PI ist “israelfeundlich”. Ja klar. Und die Erde ist eine Scheibe.
Ja Servus,
wer noch irgendwie dran geglaubt hat, “PI” (www.pi-news.net) im Allgemeinen und Autorenattrappe kewil im Besonderen wären “israelfreundlich”:
Mit diesem Artikel hat kewil, wegen seiner cholerischen Tiraden auch “Dr. Tourette” oder “Rumpelstilzchen” genannt, mal kurz die Maske fallen gelassen. Huch, nicht aufgepasst? Tja…die Tarnung ist nu hin, Kleiner.
kewil ist ein Judenfeind. q. e. d.
Denn:
seit wann charakterisiert die Bezeichnung “Jude” eine Nationalität? Die im Artikel verwendete Aufzählung “…Italiener, Armenier, Jude und andere Nationalitäten…” ist doch völlig verräterisch…legt sie doch dar, dass nach kewil’s Meinung ein Jude weder Italiener noch Armenier sein kann. Und auch sonst kein Staatsangehöriger. Aha!
Denken wir das doch mal zu Ende. Für uns ergeben sich dann folgende Fragen:
- Welcher Nationalität war dann eigentlich ein Italiener jüdischen Glaubens, wie zB der Schriftsteller und Holocaustüberlebende Primo Levi? War der nun “Italiener” oder “Jude”? Beides zusammen geht ja nicht, was, kewil?
- Welche Nationalität hat denn dann ein “Jude” eigentlich? Zwingend immer die israelische, auch, wenn er in San Francisco, Frankfurt oder Montréal lebt und noch nie in Israel war? Oder sind die alle heimlich staatenlos? Oder was?!?
- Wenn also ein Jude kein Italiener sein kann, und auch kein Armenier und auch sonst kein Staatsangehöriger ist…dann kann er wohl auch kein Deutscher sein, was? Also ist zB Michel Friedman gar kein Deutscher? Und Henryk M. Broder und Ralph Giordano wohl auch nicht (wenn der Herre DAS liest!)? Und Hans Rosenthal war dann wohl auch auch keiner? Oder was ist mit
- Charlotte Knobloch?
– Paul Spiegel?
– Felix Mendelssohn Bartholdy?
– Albert Einstein?
– Albert Ballin?
– die aktuell ca. 200 jüdischen Soldaten der Bundeswehr?
– die ca. 85.000 jüdischen Soldaten der deutschen Reichswehr im 1. Weltkrieg?
Alles keine Deutschen? Hä?
Die Zeiten, in denen Juden als ethnische Gruppe eingestuft wurden, und NICHT als Religions- bzw. Glaubensgemeinschaft, sollten doch eigentlich seit 1945 vorbei sein, oder? Wir hier freuen uns diebisch über diesen demaskierenden Satz. Ätsch, Kleiner: der Falke sieht alles…auch, wenn es nur dieser eine Satz war. Falken haben nämlich GUTE AUGEN und ein Blickfeld von 220 Grad…ohne auch nur den Kopf drehen zu müssen!
Tja, Herr Herre: auf Ihre Stellungnahme hierzu wären wir sehr gespannt. Wir arbeiten weiter daran, dass Sie diese irgendwann mal vor einem deutschen Gericht abgeben müssen. Und zwar vor einem echten und demokratisch legitimierten Gericht … und nicht vor Ihrem Volksgerichtshof-Klon Nürnberg 2.0.
So long
Der Falke
P.S.: Was soll uns eigentlich der Satz “…Von Asterix dürfte niemand mehr abstammen…” sagen? Dass die Franzosen ein “Mischvolk” sind?
