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Türkischer Kindergarten

Stell Dir vor, Du bist “Ur-Deutsch”, also kein Migrant oder kein “Deutscher mit Migrationshintergrund“. Und stell Dir vor, Dein Arbeitgeber macht eine Filiale in Türkei auf und befördert Dich in eine höhere Position, solltest Du die offene Stelle in Türkei annehmen.

Du freust Dich und Du und Deine Ehefrau beschließen, mit Eurem Kind nach Istanbul zu ziehen. Gesagt getan. Ihr seid umgezogen und die ersten Wochen und Monate vergehen wie im Flug. Alles ist schön, das Wetter, die Menschen, die neuen Möglichkeit, die einem geboten werden usw.. Du und Deine Frau seid wunschlos glücklich.

Doch da wäre was: der türkische Kindergarten, wo ihr Eure Tochter angemeldet habt! Manche Umstände gefallen Euch ganz und gar nicht. Natürlich freut ihr Euch, dass sie langsam türkisch lernt. Es gefällt Euch, denn Ihr wisst, dass es für ihre Entwicklung elementar ist. Denn ihr habt nicht mehr vor, nach Deutschland zurück zu kehren. Die wirtschaftlichen Entwicklungen in der Türkei gefallen Euch sehr. Doch es ist nicht das Erlernen der Sprache, das Euch stört, es sind andere Ereignisse. Beispielsweise hört Ihr Eure Tochter islamische Kinderlieder singen. Ihr wisst nicht, was Ihr davon halten sollt, aber irgendwie gefällt es Euch nicht. Hinzu kommt, dass Eure Tochter kein einziges deutsches Kinderlied mehr singen kann. Sie hat es schlicht und einfach vergessen.

Aber das wäre nicht der einzige Punkt. Ihr wisst, dass demnächst ein Ausflug in eine Moschee geplant ist. Dort werden allen Kindern gezeigt, wie man betet. Es ist keine Pflicht, dort an dem Gebet teilzunehmen, aber wer möchte, kann mitbeten. Ihr wisst, dass alles freiwillig ist, aber Ihr würdet Euch eher wünschen, dass Eure Tochter in eine Kirche geht. Nicht dass Ihr sehr gläubige Christen seid, aber Ihr seid christlich aufgewachsen und diese Werte spielen für Dich und Deine Frau doch eine sehr große Rolle. Deswegen schaut ihr mit Argwohn auf diesen Ausflug. Als Du einmal die Erzieherinnen darauf angesprochen hast, gefiel Dir die Antwort nicht. Es sei zum Besten des Kindes, wenn sie mit der Gruppe diesen Ausflug macht. Daraufhin hast Du nichts gesagt, weil Du nicht wolltest, dass Dein Kind irgendwelche Nachteile erleiden muss. Du hast es stillschweigend geschluckt.

Aber das wäre nicht alles. Es stört Euch, dass die Kindergärtnerinnen sich nicht so kleiden, wie ihr es gerne wünscht. Ihr habt die Befürchtung, dass Eure Tochter sich ein Beispiel daran nehmen kann, weil es gerade ihre Erzieherinnen lieb hat. Ihr habt schon mal mitbekommen, wie die anderen Eltern sich herablassend über die Art, wie sich Deutsche bzw. im Allgemeinen sogenannte Christen sich kleiden. Ihr wollt nur respektiert werden und habt nichts dagegen, wie sich die Erzieherinnen draußen außerhalb der Arbeit anziehen. Im Kindergarten wäre eine andere Kleidung angebrachter, so Eure einstimmige Meinung. Obwohl Ihr die Erzieherinnen für kompetent erachtet, stört es Euch doch ein wenig. Von Dir aus können die Erzieherinnen sich überall sonst ihr Kopftuch anziehen, aber in eine KiTa gehört es nicht. Doch letztlich habt ihr Euch entschieden, diese bittere Pille auch zu schlucken.

Ihr habt Euch schon nach anderen Kindergärten umgeschaut. Nach christlichen Kindergärten! Aber es gibt keine christliche Kindergärten in Istanbul. Wenn, dann sind sie kilometerweit weg. Nicht dass die türkische Regierung es verbietet, christliche Kindergärten zu eröffnen. Aber die Hürden, die dafür gelegt werden, sind derart groß, dass die meisten Versuche nach bereits einigen Monaten scheitern. Es werden von christlichen Kindergärten mehr gefordert als von muslimischen. Die Behörden machen aus Absicht alles schwerer. Denn sie wollen solche christlichen Kindertagesstätten nicht. Die Befürchtung, dass sich dadurch die Gesellschaft spaltet, ist sehr groß. Sie haben ganz offensichtlich große Vorurteile. Das habt Ihr im deutschen Konsulat mitbekommen. Aber Eure Hände sind gebunden. Ihr fühlt Euch machtlos und ohnmächtig.

