Momentan “feiern” wir alle den 50. Geburtstag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Wie jeden abend in den letzten zwei Wochen habe ich um Mitternacht wieder Feuerwerks-Körper von unserem Balkon abgeschossen… Danach betete ich ganz lange und dankte Gott für dieses Abkommen. Was wäre nur aus mir, ja aus allen Migranten nur geworden, wenn unsere Eltern damals nicht nach Deutschland gekommen bzw. durch Deutschland angeworben wären…Was heisst eigentlich anwerben? Diese Menschen haben ja zum größten Teil als Bauern oder ungelernte Arbeiter etc. gearbeitet… Ist dann ein Hans mit ‘nem Aktenkoffer durch Anatolien gereist und hat all diese Kerle angeworben? Naja, egal..
Viele hunderttausende erfolgreicher Migranten leben seitdem in der hochentwickelten deutschen Gesellschaft. Einer von ihnen hat nun ein Buch geschrieben… Mehmet Daimagüler, 43 Jahre alt und Anwalt in Berlin. Mehmet sagt nämlich einiges… er hat seine Autobiografie veröffentlicht und beschreibt dort seinen Aufstieg bis zum Anwalt…
“Wäre es nach den Lehrern und Beamten gegangen, wäre ich nicht hier oben.” Er blickt auf die Straße hinab. “Ich würde Döner verkaufen oder säße vielleicht im Gefängnis.”
Auch wir bei AggroMigrant beschweren uns über die pauschale Bewertung von Migrantenkindern. Hauptschule, höchstens Realschule heißt es oft… Gymnasium? Neee… das schafft der kleine nicht… Mehmet hat es über einen Umweg (erst Hauptschule, dann Realschule und später Abitur + Studium) geschafft und kann nun austeilen…
“Der Staat hat Einwanderung gefördert, aber Integration jahrzehntelang verhindert”, sagt Daimagüler, “unser System ist eine moralische Bankrotterklärung.”
…
Seine Eltern kamen in den sechziger Jahren aus Istanbul nach Westfalen. Der Vater verdiente Geld als Stahlarbeiter bei Krupp. Für die Familie stand fest: Irgendwann würden sie in die Türkei zurückkehren. Ihr Leben in Deutschland empfanden sie nicht als ihr wirkliches Leben. Es war ein Provisorium. Daimagüler erinnert sich, dass seine Eltern auf Bitten, etwa nach einem Fahrrad, stets dieselbe Antwort gaben: “Türkiye’ye temelli gidince” (“Wenn wir für immer zurück in die Türkei gehen”). Die ersten Gastarbeiter bereiteten ihre Kinder und Enkel nicht auf eine Zukunft in Deutschland vor.
Migranten haben auf das Ziel “Rückkehr” gearbeitet, gespart und den Kindern vieles vorenthalten… Als man nun am Ende und letzlich leider zu spät gemerkt hat, das dieses Ziel nicht erreicht wird, versuchte man vieles nachzuholen, d.h. der 20-jährige Sohn bekommt seinen konkret-krassen Dreier, die Tochter stylt sich jede Woche neu ein usw… Es ist für das eigene Gewissen, nach dem Motto “Als Kind haben Sie kaum was bekommen, das hole ich nun nach”… Leider führt dieses ganze dazu, das Jugendliche nun schön mit dem Ersparten der Eltern leben und überhaupt keinen Zwang verspüren zu arbeiten oder sich weiterzubilden… zurück zu Herrn Daimagüler..
Die Politik hat dieses Versäumnis nicht ausgeglichen. Sie nahm an, dass die Menschen, die man ins Land geholt hatte, es auch irgendwann wieder verlassen würden. “Wir hatten keine Vorbilder, niemanden, den wir hätten um Rat fragen können”, sagt Daimagüler.
In der Schule schikanierten ihn Mitschüler, Lehrer demütigten ihn. Nach der Grundschule stand fest, dass er nicht aufs Gymnasium wechseln würde – trotz guter Noten. Daimagüler verachtete seinen Vater: für die Demut gegenüber den Behörden, das schlechte Deutsch. Der Halbbruder wurde kriminell, mit 14 stand er das erste Mal vor Gericht. Mit Anfang 20 wurde er ausgewiesen.