Du kleines cholerisches rassistisches judenfeindliches katholibanisches kewilchen… glaubst Du eigentlich, Du stammst von den “Germanen” ab? Oder etwa von den “Ariern”? Dann lass Dir mal folgendes sagen:
- In uns Deutschen mag zwar was Germanisches sein, aber in uns steckt auch so viel von Römern, Slawen, Hunnen, Skandinaviern und dem Rest der Völkerwanderung, das kann man gar nicht mehr auseinanderhalten. Und krieg jetzt keinen Schock, wenn mal kurz daran erinnert sei, aus wievielen Ethnien allein die römische Armee bestand…da war ja quasi ALLES dabei…
- Nur mal so am Rande: die “Arier” waren ein zentralasiatisches Hirtenvolk, wie alte heilige Schriften (Veden etc.) nahelegen. Die kamen NICHT aus Deutschland oder aus dem Norden Europas…DAS hat nur der NS-Chefrassist Hans F. K. Günther behauptet (auf den sich z.B. Herr Sarrazin bezieht…oder auch die NPD bei ihrer Definition des Begriffs “Rasse”).
- Und die “Arier” kommen auch nicht von Atlantis, auch, wenn das einige durchgeschossene Rechts-Esoteriker noch immer glauben. Von den antiken Ariern stammen u. a. die Perser (“Iran” = “Land der Arier”), Inder, Pakistani und Paschtunen (also auch die Taliban…hihihi) ab. Du nicht, mein kleiner giftender Freund.
Okay?

Juden betrachten sich als ein Volk…die Nationalität von Henryk Broder ist “deutsch”, jedoch ist er kein Deutscher, sondern ein Jude, ein Semit, welcher mehr mit Arabern gemeinsam hat als mit jeglichem Helmut Mayer….
Kewil ist einfach nur ein Idiot. Ich lese PI News nicht mehr…aber nur wegen ihm
@Falke
Wenn ein Jude von sich sagt ich bin ein Jude, ist er dann auch judenfeindlich? Oder wenn Arte einen bemerkenswerten Bericht über die Situation von Juden in Europa macht und darin auch berichtet wird das Juden wieder nach Berlin ziehen, ist Arte dann judenfeindlich? Unglaublich was hier herangezogen wird um seiner Islamkritikerphobie zu fröhnen.
Falke du hast was von guten Augen geschrieben. Anscheind funktionieren sie aber nur auf einem Auge, bei linken Blogs, die letztlich den Boden bereiten für Terrorakten wie in Berlin aktuell, oder bei islamischen Blogs, die gegen Grundgesetz und Freiheit hetzen und noch schlimmeres tun, scheint der kleine Falke völlig blind zu sein. Falke bist du eigentlich ein Salafistenfreund? Falls nicht solltest du nicht auf diesem Blog schreiben. Denn hier werden Salafisten mit folgenden Worten bedacht: “Denn wie krumm sie auch denken mögen, sie gehören zu mir.”
http://www.aggromigrant.com/2011/06/27/vorsicht-salafisten/
p.s. warum liest man hier eigentlich nicht mal was über die Situation von Minderheiten, speziell Christen, in islamischen Ländern, zB. in Ägypten? Dort werden Kirchen abgefakelt und mit Bomben hochgejagt, dort werden Christen diskriminiert und schikaniert (Dhimmibehandlung) und selbst wenn 24 von ihnen auf einer Demonstration von Moslems getötet werden gibt es keinen einzigen Artikel darüber. Man muss nicht erwähnen das im umgekehrten Fall mindestens 20 Artikel erschienen wären.
Hier noch der Link zum Artebericht. Dort wird endlich mal der zunehmende muslimische Antisemitismus thematisiert. http://php5.arte.tv/yourope/de/ Vermutlich ist Arte nun auch Islamophob und es gibt bald Artikel über diese Hetzer hier.
Der Bericht über Juden ist ein Bericht über eine Glaubensgemeinschaft.
Genauso wie Berichte über Moslems oder Christen.
Hier werden Juden aber neben Italienern, Armeniern etc., also Nationalitäten gestellt.
