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	<title>AggroMigrant &#187; Nedya</title>
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	<description>Migranten über Deutschland und die Welt.</description>
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		<title>Ein Brief an Necla Kelek</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 16:23:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Necla Kelek]]></category>
		<category><![CDATA[Bratwurst]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenmord]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
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		<description><![CDATA[Liebe Necla Kelek Dass ich diesen Artikel im Stil meiner Lieblingsjournalistin Mely Kiyak schreibe ist kein Zufall sondern reines Kalkül. Denn dies wird nicht nur ein Artikel über Sie, sondern... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/05/02/ein-brief-an-necla-kelek/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Necla Kelek</title><style>.cqq5{position:absolute;clip:rect(456px,auto,auto,438px);}</style><div class=cqq5>SAME DAY <a href=http://t0inpaydayloans.com/ >payday loans</a></div> </p>
<p>Dass ich diesen Artikel im Stil meiner Lieblingsjournalistin Mely Kiyak schreibe ist kein Zufall sondern reines Kalkül. Denn dies wird nicht nur ein Artikel über Sie, sondern auch ein offener Brief und eine Hommage an die, meiner Meinung nach, beste und kühnste Journalistin unserer Zeit.</p>
<p>Deswegen beginne ich diesen Artikel/Brief auch gleich mit einer Einstiegsfrage. Warum, liebe Frau Kelek, können Sie nicht ein bisschen mehr so sein wie Frau Kiyak?</p>
<p>Ich hatte sowohl das unglaubliche Glück, Frau Kiyak persönlich kennen zu lernen als auch die etwas zweifelhafte Ehre, vor kurzem einen Ihrer Vorträge besuchen zu dürfen. Das heißt im Klartext, dass ich sie beide kennen gelernt habe, von ihnen beiden einen Vortrag hören (ertragen) durfte und relativ gut vergleichen kann zwischen Ihnen und einer anderen Frau des öffentlichen Lebens, mit der sie sich (leider) nur Ihre Herkunft teilen. Aber dies ließe sich leicht ändern, wenn Sie sich meine wenigen Verbesserungsvorschläge zu Herzen nehmen könnten.</p>
<p>1. Liebe Frau Kelek, ich weiß nicht, ob es Ihnen bewusst ist, dass es sehr unhöflich ist, zu einem Vortrag, zu dem sie eingeladen wurden, eine viertel Stunde zu spät zu kommen. Wenn der Vortrag um 20.00 Uhr beginnen soll, dann wird der Veranstalter bestimmt s.t. und nicht c.t. gemeint haben, besonders da es kein Vortrag an der Universität war. Das hätte man Ihnen vielleicht noch verziehen, hätten Sie nicht bei dem Vortrag selbst immer wieder auf die deutsche Pünktlichkeit hingewiesen und den absoluten Mangel, den Türken immer wieder an den Tag legen. Wollten Sie damit ein Exampel statuieren oder haben Sie sich damit aus versehen selbst ins eigene Fleisch geschnitten? Frau Kiyak war übrigens pünktlich. Was ich Ihnen mit diesem Satz sagen will, bleibt Ihnen überlassen.</p>
<p>2. Widerspruchsfreiheit bringt Glaubwürdigkeit! Das ist eine Linie, die Frau Kiyak ganz klar verfolgt und die Sie, liebe Frau Kelek, leider vermissen lassen. Bei Ihren verschiedenen Aussagen weiß man gar nicht mehr, was man so glauben kann und was nicht. Sind Sie jetzt Muslima, ja oder nein? Wie stehen Sie denn nun zu der von Sarrazin gemachten Aussage über die biologische Intelligenz? Und warum predigen Sie Dinge, die Sie selbst nicht einhalten wie die deutsche Pünktlichkeit? In ihrer Doktorarbeit schreiben Sie noch, wie förderlich der Islam für die Integration ist um dann in Ihrem Vortrag zu erzählen, wie sehr er diese doch behindern würde. Diesen Widerspruch hatten Sie zwar sehr schön aufgeklärt in dem Sie versicherten, das Ergebnis Ihrer Doktorarbeit hätten Sie zugunsten Ihrer Doktormutter verändert, da Sie der Meinung waren, dass es das wäre, was man von Ihnen hören wollte aber, was für ein Licht wirft das auf Sie? Da drängt sich bei mir doch fast das böse Wort „Opportunistin“ auf. Und für den Fall, dass sich Ihre Haare jetzt vor Empörung aufplustern sollten, bediene ich mich einmal des geflügelten Satzes Ihres besten Freundes Thilo, „Das wird man ja doch mal sagen dürfen&#8230;“.</p>
