Deutschlands ältester Nachhilfeschüler im Fach “Nachkriegsgeschichte in Deutschland”, Hans-Peter Friedrich, hat im Fach “Politik” besser aufgepasst. Ich zolle hiermit diesem Mann meinen höchsten Respekt in punkto “Huhnverzehrtechniken”. Der Mann hat es verstanden, dass man die Muslime am Besten mit Muslimen in Schach hält. Vorher muss man sie aber zerpflücken wie ein Huhn. Die Muslime auf den Islamkonferenzen zeigten sich bisher nicht großartig bereit, die sicherheitspolitische Paranoia mitzutragen, indem sie die in ihren Gebetsreihen befindlichen “Demokratiefeinde”, “Dschihadisten”, “Islamisten”, “Israelhasser”, “Homophoben” und “Frauenunterdrücker” freiwillig an die Sicherheitsbehörden verpfeifen. Als ob der Verfassungsschutz nicht schon genau weiß, wen die Muslime den verpfeifen müssten. Ihre zum Islam “konvertierten” V-Leute sitzen seltsamerweise in jeder extremistisch veranlagten Moscheegemeinde und suchen ein paar Doofe.
Zu der Huhnzerpflückungstaktik gehört auch ein Zauberhut, aus dem Friedrich nun die Salafisten gezaubert hat. Die sitzen nicht mit in der Konferenz, aber jede Organisation, die dort sitzt, hat irgendwie ein Problem mit denen. Das weiß Friedrich ganz genau weiß.
Bevor wir hier weitermachen, was es damit auf sich hat, müssen wir kurz die Reporter der Nation zu einem Aggrobriefing bestellen: Die Gruppe über die die ganze Zeit geredet wird heißt “Wahhabiten” und nicht “Salafisten”, zu den letzteren gehören viele progressive Denker, die bei den Wahhabiten ebenfalls als “Kafir” oder “Kuffar” gelten. Sie bezeichnen sich zwar manchmal als Salafiten, doch sind die Wahhabiten eine Antisufibewegung, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts in der arabischen Halbinsel etablierte. Sie pfeifen gerne auf die Tradition und die “Mezheps” und wollen durch bloßes Hadithenlesen die originale Zeit der ersten Generationen, sprich die “Salafs”, ausleben. Eine sehr primitive, aber bei gerade jungen Menschen beliebte Art. A bissel kompliziert, aber egal.
Jedenfalls luchsen die Wahhabiten den traditionellen Gruppen und Verbänden immer mehr Jugendliche ab und motivieren diese teilweise auch tatsächlich für Ausbildungscamps im Drogenzankgebiet Afghanistan, aber deren Anzahl beläuft sich auf wenige Hundert (welche wohl allesamt den Behörden bekannt sind) während der Gruppierung mehrere Zehntausend Muslime angehören dürften. Der Schwund an jugendlichen Gemeindemitgliedern macht den Verbänden zu schaffen. Deshalb schwört gerade Friedrich die Muslime ein und scheint sich seines Erfolges ziemlich sicher zu sein.
Und wenn wir gerade bei der Sache sind: Die Wahhabiten haben deshalb eine stark anziehende Wirkung auf Jugendliche, weil sie dort ohne auf die islamische Tradition und Wissenschaft Rücksicht zu nehmen, den Koran und die Sunna so interpretieren, wie es ihnen gefällt. Meistens interpretieren sie ihren Haß auf die Gesellschaft in die Schriften rein. Aber auch sonst sind sie sehr frei in der Interpretation. Genau diese geistig “freie” Haltung soll seltsamerweise der noch zu gründenden Islamischen Theologie in Deutschland zugrunde liegen. Man will eine neues “unbelastetes” Islamdenken etablieren. Islamische Wissenschaftstradition Fehlanzeige. Exkursende.
In jedem Fall wird hier versucht die Muslime gegeneinander auszuspielen. Doch Vorsicht: Seit Jahren drischt man auf die IGMG ein, davor die IGD, neuerdings auch die Grauen Wölfe (was für ein Witz), jetzt sind die Salafisten dran, als nächstes werden die “Süleymancis” und die “Gülen-Gruppierung” zu “Staatsfeinden” erklärt, bis keiner mehr mit ihnen zusammenarbeiten will.