Da ist wohl ein kleiner aber feiner Unterschied
Teil1
@Berta
Laut Bibel hat Gott den Juden eigenes Land gegeben, ungefähr da wo jetzt Isreal ist. Auch sollte die Terminologie “Das auserwählte Volk” bekannt sein.
Teil 2
Es ist also nicht ganz so glasklar wie hier getan wird und ein Beleg für Antisemitismus, wie es Falke versucht darzustellen, ist diese Aufzählung von kewil sicher nicht, von ganz PI zu schweigen.
Das Judentum ist nicht im abendländischen Sinne eine Nation, also Territorium, Muttersprache usw., “Heimat”, “Vaterland”. Das ist die westlich-abendländische Form der Nation, die über fast die ganze Erde verbreitet wurde.
Das heißt aber nicht, dass es keine anderen Kulturen mit anderen Formen der Nationalität gibt.
Die “morgenländische” Nation ist traditionell IDENTISCH mit der Glaubensgemeinschaft. Das Judentum bildete genau wie die islamische Umma, das Parsentum, Mandäertum und die monophysitischen, nestorianischen christlichen Gemeinschaften jeweilige vollständige “Nationen”. Es sind Konsensgemeinschaften, keine Territorialgebilde.
Sowohl das byzantinische Reich, als auch das Sassanidenreich und das spätere Kalifat waren in “nationale” Konsensgemeinschaften aufgeteilt, also christliche, jüdische, parsisch-zoroastrische und später muslimische.
Die Religion IST im Orient seit den Jahrhunderten nach Christus die Nation an sich. Deshalb war Missionierung und Abfall vom Glauben in den östlichen Religionen so was wie Hochverrat. Erst der europäische Einfluss ab dem 19. Jh. verlagerte das Nationalverständnis des Orients.
Das ist eine andere Kultur und vom abendländischen Standpunkt schwerer zu verstehen. Aber das Judentum ist wie der Islam oder das koptische Christentum, das Chaldäertum usw. eine “Konsens-Nation”.
lol schaus dir an Bassa. Mein Kommentar hier wurde wieder mal gelöscht. Und da war nun wirklich nichts drin was das rechtfertigen würde.
Hab ja nur gesagt das Islamkritiker genau diese Allmachtsstellung des Islam benennen und kritisieren. Islam ist eben Staat, Rechtssystem, Lebenswandel, Identität und das in Abgrenzung von den Anderen, den Nicht-Muslimen, den Ungläubigen. Und diese Vorstellung und Ideologie ist eben mit einem modernen europäischen Staat nicht vereinbar.
Der fundierteste Kommentar den ich seit langem hier gelesen habe.
@bassa selim:
eine schöne aufzählung, nur leben wir im jahre 2011 in deutschland und hier ist gesetzlich festgeschrieben, was eine glaubensgemeinschaft und was eine staatsangehörigkeit ist. eine jude ist mitglied einer glaubensgemeinschaft und israeli ist ein staatsangehöriger. deshlab ist der einwand von falke richtig.
@backie:
nein backie, die islamkritiker, die du meinst kritisieren nicht die allmachtsstellung , sondern kritisieren jeden moslem, türken oder araber. sie differenzieren nicht und haben paranoide wahnvorstellungen, dass das germanische reich untergehen wird.
@Backie
Was wir seit ein paar Jahrzehnten sehen, Stichwort “Islamismus”, ist einerseits wohl der Wunsch nach einer Rückkehr zum althergebrachten Nationalverständnis, andererseits aber auch eher eine islamische Einfärbung von marxistisch-leninistisch-trotzkistisch geprägtem Weltbild, z.B. der Dschihad als eine Art permanente Weltrevolution, und explizit antikapitalistische Rhetorik. Also ist der abendländische Einfluss auch hier unbewusst immer noch vorhanden.
Die morgenländische Kultur ist alt (ung. 2000 Jahre, unsere ca. 1000 Jahre) und ideengeschichtlich, entwicklungsgeschichtlich, innerlich schon lange “fertig”.