Ihr habt Euch aber auch entschieden, privat öfter in die Kirche zu gehen. Zu Hause soll auch kein türkisch gesprochen werden, sondern immer deutsch. Ihr wollt auch Eurer Tochter beibringen, dass es besser ist, kein Kopftuch zu tragen, denn das sei muslimisch. Ihr gebt ihr zu verstehen, dass ihr Christen seid (wenn auch nicht sehr gläubig). Ihr wollt Euch zwar in der Türkei integrieren, aber nicht zu jedem Preis. Denn auch Ihr habt eine Vergangenheit, dass Ihr nicht leugnen wollt. Dass Andere vielleicht hier und da Euch nicht verstehen und auch manchmal nicht respektieren: ein Umstand, mit dem ihr zurechkommen müsst (so Eure Meinung).

Meine lieben Mitmenschen, so oder so ähnlich würde sich eine christlich erzogene deutsche Familie in Türkei verhalten, wären die Bedingungen der Integration wie in Deutschland. Damit kommen wir zurück nach Deutschland und zu den Türken und Muslimen in diesem Land. Meine 2 Kinder gehen in eine Kindertagesstätte hier in Deutschland und ich finde, dass dort tolle Arbeit geleistet wird. Die Erzieherinnen machen ihre Aufgaben fantastisch. Meine beiden Kinder haben sich seit sie zu diesem Kindergarten gehen sehr gut entwickelt. Bisher gab es keine Gründe, mich zu beschweren.

Auch singen meine Kindern seit Oktober (und heute noch) immer wieder (auch zu Hause) Martins- und Weihnachtslieder. Ich singe sogar mit ihnen. Auch interessiert es uns nicht, wie sich die Erzieherinnen kleiden. Es ist ihre Freiheit und es gehört sich nicht, darüber in irgendeiner Art und Weise zu urteilen. Meine Frau und ich sind Muslime und sind sehr spirituell. Ich bete mehrmals am Tag, ich lese den Koran und nehme ihn mir zu Herzen und ich liebe alle Propheten.

Zur Klarstellung: in der Türkei werden in Tageseinrichtungen keine islamische Kinderlieder gesungen. Auch macht man keine Ausflüge in die Moschee. Tatsache ist aber, dass in Deutschland muslimische Kindertagesstätten extrem unerwünscht sind. Aus Erfahrungen von Betroffenen weiß man das. Auch ist es ganz normal, dass man z.B. in Deutschland in der Grundschule zu Besuch in die Kirche geht. Ich war z.B. während meiner Grundschulzeit in der Kirche. Keiner unserer Eltern, noch wir als Eltern, haben uns dagegen gewehrt oder gar beschwert.

Wir sind ein Teil Deutschlands und wir sind hier! Wir sind bestens integriert. Meine Kinder sprechen bestens deutsch, was auch gut ist. In Türkisch können sie kaum ein Satz beginnen und gleichzeitig beenden. Ich wünschte, sie könnten es, aber das ist nicht weiter tragisch. Wir (unsere Familie) sind hier keine Ausnahme. Zahllose Familien, die uns ähneln, machen ohne sich darüber zu ärgern all die Selbstverständlichkeiten mit, die von uns verlangt werden. Und trotzdem: der Vorwurf, dass wir nicht integriert seien, verschwindet einfach nicht.

INTEGRATION hier ! INTEGRATION da! INTEGRATION überall!

Ich kann das Wort nicht mehr hören. Ja, mir wird sogar übel dabei. Wenn ich das höre, will ich nur noch erbrechen. Ich will dann nur noch „Steckt Eure Integration in Euren …..“ sagen. So weit bringen die Menschen einen. Aber mein Benehmen lässt das nicht zu, es auszusprechen.

Wir sind zwar keine „Ur-Deutsche“, aber wir sind Menschen, die Gefühle und eine Würde haben. Deswegen widerspreche ich dem bösartigen Vorwurf, wir seien nicht integriert. Wenn Du zu denjenigen gehörst, die das weiterhin behaupten, dann LIES DAS: „Steck’ Dir Deine Integration in Deinen …..!“.

