Eine neue gefährdete Berufsgruppe macht den Agenturen für Arbei Kopfschmerzen. Nach dem kürzlichen Verbot der Beschneidung stehen tausende von Beschneidern vor der Arbeitslosigkeit. Bei der Agentur für Arbeit in Köln meldeten sich bereits in den letzten Tagen 3.744 Beschneider aus dem Großraum Köln als arbeitslos. Die Sachbearbeiterin Martina Hahne: „Es ist natürlich traurig, wenn sich soviele Menschen als arbeitslos melden. Manchmal weiss ich nicht, ob der deutschen Politik oder Justiz überhaupt klar ist, welche Folgen Ihre Entscheidungen teilweise haben“. Ahmet Keser, ein erfahrener Beschneider aus Köln Kalk ist einer der Opfer der neuen Gesetzesgebung. „Ich habe mein ganzes Leben nur diesen Beruf ausgeübt. Soll ich jetzt auswandern nach Belgien? Dort darf man es noch. Ok, bei meinem Job brauche ich nicht unbedingt die Landessprache, aber trotzdem ist das für mich mit 46 Jahren eine große Umstellung. Zumal in Belgien auch viele muslimische Kinder aus afrikanischen Ländern leben.“ Eine Option ist natürlich immer eine Umschulung, jedoch sind hier vergleiche Berufstätigkeiten Mangelware. „Wir sondieren natürlich den Markt, aber versuchen Sie mal einen jahrelangen Beschneider davon zu überzeugen, er könnt jetzt auch gut als Busfahrer arbeiten.“ so Martina Hahne. 
Ein Berufszweig freut sich jedoch über mögliche neue Fachkräfte. Der deutsche Metzgerverband (DMV) sucht händedringend nach Fachkräften, die ein Talent für den Umgang mit einem Messer haben. Vorstand Manfred Klinge äußerte sich heute Morgen exklusiv dem DND mit dem Kmomentar „Wir brauchen Leute, die – ich sach ma so- Experten im Würstchen-Schneiden sind“.
