><p><em><strong>“[…] Schritt für Schritt können wir so in Zukunft – und ja auch schon heute – jene ‘Weltkultur’ entstehen sehen, die ein gemeinsames Werk aller verschiedenen Kulturen sein wird, da alle Kontinente, alle Völkerschaften und alle Nationen an ihr mitwirken. Wenn ich sage ‘alle Nationen’, dann meine ich, dass alle – auch die kleineren und kleinsten Nationen – ohne jede Einmischung der Großmächte selber über ihre Entwicklung entscheiden. Ein solcher eigener Weg setzt jedoch sowohl politische als auch kulturelle ‘Freiheit’ voraus.” </strong></em>9</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p>Mustafa Çelebi</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1) Tzvetan Todorov, in seiner berühmten Analyse der Eroberung Amerikas im 16. Jahrhundert</p>
<p>2) Aimé Fernand David Césaire</p>
<p>3) Weissagung der Cree</p>
<p>4) Aimé Fernand David Césaire</p>
<p>5) Oberst Charles Lacheroy, einer der wichtigsten Theoretiker des Algerienkrieges.</p>
<p>6) Hannah Arendt über die europäischen Erfahrungen in Afrika um 1900</p>
<p>7) Jecinaldo Satere Mawe, Leiter des Amazonas-Stammes Coiab</p>
<p>8) Jürgen Todenhöfer, Feindbild – Islam</p>
<p>9) Léopold Sédar Senghor in seiner Rede anlässlich der Verleihung des deutschen Buchpreises in Frankfurt, 1968</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Selbsterfüllende Moslem-Prophezeiung</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 13:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hans-Peter Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswelten junger Muslime in Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Sarrazin]]></category>
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		<description><![CDATA[von Stefan Niggemeier Die Katholische Nachrichtenagentur KNA hatte es besonders eilig. Keine zehn Minuten, nachdem die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe über eine ihr exklusiv vorliegende Studie des Bundeninnenministeriums berichtet hatte,... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/07/selbsterfullende-moslem-prophezeiung/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Stefan Niggemeier</em></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-6973" title="Junge Muslime Studie" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/03/Junge-Muslime-Studie-300x300.jpg" alt="" width="212" height="212" />Die Katholische Nachrichtenagentur KNA hatte es besonders eilig. Keine zehn Minuten, nachdem die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe über eine ihr exklusiv vorliegende Studie des Bundeninnenministeriums <a href="http://www.bild.de/politik/inland/muslime/schock-studie-muslime-verweigern-integration-22901072.bild.html">berichtet hatte</a>, verbreitete die KNA in einer eigenen Meldung die &#8220;Bild&#8221;-Behauptungen ungeprüft weiter.</p>
<p>Die Agentur verfügte zu diesem Zeitpunkt allem Anschein nach über keinerlei eigene Informationen, was die Studie &#8220;Lebenswelten junger Muslime&#8221; herausgefunden hatte oder auch nur, was genau ihr Gegenstand war. Die KNA-Meldung beruht vollständig und ausschließlich aus dem, was die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung behauptete, und macht es sich zu eigen, bis hin zur Überschrift: &#8220;Studie: Viele junge Muslime sind gegen Integration&#8221;</p>
<p>Dies ist die Geschichte, wie &#8220;Bild&#8221; vorab die Studie über &#8220;Lebenswelten junger Muslime in Deutschland&#8221; zugespielt wurde, wie das Blatt sie nutzte, um Stimmung gegen Muslime in Deutschland zu machen, und wie andere Medien dabei zu Komplizen wurden. Ein Lehrstück.</p>
<p>Wolfgang Frindte, einer der Autoren der Studie, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/autor-der-studie-zu-muslimen-in-deutschland-sarrazin-fuehlt-sich-bestaetigt-das-ist-tragisch-1.1298747">formulierte im Nachhinein</a> seine Fassungslosigkeit über die Rezeption der Untersuchung so:</p>
<blockquote><p>Manche Journalisten suchen sich bei komplexen Dingen das heraus, was spannend ist und in die Philosophie des Mediums passt. In unserem Team hat es nach der Veröffentlichung in einer Boulevardzeitung große Entrüstung gegeben, sogar Verzweiflung. Da wurde ein Detail der Studie auf eine Weise in die Öffentlichkeit getragen, dass sich die von uns befragten Muslime missbraucht fühlen könnten — das ist traurig. Und wir haben uns in den vergangenen drei Tagen ziemlich alleingelassen gefühlt.</p></blockquote>
<p>Der Psychologe Peter Holtz, ebenfalls einer der Autoren der Studie, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,819018,00.html">schildert auf &#8220;Spiegel Online&#8221;</a>, wie er drei Jahre lang Gespräche mit jungen Musliminnen und Muslimen führte, und wie skeptisch die ihm teilweise gegenüber traten.</p>
<blockquote><p>Ein jüngerer Diskussionsteilnehmer sagte (…): &#8220;Egal was Ihr wollt und egal was Ihr macht, letztendlich heißt es doch wieder so und so viele Muslime sind radikal und wollen sich nicht integrieren.&#8221; Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde es für mich auch zum Ziel, diesen Menschen, über die in Deutschland so viel geredet wird und mit denen so wenig geredet wird, durch meine Arbeit eine Stimme zu geben.</p></blockquote>
<p>Er hat dieses Ziel nicht erreicht. Es kam die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung dazwischen. Jemand hatte ihr die Studie schon vorab zugesteckt. Bild.de machte aus ihr eine &#8220;Schock-Studie&#8221;. Und &#8220;Bild&#8221; am nächsten Tag die Schlagzeile:</p>
<p><strong>&#8220;Studie belegt: Jeder fünfte Muslim in Deutschland will sich nicht integrieren</strong>!&#8221;</p>
<p>&#8220;Bild&#8221; behauptete:</p>
<blockquote><p><strong>Gut 20 Prozent aller Muslime in Deutschland lehnen eine Integration ab. Besonders radikal sind junge Muslime ohne deutschen Pass.</strong></p>
<p>Das ergibt eine Studie des Bundesinnenministeriums, die BILD exklusiv vorliegt. Laut der Untersuchung lehnt jeder vierte nichtdeutsche Muslim Integration ab, ist tendenziell gewaltbereit und stellt westliche Werte in Frage.</p></blockquote>
<p>In den nächsten Stunden übernahmen die Nachrichtenagenturen den verzerrten &#8220;Bild&#8221;-Blick auf die Studie.</p>
<p>dpa:</p>
<blockquote><p>Jeder vierte nichtdeutsche Muslim lehnt Integration ab</p></blockquote>
<p>dapd:</p>
<blockquote><p>Studie: Ein Viertel aller junger Muslime nicht integrationswillig</p></blockquote>
<p>AFP:</p>
<blockquote><p>Ein Viertel aller jungen Muslime ohne deutsche Staatsbürgerschaft ist einer Studie im Regierungsauftrag zufolge latent gewaltbereit und nicht an Integration in Deutschland interessiert.</p></blockquote>
<p>[...]</p>
<p>Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte inzwischen die Studie selbst vorgestellt, so dass sich die Gelegenheit zu einem differenzierteren, nicht von &#8220;Bild&#8221; verzerrten Blick auf ihre Ergebnisse ergab. Genau umgekehrt stellte es dpa in einer Meldung vom Donnerstagnachmittag dar und behauptete:</p>
<blockquote><p>Kaum ist die Studie des Bundesinnenministeriums über junge Muslime bekanntgeworden, sieht sich Ressortchef Friedrich veranlasst, sie zu relativieren: Kein Generalverdacht gegen junge Andersgläubige.</p></blockquote>
<p>So ist das also für dpa: Das &#8220;Bild&#8221;-Zerrbild der Studie ist die Wahrheit, und der genaue Blick auf die Studie ist eine Relativierung ihrer Ergebnisse.</p>
<p>Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger warnte ebenfalls am Donnerstagnachmittag vor verkürzten Interpretationen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich warne davor, aus einer wissenschaftlichen Studie nur Schlagzeilen zu produzieren. (…) Wir sollten die Vorurteile der Vergangenheit und althergebrachte Reflexe endlich hinter uns lassen. Wir brauchen keine Debatte, die ein Zerrbild des Einwanderungslandes Deutschland vermittelt.&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8220;Bild&#8221; fühlte sich — sicher nicht zu unrecht — gemeint und machte Leutheusser-Schnarrenberger dafür am Freitag zum &#8220;Verlierer des Tages&#8221;<em> [...]</em>.</p>
<p>[...]</p>
<p>Aber noch einmal zurück zum Mittwochnachmittag, als Bild.de zum ersten Mal über die Untersuchung berichtete. Der Innenminister hatte der &#8220;Bild&#8221;-Zeitung für ihre Vorabveröffentlichung ein Zitat gegeben, das deren Interpretation als &#8220;Schock-Studie&#8221; stützte und ergänzte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Deutschland achtet die Herkunft und kulturelle Identität seiner Zuwanderer. Aber wir akzeptieren nicht den Import autoritärer, antidemokratischer und religiös-fanatischer Ansichten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Am Donnerstagabend stellte sich Friedrich <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1582714/ZDF-heute-journal-vom-1-M%C3%A4rz-2012">im &#8220;heute journal&#8221;</a> den Fragen von Marietta Slomka:</p>
<blockquote><p><strong>Friedrich:</strong> Die Studie hat 760 Seiten und sagt auf 760 Seiten, dass es um sehr viele komplexe Fragestellungen geht. Und es wäre sicher falsch, eine spezielle Randerscheinung rauszugreifen.</p>
<p><strong>Slomka:</strong> Aber genau das ist jetzt natürlich geschehen, weil Sie oder Ihr Sprecher oder sonst jemand in Ihrem Ministerium diese Studie vorab, bevor sie veröffentlicht wurde, an die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung weitergegeben hat. Daraus wurde dann prompt eine &#8220;Schock-Studie&#8221;.</p>
<p><strong>Friedrich:</strong> Also, diese Studie ist nicht aus meinem Haus herausgegeben worden. Sie ist heute veröffentlicht worden. Sie ist heute auch ins Internet gestellt worden. Und kann von jedem eingesehen werden.</p>
<p><strong>Slomka:</strong> Nachmittags. Die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung hatte sie schon gestern.</p>
<p><strong>Friedrich:</strong> Ja, das weiß ich nicht, müssen Sie die &#8220;Bild&#8221;-Zeitung fragen, woher sie sie hat. Von mir nicht. (…)</p>
<p><strong>Slomka:</strong> Aber auch Sie haben sich in den Zitaten, die Sie abgegeben haben, gegenüber der &#8220;Bild&#8221;-Zeitung, sehr stark auf diese eine Untergruppe konzentriert, die nicht integrationswillligen Muslimen. Die werden dadurch in den Fokus gerückt. Was nicht gesagt wird, und worauf nicht die Betonung liegt, ist, dass die allermeisten Muslime zum Beispiel strikt gegen islamistischen Terrorismus sind und sich alle sehr unter Generalverdacht fühlen. Wird das nicht durch eine solche Veröffentlichung in der Form eher noch wieder verstärkt?</p></blockquote>
<p>Man könnte das als rhetorische Frage betrachen.</p>
<p><strong></strong>Auch Marietta Slomka wurde wegen ihrer Kritik von &#8220;Bild&#8221; zum &#8220;Verlierer des Tages&#8221; erklärt.</p>