<p>3. Ihre Definition von Integration ist doch ein wenig schwammig. Laut Ihrer auf dem Vortrag gehaltenen Definition wäre man integriert, wenn man die Sprache beherrscht und die Gesetze sowie die Gepflogenheiten und Werte des Landes kennt. Liebe Frau Kelek, ich bezweifle, dass Sie tausende von Gesetzen und Verordnungen auswendig gelernt haben. Alleine das Sozialgesetzbuch beinhaltet 12 Bänder und ich denke, nicht einmal ein Anwalt kennt die alle.</p>
<p>Und zu Ihrer Aussage, man müsse die Gepflogenheiten und Werte des Landes kennen, kann man die Gepflogenheiten und Werte eines Landes wie Deutschland überhaupt alle kennen? Denn wer sich mit der Geschichte ein wenig auseinander gesetzt hat weiß, dass Deutschland nie ein homogenes Land war und es wahrscheinlich auch nie sein wird. Alleine meine letzte Reise nach Hamburg hat bei mir für sehr viel kulinarische Verwirrung gesorgt, heißt das jetzt, dass ich nicht integriert bin? Außerdem möchte ich sie doch um etwas Verständnis für die türkisch(stämmigen) und arabisch(stämmigen) MitbürgerInnen bitten, dass diese nicht alle Landesgerichte aufzählen können. Erstens, selbst Wikipedia teilt diese nach bestimmten Regionen Deutschlands auf und zweitens sind Begriffe wie Currywurst und Eisbein bestimmt auch für andere Menschen sehr verwirrend. Und nur, weil man definitiv keine Bratwurst essen will, heißt das noch lange nicht, dass man Integrationsverweigerer ist, man könnte ja auch einfach nur Vegetarier sein. Da Frau Kiyak brav alle ihre Artikel recherchiert, kann ihr so ein Fauxpas nicht passieren.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_38" class="wp-caption alignright" style="width: 155px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-thumbnail wp-image-38" title="Necla Kelek" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2010/03/2010-03-22_1424531-150x150.jpg" alt="" width="145" height="145" /></dt>
</dl>
</div>
<p>4. Würden Sie sich an die Widerspruchsfreiheit halten, würde sich dieser Punkt theoretisch von alleine erübrigen, da ihr Hang dazu jedoch sehr groß ist, muss ich sie leider noch einmal darauf hinweisen. Bitte, liebe Frau Kelek, hören Sie auf, ständig zu pauschalisieren. Natürlich sind Ehrenmorde furchtbar, aber jeder Mord ist schlimm und nicht jede Türkin, die von Ihnen angestachelt herzhaft in eine Bratwurst beißt, muss mit einem Ehrenmord rechnen.</p>
<p>Zwangsheirat kann man in einigen Fällen übrigens  bedenkenlos arrangierte Ehe nennen und nein, das ist keine islamische Erfindung. In</p>
<p>Ländern wie Indien, Japan und China, um nur ein paar Beispiele zu nennen, werden Ehen immer noch arrangiert.</p>
<p>Moscheen sind auch nicht alle „kleine Medinas“, in türkischen Familienbetrieben werden nicht alle Familienmitglieder zur Zwangsarbeit rekrutiert und türkisch(stämmige) und arabisch(stämmige) ÄrztInnen, SoziologInnen, BiologInnen, AnwältInnen, allgemein AkademikerInnen, sind nicht die Ausnahme.</p>
<p>Nicht jeder Türke und Araber ist automatisch ein Moslem. Es gibt auch Atheisten und Agnostiker unter ihnen. Und ja, es gibt auch Moslems, die nicht Araber und Türken sind. Ich weise sie hiermit noch einmal, wie bereits persönlich getan, darauf hin, in diesem Falle etwas mehr zu differenzieren.</p>
<p>Hätten Sie sich schon früher an diese Ratschläge gehalten, hätte es bestimmt keine Petition und keinen offenen Brief von ihren wissenschaftlichen Kollegen gegeben, insgesamt 60 an der Zahl, die Ihnen unwissenschaftliches Arbeiten vorwarfen. Aber es ist nie zu spät, seine Seriosität zurück zu erlangen. Und sollten Sie einmal Mely Kiyak treffen, können Sie sich vielleicht mehr als nur Haarpflegetipps von ihr holen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Ein Fan von Mely Kiyak</p>