Das Judentum hat sich mit der abendländischen Nation/ globalen Nationalstaatsordnung wohl deshalb wesentlich besser arrangiert, weil es erstens als fertig entwickelte “Nation” die gesamte Entwicklung des Abendlands seit der Gotik live “mitverfolgt” hat, zweitens nie ein Weltreich besessen hat wie der Islam.
@Bassa
Ich glaube in den letzten 1000 Jahren hat der realexistierende Islam (Anlehnung an realexistieren Sozialismus ist gewollt) kaum Fortschritt auf den unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen gebracht. Der Islam ist noch stärker als Christen- oder Judentum auf Bewahrung und Stillstand angelegt. Zu starkes hinterfragen oder gar Selbstkritik ist nicht gewünscht. Gleichzeitig vermittelt er aber eine geistig-moralische Überlegenheit, nach dem Motto “hr seid die beste Gemeinschaft”, eine Überlegenheit die aber schon lange objektiv nicht mehr vorhanden ist. Nicht zuletzt deswegen weil Überlegenheit Fortschritt benötigt, egal ob im wirtschalftlichen, militärischen oder gesellschaftlichen Bereich ist.
Eine Islamfalle könnte man sagen, die am Selbsbewusstsein und an der Identität krazt. Ähnlich erging es dem Sozialismus, bzw Kommunismus. Auch dort gab es immer Kräfte die das Scheitern der eigenen Ideologie nicht eingestehen wollte und noch mehr Kommunismus als Antwort auf die Problem forderten. Mit Islamisten ist es nicht anders. Die Parole der Moslembrüder “Islam ist die Lösung” wird eben nicht die Probleme lösen, eher im Gegentel. Abfall im Glauben gab es im Kommunismus auch, man nannte es Republikflucht und sie wurde, wie im Islam, mit dem Tod bestraft.
“Das Judentum hat sich mit der abendländischen Nation/ globalen Nationalstaatsordnung wohl deshalb wesentlich besser arrangiert, weil es erstens als fertig entwickelte “Nation” die gesamte Entwicklung des Abendlands seit der Gotik live “mitverfolgt” hat, zweitens nie ein Weltreich besessen hat wie der Islam.”
Richtig das Judentum hatte sich mit der Zeit, ähnlich wie das Christentum, zu einer europäisch dominierten Religion entwickelt. Die meisten Juden lebten lange in Europa und nicht wie heute in den USA oder Isreal.
@Backie
Ich glaube, jede Kultur hat irgendwann ihre religiösen, geistigen, philosophischen, ideologischen Möglichkeiten ausgeschöpft, ist irgendwann einfach “fertig”, wie ein Haus, Mensch oder ein Jahreszeitabfolge.
Was danach kommt ist mglw. das bloße Auf und Ab verschiedener Tyrannen von innen oder außen, der Griff in die Mottenkiste und rohe politische Gewalt. Das hat die Antike seit Augustus erlebt, ca. 1000 Jahre nach den ersten dorischen Tempeln Athens, das hat die morgenländische Kultur erlebt seit den Osmanen, ca. 1000 Jahre nach der Apostelzeit und den frühen jüdischen, frühchristlichen Kultbauten zw. Ägypten, Armenien und Syrien.
Und da schlittern auch wir rein, ca. 1000 Jahre nach Franz von Assisi und den gotischen Domen. Ich weiß nicht, was uns noch groß bewegt, außer Windräder und co. ? Wir sind “fertig”, innerlich meine ich, spirituell, ideologisch.
Das sollte uns mehr zu denken geben als eine aufbegehrende, mit sich selbst ringende und schon lange “geschichtslose” Nation wie der Islam. Dass er so aufbegehrt ist ja eher Folge einer sich zurückziehenden abendländischen Weltdominanz. Wir selbst treten möglw. langsam in einen Zustand, in dem der Islam sich seit Jahrhunderten befindet.