<p><em><strong>Den kompletten Artikel findet Ihr im <a href="http://www.bildblog.de/37196/selbsterfuellende-moslem-prophezeihung/" target="_blank">BildBlog</a>.</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gauck oder doch eher Gau ???</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 16:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali Aslan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Intern]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Presse und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gauck, der hier in diesem Interview spricht, gibt eine Meinung von sich die ich für sehr überheblich und Arrogant halte. Er empfindet die westliche Gesellschaft im Gegensatz zu Gesellschaften... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/25/gauck-oder-doch-eher-gau/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/25/gauck-oder-doch-eher-gau/gauck-trifft-angehoerige-von-opfern-der-nsu-mordserie-2/" rel="attachment wp-att-6953"><img class="aligncenter size-medium wp-image-6953" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/Gauck1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Der Gauck, der hier in diesem Interview spricht, gibt eine Meinung von sich die ich für sehr überheblich und Arrogant halte. Er empfindet die westliche Gesellschaft im Gegensatz zu Gesellschaften mit islamischem Ursprung als eine aufgeklärte Gesellschaft. Mit anderen Worten die Gesellschaften mit islamischer Basis sind noch zu zurückgeblieben. Doch frage ich mich, wie jemand eben dieses Urteil treffen darf. Nach welchen Kriterien wird dieses Urteil getroffen? Welche Gesellschaft ist weiter als die andere?</h6>
<p>Hier das Video:<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=-_woXlCSmIw">Gauckinterview</a></p>
<p>Gauck lehnt sein Urteil an dem Kriterium der Aufklärung an. Ich nehme an, dass hier die religiöse und oder die sexuelle Aufklärung gemeint ist. Meiner Meinung nach können diese Kriterien aber nicht als Maßstab für die Beurteilung der Moderne einer Gesellschaft dienen. Denn nicht in jeder Religion wurden Menschen irregeführt, welches überhaupt Vorraussetzung für eine religöse Aufklärung ist. Weiterhin kann man heutzutage ganz gut erkennen, dass die sexuelle Aufklärung der Gesellschaft auch viele Krankheiten gebracht hat. Darunter Schönheitswahn, Pornogrofiesucht oder das dadurch verursachte primitive Sexualverhalten der neuen Generationen. Hier also davon zu reden das islamisch geprägte Gesellschaften zurückgeblieben sind, ist meiner Meinung nach eine sehr egozetrische und falsche Interpretation.</p>
<p>Um die Moderne einer Gesellschaft zu bestimmen, muss man die Fähigkeit besitzen über den eigenen Tellerrand zu schauen. Denn die Interpretationen über Zustände, Ereignisse oder Verhaltensweisen sind je nach Regionen der Welt sehr unterschiedlich. Beispielsweise entgegnen Europäer den Muslimen wegen dem Schweinefleischverbot mit genauso viel unverständnis wie die Chinesen in Bezug auf das Tabu in Europa Hundefleisch zu essen. Wer ist jetzt Moderner? Der der Alles isst oder der der nichts isst? Das Kriterium mit dem eine Gesellschaft zu messen ist, ist also nicht aus der eigenen Geschichte oder Religion zu entnehmen. Die Moderne einer Gesellschaft sollte aus der Zufriedenheit Ihrer eigenen Teilnehmer gemessen werden.</p>
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		<title>Böse Oma</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 09:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hijabistin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Worte sind Brücken. Manchmal, wie heute in der U-Bahn, vergesse ich aber, dass Worte auch Waffen sind. Mein Kopf brummt. Viele positive, vielleicht etwas naive Eindrücke sind bei einer Medienpreis-Verleihung... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/24/bose-oma/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/24/bose-oma/oma1/" rel="attachment wp-att-6927"><img class="alignleft size-medium wp-image-6927" title="oma1" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/oma1-234x300.jpg" alt="" width="234" height="300" /></a>Worte sind Brücken. Manchmal, wie heute in der U-Bahn, vergesse ich aber, dass Worte auch Waffen sind. Mein Kopf brummt. Viele positive, vielleicht etwas naive Eindrücke sind bei einer Medienpreis-Verleihung auf mich eingeprasselt, bei der junge Journalisten für die positive (aber vollkommen unbekannte) Darstellung junger Migranten ausgezeichnet wurden.<br />
Jetzt in der U-Bahn denke ich an nichts, dazu tut mein Kopf zu weh. Dann kommt auch noch eine Gruppe Jugendlicher in die Bahn. Mein Kopf schmerzt nur noch mehr. Zum Einen aufgrund ihrer Lautstärke, zum Anderen bei dem Gedanken daran, was wohl die anderen Fahrgäste über sie denken – es sind Migranten. Werde ich langsam paranoid&#8230;?<br />
Es fällt kein Schimpfwort oder Ähnliches, ein Jugendlicher macht einer älteren Dame Platz. Sie lachen eben und sind fröhlich, nur halt etwas laut. Die kleinen vielleicht 5-jährigen Zwillinge, die vorher neben mir saßen, haben mich getreten und einander mit „A&#8230;.loch“ beschimpft. Da schimpfte die Mutter zu Recht, aber wir anderen Fahrgäste lachten.<br />
Doch dann kommt er doch, dieser Kommentar. Lustig, dass gerade jetzt, wo ich gestern noch die Welle an Facebook-Posts von den Videos rassistischer Bahn- und Tramfahrer gesehen habe. Und jetzt sitz ich auch in so einem Video, denke ich mir.<br />
Worte, Sprache, Redewendungen&#8230; Während es in mir brodelt, denke ich an die verschiedensten sprachlichen Möglichkeiten, wie ich der alten Dame neben mir sagen kann, wie sehr sie mich aufregt. Worte sind Waffen. „Die aus der Türkei“&#8230; „alles nur Sozialhilfeempfänger“  &#8230; „zurückgehen“  Alter schütz vor Torheit nicht, denke ich mir&#8230;. „alle nur faul“ &#8230; „Ich habe 24 Jahre meines Lebens gearbeitet.“ &#8230; „Faulheit zahlt sich aus“ Was haben Sie denn den Rest Ihres sicher schon 60-65 Jahre langen Lebens gemacht? Wo waren Sie, als türkische Gastarbeiter das Land in den Aufschwung führten? Doch ich denke es nur, will ihre Dummheit mit Nichtbeachtung strafen.<br />
Doch dann&#8230;  „vermehren sich wie die Karnickel“ &#8230; Den Kopf nach rechts – buchstäblich und ideologisch – wendend und in ihren Damenbart murmelnd so, dass es nur das Kopftuchmädchen neben ihr hören kann. Einfach nicht genug Mut, damit andere hören, wer die „Döner-Mörder“ von Morgen erzieht. Mein Kopf tut jetzt nicht mehr nur weh, er platzt vor Schmerzen und vor der Unfassbarkeit der Situation. „Ihnen ist schon bewusst, dass sie sich gerade äußerst rassistisch äußern?!“, zu mehr bin ich nicht fähig. „ Ja“ Worte sind Waffen. „Aber es ist doch wahr!“<br />
Zu einer weiteren verbalen Aktion hat es bei mir dann auch nicht gereicht&#8230; Aufgrund der Lautstärke haben die anderen Fahrgäste die Situation nicht mitgekriegt. Statt die Videofunktion meines Handys zu benutzen, eine Diskussion zu beginnen, versuche ich Kontenance zu bewahren. Als Muslima, sage ich mir selbst, musst du Geduld haben&#8230; Und der 1.Preis für diejenige, die mir beweist, dass Auswandern manchmal eine verlockende Idee sein kann, geht an die ignorante rothaarige Dame in Braun.<br />
Es ist schön, den Versuch und den Wunsch zu haben, sich als Journalist seine Verantwortung der Gesellschaft und dem Beruf gegenüber wieder ins Bewusstsein rufen zu wollen. Dem muss auch die reelle Umsetzung im Alltag folgen. So eine Preisverleihung ist aber immer schön vorzeigbar. Einige der Beiträge allerdings reflektieren immer noch das, was sicherlich auch meine rassistische U-Bahn-Souffleuse inspirierte. Die Migranten hätten Deutschland so viel zu verdanken. Tatsächlich bieten sich in unserem Staat viele Möglichkeiten und Chancen, die in anderen Ländern nicht gegeben sind. Allerdings, wenn wir nicht nur heuchlerisch und groß von Demokratie reden wollen, müssen wir doch zugeben, dass die meisten Menschen es hier ziemlich „gut“ haben&#8230; Obwohl ich nach so einer U-Bahn-Fahrt das Wort „gut“ überdenken oder zumindest situationsbedingt definieren würde. Zum Anderen hat eine Medaille auch eine zweite Seite: Was hat Deutschland nicht alles seinen Migranten zu verdanken?!<br />
Die Gesellschaft ist aber so verblendet und erblindet vom Feindbild des bösen und faulen muslimischen Migranten, dass sie nichts anderes sieht, als das, was ihr schön in mundfertige und vorgekaute Bissen von den Medien serviert wird. Und bis auch ich und andere wie ich, nicht realisieren, dass es heute jedem passieren kann, Rassismus im Alltag zu erleben, bis die Medien halten, was sie bedeutungsträchtig versprechen, werden wohl noch so einige im braunen Nebel ihrer Gedanken den Weg in eine gemeinsame Gesellschaft eben nicht mehr finden&#8230; Mich ärgert aber am meisten, dass mir die besten Sprüche immer erst im Nachhinein einfallen: frei nach Sulaiman Masomi: „Was ist bei Ihnen bloß schief gelaufen, Omi?!“</p>
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		<title>Zukunftsdialog „Du hast doch keine Ahnung“</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 08:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zukunftsdialog „Du hast doch keine Ahnung“ Liebe Frau Merkel, Was tut man nicht alles, um sich beim Volk einzuschmeicheln? Und was tut man, wenn man sich mit den besten Absichten... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/23/zukunftsdialog-%e2%80%9edu-hast-doch-keine-ahnung%e2%80%9c/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zukunftsdialog „Du hast doch keine Ahnung“</p>
<p>Liebe Frau Merkel,</p>
<p>Was tut man nicht alles, um sich beim Volk einzuschmeicheln? Und was tut man, wenn man sich mit den besten Absichten und Bemühungen, die man auch tatsächlich hatte, merkt, dass man sich so richtig schön in die Nesseln gesetzt hat?</p>
<p>Zur Information: Angela Merkel, unsere hochgeschätzte Bundeskanzlerin, kam auf die glorreiche Idee, sich näher mit dem Volk zu beschäftigen und dieses einmal zu fragen, was es sich denn von Deutschland erhofft. Dabei dominieren folgende Fragen:</p>
<p>1. Wie wollen wir zusammenleben?<br />
2. Wovon wollen wir leben?<br />
3. Wie wollen wir lernen?</p>
<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/23/zukunftsdialog-%e2%80%9edu-hast-doch-keine-ahnung%e2%80%9c/merkel2/" rel="attachment wp-att-6920"><img class="alignleft size-medium wp-image-6920" title="merkel2" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/merkel2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Bei diesen relativ offen gestellten Fragen kann sich jeder Internetbesitzer, der auch noch eine E-Mail Adresse sein eigen nennen darf, an dieser lebhaften Diskussion beteiligen. Man braucht dazu nicht einmal zwingend eine eigene Meinung, ein Internetanschluss reicht völlig. Das zeigt sich vor allem an den Top 4 denn jeder Vorschlag darf, gleich eines talentlosen Möchtegern Sängers bei DSDS, von der Öffentlichkeit bewertet werden.<br />