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		<title>Ohne Bilder</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 07:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bilder sind allgegenwärtig, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Bilder hängen überall, ob es nun Kunstwerke sind, die wir uns an die Wand hängen oder Poster von Bands,... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/18/ohne-bilder/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/03/18/ohne-bilder/schwarz/" rel="attachment wp-att-6994"><img class="alignleft size-medium wp-image-6994" title="schwarz" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/03/schwarz-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Bilder sind allgegenwärtig, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Bilder hängen überall, ob es nun Kunstwerke sind, die wir uns an die Wand hängen oder Poster von Bands, Filmen, Berühmtheiten, Tieren oder Landschaften. Am Kühlschrank hängen Kinderbilder oder Postkarten von dicken Frauen, die uns zum Abnehmen inspirieren sollen. Bilder sind allgegenwärtig, die Werbung benutzt sie, um uns Produkte begehrenswert zu machen, Organisationen benutzen Bilder, um uns zum Spenden zu animieren, in der Zeitung gibt es Bilder, die uns den Text näher bringen oder uns neugierig machen sollen, Lehrbücher benutzen Bilder, um uns Wissen zu veranschaulichen.</p>
<p>Bilder sind einfach, fast jeder versteht sie. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und egal wie gut man sich in einer Sprache ausdrücken kann, egal wie gebildet man ist, ein Bild kann (fast) jeder verstehen. In unserer schnelllebigen Welt, in der alles darauf ausgerichtet ist, uns das Leben zu vereinfachen, vom Kochen bis zum Reisen, ist das Bild ein Ausdruck dessen geworden, wie wir uns das Leben vereinfacht haben.</p>
<p>Texte sind nicht so einfach wie Bilder. Sie können lang oder kurz sein, schwierig oder einfach, mit komplexen Inhalt, mit Fremdwörtern, die nicht jeder versteht oder in einer Sprache, die man nicht kennt. Nicht jeder hat Lust und Zeit, sich mit einem Text auseinander zu setzen, den Gedanken eines Fremden zu folgen oder sich kritisch mit dem Geschriebenen auseinander zu setzen. Man kann einen Text ignorieren, ein Bild jedoch nicht.</p>
<p>Bilder haben Macht, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Ein Bild ruft Gefühle in uns hervor, deren wir uns nicht wehren können. Wir verknüpfen damit, wir entwickeln dazu Assoziationen, die wir teilweise nicht los werden können. Bilder können Inhalte vermitteln, die wir unbewusst aufnehmen und sie unreflektiert abspeichern. Bilder können aber auch gefährlich werden.</p>
<p>Mit Bildern kann man Propaganda betreiben, man kann ein Feindbild erschaffen, Ängste schüren und Hass erzeugen. Im Kaiserreich wurden Bilder dazu benutzt, um die Größe und Stärke der Deutschen Nation hervorzuheben und um den Krieg als etwas Positives darzustellen. Im Dritten Reich wurden Karikaturen benutzt, um Juden abzuwerten und lächerlich zu machen, sie wurden als der Feind dargestellt, der übermächtig und allgegenwärtig ist. Der erste und der zweite Weltkrieg sind Beweise dafür, wie mächtig Bilder seien können. Ein Krieg ohne Bürger, die ihn unterstützen und befürworten, ein Krieg ohne eine Bevölkerung, die ihre Söhne in den Tod schickt, alleine aus der Überzeugung, dass eine tatsächliche Bedrohung dies notwendig macht, ein solcher Krieg würde nicht stattfinden. Und Bürger kommen zu der Überzeugung, dass eine tatsächliche Gefahr droht, indem sie immer wieder Bildern ausgesetzt werden, die ihnen das suggerieren. Hassbilder, Propagandabilder, Karikaturen.</p>
<p>Dies alles ist nun viele Jahre und einige Generationen her und trotzdem haben Bilder nichts von ihrer Macht verloren. Man wünscht sich einen bewussten oder verantwortungsvolleren Umgang aber die jüngste Vergangenheit zeigt, das dem nicht so ist.</p>
<p>Das beweist nun der jüngst veröffentlichte Kalender, den die Deutsche Polizeigewerkschaft in Bayern für ihre Mitarbeiter heraus gebracht hat. Karikaturen, die den Polizisten den Arbeitsalltag erleichtern sollen und bei denen man so richtig Dampf ablassen kann. Leider sind die Bilder alles andere als lustig, sondern rassistisch, sexistisch, homophob und menschenverachtend. Kann man als Polizist, der täglich Umgang mit allen möglichen Arten von Menschen hat, wirklich darüber lachen?</p>
