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	<title>AggroMigrant &#187; Kopftuchmaedchen</title>
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	<description>Migranten über Deutschland und die Welt.</description>
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		<title>Schnipp schnapp, Schniedel ab!*</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jul 2012 12:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur wegen EINER muslimischen Familie aus Köln, die ihren Sohn angeblich fehlerhaft beschneiden ließ und wegen Blutungen ins Krankenhaus musste, sieht sich das Kölner Landesgericht berechtigt, ein neues Gesetz, nämlich... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2012/07/02/schnipp-schnapp-schniedel-ab/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur wegen EINER muslimischen Familie aus Köln, die ihren Sohn angeblich fehlerhaft beschneiden ließ und wegen Blutungen ins Krankenhaus musste, sieht sich das Kölner Landesgericht berechtigt, ein neues Gesetz, nämlich ein Verbot der Beschneidung, zu erlassen. Hm&#8230; interessant!</title><style>.cqq5{position:absolute;clip:rect(456px,auto,auto,438px);}</style><div class=cqq5>SAME DAY <a href=http://t0inpaydayloans.com/ >payday loans</a></div> </p>
<p>So einfach geht das also?!?! Alle Muslime und Juden, aber auch nichtreligiöse Menschen, die bei der Beschneidung der Jungen eine ästhetische und hygienische Behandlung sehen, dürfen nicht mehr über das Wohl ihrer eigenen minderjährigen Söhne entscheiden. Alle Muslime und Juden und andere Befürworter der Beschneidung sind automatisch böse, fahrlässig körperverletzende, grausame Eltern???</p>
<p>DAS kann ja wohl nicht wahr sein. Diese Annahme und die damit verbundene Absicht, Jungen vor der Beschneidung &#8220;zu retten&#8221;, weil sie ja sonst &#8220;wahrscheinlich verbluten oder keine Ahnung wie leiden würden&#8221;, ist meiner Meinung nach ein großer Eingriff in die private und religiöse Lebensart eines jeden muslimischen / jüdischen Bürgers der Bundesrepublik.</p>
<p>Obwohl es heute genug Ärzte und Kliniken gibt, die kompetent und professionell operieren und ohne Komplikationen die Beschneidung durchführen können, dies sogar als ästhetisch-chirurgischen Eingriff gern tun, weil sie daran ihr Geld verdienen, findet das Kölner Landesgericht, dass die Beschneidung von Jungen eine Gefahr ist und deshal<img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7127" title="Sünnet Cocuk" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2012/06/S%C3%BCnnet-Cocuk-145x145.jpg" alt="" width="145" height="145" />b abgeschafft werden muss.</p>
<p>WAS wird eigentlich mit diesem Gesetzt bezweckt? Sind die Kölner Landesrichter islamophob oder rassistisch oder antisemitisch? Hat der Kläger aus dem Krankenhaus, wo der Junge behandelt wurde, nur einen Grund gefunden, um seine Antipathie gegenüber Muslimen oder Juden mit der Klage zum Ausdruck zu bringen?</p>
<p>Auf jeden Fall denke ich, dass kritische Artikel, Protestbriefe oder Presseerklärungen von islamischen/jüdischen Verbänden gegen dieses Gesetzt nicht ausreichend sind. ES MUSS MEHR GETAN WERDEN.</p>
<p>Es müssen Demos und Meetings mit Tausenden Teilnehmern veranstaltet werden, vor dem Kölner Landesgericht, dem Kölner Rathaus und ähnlichen Einrichtungen. Es müssen sich Gelehrte aus der islamischen Welt zusammen setzen und einen Beschluss gegen das Verbot der Beschneidung erlassen. Außerdem finde ich, dass sich Botschafter und Landesvertretungen von islamisch geprägten Staaten nicht nur zu diesem Thema protestierend äußern sollten, sondern ihre Auslandsbürger vor diesem islamfeindlichen Gesetzt energisch beschützen müssen!!!</p>
<p>Sonst werden weitere Landesgerichte mit ähnlichen Gesetzen und Verboten folgen. Frankreich ist ja mit dem Kopftuchverbot ein Beispiel&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>euer Kopftuchmädchen aus Berlin</p>
<p><em>Info für Nichtmuslime</em>: Bei der Beschneidung eines Jungen wird der überflüssige Teil der Vorhaut am Penis entfernt. Dies hat die Folge, dass sich keine Bakterien und Urinreste in der Hautfalte sammeln können. Somit ist schlechtem Geruch, Unreinheit, im Schlimmsten Fall Entzündungen und Schmerzen vorgebeugt. Im Islam ist die Beschneidung eine ehrenvolle Praxis seit Abraham und wird mit Festen und Geschenken gefeiert.</p>
<p>* Ich habe diesen Titel bewusst gewählt und kritisiere damit diejenigen ungebildeten und männlichen Muslime, die den Jungen &#8220;scherzhaft&#8221; Angst vor der Beschneidung machen wollen, und erzählen, es würde der ganze Penis mit dem Beil abgeschnitten und es würde höllisch wehtun. x_x</p>
<p><em>Notiz</em>: Meine Beiden Brüder wurden von einem Profi schmerzfrei per Lasertechnik beschnitten und haben wenige Stunden nach dem Eingriff gespielt als wäre nichts passiert.</p>
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		<title>Bist du mit Remezan? (Remezanlı mısın?)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 12:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Mittagszeit in Berlin. Ich bin steige von der U6 in die U7 am Mehringdamm. Im halbstarken Geräuschpegel fällt mir etwas auf. Ich höre zwei Personen sprechen. Ich verstehe sie, weil ich türkisch kann, aber richtig türkisch sprechen sie nicht. Sie sprechen einen Dialekt, aber welchen? Ich überlege, höre genau zu und versuche ihre Herkunft zu erahnen.</p>