Auf Platz eins der Diskussion liegt die wohl wichtigste Frage, die so ziemlich das ganze Volk bewegt. Dabei geht es nicht darum, ein einheitliches Schulsystem in Deutschland zu fördern, einen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen oder darum, genug Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht auch nicht darum, wie man „Ausländern“ (also allen nicht blonden und blauäugigen hellhäutigen Bürgern) die Integration erleichtern könne oder darum, wie man Forschungsgelder am besten investiert, nein, auf Platz 1 landet</p>
<p>die Forderung nach einer offenen Diskussion über den Islam.</p>
<p>Nein, das ist kein Tippfehler und es bringt auch nichts, es noch einmal zu lesen, denn mit über 25.000 Stimmen landet dieser Vorschlag auf Platz eins, direkt gefolgt von der Forderung nach legalem Cannabis. Denn „Das Thema Islam wird von Politik und Medien gründlich gemieden, Islamkritiker werden bestenfalls ignoriert, meist aber diffamiert, Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert. Eine argumentative Auseinandersetzung über den Islam muss endlich stattfinden. In der Politik. In den Medien.“</p>
<p>Jetzt meine Frage an Sie, liebe Frau Merkel. Warum sträuben Sie sich so gegen das Thema, warum wird in den Medien nicht endlich einmal Tacheles geredet? Es geht immerhin um eine verängstige Bevölkerung, die ganz zu Recht Angst davor hat, dass ihr Mutterland von einer Demokratie verabscheuenden Ideologie bedroht wird&#8230; oder etwa nicht? Immerhin ist es allgemein bekannt, dass der Islam eine bedrohliche Ideologie ist, die hauptsächlich von Männern verbreitet wird, die Frauen unterdrücken und alle anderen Religionen verachten und am liebsten ausrotten würden. Viele deutsche Bürger wissen von den Gefahren, die von der Ideologie des Islams ausgeht, komischerweise wissen es aber 1,7 Milliarden Moslems nicht. Und entgegen aller Gerüchte, Moslems sind nicht nur Araber, Türken und Perser denn, um das ein für allemal klar zu machen, die Türken, Araber und Perser machen keine 1.7 Milliarden Menschen aus. Es gibt Moslems nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in Kanada, in Australien, in China, Indien und ganz besonders viele leben in Malaysia und Indonesien.<br />
Manchmal frage ich mich wirklich, warum dieses seltsame Bild des Islams immer noch in den Köpfen der Deutschen herum spuckt, besonders jetzt, wo alle Informationen die man haben will, öffentlich zugänglich sind und von jedem, der Internet hat, genutzt werden kann. Es gibt mehr als genug Bücher, die sich mit dem Islam auseinandersetzen ohne in Polemik auszuarten und ich denke, es gibt auch genug Moslems, die gerne zu dem Thema Stellung nehmen würden, wenn es nicht dieses kleine Problem geben würde. Ich nenne es gerne das „Du hast doch keine Ahnung“ Problem, dass ich bis jetzt in fast jeder Debatte über den Islam als Moslem um die Ohren gehauen bekomme. Immer gelangt man an einen Punkt, wo man diesen geflügelten Satz zu hören bekommt und fragt sich dann tatsächlich, warum man als gläubiger Moslem weniger Ahnung von der E I G E N E N Religion hat als ein streng gläubiger Atheist? Liegt es an der mangelnden Objektivität, die man als religiöser Mensch nicht haben kann oder liegt es einfach daran, dass man sich als Moslem nicht tief genug mit dem Islam auseinander gesetzt hat, um den Islam so zu verstehen, wie es ein Deutscher kann? Ich weiß es bis heute nicht. Eine Freundin warf mir kürzlich vor, nachdem sie mich über meine Religion aufklären wollte, dass ich doch kein richtiger Moslem sei, da ich ja schon Alkohol getrunken hatte und kein Kopftuch tragen würde. Andererseits war sie der Überzeugung, dass man im Islam ACHT Mal am Tag beten würde.</p>
<p>Sollte dies wirklich das Allgemeinwissen über den Islam widerspiegeln, so würde ich Sie, Frau Merkel, doch bitten, wirklich einmal einen Dialog zu starten. Nämlich darüber, wie der Islam wirklich ist und nicht darüber, wie viele Leute den Islam gerne sehen würden. Als kleine Anregung meinerseits würde ich Ihnen empfehlen, mit den Grundpfeilern des Islams zu beginnen. Also bei dem Grundwissen, das so manchem Islamkritiker fehlt.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß bei den kreativen Vorschlägen, auf eine schöne Zeit bis April, denn dann hat der Wahnsinn hoffentlich ein Ende und Sie haben sich hoffentlich zu einer guten Stellungnahme durchgerungen.</p>
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		<title>Narrenfreiheit der Büttenrede – Narrenfreiheit dem Rassismus?</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 14:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fasching]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss es ehrlich zugeben, ich bin kein großer Fan von Fasching. Ich kann weder mit „Helau“ noch mit „Alaaf“ etwas anfangen und was eine Büttenrede ist, wusste ich bis... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/19/narrenfreiheit-der-buttenrede-%e2%80%93-narrenfreiheit-dem-rassismus/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/19/narrenfreiheit-der-buttenrede-%e2%80%93-narrenfreiheit-dem-rassismus/fasching/" rel="attachment wp-att-6914"><img class="alignleft size-full wp-image-6914" title="fasching" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/fasching.jpg" alt="" width="275" height="271" /></a>Ich muss es ehrlich zugeben, ich bin kein großer Fan von Fasching. Ich kann weder mit „Helau“ noch mit „Alaaf“ etwas anfangen und was eine Büttenrede ist, wusste ich bis zu dem heutigen Tag nicht und will es ehrlich gesagt immer noch nicht wissen. Ob es wohl an meiner ersten Erfahrung mit Karneval liegt,  in der meine Mutter während eines Umzugs dreist dazu aufgefordert wurde, nach hinten zu gehen, wo Ausländer hingehören? Man weiß es nicht so ganz genau, sicher ist aber, dass dies meine letzte Erfahrung mit der 5. Jahreszeit  war&#8230; bis heute.<br />
Manchem Wissen kann man sich leider Gottes nicht entziehen. Genau so wenig, wie man sich während der Schulzeit der Kurvendiskussion entziehen konnte, kommt man heutzutage nicht mehr um den Karneval herum, besonders dann nicht, wenn geschmacklose und rassistische Büttenreden á la „Ayse vom Döner TV“ über Integration gezeigt werden.<br />
Gegenstand meines heutigen Ärgernisses ist eine vom ARD (zum Glück wieder raus genommen) und dem HR ausgestrahlte Sendung namens „Frankfurt Helau“ in der eine Zahnärztin namens Patricia Lowin eine Türkin namens Ayse mimt und sich über Integration lustig macht. Acht Minuten lang wird jedes Klischee, das man je über Türken gehört hat, zum Besten gegeben und es wird schamlos über jeden noch so schlechten Witz gelacht. Sei es der Bruder Ahmed, der „bei geschlossene Sendeanstalt in Weiterstadt, Festanstellung auf 10 Jahre ohne Bewährung“ arbeitet oder ihre eigene Arbeitstelle als „Putzfrau bei ZDF“.</p>
<p>Das bei so viel Geschmacklosigkeit nicht nur mir die Frühstückssemmel im Hals stecken bleibt sondern auch dem hessischen Landesausländerbeirat, ist nicht verwunderlich, und das dieser auch dagegen protestiert noch weniger angesichts solcher Witze wonach auf es auf türkischen Basaren keine Toiletten gibt, denn „da bescheißt jeder jeden“. Beschissen steht jetzt vor allem der Hessische Rundfunk da, muss er sich jetzt gegen Rassismusvorwürfe auch aus der Türkei wehren. Dabei ist doch alles nur Spaß und Witzigkeit, denn an Karneval ist ja bekanntlich alles erlaubt. Schade, dass Sarrazins Machwerk „Deutschland schafft sich ab“ nicht ebenfalls in dieser ach so heiteren Jahreszeit veröffentlicht wurde denn so hat er sich selbst um eine der besten Ausreden der Welt, die Narrenfreiheit, gebracht.</p>
<p>Dass „Ayse vom Döner TV“ noch lange nicht so harmlos ist, wie sie gerne vom HR dargestellt wird zeigte sich spätestens dann, als sich „unsere lieben Freunde von PI“ (nicht die Zahl sondern Politically Incorrect) einschaltet hatten und schön laut gegen diese „Muselmanen und Mohammedaner“ wetterten, die ihnen ihren ach so schönen Spaß verdarben, die Freude, Rassismus endlich einmal offen ausleben zu können, denn „Das muss doch mal gesagt werden&#8230;“<br />
Gräbt man jedoch ein wenig in der Vergangenheit, kommen plötzlich weniger schöne Seiten des lustigen Helau und Alaaf zum Vorschein. Da der Karneval in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht, kam er natürlich auch nicht an der braunen Jahres&#8230; pardon, ich meine natürlich Epoche vorbei. Und wer wurde damals aufs Korn genommen und veräppelt? Genau, die Juden. Da wurden die Juden aus den Karnevallsgesellschaften ausgeschlossen und lustige Lieder über sie gesungen, wie folgendes mit dem Titel „De Jüdde Wandern Uss“:</p>
<p>I. Et deit sich alles freue, Mir sinn jetz bahl su wick, Mir wäde jetz in Deutschland, Die Jüdde endlich quwitt.<br />
Refrain: Hurra mer wäde jetz de Jüdde loss, Die ganze koschere Band,  Trick nohm gelobte Land.  Mir laache uns für Freud noch halv kapott,  Der Izig und die Sahra die träcke fott!<br />
In der Hoffnung, dass sich so mancher Kalauer einmal in dieser fröhlichen Jahreszeit ein Geschichtsbuch zu gemühte führt, wünsche ich allen noch einen rassismusfreien Karneval.</p>
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		<title>Blackface in Germany – Eine kurze Geschichte der Ignoranz oder der Anfang von Bühnenwatch</title>
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		<comments>http://www.aggromigrant.com/2012/02/18/blackface-in-germany-%e2%80%93-eine-kurze-geschichte-der-ignoranz-oder-der-anfang-von-buhnenwatch/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 00:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Hallervorden]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Es fing alles relativ harmlos an. Das Schlosspark Theater Berlin entschloss sich dazu, ein amerikanisches Stück namens „Ich bin nicht Rappaport“ aufzuführen. In diesem Stück geht es um zwei ältere... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/18/blackface-in-germany-%e2%80%93-eine-kurze-geschichte-der-ignoranz-oder-der-anfang-von-buhnenwatch/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/18/blackface-in-germany-%e2%80%93-eine-kurze-geschichte-der-ignoranz-oder-der-anfang-von-buhnenwatch/alexandra_a1/" rel="attachment wp-att-6909"><img class="alignleft size-medium wp-image-6909" title="alexandra_a1" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/blackface1-264x300.jpg" alt="" width="264" height="300" /></a>Es fing alles relativ harmlos an. Das Schlosspark Theater Berlin entschloss sich dazu, ein amerikanisches Stück namens „Ich bin nicht Rappaport“ aufzuführen. In diesem Stück geht es um zwei ältere Herren, einen jüdischen Amerikaner und einen Afroamerikaner, die, auf einer Parkbank sitzend über das Leben philosophieren. Man besetzt die Figur des afroamerikanischen Midge mit einem weißen Schauspieler, den man der Authentizität und der testamentarischen Verfügung des Autors wegen schwarz anmalt, knipst ein paar hübsche Fotos von den zwei Hauptdarstellern,  Dieter Hallervorden mit einem Joint in der Hand, hängt die Plakate in Berlin auf und wartet gespannt auf die ersten Reaktionen, die, zu aller Überraschung, in Rassismus-Vorwürfen enden. Ein „shitstorm“ entsteht, die Medien berichten darüber, man wundert sich ist erstaunt, und versteht die Welt nicht mehr. Viele Artikel, in denen das Schlosspark Theater sogar verteidigt wurden, geisterten durch das Internet, doch die Frage bleibt bestehen: Was war passiert? Immerhin wurde das Stück schon vor 25 Jahren aufgeführt und niemand hatte sich darüber beschwert. Immerhin wird Othello schon seit Jahren schon auf deutschen Bühnen mit einem schwarz angemalten weißen Schauspieler besetzt, ohne dass sich jemand darüber aufregt. Ja, was war da eigentlich passiert?</p>