Daimagüler litt unter Depressionen, die er mit Alkohol betäubte. Selbsthass quälte ihn auch dann noch, als er nach Haupt-, dann Realschulabschluss und schließlich doch Abitur in Bonn Jura studierte. Daimagüler sagt, er habe seine Kommilitonen stets um ihre Gelassenheit beneidet.
Ich finde es erstaunlich wenn man einen Artikel liest, indem ein mir völlig unbekannter Mensch von Problemen erklärt die man auf Anhieb versteht…weil man Sie auch selber erlebt oder jemanden kennt der es erlebt hat. Wenn ein Gehbehinderter über seine Schwierigkeiten schreibt, würde Ihn ein anderer Gehbehinderter sofort verstehen und seine Probleme nachvollziehen können… So ähnlich fühlt man sich als “integrierter” Migrant, wenn man Artikel von anderen “integrierten” Migranten liest… Die angesprochenen Probleme gibt es in Deutschland, auch wenn die deutsche Gesellschaft von Migranten zum größten Teil ein tägliches Dankgebet erwartet, dass man hier sein “darf”.
Aber ich sage es mal in den Worten eines Mario Barth “Männer sind Schweine…Frauen aber auch”….”Migranten haben viele Macken, die Deutschen aber auch”… so und jetzt ziehe ich mein schwarz-rot-goldenes Pyjama aus und gehe arbeiten… Danke, Deutschland!

“Daimagüler litt unter Depressionen, die er mit Alkohol betäubte. Selbsthass quälte ihn auch dann noch, als er nach Haupt-, dann Realschulabschluss und schließlich doch Abitur in Bonn Jura studierte. ”
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Leider vergessen viele Oberaffen hier, das hinter jedem Migranten ein Mensch ist, der Gefühle wie Freude, Trauer etc. hat…das wird leider sehr oft in Deutschland vergessen…eine schöne egoistische Gesellschaft nach Ami-Vorbild entwickelt sich munter
Die Deutschen sind Scheiße. Der arme Kerl hat es nur bis zum Anwalt gebracht und sein schwer krimineller Bruder wurde gar abgeschoben.
Gibt’s hier ne Möglichkeit für solch geplagte Kreaturen zu spenden?
Deutsche sind nicht Scheiße. Deutsche lieben ihre Scheiße. Sie reden gerne von “Arsch” “Sau” “Schiss” “Scheiße” “Schrott” “Kot” “Kacke” “Kacken”" Furzen” “Pissen” und so weiter.
Jup und meistens in zusammenhang mit deinem Nahmen.
Hör mit deinem Scheißkrach auf um Mitternacht, dann darfst auch hierbleiben.
Vor sechs Jahren war die Bilanz noch positiver:
“Mehmet als Türke war es dann aber, der als einziger in seinem Abi-Jahrgang in Deutsch eine glatte Eins bekam: Seine Lehrerin, Frau Dr. Riemann, schrieb: “Niemand hat Goethes Werther in seiner ganzen Komplexität, aber auch die deutsche Sehnsucht nach Seelenleid besser verstanden und erklärt als Du.”"
Aber da hat er wohl rausgefunden, wie die Deutschen ticken.
http://www.welt.de/print-welt/article360634/Wein_ja_Schwein_nein_Der_Vorzeigetuerke_Mehmet_Daimagueler.html
Nordrhein-Westfalen ist meiner Erfahrung nach das rassistischSTE Bundesland in Deutschland. Kein Wunder, dass dort die Migranten am häufigsten ausgegrenzt sind.
Oje oje. Ich glaube, wir sollten uns bei euch dafür entschuldigen, dass ihr hier festgehalten werdet. Mein aufrichtigstes Beileid im Namen aller Deutschen !
““Ich würde Döner verkaufen…”
Wer auf Döner-Verkäufer herabschaut ist mir unsympathisch!
Der denkt er wäre was besseres, weil er ein Anwalt ist?
@Quanakke
Ihr braucht euch nicht zu bedanken ,bei uns in Bayern heißt es:
Nicht angeschissen ist genug gelobt.
Na Cern findest du das böse Wort.
“Nahmen”? Welche Wörterbücher verwenden Sie denn?