(Es auszuschreiben, lässt mir mein Benehmen zu.)

Kategorie: Aggrolumne, Deutschland, Integration, Islam


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26 Kommentare

  1. bogo70 sagt:

    @Jethro,
    Bis auf den Schluss finde ich den Artikel Super. Schade das du es dir nicht wirklich verkneifen konntest. Vielleicht beim nächsten Mal?!
     

  2. Yusuf sagt:

    @bogo70: Wo liegt das Problem. Der Schluss war auch super oder bist du auch ein Ur-Deutsche?

  3. Haldol sagt:

    Ich würde nicht behaupten, dass jemand wie in dem Artikel beschrieben sich in Deutschland nicht integriert hat. Wenn es denn so ist wie beschrieben. Besagte “Nicht-Integrierten”, das wissen wir alle, sind ganz anders drauf, vor allem stark religiös und somit intolerant gegenüber allen anderem.
    .
    Die Antwort auf deinen letzten Satz hast du sicher auch schon gehört: “Wenn es dir hier nicht gefällt, pack deine Sachen und verschwinde wieder in deine Heimat.” Das gil für jeden Ausländer überall.
    .
    Das du dich BELEIDIGT fühlst “nicht intergriert” zu sein ist ja leider so eine typische muslimische Angewohnheit. Das dies unbegründet ist, da bin ich mir ziemlich sicher. Du erwähnst auch keine konkreten Beispiele die eine solche Behauptung untermauern würden.
    Wenn natürlich deine Kinder die Erzieherinnen als “deutsche Schlampen” bezeichnen, weil die kein Kopftuch tragen und Schweinefleisch essen, du erwartest, dass die Kita für ein muslimisches Kind sich an dich anpassen muss, statt du dich an die Gepflogenheiten des Gastlandes. Und du zusätzlich hier auch noch üppige Sozialleistungen abgreifst, statt etwas für das Land zu tun, gut dann bist du tatsächlich nicht integriert und hier auch keineswegs erwünscht.
    Aber das klang in deinem Artikel ja nicht so… also wo ist das Problem??????? Muslimische Lieder kannst du zu Hause singen und türkisch auch sprechen. Da hat niemand etwas dagegen. Aber deine Kinder gegen die deutsche Gesellschaft aufhetzen und Deutsche als “Kartoffelfresser” und “Schweine” zu bezeichnen und zuverachten, das ist verfehlte Integration!!!
    .
    Ich würde meine Kinder in der Türkei auch das StandardKitaProgramm mitmachen lassen. Schweinfleisch gäbe es nur zu Hause und nur weil jemand an Allah glaubt, wäre er für mich noch kein schlechter Mensch. Wenn meine Kinder aber als Nicht-Muslime (wie im Koran gefordert) in der Kita als “Untermenschen” und Dreck bezeichnet und behandelt werden würden, dann hätte ich auch ein Problem und würde sicher die Türkei wieder verlassen.

  4. bogo70 sagt:

    Was hat das damit zu tun was ich bin? Der Schluss gefällt mir einfach nicht, ob ausgeschrieben oder nicht. Man kann es auch weniger Aggro ausdrücken, selbst wenn es das Motto des Aggromigranten ist Aggro zu sein. Schließlich sind wir lernfähig und am Ende nutzt es keinem etwas, wenn die gegenseitigen Beschimpfungen weitergehen.

  5. bogo70 sagt:

    Wie man bei Haldol schon sehr gut erkennen kann, machen wir einfach weiter so!?

  6. bogo70 sagt:

    @Haldol,
    Kannst du lesen? Das Argument, war einen Post drüber!
    Mehr braucht es wohl nicht, ihr habt Vorurteile, wir haben Vorurteile und bleiben einfach dabei. Wo ist dein Problem, dass Argument zu verstehen?
     