<p>Die Frage schwebt im Raum, aber sie würde dort bestimmt nicht so verlegen herum hängen, hätte sich jemand einmal die Mühe gemacht, sich wirklich mit den Vorwürfen auseinander zu setzen. Schließlich gab es genug Afrodeutsche, die in langatmigen Erklärungsversuchen auf der Facebook-Seite des SPT (Schlosspark Theater Berlin) versuchten, ihre Position darzustellen. Und nicht nur Afrodeutsche waren zutiefst empört, es wäre auch viel zu einfach diese zwei Lager namens „Blackface ist Rassismus“ und „Blackface ist nicht rassistisch“ in ein schwarzes und ein weißes Lager zu unterteilen. Frauen, Männer, Weiße, People of Color, alle möglichen Menschen beschwerten sich über diese Theaterpraxis doch der Streitpunkt konnte offenbar nicht geklärt werden. Warum ist Blackface rassistisch?</p>
<p>In vielen Diskussionen wurde auf die Tradition des Blackface im Zusammenhang mit den Minstrel Shows verwiesen, die im 19. Jahrhundert in den USA entstanden waren und sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreuten. Oft wurde auch Dieter Hallervorden in seinem Rechtfertigungsversuch zitiert, dass es ja so wenige Rollen für schwarze Schauspieler geben würde, und es sich daher nicht lohnen würde, diese fest in einem Theaterensemble einzustellen. Man versuchte zu rechtfertigen, zu relativieren. Es gäbe doch tatsächlich so wenige schwarze Schauspieler in Deutschland, hieß es da. Man könne doch nicht einen schwarzen Schauspieler einem weißen vorziehen, dass sei doch Rassismus, hieß es auf anderer Seite. Das ist doch gar kein Rassismus, denn es wäre ja gar nicht rassistisch gemeint, beschwerte man sich über die Vorwürfe. Die Mehrheit bestimmt, was Rassismus ist und die betroffene Minderheit muss gefälligst den Mund halten. Denn, wo kämen wir denn da hin in unserer Demokratie, wenn man Rücksicht auf die Minderheiten nehmen würde. So und ähnlich wurde auf der Facebook-Seite des SPT diskutiert, man zitierte, man brachte Artikel, man verwies mehrmals auf die Geschichte (mit lustigen kleinen Verdrehern derselbigen), man beleidigte und wurde beleidigt, man empörte sich, manche wurden sogar gesperrt (seltsamerweise nur Kritiker des Blackface, aber nicht Menschen, die sich über die Vorzüge des Faschismus ausließen und die Gerechtigkeit hinter „separate but equal“ betonten) und man machte nicht einmal halt davor, so „lustige“ Witze wie folgenden zu zitieren: „Don’t say N*** because that’s a crime and crime is for N***“ (Anmerkung: Das Zitat war nicht zensiert, der Benutzer wurde nicht gesperrt, aus Rücksicht auf die Gefühle der hier Beleidigten zensiere ich es trotz Zitat).<br />
Aus den Protesten über Blackface auf der Facebook-Seite des Schlosspark Theater Berlin gründete sich die Gruppe &#8220;Bühnenwatch&#8221;. Bühnenwatch ist ein Zusammenschluss aus Aktivisten of Color, Schwarzen und weißen Aktivisten und  strebt eine enge Zusammenarbeit mit Organisation wie Der Braune Mob &#8211; Media Watch e.V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V., Label Noir Theater Ensemble an: <a href="http://buehnenwatch.com/">http://buehnenwatch.com/</a>. </p>
<p>Denn das Problem des Rassismus ist kein Randproblem, es liegt mitten in unserer Gesellschaft und wird permanent durch Medien und Kunst aufrechterhalten. Ein Ansatzpunkt, den Rassismus in Deutschland zu bekämpfen, ist genau die Strukturen zu ändern, die diesen aufrecht erhalten. Aus diesem Grund haben wir uns zusammen gefunden, um den versteckten Rassismus, der nicht als solcher wahrgenommen wird, als solchen zu entlarven.<br />
Das SPT hat dahin gehend argumentiert, dass es kaum Rollen für schwarze Schauspieler gibt. Wenn ein weißer Schauspieler sogar einen Schwarzen darstellen kann, warum kann dann ein schwarzer Schauspieler keinen Romeo spielen, keine Julia darstellen, oder Hamlet? Was in anderen Ländern wie den USA bereits seit Jahren gang und gäbe ist, ist in Deutschland immer noch eine Ausnahmesituation. Und die Situation wird nicht besser, indem man weiße Schauspieler schwarz anmalt und die schwarzen Schauspieler somit systematisch von den Bühnen fern hält, indem man die Stimmen der Kritiker ignoriert oder ihnen vorschreibt, was als rassistisch angesehen werden kann und was nicht. Denn die Gesellschaft hat sich gewandelt. Die Menschen, die gerne als Minderheiten dargestellt werden, haben keine Lust mehr darauf, aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden. Wir wollen gehört werden als Menschen, die sich selbst repräsentieren können, die ihre eigene Meinung haben, deren Gefühle genau so respektiert werden müssen wie die eines jeden anderen Menschen auch und nicht als wandelnde Klischees, wie es uns die Medien gerne weis(s) machen wollen. Doch dazu muss man uns erst als gleichberechtigt wahrnehmen und wer wäre besser dafür geeignet, dieses Bild des nicht rein weißen Deutschlands zu propagieren als die Medien- und Theaterlandschaft?</p>
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		<title>Geschmacklos, aber frei: Dänemark</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 07:15:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Qanakke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht lange sind die Taten eines gewissen Herr Breivik in Norwegen her. Es wurden genug Mahnwachen abgehalten und auch andere soziale Aktivitäten erinnern regelmäßig an diese grauenhafte Tat. In unserem... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/01/25/geschmacklos-aber-frei-danemark/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" src="http://www.welt.de/multimedia/archive/01549/bs_19_13_DW_Kultur_1549983l.jpg" alt="" width="242" height="161" />Nicht lange sind die Taten eines gewissen Herr Breivik in Norwegen her. Es wurden genug Mahnwachen abgehalten und auch andere soziale Aktivitäten erinnern regelmäßig an diese grauenhafte Tat.</p>
<p>In unserem lieben Nachbarland Dänemark hat sich ein Mann das Thema ziemlich zu Herzen genommen und möchte nun ein Theater-Stück über die Vorfälle auf der norwegischen Insel Utoya aufführen.</p>
<blockquote><p>Der dänische Dramatiker Christian Lollike ist dafür bekannt, dass er mit dem vorhersehbaren Theater auf Kriegsfuß steht. Das zeigt er auch mit seinem neuesten Projekt: einem Stück, das verstehen helfen soll, wie der Norweger Anders Behring Breivik, der am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utoya 77 Menschen umbrachte, zum Massenmörder wurde. Der Titel des Stücks, &#8220;Manifest 2083&#8243;, bezieht sich auf das 1500-seitige Pamphlet &#8220;2083: Eine Europäische Unabhängigkeitserklärung&#8221;, das Breivik kurz vor seiner Tat an rund 1000 Email-Empfänger versandte. <a href="http://www.welt.de/kultur/article13823019/Theaterstueck-ueber-Attentaeter-Breivik-empoert-Norwegen.html" target="_blank">(Quelle)</a></p></blockquote>
<p>Woher nimmt man sich die Motivation so ein Projekt in Angriff zu nehmen?</p>
<blockquote><p>In einem Interview mit der dänischen Tageszeitung &#8220;Politiken&#8221; erklärt Christian Lollike (Jg. 1973) seine Motive. &#8220;Weil es wieder geschehen kann. Weil es um ein Gedankengut geht, das weitere Tragödien heraufbeschwören kann.&#8221; Und weil diese &#8220;die Einfluss haben auf unser Selbstbild&#8221;.</p></blockquote>
<p>Hier genau fängt das alt bekannte Themen &#8220;Meinungsfreiheit &#8211; bis wohin?&#8221; an. Die einen beschuldigen Lollike mit diese Vorhaben mehr Aufmerksamkeit zu kriegen. Andere berufen sich auf die Meinungsfreiheit. Eine Verbietung dieses Projektes ist aus dänischer Sicht natürlich nicht akzeptabel.</p>
<blockquote><p>Der kulturpolitische Sprecher der Sozialdemokraten im dänischen Folketing, Flemming Møller Mortensen, sieht dagegen die Kunstfreiheit in Gefahr. Er werde sich dieses Stück zwar nicht ansehen, doch lehne er einen Eingriff in die künstlerische Freiheit auch zu diesem Thema ab.</p></blockquote>
<p>Natürlich ist jeder Mensch frei und hat auch die Freiheit seine Meinung zu verbreiten. Doch wo hört die Meinungsfreiheit auf? Sollte man nicht an dem Punkt stoppen, an dem andere Menschen in Ihren Gefühlen etc. verletzt werden? Wir sprechen hier über ein Massaker mit 77 getöten Jugendlichen. Hinter diesen 77 Jugendlichen stehen tausende Menschen, die Ihre Kinder, Freunde oder Bekannte bei diesem Vorfall verloren haben. Jetzt wird diese grauenhafte Tat mit einem Theaterstück gewürdigt?</p>
<p>Lollike selbst sieht das Ganze als eine Art Verpflichtung gegenüber den Muslimen.</p>
<blockquote><p>Ich betrachte es als demokratische Pflicht vor allem gegenüber dem muslimischen Teil unserer Bevölkerung, zu untersuchen, wo dieser Rechtsextremismus herkommt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jetzt kommen irgendwie doch die Muslime ins Spiel. Warum? Muslime und Dänermark&#8230;neee das funktioniert nicht so gut, aber Herr Lollike möchte dies anscheinend ändern.</p>
<p>Muslime hin, Muslime her &#8211; ich persönlich finde es geschmacklos was Lollike sich hier erlauben möchte. Einfach formuliert: Es kann nicht sien, das man Geld mit Sachen verdient, die anderen Menschen auf solch eine grauenhafte Art und Weise Trauer &amp; Schmerz zubereitet haben. Dies hat nichts mit Zensur der Meinungsfreiheit zu tun, sondern einfach nur mit Menschlichkeit.</p>
<p>Hier sollte sich jeder in die Situation der Eltern versetzen: Wenn das eigene Kind von einem Irren Amok-Läufer gemetzelt wird möchte man so wenig wie möglich diesem Thema Aufmerksamkeit schenken. Man kann soziale Projekte gegen rechte Gewalt etc. in die Welt rufen, aber diese Tat möchte bestimmt niemand von den Angehörigen der Opfer als Theaterstück haben bzw.  sehen.</p>
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		<title>Die Freude des ausländerfeindlichen Gesocks</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 09:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Intern]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie ihr bereits festgestellt habt, aktualisieren unseren Blog nicht mehr so häufig wie früher. Das AggroMigrant-Team ist aus beruflichen Gründen leider zeitlich nicht mehr so flexibel. Das freut natürlich insbesondere... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/01/24/die-freude-des-auslanderfeindlichen-gesocks/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ihr bereits festgestellt habt, aktualisieren unseren Blog nicht mehr so häufig wie früher. Das AggroMigrant-Team ist aus beruflichen Gründen leider zeitlich nicht mehr so flexibel. Das freut natürlich insbesondere unsere &#8220;Freunde&#8221; aus dem Deutschland-den-Deutschen-Lager. Einer hat sich dann auch nocht die Mühe gemacht uns eine Mail zu schicken.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-6894" title="Mail" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/01/Mail-300x80.jpg" alt="" width="300" height="80" /></p>