@Cern
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>“Nahmen”? Welche Wörterbücher verwenden Sie denn?
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Sorry mir ging die letzte Rechtschreibreform nicht weit genug.
“Migranten am häufigsten ausgegrenzt ”
Warum sollten Menschen ohne Herz und Ehre nicht etwas Abstand halten, zu Leuten, die so etwas komisches haben? Finde ich nur fair.
Genau!
http://www.youtube.com/watch?v=04TjZ1LFPOM
Also, ganz ehrlich:
ich finde , ein Dankeschön wäre echt angebracht.
Wenn MIR jemand
Arbeit gibt – und Unterkunft, dann fühle ich schon ein Gefühl der Dankbarkeit.
Doch gerade türkische Mitbürger kennen kein Gefühl von Dankbarkeit.
Oder sie haben es nicht gelernt zu zeigen.
Mit vielen, denen ich gesprochen habe, agumentieren:
Ja, wir, bzw. unsere Eltern, haben durch die schwere Arbeit unsere Gesundheit ruiniert.
Also mein Opa hat auch unter Tage gearbeitet. Er wurde nicht gezwungen.
Es war seine Entscheidung, und die Arbeit wurde damals gut bezahlt.
Und das Leben in Ostanatolien oder sonst wo, war auch nicht gerade leicht.
Viele hatten gerade soviel, um über die Runden zu kommen. Das Durchschnittsalter lag mit Sicherheit nicht bei 75 !
Also , um das Wort Dankbarkeit besser zu verstehen, sollte man sich in die Alternative versetzen. Und , die Türkei war damals sehr glücklich darüber, das die steigende Bevölkerung in allen Teilen der Erde – als Gastarbeiter – aufgenommen wurden. Mit den Geldern, die regelmäßig in die Heimat geschickt wurden, wurde die Türkei zu dem , was sie heute ist.
Kein Grund, für Dankbarkeit ? Nicht ein kleines bischen …???
Kein Grund, für Dankbarkeit ? Nicht ein kleines bischen …???
Hier mal eine Nachricht, die die BILD nie drucken würde.
Türke spendet aus Dank für deutsche Stadt 10.000 Euro
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/09/195932/
Sinnlose Kommentare mal wieder…
Naja…
was regt man sich auf über so viel nonsense ^^
Ich finde den Artikel schön ^^
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/09/195932/
Hier mal eine Nachricht, die die BILD nie drucken würde.
Türke spendet aus Dank für deutsche Stadt 10.000 Euro
40 Jahre lang sparte Mehmet Cici Geld, um sich bei der deutschen Stadt Kulmbach zu bedanken. Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm ist tief beeindruckt und will das Geld in Projekte der Stadt investieren.
Mehmet Cici kam vor 40 Jahren als Gastarbieter nach Deutschland und fand hier eine neue Heimat. Seitdem sammelt er Geld in einer Spardose, um sich bei der Stadt zu revanchieren. Seine Kinder leben mittlerweile in der Türkei. Er ist in Pension. In Deutschland sind er und seine Frau trotzdem die meiste Zeit des Jahres. „Ich habe hier viel Gutes erlebt. Wir konnten uns durch harte Arbeit eine neue Existenz aufbauen und meine Kinder haben eine hervorragende Schulbildung genossen. Von Anfang an brachten uns Arbeitgeber, Kollegen und Mitmenschen Respekt für unsere Kultur und unseren Glauben entgegen. Deshalb wollte ich nun etwas zurück geben“, erklärt Mehmet Cici. Den Gemeinden Wirsbach und Neuenmarkt spendete er ebenfalls einen hohen Betrag.
Der Oberbürgermeister Henry Schramm zeigte sich tief beeindruckt über die hohe Spende des Türken und schenkte ihm zum Dank das Stadtwappen sowie eine Krawatte in den Farben der Stadt. Er entgegnete Cici: „Eigentlich müssen wir uns, muss sich Deutschland, bei Menschen wie Ihnen bedanken. Sie haben unser Land durch Ihren Fleiß und Ihre Tatkraft mit aufgebaut und zu dem gemacht, was es heute ist. Dass Sie die Allgemeinheit nun so großzügig beschenken, ist wirklich kaum zu glauben.“ Das Geld soll nun in Projekte der Stadt investiert werden.