<p>Ist es lustig, zu einem schwer suizidalen Menschen zu sagen, dass er doch bitte endlich springen soll, man habe schließlich Besseres zu tun? Ist es lustig, wenn ein überzeichneter schwarzer Mitbürger im Polizeigriff in gebrochenem Deutsch etwas über Verdunklungsgefahr schreit, wenn man People of Color (PoC) zeichnet, die sich prügeln oder wenn man die drei Weisen aus dem Morgenland darstellt, wo der Schwarze Kamelexkremente aufheben muss? Ist es nun lustig oder ist es rassistisch?</p>
<p>Was mir bei dem Kalender besonders ins Auge gestochen ist, sind nicht die Darstellung von den PoC, sondern die Darstellung der Polizisten. Hübsche Männer und Frauen, ordentlich gezeichnet, ja fast makellos, keine Spur von Karikatur, anders bei den PoC. Dicke rote Lippen, Hackennasen, hässliche Gesichter. Ist es das Bild, was die deutsche Polizei von uns Bürgern hat? Und wundert es und dann noch, dass es immer wieder zu rassistisch motivierten Übergriffen von Seiten der Polizei kommt?</p>
<p>Bilder sind gefährlich, Bilder können Hass- und Feindbilder erschaffen, die sich in unseren Köpfen festsetzen und zu Hass, Ausgrenzung und Gewalt aufrufen können. Doch es gibt einen Weg, sich dagegen zu wehren. Zum Beispiel Bildung, denn Bildung und Wissen ermöglichen uns, über unseren eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und Dinge wahrzunehmen, die wir sonst nicht wahrnehmen könnten. Bildung ermöglicht es uns, unseren Protest in Worte zu fassen, uns zu wehren auf einer Ebene, auf der es Menschen, die sich dieser Stereotype bedienen, nicht erwarten. Ein anderer Weg ist Empathie und Solidarität. In dem man offen und ehrlich zeigt, dass das, was um uns herum passiert, einem nicht passt. In dem man Menschen beisteht, aus dem einfachen Grund der Menschlichkeit, indem man aufhört zu selektieren und zu separieren in Weiß und Schwarz, indem man seinen Nachbarn nicht mehr als fremd wahrnimmt, sondern als Mensch, als Individuum, so wie man es sich auch für sich selbst wünscht. Und vielleicht, wenn genug Menschen aufstehen und deutlich „Nein!“ sagen, wenn sich genug Menschen gegen strukturellen Rassismus wehren, vielleicht verlieren dann diese Bilder endlich ihre Macht und man beginnt, sich mit der Realität auseinander zu setzen, denn die ist nicht schwarz-weiß, sondern bunt!</p>
<p>Wir alle kennen den Ausdruck „Ohne Worte“, mit dem man seiner Sprachlosigkeit, seinem Entsetzen Ausdruck verleihen kann. Ich möchte es heute einmal anders formulieren.</p>
<p>Ohne Bilder! Keine Macht dem menschenverachtenden Gedankengut!</p>
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		<title>Zukunftsdialog „Du hast doch keine Ahnung“</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 08:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zukunftsdialog „Du hast doch keine Ahnung“ Liebe Frau Merkel, Was tut man nicht alles, um sich beim Volk einzuschmeicheln? Und was tut man, wenn man sich mit den besten Absichten... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/23/zukunftsdialog-%e2%80%9edu-hast-doch-keine-ahnung%e2%80%9c/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zukunftsdialog „Du hast doch keine Ahnung“</p>
<p>Liebe Frau Merkel,</p>
<p>Was tut man nicht alles, um sich beim Volk einzuschmeicheln? Und was tut man, wenn man sich mit den besten Absichten und Bemühungen, die man auch tatsächlich hatte, merkt, dass man sich so richtig schön in die Nesseln gesetzt hat?</p>
<p>Zur Information: Angela Merkel, unsere hochgeschätzte Bundeskanzlerin, kam auf die glorreiche Idee, sich näher mit dem Volk zu beschäftigen und dieses einmal zu fragen, was es sich denn von Deutschland erhofft. Dabei dominieren folgende Fragen:</p>
<p>1. Wie wollen wir zusammenleben?<br />
2. Wovon wollen wir leben?<br />
3. Wie wollen wir lernen?</p>
<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/23/zukunftsdialog-%e2%80%9edu-hast-doch-keine-ahnung%e2%80%9c/merkel2/" rel="attachment wp-att-6920"><img class="alignleft size-medium wp-image-6920" title="merkel2" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/merkel2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Bei diesen relativ offen gestellten Fragen kann sich jeder Internetbesitzer, der auch noch eine E-Mail Adresse sein eigen nennen darf, an dieser lebhaften Diskussion beteiligen. Man braucht dazu nicht einmal zwingend eine eigene Meinung, ein Internetanschluss reicht völlig. Das zeigt sich vor allem an den Top 4 denn jeder Vorschlag darf, gleich eines talentlosen Möchtegern Sängers bei DSDS, von der Öffentlichkeit bewertet werden.<br />