<p>Die Mail teile ich gerne mit Euch &#8211; natürlich mit meinem Kommentar dazu:</p>
<blockquote><p>@Osman:</p>
<p>Ich habe geradezu mit Freude festgestellt, dass Ihre Seite zunehmend vor sich hinvegetiert, immer weniger Klicks, Kommentare und Artikel.</p></blockquote>
<p>Die Seite vegetiert nicht so vor sich hin &#8220;Martin&#8221;. Sie wird nicht mehr so oft aktualisiert. Das ist ein Unterschied. Zumal wir die beiden Tage vor deiner Mail zwei neue Artikel veröffentlicht haben. Woher du unsere Klickzahlen her bekommen willst, bleibt dein Geheimnis. Kommentare gibt es weniger, weil wir rigoros geistigen Dünnschiss von genau den Leuten wie dir nicht mehr veröffentlichen. Wir wissen alle, dass so &#8220;Leute wie du&#8221; es immer wieder geschafft haben, jede Diskussion auf unserem Blog in eine komplett andere Richtung zu ziehen.</p>
<blockquote><p>Das ist die gerechte Strafe für jemanden wie Sie, der eines der höchsten Güter der Demokratie, die Meinungsfreiheit, mit Füßen tritt. Der in bester Tradition von Faschisten, Diktatoren oder Islamisten die eigene Meinung als die einzige Wahrheit betrachtet und andere Meinungen gnadenlos zensiert.</p></blockquote>
<p>Das Problem mit euch Demokratiehütern und Meinungsfreien bleibt immer gleich. Wenn denn irgendein Mensch eine andere Meinung vertritt, dann werdet ihr braun vor Wut und möchtet am besten, dass ein Trupp Uniformierter denjenigen abholt. Dabei wissen wir alle, dass eure Meinung nicht eure ist, sondern meistens von einer &#8220;führenden Person&#8221; ausgesprochen wird, damit ihr hinterherdackeln könnt. Jedwede eigene Denkanstrengungen scheitern zu allererst an eurer geistigen Kapazität und anschließend an eurer verbohrten Einstellung zu Ethik und Moral und natürlich an euren Vorurteilen.</p>
<p>Auf unserem Blog haben wir seit fast 2 Jahren viele von euren &#8220;ehrenwerten&#8221; Meinungen zugelassen. Das hat uns immer wieder Kritik von unseren Fans und Freunden gebracht, aber wir haben es zugelassen, dass auch Armleuchter und Loser sich anonym zum &#8220;Verteidiger der freien Welt&#8221; und dem &#8220;Kämpfer gegen die Islamisierung&#8221; ernennen konnten. Irgendwann waren wir es leid und haben das unterbunden. Das was du &#8220;Zensur&#8221; nennst, nennen wir bei uns &#8220;Toilette runterspülen&#8221;.</p>
<p>Und sorry, Aggromigrant ist ein Blog und kein demokratisches Land. Ich entscheide, was veröffentlicht wird! Falls ihr eine andere Meinung habt, schreibt selber ein Blog. Ihr kämpft hier nicht gegen einen Diktator oder rettet die Welt. Ihr sitzt zu Hause rum und wollt in &#8220;Migrantenblogs&#8221; rumpöbeln. All das natürlich anonym. Denn nur wenn ihr im Rudel mit anderen &#8220;deutschen Schäferhunden&#8221; seid, bekommt ihr mal die Fresse auf.</p>
<blockquote><p>Letztlich haben Sie durch Ihre Internetseite all die &#8220;Vorurteile&#8221; bestätigt, die über Türken/Moslems bestehen, auch wenn Sie vielleicht sogar einst mal angetreten sind diese abzubauen. Aber wie soll man Vorurteile abbauen, wenn sie real sind.</p></blockquote>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6895" title="Gesocks" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/01/Gesocks-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Wir wollten nie Vorurteile abbauen, wir wollten von Anfang an genau das machen, was wir oben unter &#8220;Bloginfos&#8221; stehen haben. Und ich geb dir recht Die Vorurteile sind real, allerdings nur in euren Köpfen.</p>
<blockquote><p>Anders als Migranten aus anderen Ländern, werden Sie und Ihresgleichen nie in Deutschland ankommen. Daher wäre es das Beste Sie würde in Ihre Heimat zurückkehren, in das Land, in dem Sie geistig sowieso schon immer gelebt haben und das ist bekanntlich nicht Deutschland.<br />
Deutsche und integrierte Deutsche mit Migrationshintergrund werden es Ihnen Danken.</p></blockquote>
<p>Das ist der typische Spruch, den wir hier schon so oft lesen mussten. Ich brauche nicht in Deutschland anzukommen, ich war schon von Anfang an hier und nirgendwo anders. Und hier habe ich auch gelernt, dass die eigene Meinung wichtig ist, und jeder seine Meinung vertreten darf. Ich werde nirgendwo hin gehen. Und schon gar nicht, wenn ein paar Langhaardackel rumjapsen.</p>
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		<title>Eine Auszeichnung und eine neue Geheim-Datei&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 10:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Qanakke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Richtig lange war das Thema ja nicht in den Medien, aber wenigstens wird ein Teil dieses Thema nun doch gewürdigt&#8230;ich spreche hier von den Dönermorden&#8230;denn das Wort &#8220;Dönermord&#8221; ist zum... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/01/20/eine-auszeichnung-und-eine-neue-geheim-datei/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richtig lange war das Thema ja nicht in den Medien, aber wenigstens wird ein Teil dieses Thema nun doch gewürdigt&#8230;ich spreche hier von den Dönermorden&#8230;denn das Wort &#8220;Dönermord&#8221; ist zum Unwort des Jahres gewählt worden. Hierbei geht es natürlich nicht um kranke Jugendliche die einen Dönerspieß abknallen, sondern um die Morde des Nazi-Trios in den letzten 10 Jahren.</p>
<blockquote><p>Das Unwort des Jahres 2011 ist &#8220;Döner-Mord&#8221;. Der Vorschlag wurde 269 Mal eingereicht. Es ist das 21. Unwort. &#8220;Alternativlos&#8221; hatte es 2010 zum Unwort des Jahres geschafft.<br />
&#8220;Döner-Mord&#8221; verharmlose als Schlagwort die Mordserie an acht türkischstämmigen und einem griechischen Kleinunternehmer, sagte Nina Janich. Die Sprachwissenschaftlerin sitzt der Unwort-Jury vor. Sie besteht aus sechs Mitgliedern: Vier Sprachwissenschaftler, ein Journalist sowie ein jährlich wechselndes Jury-Mitglied aus dem öffentlichen Kultur- und Medienbetrieb. <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/2012-01/unwort-des-jahres" target="_blank">(Quelle)</a></p></blockquote>
<p>Was soll man hiervon halten? Was sind die Kriterien bei der Vergabe dieser Auszeichnung?</p>
<blockquote><p>Die Aktion „Unwort des Jahres“ definiert Unwort als „[…] Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen.(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unwort" target="_blank">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Im Grunde ist die ganze Sache positiv zu begrüssen, trotzdem wird man auch in 3 Tagen über dieses Thema nicht mehr sprechen..da gibt es doch wirklich interessantere Themen? Wer hat Christian Wulff vor 24 Jahren in einer Kneipe in Garbsen bei Hannover ein Bier ausgegeben? Durfte er das usw&#8230;und die wirklich interessanten Themen kriegt man nur am Rande mit&#8230;</p>
<blockquote><p>In einer gemeinsamen Datei sollen Bund und Ländern gewaltbereite Rechtsextremisten zentral erfassen. Das soll verhindern, dass Gewalttaten falsch zugeordnet werden – so wie jahrelang die Morde der Zwickauer Terrorzelle.<br />
Die neue Neonazi-Datei soll die Zusammenarbeit der Polizeibehörden und Verfassungsschutzämter von Bund und Ländern verbessern. Laut Beschluss des Bundeskabinetts sollen in der Datei auch die Daten von Hintermännern und Drahtziehern rechtsextremer Gewalt erfasst werden. Nicht gespeichert werden aber Daten von Menschen, die rechtsextreme Gewalt nur verbal befürworten. (<a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/kabinetts-beschluss-bund-und-laender-bekommen-gemeinsame-neonazi-datei_aid_703533.html" target="_blank">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>In der heutigen Zeit führen Fussballvereine Akten über Hooligans, da diese nicht mehr in den Stadien gewünscht sind&#8230;Macht einer Stress, kommt er nicht mehr rein..und eine Datei über aktive Nazis wird erst im Jahre 2012 angelegt&#8230;braucht man das noch zu kommentieren? Gab es bisher keine Nazi-Attentate? </p>
<blockquote><p>Pro Tag gebe es in Deutschland zwei bis drei rechtsextreme Gewalttaten.</p></blockquote>
<p>Deutschland, das Land der Bürokratie und Präventionsmaßnahmen, merkt jetzt, das es doch aktive Nazis gibt und man diese doch namentlich erfassen und kennen sollte, normalerweise legt man hier zu Lande für Alles eine Liste an&#8230;ich sage mal lieber nichts mehr&#8230;..allen ein schönes Wochenende&#8230;</p>
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		<title>Muslime kämpfen für eine Kirche</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 09:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie wir alle wissen, werden einige Nachrichten schlichtweg ignoriert oder schaffen es nicht in die Schlagzeilen der großen Tageszeitungen. Wir werden sind ja auch gerade total damit beschäftigt, sogar Christian... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/01/11/muslime-kampfen-fur-eine-kirche/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6877" title="St. Peter und Paul in Duisburg" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/01/St.-Peter-und-Paul-in-Duisburg-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Wie wir alle wissen, werden einige Nachrichten schlichtweg ignoriert oder schaffen es nicht in die Schlagzeilen der großen Tageszeitungen. Wir <del>werden</del> sind ja auch gerade total damit beschäftigt, sogar Christian Wulffs ehemalige Klassenkameraden zu finden. Sie sollen berichten, ob Wulff damals bei Klausuren geschummelt hat. Einen solchen Artikel finden wir bald bei &#8220;Bild&#8221; oder &#8220;Welt&#8221;, aber nachfolgenden wohl eher nicht.</p>
<blockquote><p>Im Schatten der größten Moschee Deutschlands soll ein kleines katholisches Gotteshaus geschlossen werden. Das bedrückt selbst die Muslime.</p>
<p>Briefe, Mahnwachen, Besetzungen: Wenn der Bischof Kirchen schließt, regt sich Protest. Im Duisburger Norden will das Bistum Essen möglicherweise fünf bis sechs Gotteshäuser schließen. Ausgerechnet die einzige Kirche im Umkreis der größten Moschee Deutschlands soll darunter sein. Muslime aus der 2008 eröffneten Merkez-Moschee unterstützen die Katholiken in ihrem Kampf um den Erhalt des Gotteshauses. Nur so könne Integration funktionieren.</p>
