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Wozu der 11. September geführt hat

Zum Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center wurde viel geschrieben und gesendet. Es gibt zum Beispiel die, die auf Ihrer Facebook-Pinnwand so vielsagende Plattheiten wie “Gedenkt den Opfern” oder “Wir werden nicht vergessen!” posten. Als ob das der einzige Tag ist, an dem er Terror abstossend findet. Wiederum andere sprechen immer noch von Rache und Vergeltung für die Opfer. Dann gibt es die, die in dem Anschlag die größte (jüdische) Verschwörung der Geschichte erkennen. Am vergangenen Wochenende und den Tagen davor konnten wir alle Facetten in Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehkanälen beobachten. Für jeden gab es etwas.

Der 11. September hat nicht nur dazu geführt, dass Amerikaner den wohl größten Schock ihrer jungen Geschichte erleben mussten. Der amerikanische Nationalstolz und der Glaube an die Unantastbarkeit wurde sehr stark angekratzt. Während bis dahin jedes Kriegsgebiet weit weg von den USA war, kam der Krieg plötzlich zu ihnen nach Hause. 3.000 Menschen mussten sterben bei diesen Anschlägen. Frauen, Kinder, Männer, Mütter, Väter, Söhne und Töchter, Polizisten, Feuerwehrmänner, Sachbearbeiter, Abteilungsleiter, Christen, Juden, Muslime. Insgesamt 3.000 Menschen, die den Tag ganz anders geplant hatten.

Für die Amerikaner ist dieses Ereignis ein Wendepunkt. Vor allem gilt in der amerikanischen Politik seitdem die Bush’sche Devise “Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“. Dies hat aber bisher aus amerikanischer Sicht nicht zu dem erhofften Ergebnis geführt. Vielmehr hat sich die USA dadurch in der Beliebheitsskala eher nach unten “verbessert”.

Dem 11. September haben die Amerikaner das United States Department of Homeland Security zu verdanken. Die vom Personal her die drittgrößte Bundesbehörde mit vielfachen Rechten, u.a. das Recht paranoid an jeder Straßenecke Sicherheitskontrollen durchzuführen. Außerdem den Patriot Act, dem von Kritikern eine Ähnlichkeit zur Reichstagsbrandverordnung attestiert wird.

Der 11. September führte aber auch dazu, dass die ganze Welt einen kleinen US-Stützpunkt am östlichen Zipfel von Kuba kennenlernen durfte. Das Guantanamo Bay Naval Base ist heute noch berühmt dafür, dass der Westen ihre hochgelobten Werte und Rechte (die sie zweifelsohne besitzt) mit Füßen treten, wenn die Gewalt sich gegen sie selbst richtet. Der Rechtsstaat wird zum Unrechtsstaat und ein kleines Fleckchen Erde zur Zone der GEsetzlosigkeit. Neben ein Paar lauen Gegenstimmen gibt es aber weitestgehend nur neutrale Stimmen von anderen (West-)Politikern.

Der 11. September führte auch dazu, dass durch Ermangelung an geeigneten Zielen das afghanische Volk von einem brutalen Regime in das nächste wechseln musste. Natürlich erst nachdem das Wenige was da war weggebombt wurde. Tausende Zivilisten starben und sterben weiterhin, weil die Lage auch nach knapp zehn Jahren nicht stabil ist.

Nach Afghanistan war der Irak dran. Saddam Hussein sollte angeblich Massenvernichtungswaffen besitzen. Das stritt dieser ab, doch wir sahen Colin Powell, wie er vor dem Sicherheitsrat der UN die “Beweise” vorstellte. Und keiner meldete sich und fragte ihn was die Verarsche sein sollte. Später fanden wir heraus, dass sich Powell versprochen hatte. Er meinte Massenverschwindungswaffen. Sie wurden nämlich nie gefunden.

Dann gab es da noch das “nette” Gefängnis von Abu Ghuraib. Unter Saddam ein Folter- und Hinrichtungsgefängnis wurde es unter George W. Bush nicht besser. Die Bilder gingen um die Welt.

Aus dem Jahr  2007 entstammt ein Video aus dem Cockpit eines US-Armeehubschraubers, dass uns dann gezeigt hat wieviel Freiheit und Demokratie die USA in den Irak bringen wollte. Ein Dutzend Menschen – Zivilisten – sterben bei dem Luftangriff am 12. Juli 2007 und den verstörenden Funkkontakt und die Bilder dazu lieferte uns Wikileaks.

Berichte gehen von bis zu 1 Mio. Toten durch diese Vergeltungsschläge der USA in Afghanistan und Irak aus. Saddam ist tot, eilig erhängt. Bin Laden ist getötet und im Meer bestattet worden. Hinzu kommt die beschissene Lage in den beiden Ländern, die doch unter dem Vorwand der Freiheit und Demokratie von den USA “gerettet” wurden. Noch heute sterben auch deutsche Soldaten in Afghanistan und Gerhard Schröder gilt bei dem rechten islamfeindlichen Pack in Deutschland als Verräter, weil er den USA im Irak nicht zur Seite stand.