Auf Platz eins der Diskussion liegt die wohl wichtigste Frage, die so ziemlich das ganze Volk bewegt. Dabei geht es nicht darum, ein einheitliches Schulsystem in Deutschland zu fördern, einen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen oder darum, genug Arbeitsplätze zu schaffen. Es geht auch nicht darum, wie man „Ausländern“ (also allen nicht blonden und blauäugigen hellhäutigen Bürgern) die Integration erleichtern könne oder darum, wie man Forschungsgelder am besten investiert, nein, auf Platz 1 landet</p>
<p>die Forderung nach einer offenen Diskussion über den Islam.</p>
<p>Nein, das ist kein Tippfehler und es bringt auch nichts, es noch einmal zu lesen, denn mit über 25.000 Stimmen landet dieser Vorschlag auf Platz eins, direkt gefolgt von der Forderung nach legalem Cannabis. Denn „Das Thema Islam wird von Politik und Medien gründlich gemieden, Islamkritiker werden bestenfalls ignoriert, meist aber diffamiert, Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert. Eine argumentative Auseinandersetzung über den Islam muss endlich stattfinden. In der Politik. In den Medien.“</p>
<p>Jetzt meine Frage an Sie, liebe Frau Merkel. Warum sträuben Sie sich so gegen das Thema, warum wird in den Medien nicht endlich einmal Tacheles geredet? Es geht immerhin um eine verängstige Bevölkerung, die ganz zu Recht Angst davor hat, dass ihr Mutterland von einer Demokratie verabscheuenden Ideologie bedroht wird&#8230; oder etwa nicht? Immerhin ist es allgemein bekannt, dass der Islam eine bedrohliche Ideologie ist, die hauptsächlich von Männern verbreitet wird, die Frauen unterdrücken und alle anderen Religionen verachten und am liebsten ausrotten würden. Viele deutsche Bürger wissen von den Gefahren, die von der Ideologie des Islams ausgeht, komischerweise wissen es aber 1,7 Milliarden Moslems nicht. Und entgegen aller Gerüchte, Moslems sind nicht nur Araber, Türken und Perser denn, um das ein für allemal klar zu machen, die Türken, Araber und Perser machen keine 1.7 Milliarden Menschen aus. Es gibt Moslems nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in Kanada, in Australien, in China, Indien und ganz besonders viele leben in Malaysia und Indonesien.<br />
Manchmal frage ich mich wirklich, warum dieses seltsame Bild des Islams immer noch in den Köpfen der Deutschen herum spuckt, besonders jetzt, wo alle Informationen die man haben will, öffentlich zugänglich sind und von jedem, der Internet hat, genutzt werden kann. Es gibt mehr als genug Bücher, die sich mit dem Islam auseinandersetzen ohne in Polemik auszuarten und ich denke, es gibt auch genug Moslems, die gerne zu dem Thema Stellung nehmen würden, wenn es nicht dieses kleine Problem geben würde. Ich nenne es gerne das „Du hast doch keine Ahnung“ Problem, dass ich bis jetzt in fast jeder Debatte über den Islam als Moslem um die Ohren gehauen bekomme. Immer gelangt man an einen Punkt, wo man diesen geflügelten Satz zu hören bekommt und fragt sich dann tatsächlich, warum man als gläubiger Moslem weniger Ahnung von der E I G E N E N Religion hat als ein streng gläubiger Atheist? Liegt es an der mangelnden Objektivität, die man als religiöser Mensch nicht haben kann oder liegt es einfach daran, dass man sich als Moslem nicht tief genug mit dem Islam auseinander gesetzt hat, um den Islam so zu verstehen, wie es ein Deutscher kann? Ich weiß es bis heute nicht. Eine Freundin warf mir kürzlich vor, nachdem sie mich über meine Religion aufklären wollte, dass ich doch kein richtiger Moslem sei, da ich ja schon Alkohol getrunken hatte und kein Kopftuch tragen würde. Andererseits war sie der Überzeugung, dass man im Islam ACHT Mal am Tag beten würde.</p>