Was fragte mich doch glatt meine Frau gestern während der Autofahrt als die Berichterstattung im WDR 5 mit vermeintlichen Experten lief: “Würdest Du ab jetzt mit Wahhabiten zusammenarbeiten wollen?”… Ich “Soll ich mir jetzt vorschreiben lassen, mit wem ich reden darf?”. Ich rede mit jedem, auch wenn ich dessen Gedanken im Leben nicht gutheiße. Denn wie krumm sie auch denken mögen, sie gehören zu mir.

Mutmaßlicher CIA-Mann war “der Chef”
Die Hintergründe der “Sauerland-Gruppe”, die 2007 Terroranschläge in Deutschland geplant haben soll, werden immer mysteriöser: Ein mutmaßlicher Kontaktmann des US-Geheimdienstes CIA spielte bei der Attentatsvorbereitung eine größere Rolle als bislang bekannt. Von Rainer Nübel
Kontaktmann für die amerikanische CIA
Schon im Herbst 2001, unmittelbar nach den Terroranschlägen von New York und Washington, hatten sich amerikanische und deutsche Sicherheitskräfte für K. interessiert. Seine Wohnung in Ludwigshafen war damals durchsucht worden. Anfang 2002 wurde er auf dem Flughafen von Ankara festgenommen und saß bis November 2003 in türkischer Haft. In dieser Zeit wurde Mevlüt K. vermutlich vom türkischen Geheimdienst MIT angeworben. Später soll er nach Informationen aus Sicherheitskreisen im Fall der “Sauerland-Gruppe” auch als Kontaktmann für die amerikanische CIA gedient haben.
Der mutmaßliche CIA-Informant aus Rheinland-Pfalz soll in den Attentatsvorbereitungen dieser Terrorzelle eine zentrale Rolle gespielt haben, wie aus Ermittlungsunterlagen des BKA hervorgeht. Demnach soll er die Person mit dem Tarnnamen “sut” sein, über den die Beschaffung der 26 Sprengzünder maßgeblich gelaufen sein soll. Fritz Gelowicz soll mit “sut” konspirativ kommuniziert haben.
@Paul
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“Solange die islamischen extremen Gruppierungen erlaubt sind, sind sie nicht verfassungsfeindlich.”
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Das ist nicht mehr naiv, eine solche Einstellung ist grob fahrläsig.
Nicht jede verfassungsfeindliche Organisation kann (oder sollte) direkt verboten werden, aus ganz unterschiedlichen Gründen. Eine verbotene Organisation ist also verfassungsfeindlich, aber das heißt nicht, daß jede nicht verbotene Organisation nicht verfassungsfeindlich ist.
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“Will sagen, Du bist kein Richter, ich bin es nicht. Das ist die Aufgabe der Staatsorgane festzustellen, ob sie verfassungsfeindlich sind oder nicht.”
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Aufgabe der Staatsorgane ist, gegen verfassungsfeindliche Gruppierungen (nicht nur formalisierte Organisationen) vorzugehen und die Gesellschaft vor ihnen zu schützen.
Es ist natürlich nicht nur Recht, sondern eigentlich auch Notwendigkeit, daß die Gesellschaft und die sie bildenden Individuen sich eine Meinung über verschiedene Gruppierungen bilden, diese evtl. auch versuchen juristisch umzusetzen. Die juristische Bewertung, z.B. der Gruppe um Vogel, ist etwas ganz anderes, als eine gesellschaftliche. Letztere ist sogar wichtiger; die Erstere wird dieser oft mittel- bis langfristig folgen, wenn das zugrundeliegende Konfliktpotenzial sich eher verschärft.
Du sprichst hier sämtliche Individuen von der Verantwortung frei Bewertungen vorzunehmen. Warum? Weil es dir in diesem Fall gerade unangenehm ist. Wenn die Bildzeitung mal irgendeinen Mist schreibt, bist du der Erste, der sie im Grunde verfassungsfeindlich nennt. Aber bei Salafisten, da ist das natürlich etwas anderes. Die sind erst verfassungsfeindlich, wenn ein Gericht das letzte Siegel der Verfassungsfeindlichkeit aufgestempelt hat.
Wenn es um so manche ander Themen geht, da erwartest du doch auch, daß Gesellschaft und Individuen bewerten und sich im besten Fall aktiv gegen Extremisten stellen.