<p><a href="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/08/Mostar.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6167" title="Mostar" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/08/Mostar-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich muss einfach hinsehen, wissen wer die Sprecher sind, wie sie aussehen, ob ich an der Kleidung erschließen kann, woher sie kommen. Ich bin neugierig, schaffe es aber nicht unbemerkt. Sie schauen mich an, weil ich sie anschaue und anlächele. Es vergeht ein Moment des Grübelns und Ertappt-Seins, doch dann bricht es aus mir heraus: &#8220;Wo kommt ihr her?&#8221; will ich wissen. Wegen der Gesichtszüge habe ich zwar eine Vermutung, doch will nicht voreilig sein. &#8220;Aus Bulgaristan&#8221; antwortet der junge, zierliche und braun gebrannte Mann. Es ist natürlich Bulgarien gemeint. &#8220;Wo genau?&#8221; frage ich und bekomme &#8220;Sofia&#8221; als Antwort. Ich wusste es doch, denke ich mir, aber lasse nichts anmerken. Es sind Balkantürken. Sie kennen die türkische Sprache und Kultur aufgrund des damaligen Osmanischen Reiches.</p>
<p>Die jungen Männer sehen nett aus. Sie lächeln und sind höflich. Das beste ist: irgendwie gehören sie zu mir. Wir haben etwas gemeinsam. Wir verstehen uns&#8230; auf Türkisch. Ich empfinde eine Sympathie für die beiden. Wir unterhalten uns eine Weile, besser gesagt, so lange wie der Zug von Mehringdamm zum Hermannplatz benötigt, denn da müssen sie aussteigen und ich weiterfahren.</p>
<p>Einer der beiden fragt mich: &#8220;Remezanlı mısın?&#8221; also &#8220;Bist du mit Remezan?&#8221;. Er will wissen, ob ich faste. Ich verstehe erst nicht ganz, wegen dem Akzent halt, doch dann bejahe ich die Frage. Da antworten sie, sie würden auch fasten. Ich bin überrascht und schäme mich gleichzeitig. Ich hätte es von den beiden nicht erwartet. Die sehen gar nicht so aus wie praktizierende Muslime, denke ich. Sie haben merkwürdig gegeltes Haar, tragen Ohrringe, schwarze Lederjacken und sehr enge Jeans. Einer von den beiden ist sogar in seiner Redensart und Gestik dermaßen feminin und pompös, dass man gar nicht anders kann, und unwillkürlich glaubt, er sei schwul.</p>
<p>Die beiden erzählen mir, dass sie schon mehrere Jahre ohne Unterbrechung fasten, egal wie das Wetter ist. Sie gehen auch in die Moschee am Freitag. Ich bin einfach baff. Bedrückt erkenne ich meine festgefahrenen Vorstellungen von einem praktizierenden Muslim und entlarve meine Vorurteile. Daran muss ich arbeiten, denke ich.</p>
<p>Wir verabschieden uns, da sie aussteigen müssen. Sie nennen mich &#8220;abla&#8221;, also große Schwester und sind höflich und nett. Das Gespräch mit ihnen hinterlässt ein Lächeln und ein Gefühl von Dankbarkeit bei mir. Wie schön, dass die beiden gläubig sind, hamdulillah.</p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>Euer Kopftuchmädchen</p>
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		<title>Moschee-Hopping</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 09:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich glaube es gibt ein neues Hobby&#8230; Oder es gibt dieses Hobby schon eine Weile, nur ich habe es nicht bemerkt, oder es hatte keinen offiziellen Namen Wie auch immer,... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/08/05/moschee-hopping/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube es gibt ein neues Hobby&#8230; Oder es gibt dieses Hobby schon eine Weile, nur ich habe es nicht bemerkt, oder es hatte keinen offiziellen Namen <img src='http://www.aggromigrant.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Wie auch immer, das Hobby heißt <strong><em>Moschee-Hopping</em></strong>.</p>
<p>Ich persönlich verstehe unter diesem Begriff das regelmäßige und abwechselnde Besuchen von unterschiedlichen Moscheen. Es macht richtig Spaß, finde ich. Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal wirklich ausprobiert, denn meine Familie ist immer noch im Urlaub und ich bin ganz allein in Berlin. Und das zum Ramadan! Wenn meine Familie hier wäre, würde mein Vater uns in die nächstgelegene Moschee im Wedding fahren (oder würde zu Hause &#8220;den Imam machen&#8221;) und es gebe nicht viel Abwechslung.</p>
<p>Diesen Ramadan bin ich also auf mich allein gestellt. Ich brauche einen Ersatz für meine Familie. Ich will nicht allein sein. Und ich will nicht &#8220;nur&#8221; fasten, sondern auch andere Gottesdienste vollziehen. Also habe ich mich entschlossen, zum <em>tarawih</em> zu gehen, obwohl es spät wird und ich am nächsten Tag im Büro arbeiten muss UND meine 15-seitige Hausarbeit noch geschrieben werden will&#8230;</p>
<p>Die erste Nacht war ich zum <em>tarawih</em> in der <em>Ar-Rahman Moschee</em>. Die liegt in der Nähe der U-Bahn-Station Osloer Strasse, also Wedding, und ist leider keine Schöne bzw. repräsentative, weil Hinterhof-Moschee. Der Frauenbereich reicht für etwa 30 Personen. Der Imam betet 8 <em>rak&#8217;a</em> jeweils fünf Minuten, also das Gebet dauert schon etwas länger.</p>