<p>&#8220;Wir unterstützen den Erhalt des Gotteshauses moralisch und menschlich, denn uns verbindet eine langjährige interreligiöse Freundschaft&#8221;, sagt Muhammed Al, Vorsitzender des Vereins der Merkez-Moschee. Seit dessen Gründung 1984 gebe es einen engen Kontakt zur katholischen Gemeinde St. Peter und Paul. &#8220;Dass die Kirche geschlossen werden soll, bedrückt uns. Deshalb haben wir auch schon einen Brief an den Bischof geschrieben&#8221;, sagt Al. (Quelle: <a href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1326106298211.shtml" target="_blank">Gemeinsamer Kampf um Gotteshaus</a>)</p></blockquote>
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		<title>Die BILD, Christian Wulff und Rudi Dutschke</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 08:41:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Diese ganze Wulff-Diskussion geht mir langsam auf den Senkel. Wulff hier, Wulff da. Als ob wir nichts anderes zu tun hätten, werden wir dauerberieselt mit immer neuen &#8220;Verwicklungen&#8221; von Bundespräsident... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/01/10/die-bild-christian-wulff-und-rudi-dutschke/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6874" title="Christian Wulff Präsident" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/01/Christian-Wulff-Pr%C3%A4sident-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Diese ganze Wulff-Diskussion geht mir langsam auf den Senkel. Wulff hier, Wulff da. Als ob wir nichts anderes zu tun hätten, werden wir dauerberieselt mit immer neuen &#8220;Verwicklungen&#8221; von Bundespräsident Christian Wulff. Die europäische Schuldenkrise scheint (zumindest medial) vorbei zu sein. Genauso die Neonazi-Morde. Unser Fokus wird gerade auf Wulff gelenkt. Andere Dinge müssen sich unterordnen. Die Axel Springer AG spielt geschickt mit diesem Fall die &#8220;Pressefreiheitskarte&#8221; aus. Keine Frage, Christian Wulff hat einen riesigen Fehler gemacht. Nicht nur, dass er als amtierender Präsident einen Zeitungsredakteur droht, er hat vor allem dem Falschen gedroht.</p>
<p>Einige wissen ja, was passieren kann, wenn die BILD sich auf eine Person einschießt (Stichwort: Rudi Dutschke).</p>
<p>Sehr gut hat wurde das Thema von Rüdiger Suchsland in seinem <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/151154" target="_blank">Artikel</a> kommentiert.</p>
<blockquote><p>Jedenfalls bleibt festzustellen: Auf dem vorläufigen Höhepunkt der europäischen Staatsschuldenkrise ist das ganze Land damit beschäftigt, die Amigo-Affaire eines real recht machtlosen Durchschnittspolitikers aufzuklären. Sämtliche Medien von Links bis Rechts lassen sich vom über Bande spielenden Springer-Verlag am Nasenring durch die Arena ziehen, lassen sich von der Guttenberg-Fanpostille mit immer neuen Fakten füttern, die punktgenau über Wochen in Tagesrationen verabreicht werden. Und im Grunde wartet das Publikum auf neue Enthüllungen, verfolgt gespannt die Daily-Soap &#8220;Wulff-Story&#8221;. Und hofft auf weitere Enthüllungen, vielleicht gar jene noch ausstehende Telenovela über &#8220;das Vorleben&#8221; der Präsidentengattin, von dem seit Monaten in den &#8220;gut informierten Berliner Kreisen&#8221;, geraunt wird, es habe mit Escort-Service und dem Bordell &#8220;Artemis&#8221; zu tun.</p>
<p>Ist der Journalismus hier Kontrollinstanz oder selbst Getriebener? Was fehlt, ist die Thematisierung genau dieser Fragen, sind Selbstreflexion und Kritik der Kritik. Auch das gehört nämlich zu den Verhaltensformen der demokratischen Kultur.</p>
<p>Es ist klar, dass Springer hier kühl taktiert und kalkuliert hat, dass eine Agenda verfolgt wird. Auch klar ist, dass man Wulff schon im Sommer in einem langen Text in der Welt am Sonntag nach Jahren der Gunst plötzlich als einen Menschen charakterisierte, der gelegentlich lügt, oft schönfärbt und noch öfter schweigt, der gern das Bild einer heilen Welt entwirft, &#8220;die in Wirklichkeit längst zerbröselt&#8221; war. Der &#8220;der Inszenierung auf dem Boulevard&#8221; verfallen ist, der &#8220;die Menschen dazu bringt, ihm gern zu glauben&#8221;.</p>
<p>Damit ist es nun vorbei. Irgendetwas muss zwischen Wulff und Springer vorgefallen sein. Oder will man nur die Kanzlerin demontieren? Vielleicht sieht man bald klarer.</p></blockquote>
<p>Was mich etwas trauriger macht ist aber der &#8220;neue Kandidat&#8221; für das Präsidentenamt &#8211; Joachim Gauck. Der wird jetzt geschickt von der &#8220;WELT&#8221; als Päsident auf Abruf dargestellt. Aus Migrantensicht zeigt mir seine Aussage (<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/politik-und-gesellschaft-gauck-attestiert-sarrazin-mut/3685052.html" target="_blank">Gauck attestiert Sarrazin &#8220;Mut&#8221;</a>) über Thilo Sarrazin&#8230;</p>
<blockquote><p>„Er hat über ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik.&#8221;,</p></blockquote>
<p>dass wir haarscharf an einem Man-darf-doch-mal-was-sagen-dürfen-Präsidenten vorbeigeschrammt sind.</p>
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		<title>Tschööö 2011&#8230; Hallo 2012!</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2011/12/31/tschooo-2011-hallo-2012/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 16:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Qanakke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein aufregendes Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu. In ein paar Stunden beginnt das Jahr 2012 und wir möchten dies als Gelegenheit nutzen, um uns bei allen unseren treuen... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/12/31/tschooo-2011-hallo-2012/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" src="http://www.rheinsued.de/tl_files/1-Rheinsued/News/Silvester2012.jpg" alt="" width="220" height="215" />Ein aufregendes Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu. In ein paar Stunden beginnt das Jahr 2012 und wir möchten dies als Gelegenheit nutzen, um uns bei allen unseren treuen Lesern zu bedanken. Wir hoffen Ihr habt einen guten Übergang und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Verbringt viel Zeit mit den Menschen, die Euch was bedeuten!</p>
<p>Bis &#8220;nächstes&#8221; Jahr <img src='http://www.aggromigrant.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aggromigrant &amp; Qanakke</p>
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		<title>Nigeria – Religion ist nicht die Ursache</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 08:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Dybth Unruhen sind im bevoelkerungsreichsten Land Afrikas keine Seltenheit. Muslime gegen Christen, Christen gegen Naturreligionen, die Armen gegen die Reichen, die verschiedenen Staemme bekaempfen sich untereinander etc. etc. Die... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/12/29/nigeria-%e2%80%93-religion-ist-nicht-die-ursache/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Dybth</em></p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6860" title="Nigeria" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/12/Nigeria-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Unruhen sind im bevoelkerungsreichsten Land Afrikas keine Seltenheit. Muslime gegen Christen, Christen gegen Naturreligionen, die Armen gegen die Reichen, die verschiedenen Staemme bekaempfen sich untereinander etc. etc. Die Religion ist, obwohl man durch die <a href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE7BP00320111226" target="_blank">schrecklichen Geschehnisse</a> waehrend des Weihnachtsfestes darauf kommen koennte, nicht immer die Hauptursache fuer die Konflikte. Oft ist es nur ein Vorwand, und die Geschichte hat schon sehr oft gezeigt, dass die Religion fuer politische Zwecke missbraucht wurde.</p>
<p>Eigentlich ist Nigeria ein reiches Land. Es ist gesegnet mit Erdoel, allerdings sieht die Bevoelkerung kaum etwas von den ca. 600 Mrd. USD Einnahmen jaehrlich. Das Geld kommt bei den Armen aufgrund der Korruptheit des Staatsapparates nicht an, und dem Land fehlt es an der notwendigen Infrastruktur.</p>
<p>Aber fuer die Islamophoben, und denjenigen, die den sog. <em>Clash of Civilizations</em> herbeibeschwoeren, ist eine komplizierte Begebenheit wieder auf eine simple Formel gebracht: <em>Der Islam ist an allem Schuld. Der Islam fuehrt Krieg gegen den Rest der Welt. Der Islam ist gewalttaetig.</em> Es interessiert sie nicht, dass die Terrororganisation <a href="http://dontyoubelievethehype.com/2011/12/nigeria-religion-ist-nicht-die-ursache/Boko_Haram" target="_blank">Boko Haram</a>, die fuer die Anschlaege verantwortlich war, eine kleine extreme Splittergruppe ist, und kaum Rueckhalt in der Bevoelkerung hat.</p>
<p>Nigeria scheint sowieso ein Spielplatz der religioesen Extremisten zu sein:</p>
<blockquote><p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Bonnke" target="_blank">Reinhard Bonnke</a> (* 19. April 1940 in Königsberg / Ostpreußen), in der Presse mitunter auch als <em>Mähdrescher Gottes</em> bezeichnet, ist ein Evangelist aus dem Bereich der Pfingstbewegung.[...]</p>
<p>[...]Seine Massenveranstaltungen enden regelmäßig mit einem öffentlichem Bekehrungsaufruf und Gebeten für übernatürliche Heilung sowie Befreiung von dämonischen Geistern (Exorzismus) und auf der Stadt oder der Region lastenden Flüchen. Anschließend wird Besuchern Gelegenheit gegeben, ein sog. Zeugnis von empfangenen Heilungen zu geben. Besonders spektakulär war die angebliche Totenauferweckung des nigerianischen Pastors Daniel Ekechukwu im Jahre 2001, die u. a. durch ein TV-Interview des berühmten US-amerikanischen Fernsehpredigers Pat Robertson mit Bonnke weltweites Aufsehen erregte. Solche Ereignisse werden in der nigerianischen Gesellschaft kontrovers aufgenommen.<sup id="cite_ref-13">]</sup>Spektakuläres Bühnenwirken nimmt eine zentrale Rolle in der Dramaturgie der Veranstaltungen ein.[...]</p>
<p>[...]Anhänger verehren Bonnke als „Prophet“ und heben seine Missionserfolge hervor. Gegner kritisieren Evangelisierungsmethoden, mit denen in Afrika Konflikte zwischen Christen und Muslimen entstehen würden, um die Kerngebiete des Islam zwischen dem 10. und 40. Breitengrad zu erobern: „Die katholische Kirche hat sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der aggressiven Bekehrungsidee verabschiedet. Die neuen Scharfmacher praktizieren hingegen Mission pur. Sie führen einen Heiligen Krieg im Namen des Kreuzes, einen christlichen Dschihad.“ So führte im Jahre 1991 eine Missionsveranstaltung in Kano, einer Hochburg des militanten Islamismus in Nordnigeria, zu schweren Ausschreitungen. Zeitweilig wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Es soll nach offiziellen Quellen mehrere Hundert Todesopfer gegeben haben. Daraufhin wurde Bonnke in Nigeria bis 1999 zur unerwünschten Person erklärt. [...]</p></blockquote>
<p>Europa ist fuer die religioesen Fanatiker schon so gut wie verloren, und in Afrika findet die Schlacht um die verlorenen Seelen statt. Sie nutzen die Armut, das Chaos, und die Zerrissenheit der Menschen fuer ihre eigenen Ziele aus. Es geht mal wieder nicht um den Menschen und um die Religion, sondern alleine um Politik und Macht.</p>