Zusätzlich vernachlässigst du, daß es ein schwieriger juristischer Prozeß ist Gruppierungen zu verbieten. Ein solcher ist zudem nicht in jedem Fall praktisch sinnvoll, auch wenn er theoretisch angebracht wäre.
Nochmal, nur weil eine Gruppierung aktuell nicht verboten ist (evtl. auch weil man es nur schwer im juristischen Prozeß nachweisen kann), bedeutet das nicht zwangsweise, sie sei nicht verfassungsfeindlich. Natürlich hat die Gesellschaft eine Verantwortung extremistische Gruppierungen als solches zu bewerten und evtl. zu brandmarken. Sie trägt schließlich auch die Konsequenzen/Verantwortung an den Folgen, wenn sie dies nicht tut.
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“Niemand würde die Wahrheit sagen, wenn er sich damit als verfassungsfeindlich selbst auf die Anklagebank setzt.”
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Soso. Also lügen diese Gruppierungen und verschleiern ihre Absichten in der Weise, daß deutsche Staatsorgane derzeit nicht erfolgreich tätig werden können. Dann hat die Gesellschaft halt Pech gehabt, so ungefähr? Das muß eine Gesellschaft nicht akzeptieren. Sie hat Handlungsalternativen die sich legitim nutzen lassen.
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“Talkshows mit Gästen, die auch in der Lage sind, Vogel konter zu bieten, wären aber zu begrüßen. Die einzigen, die es glaubhaft könnten sind islamische Theologen.”
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Das ist Quatsch. Jeder freiheitlich, humanistisch und nicht ganz naive Mensch wäre besser geeignet als irgendein Theologe. Was soll der denn machen? Beweisen, daß der Koran anders ausgelegt gehört?
Problem Nummer 1: Da steht vieles ziemlich klar drin und Salafisten halten sich recht wörtlich dran.
Nummer 2: Hätten die Bock auf eine andere Auslegung, dann wären sie keine Salafisten.
Islamisten in Deutschland sind keine Bauern aus dem Takkatukkaland, die nie eine andere Gesellchaftsordnung erlebt haben, als eine unterdrückende. Die wissen, daß es Alternativen gibt, welche Vorteile eine freiheitliche Gesellschaft hat etc. Sie haben sich bewußt dagegen entschieden.
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Man sollte ihnen eine öffentlichkeitswirksame Bühne geben, nicht damit man da versuchen kann sie umzustimmen, sondern daß sie sich selbst als das darstellen können, und jeder sehen kann, was sie eigentlich sind. Es müsste eben nur zwei Regeln geben. Sie erklären ihre Ansichten nicht in Relation zum Christentum etc, sondern beziehen sich auf ihre eigenen Überzeugungen und deren Hintergründe. Wenn sie unehrlich sind, dann werden ehrlichere “Unterlagen” in die Diskussion miteingebracht. Gibts genug von.
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Übrigens bist du überhaupt nicht auf meine Anmerkung bzgl. Demokraten eingegangen. In dem Fall stehst du nicht so auf Basisdemokratie, oder?
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Wenn man deine Beiträge so durchliest, dann läuft das eigentlich darauf hinaus, daß es keine großen Probleme gibt, bis auf viele rechte Extremisten und die Gefahr die sie ausstrahlen. Islamisten, eine Randerscheinung, keine Gefahr. Mit jeder Zeile schreibst du ein Problem mehr weg.
Deine Sichtweisen halte ich für naiv und paradoxerweise würde eine politisch einflußreiche Haltung wie deine wohl dazu führen, daß viel von dem vor was du Angst hast auch einträte.
Islamisten sind noch ein kleines Problem, dem man sich allerdings mit großer Aufmerksamkeit widmen muß, da auch nur ein größerer Terroranschlag ein gesellschaftlicher und politischer “Gamechanger” sein könnte.
Es besteht auch die Gefahr, daß extreme Auslegungen des Islam zunehmenden Einfluß unter hier lebenden Muslimen gewinnen, wofür man weder staatl. Grünes Licht geben sollte, noch gesellschaftliches geben darf. Dies wäre nicht akzeptabel, hätte massive Auswirkungen auf gesellschaftliche Gefüge und individuelle Chancen. Ein bisheriges Sicherheitsproblem würde in massive gesellschaftliche Zielkonflikte eingehen und die Situation weiter verkompolizieren.