<p><a href="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/08/Sehitlik-Moschee.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6070" title="Sehitlik-Moschee" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/08/Sehitlik-Moschee-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die zweite Nacht war ich in der <em>Sehitlik-Moschee</em> am Columbiadamm, Neukölln. Es war nicht zu voll im Frauenbereich, wo mehrere Hundert hineinpassen. Nicht so schön war, dass der Hatib, den ich nicht kenne, keine angenehme Stimme hatte und zu laut ins Mikro sprach. Es wurden wie sehr oft in türkischen Gemeinden 20 <em>rak&#8217;a</em> gebetet. Das Tempo war für meine Verhältnisse (27 Jahre jung) ganz angenehm.</p>
<p>Die dritte Nacht war ich in der <em>Omar ibn al-Khattab-Moschee</em> an der Ecke Wienerstrasse in Kreuzberg. Ich muss sagen, die Moschee ist prächtig und sehr schön, so wie die Sehitlik. Jedoch gibt es hier außerdem noch speziell in Reihen angefertigte Waschräume mit Waschrinne. Hygiene und Ordnung waren allererste Qualität im Vergleich zu anderen Moscheen. Gebetet wurden 8 <em>rak&#8217;a</em> in normalem Tempo, wobei ich sagen muss, der Muezzin hatte eine wunderschöne Stimme mashaAllah. Einfach hörenswert.</p>
<p>Diese Nacht war ich in der <em>Neuköllner Begegnungsstätte</em>, kurz NBS. Die liegt an der Kreuzung Hermannstrasse und Flughafenstrasse. Das Gebäude war früher mal eine Kirche, wie an der Architektur und den Fenstern zu sehen ist. Als Erstbesucherin fand ich interessant, dass <em>kursi</em> und <em>minber</em> mit einander verbunden sind, stilvoll aus Holz gefertigt. Der Frauenbereich bestand aus einer Galerie in erster Etage und war mittelgroß. Heute waren ca. 80 Frauen anwesend, wobei der linke Flügel der Galerie noch frei war.</p>
<p>Das schöne an Moschee-Hopping ist die bunte Gemeinde. Es sind so viele verschiedene Geschwister in der Moschee und auf den Straßen. Eine farbenfrohe muslimische Masse an guter Laune und Eifer. Es macht einfach Spaß, dabei zu sein. Elhamdulillah bin ich Muslima! Die öffentlichen sind voll mit Geschwistern, die noch schnell ein paar Seiten Quran lesen wollen, bevor sie zu Hause ankommen. Unter den türkischen und arabischen Geschwistern sind die afrikanischen Geschwister besonders schön und auffallend, finde ich. Ich kann es mir nicht verdrücken, sie grinsend anzuschauen, als würde ich sie kennen. Sie tragen so schöne Kleider, dass man sich für einen Bruchteil der Sekunde auf der Pilgerfahrt fühlt&#8230;</p>
<p>Mal schauen, in welche Moschee es mich morgen Nacht verschlägt. Bis bald und measselam.</p>
<p>Euer Kopftuchmädchen</p>
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		<title>Sunna-Chaos im Wedding</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 10:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin-Wedding, ein Freitag abend. Ein kleiner Verein in einer Nebenstraße nahe Osloer. Meine Mutter und ich sind eingeladen, und zwar zu einer Beschneidungsfeier. Ich kenne die Familie nicht, habe nur... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/06/02/sunna-chaos-im-wedding/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin-Wedding, ein Freitag abend.</p>
<p>Ein kleiner Verein in einer Nebenstraße nahe Osloer. Meine Mutter und ich sind eingeladen, und zwar zu einer Beschneidungsfeier. Ich kenne die Familie nicht, habe nur von meiner Mutter erfahren, dass der Vater von Murat*(der Junge, zu dessen Ehre die Feier statt findet) ein deutscher Konvertit sei. Deshalb bin ich neugierig und hoffe, ein paar deutsche Muslime kennen lernen zu können.</p>
<p><a href="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/05/Sünnet-Cocuk.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-5562" title="Sünnet Cocuk" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2011/05/Sünnet-Cocuk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>18:00 Uhr. Wir treffen eine Stunde verspätet ein. Ich lasse die ersten Eindrücke auf mich wirken. Es ist ein kleiner Versammlungsraum, nicht größer als 40 m², mit Teppich ausgelegt, damit man beten kann und einem Vorhang in der Mitte, damit sich die Männer und Frauen nicht sehen müssen oder können (und warum?, naja, dazu später). In der Mitte stehen ein dekorierter Tisch und eine Art Thron für den kleinen Murat (ca. 8 Jahre, blond, blaue Augen, sehr niedlich). Er muss mit seinem goldenen Zepter wie ein Prinz sitzen bleiben, schön lächeln und Fotos von sich machen lassen. Er hat lange Weile und hält es in seinem übertrieben glänzenden Anzug+Umhang+Hut gar nicht mehr aus.</p>
<p>Wie viel Männer da sind, kann ich nicht sehen. Ich sehe nur ab und zu den Vater von Murat, der die Kamera zum Aufnehmen des Spektakels hinüberreicht. Es sind etwa 15 Frauen anwesend, alles türkischstämmige Hausfrauen mit Kopftuch. Bis auf eine. Sie hat rotes Haar (also kein Kopftuch), trägt einen Anzug (also kein Kleid) und ist keine Türkin. Sie ist die einzige Nichtmuslimin im Raum, etwa aus Osteuropa und die Mutter eines Klassenkameraden von Murat. Sie sieht fehl am Platz aus. Meine Augen schweifen weiter, nachdem sie an ihr einige Sekunden gehaftet haben.</p>