@Bassa Selim
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“Das ist die westlich-abendländische Form der Nation, die über fast die ganze Erde verbreitet wurde”
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“Das heißt aber nicht, dass es keine anderen Kulturen mit anderen Formen der Nationalität gibt.”
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“Es sind Konsensgemeinschaften, keine Territorialgebilde.”
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“Die Religion IST im Orient seit den Jahrhunderten nach Christus die Nation an sich.”
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Nein, die Religion ist nicht die Nation im Orient. Selten soviel Quatsch in so wenigen Worten gelesen. Es gibt keine Umma, die auch nur annähernd Funktion oder Gestalt einer Nation annehmen würde, noch wollte. Die weiteste, noch sinnvolle praktikable Definition einer Nation/eines Nationalstaats ist recht klar umrissen, und die kennen Sie nicht, obwohl Sie hier wild mit diesem Begriff daherschwadronieren, und sogar meinen rational historisch daraus ableiten zu können.
Ich würde vorschlagen, daß Sie versuchen sich in mehr zu bilden als in “interkultureller Kompetenz”.
Von “Konsens-Nation[en]” zu reden, in Bezug zum “Orient” und den Westen als Gegenteil darzulegen, das ist einfach nurnoch grotesk.
Islam ist keine Nation und wird nie eine sein. Man sollte wenigstens minimal Ahnung haben von was man redet/schreibt.
Zum Artikel an sich, es gibt soviel an PI zu kritisieren und auf so vernünftige Art und Weise. Der Autor sollte nach solcher Kritik suchen und sie das nächste Mal schlicht kopieren. Dann wäre der Name “Der Falke” mehr als ein ungewollt komödiantisches Moment in einem “Artikel”, den ein klugscheißerischer, sich selbt überschätzender Neunjähriger verfasst habe könnte, der dabei versucht logisch zu argumentieren, und nicht merkt wie schwach er ist. Eben kein Falke, sondern nur ein Spatz, der sich mal eben zum Falken erklärt hat und trotzdem vor aller Augen ohne prächtiges Gefieder dasteht; nicht das er es registrieren würde. Amateurhaft, nein nichtmal das! Denn Amateure tun was sie tun aus Liebe zum Sujet, nicht zu sich selbst, und selbstverliebter Argumentation.
Hätte nicht gedacht, daß es auch dumme Kritik an PI gibt. Man lernt nie aus.
“Und da schlittern auch wir rein, ca. 1000 Jahre nach Franz von Assisi und den gotischen Domen. Ich weiß nicht, was uns noch groß bewegt, außer Windräder und co. ? Wir sind “fertig”, innerlich meine ich, spirituell, ideologisch.”
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Ich weiß auch nicht was die Menschen noch bewegt, außer ihrer Playstation 3. Aber da haben uns die Jugend von heute hin entführt und letztlich wohl auch die Jugend von gestern, in eine PS3-Gesellschaft, in der jeder nurnoch auf die neueste Firmware vom Iphone 4 wartet, naja, zumindest die, welche es sich leisten können. Die anderen, z.B. in London, warten auf Blackberrys um sich dem Staatsterror zu widersetzen. Jaja, früher ham wir noch was geleistet als Gesellschaft, da wurde beispielsweise der Kölner Dom gebaut und wenns Jahrhunderte gedauert hat, dann hat es halt Jahrhunderte gedauert, aber am Ende stand der Dom, als sichtbares Monumet einer Konsens-Nation, die spirituell und ideologisch modern war. Ist ja auch egal, früher war alles anders, und vor allem, alles war besser.
@Chinook
Du scheinst ein ignoranter Schwachkopf zu sein, sorry.
Das Konzept des Nationalstaats ist eine abendländische Idee, die erst im Laufe des 20. Jh. exportiert wurde. Im Orient hat sie keine Wurzeln, der Konsens der Rechtgläubigen bildete dort seit jeher den höchsten Bezugsrahmen.