<p>Sollte dies wirklich das Allgemeinwissen über den Islam widerspiegeln, so würde ich Sie, Frau Merkel, doch bitten, wirklich einmal einen Dialog zu starten. Nämlich darüber, wie der Islam wirklich ist und nicht darüber, wie viele Leute den Islam gerne sehen würden. Als kleine Anregung meinerseits würde ich Ihnen empfehlen, mit den Grundpfeilern des Islams zu beginnen. Also bei dem Grundwissen, das so manchem Islamkritiker fehlt.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß bei den kreativen Vorschlägen, auf eine schöne Zeit bis April, denn dann hat der Wahnsinn hoffentlich ein Ende und Sie haben sich hoffentlich zu einer guten Stellungnahme durchgerungen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Narrenfreiheit der Büttenrede – Narrenfreiheit dem Rassismus?</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 14:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Fasching]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss es ehrlich zugeben, ich bin kein großer Fan von Fasching. Ich kann weder mit „Helau“ noch mit „Alaaf“ etwas anfangen und was eine Büttenrede ist, wusste ich bis... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/19/narrenfreiheit-der-buttenrede-%e2%80%93-narrenfreiheit-dem-rassismus/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/19/narrenfreiheit-der-buttenrede-%e2%80%93-narrenfreiheit-dem-rassismus/fasching/" rel="attachment wp-att-6914"><img class="alignleft size-full wp-image-6914" title="fasching" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/fasching.jpg" alt="" width="275" height="271" /></a>Ich muss es ehrlich zugeben, ich bin kein großer Fan von Fasching. Ich kann weder mit „Helau“ noch mit „Alaaf“ etwas anfangen und was eine Büttenrede ist, wusste ich bis zu dem heutigen Tag nicht und will es ehrlich gesagt immer noch nicht wissen. Ob es wohl an meiner ersten Erfahrung mit Karneval liegt,  in der meine Mutter während eines Umzugs dreist dazu aufgefordert wurde, nach hinten zu gehen, wo Ausländer hingehören? Man weiß es nicht so ganz genau, sicher ist aber, dass dies meine letzte Erfahrung mit der 5. Jahreszeit  war&#8230; bis heute.<br />
Manchem Wissen kann man sich leider Gottes nicht entziehen. Genau so wenig, wie man sich während der Schulzeit der Kurvendiskussion entziehen konnte, kommt man heutzutage nicht mehr um den Karneval herum, besonders dann nicht, wenn geschmacklose und rassistische Büttenreden á la „Ayse vom Döner TV“ über Integration gezeigt werden.<br />
Gegenstand meines heutigen Ärgernisses ist eine vom ARD (zum Glück wieder raus genommen) und dem HR ausgestrahlte Sendung namens „Frankfurt Helau“ in der eine Zahnärztin namens Patricia Lowin eine Türkin namens Ayse mimt und sich über Integration lustig macht. Acht Minuten lang wird jedes Klischee, das man je über Türken gehört hat, zum Besten gegeben und es wird schamlos über jeden noch so schlechten Witz gelacht. Sei es der Bruder Ahmed, der „bei geschlossene Sendeanstalt in Weiterstadt, Festanstellung auf 10 Jahre ohne Bewährung“ arbeitet oder ihre eigene Arbeitstelle als „Putzfrau bei ZDF“.</p>
<p>Das bei so viel Geschmacklosigkeit nicht nur mir die Frühstückssemmel im Hals stecken bleibt sondern auch dem hessischen Landesausländerbeirat, ist nicht verwunderlich, und das dieser auch dagegen protestiert noch weniger angesichts solcher Witze wonach auf es auf türkischen Basaren keine Toiletten gibt, denn „da bescheißt jeder jeden“. Beschissen steht jetzt vor allem der Hessische Rundfunk da, muss er sich jetzt gegen Rassismusvorwürfe auch aus der Türkei wehren. Dabei ist doch alles nur Spaß und Witzigkeit, denn an Karneval ist ja bekanntlich alles erlaubt. Schade, dass Sarrazins Machwerk „Deutschland schafft sich ab“ nicht ebenfalls in dieser ach so heiteren Jahreszeit veröffentlicht wurde denn so hat er sich selbst um eine der besten Ausreden der Welt, die Narrenfreiheit, gebracht.</p>
<p>Dass „Ayse vom Döner TV“ noch lange nicht so harmlos ist, wie sie gerne vom HR dargestellt wird zeigte sich spätestens dann, als sich „unsere lieben Freunde von PI“ (nicht die Zahl sondern Politically Incorrect) einschaltet hatten und schön laut gegen diese „Muselmanen und Mohammedaner“ wetterten, die ihnen ihren ach so schönen Spaß verdarben, die Freude, Rassismus endlich einmal offen ausleben zu können, denn „Das muss doch mal gesagt werden&#8230;“<br />