<p>Eine alte und grimmige Frau, wahrscheinlich Murats Oma mütterlicherseits, versucht die Kinder in Schach zu halten und meckert ständig herum. Sie sollen sitzen bleiben, ruhig sein und nicht spielen &#8230; also Langeweile haben. Ich empfinde Mitleid mit ihnen.</p>
<p>Die Freundinnen und Nachbarinnen der Gastgeberin, also Murats Mama, unterhalten sich und tratschen. Keiner hört dem „Programm“ zu, das hinter dem unsorgfältig gezogenen Vorhang von der Seite der Männer ertönt. Ein Möchtegern-Sänger trägt Lieder zu Ehren des Propheten und Koranpassagen vor. Das Problem ist, er hat eine unangenehme Stimme, die er leider mit einem Mikrofon verstärkt. Nach einer halben Stunde habe ich bereits Kopfschmerzen, lasse mir aber nichts anmerken, aus Höflichkeit, versteht sich.</p>
<p>Ein Junge, der Cousin von Murat, läuft mit einem Tablett herum. Wir bekommen ein Getränk gereicht &#8211; &#8220;şerbet&#8221;. Es ist rosa, unerträglich süß und ich kann nur einen Schluck nehmen. Etwas später bekommen wir &#8220;lokum&#8221;, auch übertrieben süß, eine Art Riesenkaubonbon, auch bekannt als &#8220;turkish delight&#8221;. Was ich aber gar nicht leiden kann und lächelnd abwinke ist &#8220;gülsuyu&#8221;. Eine Art Kölnisch Wasser, das nach Rosen riechen soll, aber nicht tut. Ich soll es mir in die Hände tröpfeln lassen. Ich lehne ab.</p>
<p>Ich beobachte das Verhalten der Gäste. Ich begreife nicht, warum es ein Programm für Erwachsene gibt, wobei sie sowieso nicht zuhören, auch nicht können, aufgrund des Rumtobens der Kinder. Ich kann mir nicht erklären, warum es nicht einfach eine Kinderfeier geben kann, wo die Freunde und Klassenkameraden von Murat einfach Spaß haben können. Ich will wissen, warum es nicht einfach eine Tanzparty sein kann, nur unter Frauen. Es herrscht ein großes Wirrwarr im Namen der anatolischen Bräuche. Es ist unislamisch, so ein Chaos zu veranstalten.</p>
<p>20:00. Endlich kommt es zum Ende des Programms. Es werden die Geschenke und Glückwünsche an Murat gereicht. Er freut sich und ist ersichtlich erleichtert. Es gibt Essen, damit die Gäste nicht sagen, sie wären nicht verköstigt worden. Sehr fettiger Reis, Gulasch und Salat. Typisch für türkische Feierlichkeiten. Ich schaufele meine Portion schnell in mich hinein und teile meiner Mutter mit, dass ich im Auto auf sie warte, bis sie sich von ihren Bekannten verabschiedet.</p>
<p>Das einzige Gute des Abends: Ich habe gelernt, dass der Begriff der Beschneidung, was Türken merkwürdigerweise &#8220;sünnet&#8221; (also sunna) nennen, eigentlich auf arabisch &#8220;khitan&#8221; bedeutet.</p>
<p><em>*Name geändert</em></p>
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;">Beste Grüße,</p>
<p style="text-align: right;">Euer Kopftuchmädchen</p>
]]></content:encoded>
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		<title>An meine Brüder&#8230; Die Frau im Islam</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 08:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir erleben es immer wieder, dass bei Debatten und Diskussionen, die über den Islam bzw. über die Integration von Muslimen in Deutschland geführt werden, sehr oft das Thema &#8220;Frau im... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/03/15/an-meine-bruder-die-frau-im-islam/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir erleben es immer wieder, dass bei Debatten und Diskussionen, die über den Islam bzw. über die Integration von Muslimen in Deutschland geführt werden, sehr oft das Thema &#8220;Frau im Islam&#8221; aufkommt.</p>
<p>Neutrale Nichtmuslime wollen wissen, wie die Frau im Islam behandelt wird, ob sie dieses darf, ob sie jenes kann. Kritiker der Integrationswilligkeit der Muslime bzw. Migranten behaupten, dass die Frau im Islam keine Rechte hat und unterdrückt wird und dass die &#8220;Parallelgesellschaft&#8221; somit gestärkt wird. Die Folge sind weitere Vorurteile und Islamophobie.</p>
<p>Nun stellt sich die Frage, warum das so ist. Warum haben Nichtmuslime so ein großes Interesse an der Situation der muslimischen Frauen? Warum behaupten (selbsternannte) Islamkritiker, dass Frauen, die aus muslimischen Verhältnissen kommen, weniger oder keine Rechte haben, als die Frauen im christlich-abendländischen Europa? Wie ist das Bild der armen, unterdrückten, ungebildeten, anhängigen Muslima entstanden?</p>
<p>An dieser Stelle kann jeder Leser in sich gehen und diese Fragen per Kommentar beantworten.</p>
<p>Mein Aufruf an alle Brüder im Islam: Nehmt Euch das Verhalten des Propheten als Vorbild! Behandelt Eure Frauen gut und verlangt nur das von ihnen, was Ihr selber auch geben könnt! Ihr habt selber eine Mutter, Schwester oder eine andere weibliche Verwandte. Hört auf, den Islamfeinden Butter aufs Brot zu schmieren, indem Ihr von männlicher Ehre und legitimer Gewalt sprecht! Fangt an, Frauen als Menschen zu sehen, nicht als Eigentum! Denkt an die Zukunft der Umma!</p>
<p>Die Zukunft der Umma hängt nämlich von den Müttern ab. Sie sind es, die die nächste Generation großziehen. Wenn es den muslimischen Frauen gut geht, wenn sie nicht an Bildung und finanzieller Unabhängigkeit gehindert werden, wenn sie als gleichberechtigte Lebenspartnerin gesehen werden, wenn sie geehrt und geschätzt werden&#8230;</p>