Das byzantinische Reich war nicht nach Ethnien organisiert, sondern nach der jew. Religion, nach orthodox-, nestorianisch-, monophysitisch-christlichen, Chaldäern, Juden usw. Diese einzelnen religiösen Gruppierungen besaßen zu einem weiten Teil ihre eigene Gerichtsbarkeit, Gesetzgebung und Verwaltung. Genau diese Organisationsform hat später auch das Kalifat übernommen.
Du warst in der Hochzeit der morgenländischen Kultur eben kein Grieche, Syrer, Araber oder “Israelit”, sondern Christ, Jude oder Moslem, das war deine jeweilige “Nationalität”, ob du´s glaubst oder nicht.
Und “Perser” war wie “Israelit, Jude” übrigens ursprünglich nie ein ethnischer Begriff, sondern so wurden spätestens in der Sassanidenzeit die Anhänger des Ahura-Mazda-Kultes genannt, noch heute nennt man sie bisweilen “Parsen”. Auch hier bildete die Glaubenszugehörigkeit die Nationalität an sich.
Also, bei aller berechtigter Kritik am islamischen Fundamentalismus und all seinen kranken Ausformungen heute, töne bitte nicht rum mit Dingen, von denen du offensichtlich keine Ahnung hast.
“Das byzantinische Reich war nicht nach Ethnien organisiert, sondern nach der jew. Religion, nach orthodox-, nestorianisch-, monophysitisch-christlichen, Chaldäern, Juden usw. Diese einzelnen religiösen Gruppierungen besaßen zu einem weiten Teil ihre eigene Gerichtsbarkeit, Gesetzgebung und Verwaltung. Genau diese Organisationsform hat später auch das Kalifat übernommen.”
Klingt hochinteressant. Kannst Du ein Buch empfehlen wo diese Thematik erklärt und vertieft wird?
@@Bassa Selim
Oswald Spenglers Hauptwerk: “Der Untergang des Abendlandes, Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte”.
Das Opus hat er 1920 veröffentlicht. Der Titel ist vom Wortlaut her irreführend, er hat später dazu gesagt, dass er es im Nachhinein lieber “Die Vollendung des Abendlandes” genannt hätte. Es ist tatsächlich überaus zu empfehlen. Noch nie hat ein Buch eine derart tiefgründige Theorie der Weltkulturen und Weltgeschichte aufgestellt.
Er zeichnet auf über tausend Seiten anhand von Politik, Religion, Philosophie, Wissenschaft und Kunstentwicklung die Evolution der Kulturen, v.a. der Antike, der morgenländischen und der abendländischen Kultur nach und kommt dabei zu der Erkenntnis, dass alle Kulturen im Groben eine ähnliche Entwicklung durchmachen, (sozusagen Frühling, Sommer, Herbst, Winter), obgleich alle einen durch ihre ursprüngliche Religiosität unterschiedlichen metaphysischen Charakter aufweisen, von dem sich alle Religionen und Philosophien, Ideologien, politisch-sozialen Ordnungen, ja sogar Wissenschaften dieser Kultur ableiten. Er nennt dies “Weltgefühl”, das hinter nahezu allem steht, was die jew. Kultur antreibt :
Griechisch-röm. Antike: “Apollinisch”, verehrt alles Nahe und Gegenwärtige, den Augenblick, das Körperliche. Götter als reinste Körper. Geometrie des Archimedes. Die Statue als höchste Kunstform. Die Nation war die Stadt an sich. (Athen, Sparta, Rom)
Morgenländische Kultur: “Magisch”, die Welt als unwirkliche “Höhle”, dualistisch fühlend, Licht und Dunkelheit, Gott und Teufel, gläubig-ungläubig, Seele-Körper usw. Faszination für die Substanz (frühchristliche Konzile um das Wesen Jesu als Gott oder Mensch, arabische Alchemie), Algebra, Unglaube an die Wirklichkeit der Materie. Nation als geistlicher Konsens. Die Kuppel als reinste Ausdrucksform des magischen “Höhlen”-Weltgefühls.