  7. judoka sagt:

    Ich gehöre zu den „Ur-Deutsche“ und bin auch ein Menschen, der Gefühle und eine Würde hat und ich widerspreche Dir bestimmt nicht wenn Du mir sagst Du seist integriert.
    Genau die gleichen “Türken” habe ich in der Verwandtschaft, im Freundeskreis und beim Sport.
    Aber auch leider sind sind dort mittlerweile einige darunter, die das oft kritisierte Bild bestens ausfüllen oder auf dem Wege sind es auszufüllen.
    Genau diejenigen Türken sollten sich hier angesprochen fühlen, wobei ich mir sicher bin, dass einige von ihnen auch hier vertreten sind.
    Selbstverständlich gibt es diese Problemfälle auch bei den Deutschen. Aber der Störfaktor sich von dieser unteren Position auch noch unangenehm bemerkbar zu machen, ist leider bei den türkischen Mitbürgern besonders ausgeprägt.
    .
    Also – falls es Dir noch niemand gesagt hat, herzlich willkommen als Türke unter uns Deutschen! Wir werden es bestimmt gemeinsam schaffen, dass die Störenfriede unserer Gesellschaft langsam aber sicher immer mehr verstummen oder sich auf den Arsch setzen um den Anschluss an die Gesellschaft nicht auf immer zu verlieren.

  8. Haldol sagt:

    @bogo70
    Ihr habt Voruteile und wir haben Argumente müßte der Satz richtig heißen. Denn du hast ja mein Posting nicht verstanden oder verstehen wollen.
    .
    Ich hoffe der Autor schreibt nochmal etwas darüber, wie und wo er zu (mehr) Integration aufgerufen wird bzw. ihm diese als nicht gelungen oder fehlend unterstellt wird. Diese Beispiele sind es ja anscheinend, wo unterschiedliche Meinungen bestehen und die diskutiert werden sollten. Alle anderen Migranten sind natürlich auch herzlich zu Kommentaren aufgerufen.
    Denn dieses ständige Gejammer: “ich spreche gut deutsch und gehe arbeiten aber gelte nicht als integriert” ist einfach oberflächlich und vermutlich nur die halbe Wahrheit. Mich würde der Rest sehr interessieren. Darf man hier auf AGGRO eigentlich auch ohne Mihigru Artikel schreiben?

  9. Sarah Mia sagt:

    Ich frage mich oft wie es wohl wäre, wenn ich als Ur-Deutsche in die Türkei oder den Iran immigrieren würde. Und ich täte mich dort so benehmen mit meiner Familie wie einige(def. nicht alle!!) Türken oder Araber hier in Deutschland.
    Ob die mir wohl auch so üppig Sozialhilfe zahlen würden, mir Integrationsberater, Sozialarbeiter und Migrationsforscher zur Seite stellen täten, die mich für meine schwere Migration und den Kurlturschock bedauern und behätscheln würden und mich immer wieder zur Integration ermutigen würden.
    Oder ob es mir nicht dort so wie den Homosexuellen ergehen würde, und ich als “mißlungenes Integrationsbeispiel” von irgendeinem Baukran herabbaumeln würde.
    .
    Ja JETHRO, die Fragen stelle mich mir tatsächlich öfters, wenn ich in Berlin unterwegs bin. Und das als Atheist!
    .
    ISLAM hier ! ISLAM da! ISLAM überall!
    Ich kann das Wort nicht mehr hören. Ja, mir wird sogar übel dabei. Wenn ich das höre, will ich nur noch erbrechen. Ich will dann nur noch „Machen wir es mit denen doch genauso, so wie Großvater damals mit…..“ sagen. So weit bringen die Menschen einen. Aber mein Benehmen lässt das nicht zu, es auszusprechen.

    • evolution sagt:

      @ Sarah, als ich Deinen letzten Absatz gelesen habe, ging es mir wie Dir: mir wurde übel. Aber es ist schön, daß Du Deinen Großvater so bewunderst. Das Wort Benehmen in Bezug auf Deine Person solltest Du allerdings aus Deinem Wortschatz streichen.

    • Sarah Mia sagt:

      @evolution
      Falls es dir nicht aufgefallen ist, ich nur den vorletzten Absatz obigen Artikels gespiegelt.

    • Sarah Mia sagt:


      Das ist eine Unterstellung deinerseits und eine infame außerdem. Denn du unterstellst mir da Ungeheures.
      Ließ nochmal genau, ich habe da nichts bewertet.

    • Sarah Mia sagt:

      Upss das Zitat verschwand:
      Aber es ist schön, daß Du Deinen Großvater so bewunderst.