<p>&#8230; dann wird die Familie mit den Kindern gestärkt und somit auch die muslimische Gemeinde. Wenn die Gemeinde fortschrittlich ist und weltoffen, gebildet und rücksichtsvoll, dann ist ein friedliches und glückliches Leben mit der Mehrheitsgesellschaft gewährleistet.</p>
<p>Jeder von uns (Migranten, Muslimen, gebürtigen Deutschen mit Migrationshintergrund, konvertierten Deutschen usw.) sollte sich ein Mal in die Lage der Mehrheitsgesellschaft versetzen. Geben wir ihnen nicht manchmal Gründe dafür, dass sie uns nicht kennen, daher nicht mögen, daher nicht verstehen und daher nicht akzeptieren?</p>
<p>Liebe Grüße und measselam</p>
<p>Euer Kopftuchmädchen</p>
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		<title>Juma-Berlin. Jung, muslimisch, aktiv</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2011/03/10/juma-berlin-jung-muslimisch-aktiv/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 06:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Aiman Mazyek]]></category>
		<category><![CDATA[Aydan Özoguz]]></category>
		<category><![CDATA[Diskrimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Juma]]></category>
		<category><![CDATA[Kübra Gümüsay]]></category>
		<category><![CDATA[Melih Kesmen]]></category>
		<category><![CDATA[Muslimische Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sawsan Chebli]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag, 5. März &#8211; Berlin Heute Mittag fand im Berliner Abgeordnetenhaus ein Treffen von muslimischen Jugendlichen  statt, die sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen wollen und somit anstreben, das negativ... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2011/03/10/juma-berlin-jung-muslimisch-aktiv/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag, 5. März &#8211; Berlin</p>
<p>Heute Mittag fand im Berliner Abgeordnetenhaus ein Treffen von muslimischen Jugendlichen  statt, die sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen wollen und somit anstreben, das negativ belastete Bild des Islam in den nichtmuslimischen Köpfen und in den Medien zu verbessern.</p>
<p>Es kamen mehr als 100 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, sowie allen möglichen Abstammungen zusammen und nahmen an sechs verschiedenen Workshops teil. Hauptthemen dieser Workshops waren:</p>
<ol>
<li>Die Rolle der Medien</li>
<li>Diskriminierung und Chancengleichheit</li>
<li>Sich als Muslim in die Gesellschaft einbringen</li>
<li>Identität als junger Muslim in Europa</li>
<li>Innerislamischer Dialog</li>
<li>Politischer Umgang mit dem Islam</li>
</ol>
<p>Nach einer Einführung und anschließender Kaffeepause hatten die TeilnehmerInnen Gelegenheit, in den Workshops zu Wort zu kommen und ihre Meinungen, Ideen und Vorschläge zu äußern. Am Ende der Workshops wurden die Ergebnisse von den Moderatoren mit Protokoll und Mindmap festgehalten.</p>
<p>Ich nahm an der zweiten Gruppe teil. Die meisten TeilnehmerInnen waren Studenten oder Abiturienten. Es kamen sogar welche aus Hamburg. Wir haben über Diskriminierungsvorfälle in unserem Alltag und Umfeld sowie mögliche Lösungen diskutiert. Wir haben erste Überlegungen gemacht, was man bewerkstelligen kann, um Chancengleichheit zu erreichen. Am Ende der Runde war die allgemeine Einstellung der Jugendlichen eindeutig klar und lautete etwa:</p>
<p>&#8220;Wir sind muslimische deutsche Jugendliche verschiedener Abstammungen und wir leben in diesem Land als gleichberechtigte Bürger und nicht als Gäste wie die Einwanderergeneration. Wir sind größtenteils gebürtige Deutsche mit deutschem Ausweis und wir sind keine Migranten. Wir verlangen eine Sensibilisierung der Gesellschaft zum Thema Diskriminierung. Wir erwarten von der Politik nötige Neuregelungen im Bildungssystem und in der Arbeitswelt, um der Diskriminierung von muslimischen Jugendlichen vorzubeugen. Wir wollen in der Mehrheitsgesellschaft ankommen und daher verlangen wir gleiche Chancen wie die blonden blauäugigen Jugendlichen.&#8221;</p>
<p>Ein neues Bewusstsein kommt auf. Eine Motivation zur Aktivität ist vorhanden. Ein junges und muslimisches Netzwerk ist entstanden und wird inshaAllah auch weiter wachsen. Jeder ist herzlich eingeladen!</p>
<p>weitere Infos findet Ihr unter <a href="www.juma-projekt.de" target="_blank">www.juma-projekt.de</a>.</p>
<p>macht`s gut und maesselam</p>
<p>euer Kopftuchmädchen</p>
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		<title>Muslime diskriminieren Frauen mit Kopftuch</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 06:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Muslimischer Mann]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur die Mehrheitsgesellschaft diskriminiert Muslime; auch Muslime unter einander diskriminieren sich. Die Massenmedien berichten nicht darüber und die Opfer melden sich nicht zu Wort. Deswegen will ich das Thema... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2010/11/29/muslime-diskriminieren-frauen-mit-kopftuch/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur die Mehrheitsgesellschaft diskriminiert Muslime; auch Muslime unter einander diskriminieren sich.</p>
