26

Was uns die Allensbach-Studie über die Gesellschaft verrät

Die Financial Times Deutschland veröffentlichte am 29.09.2010 die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach:

Mehr als die Hälfte aller Bundesbürger sieht in muslimischen Migranten eine Belastung für Deutschland: 55 Prozent urteilen, dass diese Einwanderergruppe “sozial und finanziell wesentlich mehr gekostet als wirtschaftlich gebracht hat”.  Lediglich ein Fünftel der Befragten zieht eine positive Bilanz. Besonders groß ist die Skepsis in Ostdeutschland: Dort fällen 74 Prozent ein negatives Urteil über muslimische Migranten, im Westen sind es 50 Prozent.

Darüber hinaus glaubt mehr als ein Drittel der Bevölkerung, dass Deutschland durch die Einwanderer “auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer” wird. Die Migranten seien schlechter gebildet und bekämen mehr Kinder. In Ostdeutschland haben die Pessimisten sogar eine relative Mehrheit: 37 Prozent stimmen der Verdummungs-These zu, nur 33 widersprechen ihr. Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin erhält für seine kritischen Äußerungen zur Migration weiter großen Zuspruch: 60 Prozent geben ihm überwiegend recht, nur 13 Prozent lehnen seine Thesen ab.

Wie so oft verrät die Allensbach Studie mehr etwas über diejenigen, die befragt wurden als über den Gegenstand der Befragung. Wer muslimische Migranten ablehnt und sie als Bedrohung auffasst, erfüllt im Kern die wesentlichen Elemente jeder feindseligen Geisteshaltung, die auch Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie, Sexismus usw gemeinsam haben. Der gemeinsame Kern dieser Phänomene besteht im wesentlichen aus den folgenden beiden Eigenschaften:

  1. Es wird eine ablehnende Haltung gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen angenommen.
  2. Es wird eine Ideologie der Ungleichwertigkeit angenommen. Die Unversertheit der eigenen Gruppe wird dabei in Frage gestellt.

Eine kleine Erläuterung bedarf vielleicht der zweite Punkt. Die Ideologie der Ungleichwertigkeit besteht darin, dass die eigene Kultur als höherwertig und die der Muslime als minderwertig betrachtet wird. Die Unversertheit der höherwertigen deutschen Kultur wird dabei durch Aussagen wie “Deutschland wird wegen der ungebildeten Migranten, die viele Kinder bekommen auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer” in Frage gestellt.

Die Ergebnisse der Studie zeichnen somit eher ein desaströses Bild von Teilen der deutschen Gesellschaft als das sie irgendetwas über muslimische Migranten aussagen. Interessant dabei ist, dass die Ablehnung ausgerechnet dort am höchsten ist, wo es nahezu keine Muslime gibt. Ebenso interessant ist, dass ausgerechnet der Teil der Republik, der selbst am finanziellen Tropf hängt und über eine hohe Arbeitslosenquote verfügt anfällig dafür ist andere Gruppen als finanzielle Belastung zu sehen. Was natürlich nicht fehlen durfte ist, dass der Teil der Republik, dem man Verdummung und Vergreisung nachsagt, diese Demütigung nun an muslimische Einwanderer weitergibt.

Wie soll ein Muslim nun einem Deutschen gegenübertreten? Die Ergebnisse der Studie legen den Verdacht nahe, dass ein Deutscher mich mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen lästigen und ungebildeten Untermenschen hält, der sowohl sein Volk als auch seine Kultur infiltriert. Wie kann unter solchen Vorraussetzungen eine Integration gelingen, die für ein gleichberechtigtes und respektables Miteinander steht? Ohne Willkommenskultur auf deutscher Seite reduziert sich das Wort “Integration” zu einem reinen technischen Begriff, der  muslimische Migranten auf den Knien vor der deutschen Leitkultur kriechen sehen will.

Kategorie: Deutschland, Muslime


Ähnliche Beiträge:

26 Kommentare

  1. Tayfun Eser sagt:

    eine “”"”Willkommenskultur auf deutscher Seite”"”" existiert nicht, punkt.

  2. El Kahane Chai II sagt:

    Ich denke, das kann man noch mehr pauschalisieren:
     
    Wer seine Haustür doppelt abschliesst, der ist ein Kommunistennazi, ein Kindermörder, ein Dinosaurierkiller und eine Kartoffel. Richtig so? Ich möchte mich auch zum Autor bewerben!
     
    Apro pos Autoren: Wieviele Autoren gibt es hier eigentlich wirklich? Ich habe irgendwie den Eindruck, es sind wesentlich weniger als es auf den ersten Blick scheint. Denn die Dukti gleichen sich erstaunlich und die Administratoren schalten erstaunlich paralell Kommentare frei und geben selbst welche unter myseriösen Namen ab (Wir wissen doch nur PImaten sitzen am Samstag vor dem Computer, Türken arbeiten).