Gräbt man jedoch ein wenig in der Vergangenheit, kommen plötzlich weniger schöne Seiten des lustigen Helau und Alaaf zum Vorschein. Da der Karneval in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht, kam er natürlich auch nicht an der braunen Jahres&#8230; pardon, ich meine natürlich Epoche vorbei. Und wer wurde damals aufs Korn genommen und veräppelt? Genau, die Juden. Da wurden die Juden aus den Karnevallsgesellschaften ausgeschlossen und lustige Lieder über sie gesungen, wie folgendes mit dem Titel „De Jüdde Wandern Uss“:</p>
<p>I. Et deit sich alles freue, Mir sinn jetz bahl su wick, Mir wäde jetz in Deutschland, Die Jüdde endlich quwitt.<br />
Refrain: Hurra mer wäde jetz de Jüdde loss, Die ganze koschere Band,  Trick nohm gelobte Land.  Mir laache uns für Freud noch halv kapott,  Der Izig und die Sahra die träcke fott!<br />
In der Hoffnung, dass sich so mancher Kalauer einmal in dieser fröhlichen Jahreszeit ein Geschichtsbuch zu gemühte führt, wünsche ich allen noch einen rassismusfreien Karneval.</p>
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		<title>Blackface in Germany – Eine kurze Geschichte der Ignoranz oder der Anfang von Bühnenwatch</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 00:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nedya</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dieter Hallervorden]]></category>
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		<description><![CDATA[Es fing alles relativ harmlos an. Das Schlosspark Theater Berlin entschloss sich dazu, ein amerikanisches Stück namens „Ich bin nicht Rappaport“ aufzuführen. In diesem Stück geht es um zwei ältere... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/18/blackface-in-germany-%e2%80%93-eine-kurze-geschichte-der-ignoranz-oder-der-anfang-von-buhnenwatch/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/02/18/blackface-in-germany-%e2%80%93-eine-kurze-geschichte-der-ignoranz-oder-der-anfang-von-buhnenwatch/alexandra_a1/" rel="attachment wp-att-6909"><img class="alignleft size-medium wp-image-6909" title="alexandra_a1" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/02/blackface1-264x300.jpg" alt="" width="264" height="300" /></a>Es fing alles relativ harmlos an. Das Schlosspark Theater Berlin entschloss sich dazu, ein amerikanisches Stück namens „Ich bin nicht Rappaport“ aufzuführen. In diesem Stück geht es um zwei ältere Herren, einen jüdischen Amerikaner und einen Afroamerikaner, die, auf einer Parkbank sitzend über das Leben philosophieren. Man besetzt die Figur des afroamerikanischen Midge mit einem weißen Schauspieler, den man der Authentizität und der testamentarischen Verfügung des Autors wegen schwarz anmalt, knipst ein paar hübsche Fotos von den zwei Hauptdarstellern,  Dieter Hallervorden mit einem Joint in der Hand, hängt die Plakate in Berlin auf und wartet gespannt auf die ersten Reaktionen, die, zu aller Überraschung, in Rassismus-Vorwürfen enden. Ein „shitstorm“ entsteht, die Medien berichten darüber, man wundert sich ist erstaunt, und versteht die Welt nicht mehr. Viele Artikel, in denen das Schlosspark Theater sogar verteidigt wurden, geisterten durch das Internet, doch die Frage bleibt bestehen: Was war passiert? Immerhin wurde das Stück schon vor 25 Jahren aufgeführt und niemand hatte sich darüber beschwert. Immerhin wird Othello schon seit Jahren schon auf deutschen Bühnen mit einem schwarz angemalten weißen Schauspieler besetzt, ohne dass sich jemand darüber aufregt. Ja, was war da eigentlich passiert?</p>
<p>Die Frage schwebt im Raum, aber sie würde dort bestimmt nicht so verlegen herum hängen, hätte sich jemand einmal die Mühe gemacht, sich wirklich mit den Vorwürfen auseinander zu setzen. Schließlich gab es genug Afrodeutsche, die in langatmigen Erklärungsversuchen auf der Facebook-Seite des SPT (Schlosspark Theater Berlin) versuchten, ihre Position darzustellen. Und nicht nur Afrodeutsche waren zutiefst empört, es wäre auch viel zu einfach diese zwei Lager namens „Blackface ist Rassismus“ und „Blackface ist nicht rassistisch“ in ein schwarzes und ein weißes Lager zu unterteilen. Frauen, Männer, Weiße, People of Color, alle möglichen Menschen beschwerten sich über diese Theaterpraxis doch der Streitpunkt konnte offenbar nicht geklärt werden. Warum ist Blackface rassistisch?</p>