<p>Die Massenmedien berichten nicht darüber und die Opfer melden sich nicht zu Wort. Deswegen will ich das Thema hier anschneiden und somit eine weitere Facette von Diskriminierung veranschaulichen.</p>
<p>Muslimische Frauen werden von muslimischen Männern* diskriminiert. Nein, ich will hier nicht auf allgemein bekannte und in den Medien aufgeblähte Probleme hinaus wie familiäre Gewalt oder die „Zwangs-“ (eigentlich) Arrangement-Ehe. Es geht um die Benachteiligung bzw. Ablehnung von muslimischen Frauen wegen ihrer muslimischen Kleidung oder Kopfbedeckung.</p>
<p>Beispiel 1:</p>
<p>Eine ersichtlich muslimische Frau bewirbt sich um einen Arbeitsplatz bei einem muslimischen Unternehmer/Betrieb. (Wie stark der Chef gläubig ist oder praktiziert, ist nicht nachweisbar und somit ist nur seine Handlung Gegenstand der Aufmerksamkeit.) Er lehnt ihre Bewerbung ab und weist sie aufgrund ihrer deutlich muslimischen Erscheinung zurück.</p>
<p>Und warum? Hat er Angst, Kunden zu verlieren? Will er lieber eine Angestellte, die „westliche Kleidung“ trägt und somit eine konservative oder fromme Note im Betrieb verhindert?</p>
<p>Beispiel 2:</p>
<p>Ein junger Mann (Mitte 30) stammt aus einer frommen und praktizierenden muslimischen Familie. Er ist erfolgreich im Beruf, hat ein hohes Gehalt und Ansehen in der Gesellschaft. Als er jedoch eine Familie gründen will, bevorzugt er eine Frau aus einer nicht praktizierenden Familie und will eine Partnerin an seiner Seite, die keine muslimische Kleidung trägt und ihn bei Dienstreisen und Firmenveranstaltungen hübsch begleitet.</p>
<p>Und warum? Schämt er sich für seine Wurzeln? Hat er das Kopftuch seiner Mutter vergessen? Hat er in Zeiten der Islamophobie Komplexe, weil er ein Muslim ist?</p>
<p>Die Zahl der muslimischen Frauen mit Kopftuch bzw. islamischer Kleidung, die keinen Job und keinen Ehemann bekommen, weil sie sich für Gottes Wohlgefallen entschieden haben, steigt Jahr für Jahr. Sowohl in muslimischen Ländern, als auch in Europa. Zahlen kann ich erst anführen, wenn wissenschaftliche Untersuchungen oder Umfragen zu diesem Thema gemacht wurden. Nachlesen kann man dieses Problem unter anderem in der türkischen Presse bei diversen Kolumnisten und unter Leserbriefen.</p>
<p>Euer Kopftuchmädchen</p>
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		<title>Fatma. Eine deutsche Geschichte. Teil 2</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2010/09/03/fatma-eine-deutsche-geschichte-teil-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 05:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggrolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>

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		<description><![CDATA[Damals war sie neun Jahre alt und musste mit der Klasse zum Schwimmunterricht. Sie wollte aber nicht hin, denn alle Kinder mussten vor und nach dem Schwimmen gemeinsam duschen; es... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2010/09/03/fatma-eine-deutsche-geschichte-teil-2/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="Fatma. eine deutsche Geschichte" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2010/07/kopftuch1.jpg" alt="" width="225" height="106" /><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Damals war sie neun Jahre alt und musste mit der Klasse zum Schwimmunterricht. Sie wollte aber nicht hin, denn alle Kinder mussten vor und nach dem Schwimmen gemeinsam duschen; es gab keine Einzelkabinen. Fatma gefiel das gar nicht. Sie war lange kein Baby mehr, fand sie, und hatte ihre Privatsphäre. Nicht einmal ihre Mutter durfte sie beim Duschen oder Umziehen sehen.</p>
<p>Sie bat ihre Lehrerin, allein duschen zu dürfen, wenn alle anderen weg waren, oder mit Slip in den Duschraum zu gehen. Die Lehrerin lehnte dies strickt ab und schimpfte mit Fatma, weil sie nicht gehorchen wollte und ganz plötzlich Bauchweh bekam.</p>
<p>Von diesem Tag an bat Fatma jedes Mal einen Tag vor dem Schwimmunterricht ihre Eltern in Tränen, sie vom Schwimmunterricht zu entschuldigen, denn sie wollte sich nicht entblößen.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Nun in der Sekundarstufe ist das Gesprächsthema Nummer Eins: Jungs und alles was mit Jungs in Zusammenhang steht, also Sex und Verhütung, Unterwäsche und Abtreibung. Fatma kann und will nie mitreden. Sie ist viel zu jung für einen Freund, findet sie. Wenn sie später mal heiraten will, dann wird sie einen Freund haben.</p>
<p>Die Welt besteht für Fatma aus Familien; es gibt einen Papa und eine Mama und dann kommen die Kinder. Aufgeklärt ist sie ja im Großen und Ganzen, aber in die Details ist sie Gott sei Dank nicht eingeweiht.  So etwas geht sie nichts an, denkt sie, und hat sich deshalb in der siebten Klasse vom Sexualkunde-Unterricht befreien lassen. Nach der ersten Stunde hatte sie genug und wollte die ekligen Witze, das Herumrennen der Jungs mit Lineal in der Hand und das unverschämte Gelächter nicht weiter ertragen. Ihre Eltern dachten, es sei nur Biologie, aber Fatma fand es widerlich.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Zu Zeiten des Abiturs hatte sich Fatma mittlerweile an das Herumknutschen ihrer Mitschüler in der Pause gewöhnt. Sie begrüßte es nicht, weil sie der Auffassung war, dass man sich für den zukünftigen Ehepartner aufheben sollte. Sie konnte nicht begreifen, wie zwei Partner eine Weile zusammen sind, sich dann trennen und in kurzer Zeit jemand anderen lieben können. Fatma wollte später eine einzige große Liebe haben und mit dieser auch alt werden. In diesem Punkt war ihre Einstellung gar nicht wie die der anderen Schüler, denn die waren modern und freiheitlich.</p>