  3. Ben sagt:

    Was stellt Ihr euch denn unter dem Begriff “Integration” vor? Und wieso braucht man zwingend eine Willkommenskultur, damit das klappt?

  4. Ben sagt:

    Gibt es woanders auf der Welt eine “Willkommenskultur”? Bei den Amerikanern? Den Kanadiern? In Saudi-Arabien? In der Türkei? In Japan? Was erwartest du überhaupt?

  5. Ben sagt:

    Wenn “Willkommenskultur” wieder als so was gedeutet wird, wie “Akzeptiert uns so, wie wir sind!”, dann lautet die Antwort “Nein! Ihr bekommt keinen Blanko-Scheck!”. Spinnt Ihr eigentlich? Kein einziger Mensch in unserer Kultur bekommt einen Blanko-Scheck, nicht mal die Ostdeutschen. Die mussten ungefähr 15 Jahre massiv mit einem extrem negativen Image wegen der Nazi-Attacken im Osten kämpfen. Erst in den letzten 5 Jahren wurde das langsam besser. Diese Leute wurden aus genau dem gleichen Grund alle negativ gesehen, warum es nun die Muslime trifft: Sie hatten sich der brutalen Gewalt aus ihren eigenen Reihen zu lange nicht entschieden entgegengestellt, sie abgestritten, und sie teilweise unter der Hand sogar gerechtfertigt. Die Strafe war für jeden Ostdeutschen Verachtung oder zumindest massives Misstrauen. Diese Strafe trifft heute die Muslime, aus exakt den gleichen Gründen. Denkt mal darüber nach!

  6. Ben sagt:

    Würdet ihr einen Vergewaltiger so akzeptieren, wie er ist? Was wäre los, wenn in euren Familien und in denen aller eurer Freunde und Bekannten die Kinder auf einmal anfangen würden, Atheisten zu werden, jeden Tag Schweinefleisch zu essen, und all das mit der Aussage “Akzeptiert uns, wie wir sind!”? Würde das so gehen, komplett ohne Konflikte?

  7. Maghrebi sagt:

    Sehr guter Schlussatz :) !!
    Solange unsere beiden Kulturen nicht auf gleicher Höhe sind, bedeutet Integration dass die deutsch-germanische Kultur unsere übernimmt. Migrantennachfahren sollten endlich mehr für ihre Position und Kultur tun als im Hinterhof nur zu beten und abwarten bis der Angel-Saxe mir erlaubt mal nur eine Moschee zu bauen. Es ist traurig dass wir fast NUR in der Moschee (und ein paar Restaurants) ein Stück deutsch-orientalische (deutsch-türkische, deutsch-arabische usw.) Heimat finden. Genau das machen Migranten (vor allem) falsch und nicht dass sie sich nicht “germanisch” genug verhalten! Nieder mit der Leitkultur, die nur ein morderner Rassismus ist! Denn nicht alles läuft nicht nach eurer Nase allein!
    http://www.youtube.com/user/RezaSalaam?feature=mhum#p/f/13/glSOH3gLvHs

  8. Mirak H. sagt:

    ” Die Ideologie der Ungleichwertigkeit besteht darin, dass die eigene Kultur als höherwertig und die der Muslime als minderwertig betrachtet wird. ”
     
    (fast) jeder sieht seine kultur als höherwertig an. das ist chauvinismus, finde ich garnicht so schlimm…
     
    wobei meine kultur natürlich in wirklichkeit die allerbeste ist…

  9. Al-Lat sagt:

    ich habe mal nachgezählt wieviele Freund/innen und Bekannte mit einem Migrationshintergrund ich habe: 3Italienerinnen, 2 Italiener,2 griechFamilien, 1 Freundin aus Eritrea, , 1Nigerianer, 1Indonesierin(kath.), 2Freundinnen aus Kasachstan. Wenn ich nachdenke werden es bestimmt noch mehr. Alle haben einen Beruf oder haben zumindest eine Arbeit. Niemand bezieht Transferleistungen. Alle sind völlig integriert. Keine/r hat je eine “Willkommenskultur” an Deutschen vermisst. Alle haben die Chancen die dieses Land bietet wahrgenommen. Warum können die das?