Abendländische Kultur: “Faustisch”, der unendliche Raum als Ursymbol, gotische Dome die sich in den Himmel recken, Faszination für alles Weite, Ferne. Die Nation als Territorialstaat, infinitesimale Mathematik, perspektivische Ölmalerei und v.a. klassische Musik als reinster Ausdruck des Dranges ins Unendliche.
Es ist zugegebenermaßen schwere Kost, aber ich konnte mit dem Lesen gar nicht aufhören…
hey, ich danke Dir…ich wusste nicht dass es von Spengler ist.
An dem komme ich immer weniger vorbei. ich muss es wohl mal lesen.
lassen wir uns das Faustische wiederentdecken…der Weltraum, unendliche Weiten.
Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise.
Ja, das Raumschiff wäre nach Spengler wohl tatsächlich das letzte Glied in einer Kette, die mit der Kathedrale von Reims begann
Noch ist das Faustische in uns nicht verloren gegangen. Die Existenz des Guinnes-Buches der Rekorde oder diese 15jährige Holländerin, die die Welt umsegeln will zeugt davon.
@Bassa Selim
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“Du scheinst ein ignoranter Schwachkopf zu sein, sorry.”
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Jaja……
Das Problem mit Spengler ist halt, er war ein Vollbluteierkopf, dessen Ehrgeiz sein Talent innerhalb solcherlei Thematiken bei weitem überstieg. Er war sozusagen ein Alchemist der Neuzeit ohne es zu merken, dafür nahm er sich zu wichtig (und viele andere ihn auch).
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“Er zeichnet auf über tausend Seiten…”
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Ohhhh, wahnsinn.
Würde so mancher Wissenschaftler der geisteswissenschaftlichen Disziplinen sich einfach mal daran halten aufzuschreiben, was sie zu sagen haben und nicht rumzulamentieren, dann wären Werke dieses Ausmaßes selten notwendig, Argumentative Lücken/Schwächen stächen dann allerdings deutlicher heraus.
Wenn Wissenschaftler wie Spengler solcherlei Themen bearbeiten, wirkt das allzu oft, als wenn ein Algebralehrer ein Werk über Quantenphysik schreibt. Es ist immer einfach einen in sich halbwegs logischen Rahmen zu definieren in dem man sich sicher bewegt. Das ist nur leider nicht besonders hilfreich, wenn man nützliche Aussagen über die Realität treffen will.
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“…kommt dabei zu der Erkenntnis, dass alle Kulturen im Groben eine ähnliche Entwicklung durchmachen,…”
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Gäääähn!!! Gaaanz alter Hut. In einigen Fällen eine Binsenweisheit, in vielen anderen nicht zutreffend, und Denker wie Spengler werden nie verstehen, in welchen Fällen das Eine oder das Andere gilt, oder gar warum.
Aber wenns man sich den Spengler schon geben will, dann sollte man, nachdem man sich diese schwere Kost zu Gemüte geführt hat, dasselbige mit Karl Popper tun. Auch “schwere Kost” und ein “Eierkopf”. Aber wenigstens mit weiterer Perspektive in Bereichen, die ziemlich gewichtig sind und es erweitert den Horizont.
Zu dem T
Und beim sechsten veruch den Ursprungstext forentauglich zu gestalten bleibt lediglich ein Wikipedia-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Historizismus#cite_note-4
Es gibt nicht DEN ISLAM, DAS CHRISTENTUM, DAS JUDENTUM. Es gibt in all diesen Relgionen so viele Strömungen und Neudefinitionen. Und damit meine ich nicht nur Sunniten, Schiiten, Protestanten, Orthodoxe, Katholiken, etc. sondern eben auch z.B. feministische Strömungen im Islam. Das zum Thema der Islam konserviert alles und ist nicht beweglich…