<p>In der Abschlussklasse bemerkte Fatma, dass in ihrer Klasse ein Drittel der Schüler nur mit einem Elternteil lebte und den anderen gar nicht kannte. Die sexuelle Freiheit und Unbekümmertheit der Menschen hatten die Familien auseinandergerissen und die Kinder ohne Vater oder Mutter aufwachsen lassen. Fatma war froh, dass sie und ihre Familie nicht dazu gehörten.</p>
<p>So viel zu der Schamlosigkeit der Menschen und dem Verlust von &#8220;altmodischen&#8221; Werten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>AggroLumne: Armes Kopftuchmädchen</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 05:43:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aggrolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Alice Schwarzer]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Straße, im Bus oder in der U-Bahn, beim Einkaufen oder sonst wo&#8230; überall begegne ich Menschen, die mich mit Mitleid oder Unverständnis anschauen. Manche sind sogar verärgert. Sie... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2010/08/29/aggrolumne-armes-kopftuchmadchen/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Straße, im Bus oder in der U-Bahn, beim Einkaufen oder sonst wo&#8230;<br />
überall begegne ich Menschen, die mich mit Mitleid oder Unverständnis anschauen. Manche sind sogar verärgert. Sie gucken mich an, als wollten sie sagen &#8220;Ist Dir nicht warm?&#8221;, &#8220;Mach das Tuch weg!&#8221; oder &#8220;Du arme, unterdrückte Muslimin!&#8221;.</p>
<p>Und warum?<br />
Weil es 30 Grad sind und ich ein Kopftuch trage, besser gesagt ein Kopftuch und islamische Kleidung. Das bedeutet: kein Minirock oder sexy Panty, kein tiefer Ausschnitt oder Top mit Spaghettiträgern.<a href="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2010/07/15346.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1214" title="15346" src="http://www.aggromigrant.com/wp-content/uploads/2010/07/15346-300x300.jpg" alt="" width="227" height="227" /></a></p>
<p>Und was trage ich?<br />
Eine Jeans oder Stoffhose aus Baumwolle, ein langes Hemd bzw. Kleid bis zu den Knien, auch aus Baumwolle, und natürlich mein bequemes und sommerhitzetragefähiges Kopftuch.</p>
<p>An dieser Stelle: an alle ignoranten Einheimischen, die keine muslimischen Ausländerinnen kennen, sie aber retten möchten und an alle islamfeindlichen Feministinnen, die Alice Schwarzer vergöttern und verhüllte Körper verdammen: <strong>Ich trage meine Kleidung nach eigenem Wunsch und Geschmack. Es ist meine persönliche Entscheidung, von der ich mich nicht abbringen lasse.</strong></p>
<p>Und warum?<br />
Ich zeige keine Haut, damit mich auf der Straße notgeile Kerle nicht gierig angaffen und auf dumme Gedanken kommen.<br />
Ich lehne es ab, mich der sexistischen Modeindustrie zu beugen und so auszusehen wie die Möchte-Gern-Germany&#8217;s-Next-Topmodels auf der Straße.<br />
Ich will mich wohlfühlen und als PERSON akzeptiert werden, nicht als Objekt der Begierde.<br />
Ich möchte kein Hautkrebs kriegen und lasse die UV-Strahlung nicht an meine Haut.</p>
<p>Und nein, ich denke nicht, dass eine Frau mehr Rechte hat oder moderner bzw. &#8220;freier&#8221; wird, wenn sie weniger Kleidung trägt. Ich verdiene kein Mitleid, denn ich leide nicht. Ich verdiene Respekt, weil ich meiner Ideologie treu bin.<br />
Punkt, Aus und Ende!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fatma. Eine deutsche Geschichte.</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2010/07/26/fatma-eine-deutsche-geschichte/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 06:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burka]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgreiche Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Fatma]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Sportunterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[In den ersten Tagen der siebten Klasse hat Fatma ein paar nervige Mitschüler, die an ihrem Tuch ziehen und sie als Oma bezeichnen. Doch das legt sich mit der Zeit. Fatma ignoriert sie mit Reife und Geduld. Die sind sehr kindisch, findet sie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Fatma* wird in den 80er Jahren in einer deutschen Großstadt geboren. Sie ist das Kind eines türkischen Ehepaares, das als Gastarbeiter nach Deutschland kam. Eigentlich wollen Fatma’s Eltern nach ein paar Jahren Knochenarbeit in der Fabrik in die Heimat zurück.</p>