  10. judoka sagt:

    “Ohne Willkommenskultur auf deutscher Seite”
    Haben wir mehr als 30 Jahre gehabt und es hat auch zu Anfang recht gut geklappt. D.h. 80 % haben die ausgestreckte Hand angenommen und leben mit uns zusammen.
    Siehe insofern den ähnlich gelagerten Artikel “Deutsche mögen keine Muslime”, welcher glücklicherweise den nachstehenden Teilvergleich dabei hatte:
    “Der Studie zufolge fühlen sich über zwei Drittel der Zuwanderer (69 Prozent) in Deutschland wohl. Die meisten empfinden sich überwiegend als Teil der deutschen Gesellschaft (58 Prozent), nur für fünf Prozent trifft dieses nicht zu. Das Vertrauen von Menschen mit Migrationshintergrund in den Staat und seinen Institutionen ist teilweise deutlich größer als das der Bevölkerung insgesamt: Den Gesetzen vertrauen beispielsweise 80 Prozent der Migranten, in der Gesamtbevölkerung sind es nur 58 Prozent. Auch die Zufriedenheit mit dem Leben in Deutschland ist bei Zuwanderern sehr ausgeprägt: So sind 79 Prozent mit ihrer Arbeit zufrieden, 77 Prozent mit ihrer jetzigen Wohnsituation.”
    .
    ” Ebenso interessant ist, dass ausgerechnet der Teil der Republik, der selbst am finanziellen Tropf hängt und über eine hohe Arbeitslosenquote verfügt anfällig dafür ist andere Gruppen als finanzielle Belastung zu sehen”
    Das ist doch ein mehr als normales Verhalten. Erstens haben beide Seiten sich u.U. schon in der Schule kennengelernt und beide die Schule abgebrochen und haben Zeit sich laufend zu begegnen. Beide haben nichts und sind neidisch auf andere die etwas haben. Wie logisch ist es da dem anderen jeden hingeworfenen Brocken abspenstig zu machen.
    Viele dieser Deutschen sehen sich aufgrund der immer schlechter werdenden Perspektive in ihrer Existenz bedroht.
    .
    Bevor jetzt wieder bei der Schriftfarbe braun gewählt wird. Ja so etwas haben wir in noch mehr zugespitzter Form schon mal gehabt. Nur ist diesmal die Gefahr dabei, dass die Gegenseite aus dem “religiösem” Untergrund angespornt wird.

  11. judoka sagt:

    an die betreuenden Admin – irgendwie ist es recht lächerlich, wie hier die Freischaltung gehändelt wird.
    Die ganze Woche über ist keine Freischaltung erforderlich und jetzt doch mal wieder.
    Geht es nach der Willkür des Diensthabenden oder welche Kriterien werden angewendet.
    Eine ähnliche Frage wurde bereits schon gestellt.
    Entweder man ist an einer Unterhaltung interessiert oder nicht.
    Insofern wäre eine Antwort auch hilfreich.

  12. Al-Lat sagt:

    Tayfun Eser: Warum benötigt ihr  so zwingend eine “Willkommenskultur”?
    Ich verstehe das wirklich nicht. Keiner der Migranten, ausser den Muslimen hat das je vermisst.  Was soll der sch…..ß?

  13. Ben sagt:

    Übrigens wurde 1965 der Kölner Dom den Muslimen zum Gebet freigegeben. Zu einer Zeit, wo Deutschland drastisch intoleranter und ausländerfeindlicher war, als das heute der Fall ist. Das nenne ich mal Willkommenskultur! Die freundschaftlich ausgestreckte Hand gab es mindestens bis zum Jahr 2001, eher aber noch trotz des muslimischen Terrors bis 2005. Dass der Wind nun etwas schärfer geworden ist, kann man uns ja wohl nach all den Dingen, die passiert sind, kaum vorwerfen. Alles, was wir nun tun, ist die Regelungen aus dem Grundgesetz scharf einzufordern. Wir fordern Toleranz, Hilfsbereitschaft und Friedfertigkeit von euch, und das wird immer und jeden Tag unser Recht bleiben, ganz egal wie laut ihr auch dagegen anschreit, und dies als typisch Germanische (Schlappschwanz?)-Kultur diffamiert! Wenn ihr es wirklich darauf ankommen lassen wollt, dann sage ich ganz klar, dass diese kulturellen Werte dem Hass und der Intoleranz überlegen sind, und auch immer höherwertig bleiben werden. Akzeptiert das, oder haut ab! Wir können gut miteinander leben, aber wir werden uns gegen diejenigen von euch wehren, die nicht tolerant, nicht hilfsbereit oder nicht friedfertig sind. Damit müsst ihr leben.

  14. Al-Lat sagt:

    ich weiß wirklich nicht was die Muslime mit “Willkommenskultur” meinen.
    Vielleicht wissen sie es selbst nicht? Alle Sozialsysteme (Krankenkasse für die gesamte Sippe), Kindergärten, Schulen,Ausbildung bei Leistung, Arbeitsplätze bei Leistung und, und, und… stehen den Migranten offen. Was wollen sie noch?