<p><em>Diesen und viele weitere Artikel findet Ihr bei <a href="http://dontyoubelievethehype.com/2011/12/nigeria-religion-ist-nicht-die-ursache/" target="_blank">dontyoubelievethehype.com.</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Geert Wilders ist schizophren, aber nicht jeder Schizophrene ist Geert Wilders</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2011/12/28/geert-wilders-ist-schizophren-aber-nicht-jeder-schizophrene-ist-geert-wilders/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 09:15:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lynxxx</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier mal eine interessante Meinung in der Wochenzeitschrift DIE ZEIT, die mir als diskussionswürdig erscheint: Es passte nichts zusammen, und eben das passte am Ende für die Gutachter zusammen. Sie... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/12/28/geert-wilders-ist-schizophren-aber-nicht-jeder-schizophrene-ist-geert-wilders/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier mal eine interessante Meinung in der Wochenzeitschrift DIE ZEIT, die mir als diskussionswürdig erscheint:</p>
<blockquote><p>Es passte nichts zusammen, und eben das passte am Ende für die Gutachter zusammen. Sie attestierten dem niederländischen <a href="http://lynxx-blog.blogspot.com/2011/07/ist-geert-wilders-ein-rechtspopulist.html">Geert Wilders</a> nun, an paranoider Schizophrenie erkrankt zu sein. [...]</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6848" title="Geert Wilders Nase" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/12/Geert-Wilders-Nase-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Wilders Kurzfilm &#8220;fitna&#8221; wurde schon vielfach ausgedeutet. Es ist eine bizarre Mischung unterschiedlichster Ideen, von Nationalismus, Antifeminismus und Islamophobie bis hin zu Zionismus und verschrobenen Anklängen an Zahlenmagie und ans Christentum. Geert Wilders sieht sich als zukünftiger Herrscher der Niederlande vereinigt mit dem belgischem Flandern, als Mitglied einer (nicht existierenden) Ein-Parteien-Diktatur. Er plant, Muslime in Reservaten zu stecken oder zu deportieren.</p>
<p><strong>Wilders Gedanken werden durch Wahnideen bestimmt</strong></p>
<p>Aus dem Gedankengebräu kann man eigentlich nur eines herauslesen: einen tiefsitzenden Verfolgungswahn. Seine Schriften sind das Produkt eines sich bedroht wähnenden Geistes, der den Hass auf seine Verfolger als Ausweg sieht. Die Gutachter glauben, dass Wilders in seinem eigenen wahnhaften Universum lebt, in dem &#8220;all seine Gedanken und Handlungen durch seine Wahnideen bestimmt werden&#8221;.</p>
<p>Manche Kommentatoren entrüsten sich über das Gutachten, weil es die Rechtspopulisten und selbsternannte &#8220;Islamkritiker&#8221; der Geschichte entlaste, die auch im Namen vermeintlich höherer Ideen geistig brandstiften. Das Gutachten banalisiere das offenkundig Böse von Wilders Antrieb. Aber zwischen Wilders Wahn und den &#8220;überwertigen&#8221; Ideen von Fanatikern bestehe ein großer Unterschied, sagt Norbert Leygraf, Experte für forensische Psychiatrie an der Universität Duisburg-Essen.</p>
<p>Selbst ein Fanatiker sei dazu imstande, zu seiner Idee kritischen Abstand zu gewinnen. Wer im Wahn gefangen ist, kann das nicht. Wilders glaubt vermutlich wirklich, der letzte Kämpfer für seine Form der &#8220;Freiheit&#8221; und der Erlöser der Niederlande zu sein. Seine abstrusen Ideen sind nicht, wie bei Fanatikern, die treibende Kraft ihrer Taten, sondern ebenso wie diese ein Symptom der Krankheit. Die roboterhafte Kaltblütigkeit seiner Attacken gegen alles Islamische und sein merkwürdig ungerührter, fast entrückter Gesichtsausdruck bei der verbalen Hetze gegen Muslime fügen sich in dieses Bild.</p>
<p>Für viele ist unverständlich, wie Wilders seine Thesen über Jahre sorgfältig entwickeln konnte, wenn er doch verrückt war. Es stimmt zwar, dass die meisten Schizophrenen geistig so wirr (und natürlich völlig harmlos) sind, dass sie zu einer solchen Thesenentwicklung weder gewillt noch in der Lage wären. Aber: Die Schizophrenie bringt zwar die Gedanken durcheinander, sie schwächt jedoch fürs Erste nicht die Intelligenz – der schizophrene Mathematiker John Nash hat es bis zum Nobelpreis gebracht.</p>
<p>Der Psychiater Leygraf weist zudem darauf hin, dass Wilders zu einer brisanten Untergruppe von Schizophrenen gehört. Das sind jene Kranken, die über die Jahre ein systematisches Wahngebäude in ihrem Kopf errichtet haben und die zugleich eher wenig mit formalen Denkstörungen zu kämpfen haben, wie sie bei der Schizophrenie eigentlich typisch sind, etwa zerfahrenem und unzusammenhängendem Denken. Diese Menschen können nach außen einen weitgehend vernünftigen Eindruck machen.</p>
<p><strong>Die Schizophrenie verwirrt die Gedanken, aber nicht unbedingt die Intelligenz</strong></p>
<p>Eine schizophrene Psychose bedeutet nicht automatisch, dass der Täter schuldunfähig ist. &#8220;Das muss im Einzelfall geprüft werden&#8221;, sagt der Psychiater Jürgen Leo Müller von der Asklepios-Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Göttingen. &#8220;Die Tat muss Ausdruck der Psychose sein.&#8221;</p>
<p>[...]</p></blockquote>
<p>Wie wahrscheinlich die meisten schon gemerkt haben, ist obiger Text eine Satire auf diesen <a href="http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-12/breivik-schizophrenie/komplettansicht">ZEIT-Artikel</a>. Ich habe lediglich den Namen Anders Breivik durch Geert Wilders ersetzt, der Text als solches blieb &#8211; fast &#8211; unberührt. Ebenso gut hätte man auch viele andere &#8220;übliche Verdächtige&#8221; der sogenannten &#8220;Islamkritiker&#8221; einsetzen können, wie zum Beispiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte">Udo Ulfkotte</a>, <a title="Henryk M. Broder" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henryk_M._Broder">Henryk M. Broder</a>, <a title="Necla Kelek" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Necla_Kelek">Necla Kelek</a>, <a title="Thilo Sarrazin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin">Thilo Sarrazin</a>, <a title="Ayaan Hirsi Ali" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ayaan_Hirsi_Ali">Ayaan Hirsi Ali,</a> usw.<br />
Denn alle vereint eine fast wahnhafte, krankhafte, paranoide Angst vor &#8220;dem Islam&#8221;, unter Ausblendung oder Ignorierung jeglicher seriöser Expertisen von Fachleuten.</p>
<p>[...]</p>
<p>Da alle diese &#8220;Islamkritiker&#8221; eine gewisse Intelligenz besitzen, sie in anderen Zusammenhängen treffende Analysen zu erstellen imstande waren, bleiben eigentlich nur noch zwei rationale Erklärungen:</p>
<p>1. Sie sind krank, im weitesten Sinne, also erkennen nicht ihren Wahn, denn ihre &#8220;steilen&#8221; Thesen gehen ja mit einer schon oben beschriebenen Ignoranz jeglicher seriöser Fachliteratur (von Professoren, die sich nicht erst seit wenigen Jahren mit diesen Themen beschäftigten) einher. Um von diesen &#8220;Wahn&#8221; abzulenken, werden nicht selten Verschwörungstheorien konstruiert, dass weltweit alle Wissenschaftler und ein Teil der Medien und Politik alle blind seien, alle unter einer Decke stecken, und alle insgeheim die &#8220;Islamisierung&#8221; der Gesellschaft fördern würden. Das lässt die Erklärung, dass diese Islamkritiker &#8220;krank&#8221; seien sogar noch plausibler erscheinen.</p>
<p>Oder als zweite Erklärungsmöglichkeit:<br />
Ihnen ist bewusst, dass ihre Publikationen einer wissenschaftlichen Überprüfung  nicht standhalten, ihnen ist bewusst, dass sie sehr großen Käse schreiben, aber es ist ihnen egal, denn sie haben erkannt, dass sie mit ihren Schriften ein neues Auto, eine neue Yacht, eine neue Villa, sogar manchmal diverse Preise und Auszeichnungen oder politische oder gesellschaftliche Macht erlangen können. Sie also ganz bewusst und kaltblütig auf Kosten Dritter sich bereichern möchten.</p>
<p>Übrigens, ist es für den psychologischen Laien nicht erstaunlich, wie gut der Text zu Anders Breivik auch auf Geert Wilders und Co. passend erscheint?</p>
<p>Naja, wie dem auch sei. Obiges nur nicht zu ernst nehmen&#8230;</p>
<p>Den kompletten Artikel findet Ihr <a href="http://lynxx-blog.blogspot.com/2011/12/geert-wilders-ist-schizophren-aber.html#more" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Liberté, égalité, fraternité&#8230;??</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 10:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Qanakke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines muss man den Armeniern ja lassen. Mit gerade mal 10 Millionen Menschen armenischer Herkunft weltweit hat man es geschafft, dass ein Staat wie Frankreich, gegründet auf dem Gedanken von... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/12/27/liberte-egalite-fraternite/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines muss man den Armeniern ja lassen. Mit gerade mal 10 Millionen Menschen armenischer Herkunft weltweit hat man es geschafft, dass ein Staat wie Frankreich, gegründet auf dem Gedanken von &#8220;Liberté, égalité, fraternité&#8221; ein Gesetz verabschiedet, welches die Leugnung des Genozids der Osmanen an den Armeniern strafbar macht (<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,805128,00.html" target="_blank">Link</a>). Ich will gar nicht auf die Diskussionen, ob es den Genozid in der Form gegeben hat oder nicht, eingehen. Man muss sich dieses Gesetz wirklich mal durch den Kopf gehen lassen&#8230;</p>
<p>In Frankreich sollen Menschen, die den &#8220;Völkermord an den Armeniern&#8221; leugnen mit bis zu einem Jahr Gefängnis und bis zu 45.000 EUR Bußgeld bestraft werden? Europa und insbesondere Staaten wie Frankreich brüsten sich mit Ihrer Aufklärung, dem Recht seine Meinung frei sagen und diskutieren zu können. Aber jetzt sieht sich ein Staat in der Lage, eine bisher historisch nicht eindeutig als Völkermord belegte Angelegenheit als Fakt darzustellen und jeden Andersdenken zu bestrafen. Bei diversen Eingriffen im nahen Osten kritisiert man gerne die totalitären Regimes und deren Diktatoren. Das Volk habe nichts zu sagen, jede andere Meinung wird brutal unterdrückt. Und genau auf diesem Weg befidnet sich Frankreich gerade. Da fragt man sich doch wirklich für wen sich Frankreich hält&#8230; haben die Franzosen die Weisheit in ihren Bageuttes gegessen oder wie?</p>
<blockquote><p>Es steht außer Frage für uns, diesen Gesetzesentwurf hinzunehmen, der das Recht aberkennt, unbegründete und ungerechte Vorwürfe gegen unser Volk und unsere Nation zurückzuweisen&#8221;, sagte Staatschef Abdullah Gül.</p></blockquote>