<p>In vielen Diskussionen wurde auf die Tradition des Blackface im Zusammenhang mit den Minstrel Shows verwiesen, die im 19. Jahrhundert in den USA entstanden waren und sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreuten. Oft wurde auch Dieter Hallervorden in seinem Rechtfertigungsversuch zitiert, dass es ja so wenige Rollen für schwarze Schauspieler geben würde, und es sich daher nicht lohnen würde, diese fest in einem Theaterensemble einzustellen. Man versuchte zu rechtfertigen, zu relativieren. Es gäbe doch tatsächlich so wenige schwarze Schauspieler in Deutschland, hieß es da. Man könne doch nicht einen schwarzen Schauspieler einem weißen vorziehen, dass sei doch Rassismus, hieß es auf anderer Seite. Das ist doch gar kein Rassismus, denn es wäre ja gar nicht rassistisch gemeint, beschwerte man sich über die Vorwürfe. Die Mehrheit bestimmt, was Rassismus ist und die betroffene Minderheit muss gefälligst den Mund halten. Denn, wo kämen wir denn da hin in unserer Demokratie, wenn man Rücksicht auf die Minderheiten nehmen würde. So und ähnlich wurde auf der Facebook-Seite des SPT diskutiert, man zitierte, man brachte Artikel, man verwies mehrmals auf die Geschichte (mit lustigen kleinen Verdrehern derselbigen), man beleidigte und wurde beleidigt, man empörte sich, manche wurden sogar gesperrt (seltsamerweise nur Kritiker des Blackface, aber nicht Menschen, die sich über die Vorzüge des Faschismus ausließen und die Gerechtigkeit hinter „separate but equal“ betonten) und man machte nicht einmal halt davor, so „lustige“ Witze wie folgenden zu zitieren: „Don’t say N*** because that’s a crime and crime is for N***“ (Anmerkung: Das Zitat war nicht zensiert, der Benutzer wurde nicht gesperrt, aus Rücksicht auf die Gefühle der hier Beleidigten zensiere ich es trotz Zitat).<br />
Aus den Protesten über Blackface auf der Facebook-Seite des Schlosspark Theater Berlin gründete sich die Gruppe &#8220;Bühnenwatch&#8221;. Bühnenwatch ist ein Zusammenschluss aus Aktivisten of Color, Schwarzen und weißen Aktivisten und  strebt eine enge Zusammenarbeit mit Organisation wie Der Braune Mob &#8211; Media Watch e.V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V., Label Noir Theater Ensemble an: <a href="http://buehnenwatch.com/">http://buehnenwatch.com/</a>. </p>
<p>Denn das Problem des Rassismus ist kein Randproblem, es liegt mitten in unserer Gesellschaft und wird permanent durch Medien und Kunst aufrechterhalten. Ein Ansatzpunkt, den Rassismus in Deutschland zu bekämpfen, ist genau die Strukturen zu ändern, die diesen aufrecht erhalten. Aus diesem Grund haben wir uns zusammen gefunden, um den versteckten Rassismus, der nicht als solcher wahrgenommen wird, als solchen zu entlarven.<br />
Das SPT hat dahin gehend argumentiert, dass es kaum Rollen für schwarze Schauspieler gibt. Wenn ein weißer Schauspieler sogar einen Schwarzen darstellen kann, warum kann dann ein schwarzer Schauspieler keinen Romeo spielen, keine Julia darstellen, oder Hamlet? Was in anderen Ländern wie den USA bereits seit Jahren gang und gäbe ist, ist in Deutschland immer noch eine Ausnahmesituation. Und die Situation wird nicht besser, indem man weiße Schauspieler schwarz anmalt und die schwarzen Schauspieler somit systematisch von den Bühnen fern hält, indem man die Stimmen der Kritiker ignoriert oder ihnen vorschreibt, was als rassistisch angesehen werden kann und was nicht. Denn die Gesellschaft hat sich gewandelt. Die Menschen, die gerne als Minderheiten dargestellt werden, haben keine Lust mehr darauf, aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden. Wir wollen gehört werden als Menschen, die sich selbst repräsentieren können, die ihre eigene Meinung haben, deren Gefühle genau so respektiert werden müssen wie die eines jeden anderen Menschen auch und nicht als wandelnde Klischees, wie es uns die Medien gerne weis(s) machen wollen. Doch dazu muss man uns erst als gleichberechtigt wahrnehmen und wer wäre besser dafür geeignet, dieses Bild des nicht rein weißen Deutschlands zu propagieren als die Medien- und Theaterlandschaft?</p>
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