    • Sarah Mia sagt:

      Na die HTML-Tags funktionieren ja “toll” :-(

    • evolution sagt:

      @ Sarah,

      ja mir ist aufgefallen, daß Du Dich auf Jethros letzten Absatz bezogen hast. Du wolltest geistreich sein, das ist aber absolut daneben gegangen. Aus “Ich will dann nur noch „Steckt Eure Integration in Euren …..“ sagen.” machst Du “Ich will dann nur noch „Machen wir es mit denen doch genauso, so wie Großvater damals mit…..“ sagen.” Fällt Dir was auf? Polemik schön und gut, aber das ist einfach daneben.

      Zitat: “Das ist eine Unterstellung deinerseits und eine infame außerdem. Denn du unterstellst mir da Ungeheures.
      Ließ nochmal genau, ich habe da nichts bewertet.”

      Stimmt, hast Du nicht. Aber daß Dir nichts besseres eingefallen ist als dieser häßliche Gedankengang, lässt schon tief blicken. Das magst Du nun als infame Unterstellung bezeichnen, aber das kann ich nicht ändern.

  10. PeterLustig sagt:

    Dieses stell dir vor…… Erkundigt man sich nicht vorher über das Land in das man ausreisen möchte? Würde einem das nicht sehr viele negative Überraschungen ersparen?
    1. Sprache lernen. Das weiß man im voraus das in der Türkei türkisch gesprochen wird.
    Für Kinder ist es durchaus machbar 2 Sprachen gleichzeitig zu lernen. Ich kenne viele Menschen aus Russland die hier 2 sprachig aufgewachsen sind.
    2, Wenn ich ein Kind habe, dann weiß auch das dieses in einen türkischen Kindergarten muss.
    Über die Zustände kann man sich im Allgemeinen bei Botschaften erkundigen.
    3. Wenn ich Christ bin, dann sollte ich mich erkundigen wie mit ihnen in der Türkei umgegangen wird.
    Im Allgemeinen werden sie dort verfolgt. Siehe Weltverfolgungsindex.
    4. …usw…
    Nach einem derartigen Schema hätte, oder sollte jede Person erstmal vorgehen bevor sie beschließt die Heimat zu verlassen.
    Ich denke nicht das die Türkei mir einen Dolmetscher für Amtsbesuche zur Verfügung stellen würde (in der BRD wird soetwas gemacht). Ich denke auch nicht das mir die Türkei Begrüßungsgeld bzw. Sozialleistungen am ersten Tag zugestehen würde.
    Unser Geschrei von und über Integration kommt lediglich daher, dass viele nicht einsehen, dass sie sich der Gesllschaft anzupassen haben. Forderungen stellen und sich als unterdrückte Minderheit darstellen ist in Europa derweil oft zu finden.
    Außerdem ist der Vergleich zwischen der eingewanderten türkischen Bevölkerung und einer deutschen Person mit festem Jobangebot in der Türkei nicht wirklich passend.

    • ElHILM BIL-ILM sagt:

      zu 1 – zwei Sprachen sprechende Türken kennst du bestimmt nicht stimmts(die gibt es auch nicht, entweder oder LANN)?

      zu 3 – ja sicher ALLE christen in der türkei werden verfolgt wirklch alle und im Allgemeinen werden hier Farbige in U-Bahnen verfolgt, häuser und wohnungen von türken niedergebrannt und im Allgemeinen werden muslime als terroristen bezeichnet wenn nicht dann wird in dieser richtung vorgeurteilt und danach wird einem erzählt das freiheit in deutschland herrscht und DANACH einen vom weihnachtsmann

    • Metin.T sagt:

      Die Zeiten sind entgültig vorbei wo Tausende Gastarbeiter für 4-5 Jahre nach BRD gekommen sind und daraus 40-50 Jahre wurden….

      Die Bürger der Mittelmeerstatten sind jetzt viel klüger und es kommen weder Griechen Italiener , Spanienier ,Portugiesen noch Türken massenhaft nach Deutschland weder um zu arbeiten noch für den 200-300 Euro im Monat H4 Geld

      In Deutschland zählt nur Leistung Leistung Leistung BIP dein Einkommen
      Aber wo bleibt bitte dann die Familie – Freunde – die Lebensqualität – Freizeit – Erholung und SINN des Lebens!!??

      Denke in den nächten Jahren wird die größte Auswanderungswelle in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eintretten und wird das Land vor bislang ungeahnte Probleme stellen…!!