<p>Das Angebot der türkischen Regierung eine unabhängige historische Expertenkommision diese ganzen Sachen untersuchen zu lassen (inkl. freiem Zutritt in die Archive) wird seltsamerweise nicht angenommen. Oft brauchen Individuen, aber auch Staaten einige Argumente, um Ihr eigenes Treiben und Handeln zu legitimieren. Die Greueltaten der Armenier in Turkmenisten (mal googlen und lesen was in den letzten 20 Jahren passiert ist) oder die Greueltaten der Franzosen in Algerien 1945 (mit bis zu 1,5 Mio. Toten) oder anderen Kolonialstaaten werden natürlich ganz &#8220;normal&#8221;<img class="alignright size-thumbnail wp-image-6844" title="Nicolas Sarkozy" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/12/Nicolas-Sarkozy-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" /> behandelt. Es geht mir auch nicht darum mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen &#8220;Aber Ihr habt dies und das gemacht&#8230;&#8221;. Wenn Greueltaten offen diskutiert werden sollen (was ich zu 100% möchte), dann sollte man dieses Vorgehen überall anwenden&#8230; Es kann nicht sein, das je nach Land und Region unterschiedliche Maßstäbe gesetzt werden&#8230;</p>
<p>Das diese ganze Sache natürlich mit den Wahlen 2012 in Frankreich zusammenhängt erkennt jeder, der sich etwas mit der Thematik beschäftigt&#8230; Sarkozy weiß es, auf dem Rücken von Minderheiten Politik zu betreiben&#8230; Das Opfer hierzu ist die Meinungsfreiheit&#8230; Netter Deal&#8230; und kommt häufiger vor als man denkt. Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel die Regierung in Ungarn. Wieder ein aufgeklärtes europäisches Land.</p>
<p>Richtig interessant ist ja die Tatsache, dass der Aussenminister (und auch weitere wichtige Minister Frankreichs) über dieses Gesetz nicht erfreut sind&#8230;</p>
<p>Wäre ja mal lustig zu sehen was passiert, wenn auf einmal Millionen von Menschen nach Frankreich gehen und eine Demo veranstalten&#8230; Will man dann alle ins Gefängnis stecken? Noch muss der Senat endgültig entscheiden, ob das Gesetz rechtskräftig wird. Ein bißchen Hoffnung bleibt also.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was uns der Rechtsextremismus zeigt</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 10:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lieselotte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anderthalb Monate ist es her. Anderthalb Monate ist es her, dass sich Deutschland daran erinnerte, dass gewalttätige Islamisten keineswegs ein Monopol auf Terrorismus haben, dass in den letzten zehn Jahren... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/12/21/was-uns-der-rechtsextremismus-zeigt/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6836" title="Nazis Nein" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/12/Nazis-Nein-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />Anderthalb Monate ist es her.</p>
<p>Anderthalb Monate ist es her, dass sich Deutschland daran erinnerte, dass gewalttätige Islamisten keineswegs ein Monopol auf Terrorismus haben, dass in den letzten zehn Jahren die größte Bedrohung in Deutschland nicht von islamistischen, sondern von rechtsextremistischen Terroristen ausging.</p>
<p>Zweieinhalb Jahre ist es her.</p>
<p>Zweieinhalb Jahre ist es her, dass in einem deutschen Gerichtssaal eine junge Frau vor den Augen ihres dreijährigen Sohnes, ihres Mannes mit 18 Messerstichen niedergemetzelt wurde und ihr Mann von einem herbeieilenden Sicherheitsbeamten, der ihn für den Angreifer hielt, angeschossen wurde. Die Frau verblutete vor den Augen ihres Mannes und Kindes &#8211; mit ihr starb ihr ungeborenes Kind. Wer hat damals auf die Warnungen der muslimischen Gemeinde gehört, dass die islam- und ausländerfeindlichen Hasstiraden des Täters ihnen nur allzu bekannt vorkamen, dass es im Netz an Internetseiten mit ähnlichen Argumentationen nur so wimmelt? Wo blieb eine klare <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/mord-marwa-el-sherbini-wo-bleiben-empathie-und-sachlichkeit-9992">Stellungnahme</a> der Kanzlerin? Sie blieb aus. Ein &#8220;Ausländer&#8221; hatte eine Ausländerin getötet; das Opfer war Muslimin, keine von uns.</p>
<p>Ein halbes Jahr ist es her.</p>
<p>Ein halbes Jahr ist es her, dass in Norwegen ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lone_wolf_%28terrorism%29">lone wolf</a> einen Doppelanschlag in Norwegen und auf der Insel Utroya ausführte. Ein halbes Jahr ist es her, dass wir uns an den Kopf fassten und fragten, wie es kommt, dass dieser Mann in einem Großteil der berichterstattenden Medien als Wirrkopf, als Einzeltäter, höchstens noch als Extremist bezeichnet wurde &#8211; und dass von Terrorismus kaum die Rede war. Dabei gab es auch Lichtblicke. Zumindest in einem Teil der deutschen Presse wurde die Frage, was Terrorismus ist und ob wir diesen Terminus in der Zwischenzeit schon so sehr mit islamistisch motiviertem Terrorismus verknüpft haben, dass er auf Terroristen anderer Gesinnung einfach nicht zu passen scheint, diskutiert. Endlich.</p>
<p>Und dann, vor anderthalb Monaten: ein Doppel(selbst)mord, ein brennender Wohnwagen, ein explodierendes Wohnhaus &#8211; und langsam, langsam die bedrohliche Ahnung, dass wir in Deutschland schon seit Jahren von rechtsextremistischem Terrorismus bedroht sind. In den ersten Tagen nach dem Tod zweier der mutmaßlichen Haupttäter waren noch Artikel zum Thema zu finden, in denen das Wort &#8220;Terrorismus&#8221; kein einziges Mal vorkam &#8211; aber das war spätestens nach Ende des Wochenendes nach den Selbstmorden anders. Rechtsterrorismus, rechtsextremistischer Terrorismus, neuer Neonaziterror &#8211; plötzlich fanden sich die Begriffe in allen deutschen Zeitungen. Und da haben wir sie endlich, eine Diskussion über Terrorismus, die sich nicht nur auf Islamismus konzentriert, sondern auch für rechtsextremistische Terroristen noch Platz lässt. Und in den einschlägigen islam- und ausländer&#8221;kritischen&#8221; Internetforen lese ich plötzlich, wie sich Diskutanten darüber beschweren, dass in der allgemeinen Diskussion zwischen &#8220;rechts&#8221;, &#8220;rechtsextremistisch&#8221; und &#8220;rechtsterroristisch&#8221; nicht differenziert wird &#8211; und ich denke mir, von irgendwoher kenne ich das doch.</p>
<p>Da ist sie, die Debatte, die wir seit langem brauchten.</p>
<p>Aber da ist auch noch etwas. Ein Gedanke, der mir gar nicht gefällt. Nach den Anschlägen in Norwegen kam er mir zum ersten Mal. Der Gedanke, dass es also tote Norweger (welche von uns; einen Teil der Mehrheitsgesellschaft) braucht, einen Angriff auf die sozialdemokratische Partei eines europäischen Landes (eine respektable Institution in der Mitte der Gesellschaft) und einen Anschlag in der Osloer Innenstadt (das Herz des Staates), damit wenigstens in manchen deutschen Zeitungen darüber nachgedacht wird, ob auch Rechtsextreme Terroristen sein können. Jetzt, nach der Aufdeckung des rechtsextremistischen Terrornetzwerkes, kam er mir wieder. Aber ich hab ihn schnell verdrängt, weil ich nicht verbittert werden möchte, weil ich nicht glauben kann, nicht glauben will, wie rassistisch und exkludierend wir vielleicht sind.</p>
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		<title>Türkische Familie sucht Wohnung</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 08:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>AggroMigrant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche]]></category>
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		<description><![CDATA[Es sind die kleinen Dinge, die mich hier in diesem Land stören, aber auch erfreuen. Zwei Situationen von der letzten Woche sollen erläutern, was ich meine. Das Portemonnaie Ich hatte... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/12/19/turkische-familie-sucht-wohnung/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind die kleinen Dinge, die mich hier in diesem Land stören, aber auch erfreuen. Zwei Situationen von der letzten Woche sollen erläutern, was ich meine.</p>
<p><strong>Das Portemonnaie</strong></p>
<p>Ich hatte meine Jacke ausgezogen und auf die Rückbank des Autos gelegt. Wir wollten gerade die lange Heimreise von unserem Kurzurlaub beginnen. Ein kurzer Stopp an der Tankstelle und ich stieg wieder in den Wagen ein. Meine Geldbörse schmiss ich einfach auf die Rückbank. Sie lag nun auf der Jacke. Spät am abend, als wir zu Hause ankamen, war es schon dunkel. Ich parkte, stieg aus, nahm meine Jacke von der Rückbank und zog sie an. Mit dem Gepäck und der Tochter in den Armen ging es hoch in die Wohnung. In dem Durcheinander fiel das Portemonnaie unter das Auto &#8211; bemerkt habe ich nichts. Auch morgens nicht, als ich losfuhr um was einzukaufen. Meine Frau rief mich an und erzählte mir, dass unser Nachbar, Herr Schneider, meine Brieftasche gefunden und rübergebracht habe. Sie war triefnass, sodass Herr Schneider den Inhalt fein säuberlich auf ein Tablett ausbreitete und zum Trocknen hinlag. An meinem Personalausweis erkannte er den Inhaber und lief zu uns hoch. Herr Schneider, mit dem wir anfangs ein kleines Problemchen hatten, ist ein feiner Kerl. Wir verstehen uns seit 3 Jahren blendend, deshalb hat es mich auch gefreut, dass er meine Brieftasche gefunden hat. Mit einem Blumenstrauss und Pralinen unter dem Arm bedankte ich mich bei ihm und dachte: Solche Nachbarn musst Du haben.</p>
<p><strong>Die Wohnung</strong></p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-5360" title="Türken aus Sicht der Deutschen" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/05/T%C3%BCrken-aus-Sicht-von-Deutschen-150x150.jpg" alt="" width="145" height="145" />Trotz der guten Nachbarschaftsverhältnisse bei uns im Haus, suchen wir eine neue Wohnung. Sie soll etwas größer und nicht mehr im 3. OG sein. Das Treppensteigen mit Kind und Einkaufstüten nervt total. Meine Frau sucht bei den Kleinanzeigen und ruft für die eine oder andere Wohnung an. Eines von diesen Anrufen ist genau die Situation, die immer mal wieder die offene Willkommenskultur in Deutschland aufzeigt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Meine Frau: Guten Tag, Genc ist mein Name. Ich rufe an wegen der Wohnung.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Andere Frau: Jaaa.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Meine Frau: In welchem Stock befindet sich denn die Wohnung?</p>
<p style="padding-left: 30px;">Andere Frau: Im 1. OG.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Meine Frau: Wie hoch sind die Nebenkosten?</p>
<p style="padding-left: 30px;">Andere Frau: Wie war noch mal der Name?</p>
<p style="padding-left: 30px;">Meine Frau: Genc.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Andere Frau: Achso, die Wohnung ist schon vergeben.</p>
<p>Da kann man nichts machen. Es ist halt ihre Wohnung und sie kann sich aussuchen an wen sie sie vergibt, doch ein bitterer Beigeschmack bleibt natürlich. Ja klar, Türken sind ja selber schuld. Die machen aber auch viel scheisse. Aber ehrlich, wie viele Türken machen tatsächlich Probleme? Alle? Die meisten? Wenige? Fast keine?</p>
<p>Eins ist klar, das Bild des Türken hat sich auch 50 Jahre nach der Ankunft der ersten Gastarbeiter. Es hat sich sogar verschlechtert.</p>
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