Und der Ali aus der Dönerbude in Berlin muss seit dem 11. September als “Terrorexperte” aushelfen.

“Sach mal, dieser Atta, kanntest Du den?”

“???”

Dass Deutschland bis dahin völlig ahnungslos war, erzählte uns Jörg Lau in seinem Blog (äußerst lesenswert!):

Kann es sein, dass die im Kanzleramt so absolut keine Ahnung hatten, wen sie fragen sollten bei dem Thema? Dass die von selber nicht einmal auf den Professor Schiffauer gekommen wären?
Es war wohl damals so. Die Politik war ganz und gar geschockt und überrascht von dem Thema, und ich war mitten hinein geraten in einen der Orientierungsversuche.

Der 11. September hat vieles verändert. Aber nicht nur für Amerika und den Westen. Auch für den Ali von der Dönerbude und den Hassan aus dem Irak und die Samira aus Afghanistan.

Bei all der 9/11-Dauerbeschallung sollten wir vielleicht auch mal das größere Bild betrachten und uns fragen was der 11. September den anderen gebracht hat.

Kategorie: Islam, Terrorismus, USA


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4 Kommentare

  1. kosmus sagt:

    Backie ist zur Erleuchtung gekommen!

    der Islam hat ihr nichts, zu suchen weil er eine faschistoide Ideologie ist!

    richtige Verschwörung Theoretiker wissen das es keine jüdische Verschwörung gibt!

    er gibt eine islamistische Verschwörung + Königshaus Verschwörung seitens reicher Saudis +reiche Amerikaner + christliche Kriegstreiber +iranische Kriegs Treiber + irakische Kriegstreiber +Waffen Industrie + öle Industrie + Banken Industrie + pakistanischer Geheimdienst + pakistanische Regierung + europäischer Geld Adel + chinesische Regierung + Indien + Afrika + Russland + Israel = kosalrealität und eine jüdische Verschwörung wer wohl was für einfach primitiven geister die ein gut und böse zwischen den Menschen suchen aber wie uns die Bibel sagt ihr habt mit den „Herrschern der Welt zu ringen nicht mit den blute(Menschen)“….

  2. Backie sagt:

    Widerspruch und freie Meinungsäusserung wird also nicht mehr geduldet, selbst wenn sie sich mit dem Artikel beschäftigt und sachlich formuliert ist. Schade, aber leider nicht überraschend das hier nun zensiert wird.

  3. Leser sagt:

    An Backie:

    Wieso?
    Widerspruch muss man leisten können. Und zu einer freien Meinungsäußerung gehört eben eine Meinung. Da du beides weder kannst noch hast ist es vollkommen logisch, wenn einige deiner Auswürfe stumpf gelöscht werden. Bloß, weil ein Baby kotzt, wenn sich Erwachsene unterhalten, ist das noch längst kein “Widerspruch” oder etwa eine “Meinung”.

    An Aggromigrant:

    Zwischenzeitlich ist die Indizienkette, dass die USA als politische Gewinnler aus dem Attentat hervorgegangen sind, breit bekannt. Parallelen zur Geschichte zeigen, dass einige Regierungen bereits “Attentate” selbst lanciert und eigene Leute umgebracht haben, nur um die Legende des “Terrors” aufzubauen, mit welcher man dann sonst missliebige Angriffe, Rechtsbeschneidungen oder Geschäfte durchzieht.
    Bisher kann nicht bewiesen werden, dass Al-Qaida den Anschlag verübt hat.

    Mit dem Mittel der platten Lüge und bloßen Behauptung arbeiten die USA seit mehreren Jahrzehnten. Sie haben immer schon nicht viel auf Menschenleben gegeben, wenn vermeintlich “größere” Ziele erreichbar schienen. Aufgrund von Lügen sind bereits viele hunderttausend Menschen getötet und gefoltert worden.

    Weil nicht BEWIESEN werden kann, dass Al-Qaida dahintersteckt behaupte ich noch lange nicht, dass die USA der Urheber ist. Ich vermute aber dass eines Tages allerdings bewiesen werden könnte, dass die twin-towers auf Befehl Washingtons fallen mussten.

  4. Koranversteher sagt:

    Leser
    schrieb am 13.09.2011 um 07:16 Uhr

    Aufgrund von Lügen sind bereits viele hunderttausend Menschen getötet und gefoltert worden.

    Wieso Lügen?
    Eine Lüge reicht um Millionen zu killen.

    Die Lüge heißt ganz einfach: “Es gibt einen Allah.”

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