      Schon jetzt haben die Betriebe probleme neue Mitarbeiter zu finden was passiert in den kommenden 4-5 JAhren wo 10-15 Millionen in die Rente gehen

      Wird man dann den Griechen Italiener , Spanienier ,Portugiesen den H4 kürzen weil Sie nicht nach Deutschland kommen wollen

  11. evolution sagt:

    Jethro, so wie Du die Situation beschreibst, bist Du doch integriert. Wieso fühlst Du Dich dann angesprochen, wenn Integration gefordert wird? Betrifft Dich doch gar nicht, ich versteh’ nicht, wieso Du Dir den Schuh anziehst. Ich komme aus dem Osten und es ist bekannt, daß dort die Ausländerfeindlichkeit höher ist. Wenn das nun jemand erwähnt, bezieh’ ich das nicht auf mich, denn ich bin ja nicht gemeint. Dafür reg’ ich mich über diese in der Regel hinterwäldlerischen Provinzler auf, die in ihrem Leben vielleicht gerade mal 3 “Ausländer” gesehen haben.

    Und genau wie die höhere Ausländerfeindlichkeit im Osten ein Fakt ist, ist es die mangelnde Integrationsbereitschaft so mancher “Nicht-Urdeutschen”, die den vielen, die hier offen und friedlich leben, den Ruf versauen.

    Ich find’ es übrigens schade, daß das Türkisch Eurer Kinder nicht so gut ist, Ihr verpasst damit die großartige Chance, sie zweisprachig aufwachsen zu lassen. Aber da sie noch in den Kindergarten gehen, ist der Zug ja noch nicht abgefahren…

  12. whowatchesthewatchmen sagt:

    evolution sagt was Sache is ..!

  13. Der Moslem sagt:

    Alta, hör auf zu jammern.
    Das Moslemleben ist schon hart genug.
    Kämpfen ist angesagt.

  14. PeterLustig sagt:

    @ElHILM BIL-ILM
    zu 1: ja ich kenne 2 sprachig aufgewachsene Türken.
    zu 3: Wenn ich schon auf den Weltverfolgungsindex verweise, dann solltest du dir den schon angucken. Die Türkei befindet sich nach deren Angaben auf Platz 35. Viele gibt es nicht mehr zu verfolgen, laut Spiegel leben dort nur noch 120.000.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,478091,00.html
    Wenn dir allerdings die Freiheit in Deutschland nicht gefällt kannst du jederzeit gehen.
    Nachtrag: Eines davon war Türkei kritisch. Dafür müsste man mich nach türkischem Recht vor Gericht stellen. Schönes freies Land Türkei.

  15. judoka sagt:

    @Der Moslem
    solltest Du mit “Kämpfen ist angesagt” die Integrations- und Bildungsunwilligen türkischen Landsleute meinen, so gebe ich Dir recht.
    Die sollten langsam anfangen den Arsch zu heben und um ihr “Überleben” zu kämpfen. Die Geldquellen werden auf Dauer kleiner gedreht und vor allem auch die Unterstützung von Oma, Opa, Mama und Papa wird zunehmend schwieriger.

  16. Türkin 23 sagt:

    Also ..
    Deutschland spricht hier von fehlgeschlagener Integration, jedoch bedenken die auch nicht, dass Deutschland es gar nicht zulässt.Oft vergessen einige das Anwerbeabkommen einiger Länder. Dann verstehe ich nicht, warum viele mit der Aussage : raus mit den Ausländern ankommen! JA wir wurden gerufen um zu helfen, es hat uns gefallen und wir sind geblieben… Wir werden bleiben.. wir dürfen auch bleiben das bestimmen die Menschen, die Ihr immer wieder aufs neue wählt, mit uns gemeinsam ;-) . In Istanbul gibt es Kirchen und andere Gebetshäuser, deren Gärten und Fassaden durch unsere Bürger der Türkei gehegt und gepflegt werden. Ich will euch nur daran erinnern, dass die 1.Kirche in der Türkei gebaut wurde! So solle doch einer mit der Aussage kommen, dass die Muslims keine andere Religionen tolerieren/akzeptieren! Also, soviel zum Thema Integration. Ja, ich bin eine integrierte Türkin. Ich bin der deutschen Sprache mächtig, habe viele deutsche um mich herum etc! Erinnerung : Tayyip Erdogan sprach hier von Asimilation! Integration müsse „immer eine Gemeinschaftsleistung“ von Migranten und Deutschen sein. Kommen wir auf die Nazis zurück, die 8 Türken umgebracht haben..
    Diese Menschen haben sich hier in Deutschland eine Existenz aufgebaut. Näheres will ich nicht erläutern

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