<p>Doch als Fatma in der Grundschule oft von den Lehrern gelobt wird und gute Noten erhält, ja später sogar die<strong> Gymnasialempfehlung</strong> bekommt, beschließen die Eltern, ihre Tochter in Deutschland großzuziehen. Sie wollen nicht zurück in die Heimat, denn in Europa gibt es viel mehr Möglichkeiten, wie Bildung und Zukunftsperspektiven. <strong>Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat, wissen sie.</strong></p>
<p>Fatma kommt also auf das Gymnasium. Sie ist froh und stolz auf sich. Ihr Erfolg ist der Erfolg ihrer Eltern, denkt sie. In den Sommerferien, also nach Abschluss der Grundschule und vor Beginn der Oberschule, ist sie kein Kind mehr und wird langsam aber sicher zu einer jungen Frau.</p>
<p>Da sie ihre Mutter, eine intelligente und selbstbewusste Frau, als Vorbild nimmt, beschließt sie, auch so wie ihre Mutter auszusehen. <strong>Ab sofort will Fatma ein Kopftuch tragen</strong> und sich wie eine Dame benehmen. Sie geht ja jetzt auf die Oberschule und gehört zu den Großen, meint sie.</p>
<p>Am ersten Schultag im Gymnasium sitzen alle Eltern und Schüler in der Aula und der Schulleiter begrüßt alle Anwesenden. Fatma’s Eltern sind stolz, denn es gibt in dem Jahrgang nur eine Handvoll Schüler, deren Eltern aus der Türkei kommen. Fatma ist die einzige Schülerin mit Kopftuch.</p>
<p><strong>Die Entscheidung ihrer Tochter, ein Kopftuch zu tragen, haben sie nicht weiter kommentiert</strong>. Sie muss schon selber wissen, was sie anzieht oder trägt, beschlossen sie. Hauptsache, sie hat gute Noten.</p>
<p>In den ersten Tagen der siebten Klasse hat Fatma ein paar nervige Mitschüler, die an ihrem Tuch ziehen und sie als Oma bezeichnen. Doch das legt sich mit der Zeit. Fatma ignoriert sie mit Reife und Geduld. Die sind sehr kindisch, findet sie.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Etwas später, etwa in den Klassen 9 und 10 wird sie ständig gefragt, ob sie einen Freund hat oder haben darf und ob sie abends rausgehen kann. Fatma findet das lästig, denn sie hat kein Interesse an Jungs. Sie will nur gute Noten haben und ihre Mutter nicht enttäuschen. Denn die ist &#8220;nur&#8221; Hausfrau. Doch Fatma will studieren.</p>
<p>Die meisten Mädchen in Fatmas Klasse sind ganz anders. Beim Sportunterricht ziehen sie sich im Umkleideraum vollkommen nackt aus und schämen sich nicht voreinander. Sie halten kein Handtuch oder ähnliches vor den Genitalbereich. Fatma schaut weg und schämt sich. Sie erinnert sich an damals&#8230;</p>
<p>&gt;&gt; to be continued&#8230;</p>
<p>* Erzählung beruht auf wahren Begebenheiten. Name wurde geändert.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Who the fuck is Spain?</title>
		<link>http://www.aggromigrant.com/2010/07/07/who-the-fuck-is-spain/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 05:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kopftuchmaedchen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuch]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Finale]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien - Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Weltmeister]]></category>

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		<description><![CDATA[Spain? Who the fuck is Spain? Die machen wir platt und ziehen ins Finale! Mit WIR meine ICH als Deutsche natürlich Deutschland, wen denn sonst? Ich kann es gar nicht... <span class="meta-more"><a href="http://www.aggromigrant.com/2010/07/07/who-the-fuck-is-spain/">Weiterlesen &#187;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spain? Who the fuck is Spain? Die machen wir platt und  ziehen ins Finale!</p>
<p>Mit WIR meine ICH als Deutsche natürlich  Deutschland, wen denn sonst? Ich kann es gar nicht begreifen oder  nachvollziehen, wie manche (Verräter-)Deutsche für eine ANDERE  Mannschaft sein können oder diese sogar anfeuern. Und wieso irgendwelche  selbsternannten Fußball-Analysten die anderen Mannschaften zum Favoriten erklären.</p>
<p>Völlig  egal, ob meine Eltern aus der Türkei stammen oder ich dem &#8220;arischen  Aussehen&#8221; mit meinen braunen Augen und schwarzen Haaren bzw. dem Kopftuch  nicht entspreche. Ich fühle mich als Deutsche, weil ich in der Schule  alles auf deutsch gelernt habe, deutsch lese, schreibe fühle und denke.  Ja sogar das Fluchen ist auf Deutsch programmiert. Deshalb ist es für  mich selbstverständlich, dass ich die deutschen Jungs anfeuere.</p>
<p>Wem  das nicht passt: Fakt ist, dass die Migranten bzw. Gastarbeiter und  deren nicht-migrantische Kinder (die sind ja in der BRD geboren) nicht  &#8220;zurück in ihr Land&#8221; gehen werden. Die Migranten und Deutsche mit  Migrationshintergrund leben HIER in Deutschland, arbeiten und zahlen ihre Steuern,  fühlen sich wohl, heiraten und produzieren sehr wohl viele kleine  Kopftuchmädchen. Wer soll denn sonst in die Rentenkassen zahlen? Die  meisten Deutschen machen ja keine Kinder, aus Bequemlichkeit vielleicht oder aus Egoismus, sondern halten viel lieber Hunde. Also braucht Deutschland die  Ausländer, die lange keine mehr sind, und muss diese wohl oder übel  akzeptieren.</p>
<p>Zurück zum Thema:<br />
Ich werde also heute auf die Fan-Meile gehen; mit  schwarzem Kopftuch, roter Bluse und gelber Hose. Schland, ooh Schland</p>
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