  15. Maghrebi sagt:

    @ Ben
     
     
     
     
    Also Ben, ich war in  den USA und Kanada, ich habe auch Verwandte in beiden Ländern und gut dass du es erwähnst, aber JA, JA und JA die Amerikaner und v.a. Kanadier auch wenn nicht fehlerfrei, haben in ihrem Kern eine Willkommenskultur, das merkt man sofort! Genau an diesem Prinzip muss man in Deutschland arbeiten. Ich empfehle hierzu ein Buch, das auch genau dieses Thema (inklusive detaillierter Vergleich mit anderen Ländern wie USA) behandelt: “Deutsche Türken.Türk Almanlar : Das Ende der Geduld.” ISBN: 3-499-13426-8 (sehr altes Buch, was zeigt wie alt das Thema ist!)

  16. Maghrebi sagt:

    Genau solche Deppen wie du (und paar andere) sind das Problem!

  17. Kamill sagt:

    .
    Hallo Maghrebi
    .
    was wir als Grundsätzliches Erwarten können ist, das ihr euch an

    Recht und Gesetz haltet, aber das tut ihr nachweislich überdurchschnittlich weniger als Deutsche oder Einwanderer aus anderen Ländern
    .
    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Rechtspflege/Strafverfolgung/Tabellen/Content75/AuslaendischeVerurteilte,templateId=renderPrint.psml
    .
    Das alleine zeigt und erklärt die vielen Vorbehalte gegen euch,

    .
    und ja diejenigen von Euch die sich Integrieren das heißt an Recht

    und Gesetz halten, die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten kurz

    ganz Normal sind haben leider das Pech mit in den Topf geworfen

    zu werden.
    .
    Das es nicht hilft, wenn nach dem neusten Ehrenmorde nur ohrenbetäubendes Schweigen aus euer Gruppe zu hören ist
    wie auch nach 9/11 London und Madrid lässt vermuten

    das dieses für euch Akzeptables Verhalten ist…
    .
    Es gibt Fatwas zu Karrikaturren aber zum angehenden Völkermord im Sudan begannen von Muslimen haben wir von euch noch nie was gehört…
    .
    Und wenn man sich die Muslimischen Länder betrachtet was Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit
    Rechtsstaatlichkeit angeht ist dieses auch nicht gerade Vertrauenserweckend…
    .
    Wir wollen unser Menschenrechte und Demokratie gerne behalten.
    .
    Gruß
    .
    Kamill

  18. Maghrebi sagt:

    -> @Mirak. H über Chauvinsimsus….

  19. Maghrebi sagt:

    @ Kamill
    Ich verstehe was du meinst und du hast nicht ganz Unrecht was Muslime angeht. Was islamische Länder angeht, hat das nichts mit der Religion, Ethnie oder sonst was zu tun, sondern v.a. Armut, und das kannst du auch nicht der Religion anhängen, Indien ist auch total im A…. wie man sieht.
    Selbstkritik ist immer gut, aber man kann sich auch unterwürfig machen. Sowohl der, der nur allen anderen die Schuld geben möchte und mit dieser totalen Arroganz in ertser Linie sich slebst verletzt als auch der, der über die Ungerechtigkeiten an die eigene “Gemeinschaft” hinwegschaut und NUR die eigene Gemeinschaft kritisiert, ja verletzt, und somit in die Rolle des “Sklavenaufsehers” schlüpft und sich selbst stolz als “guter” Ausländer sehen möchte um bei den “wahren” Deutschen mehr anerkannt zu werden, liegt falsch. In diesem Buch steht auch was über die Ansicht die du vertrittst und ich hoffe das du darüber nachdenkst, auch wenn du nicht mit mir einer Meinung bist. PS: Du kannst auch darüber nachdenken auch wenn du Ex-muslim bist ;)

  20. Mirak H. sagt:

    ???

  21. Kamill sagt:

    .
    Hallo Maghrebi
    .
    Das deiner Meinung nach der Zustand der Muslimischen Länder
    nichts mit den Muslimen zu tun hat ist aus meiner Sicht
    überhaupt nicht Nachvollziehbar !!!
    .
    ps ich bin Deutscher und auch kein EX-Muslim
    wie sie darauf kommen ist mir unbegreiflich !
    .
    Gruß
    .
    Kamill
    .
    .
    Ps Auch habe ich nirgendwo behauptet das Deutschland
    perfekt sei, aber es ist Gerechter und bietet mehr
    Individuelle Freiheit als jedes Muslimische Land.
    .
    Darüber bin ich Froh und möchte es gerne so behalten.

  22. Simply sagt:

    @kamill
    zu: “Das es nicht hilft, wenn nach dem neusten Ehrenmorde nur ohrenbetäubendes Schweigen aus euer Gruppe zu hören ist
    wie auch nach 9/11 London und Madrid lässt vermuten

    das dieses für euch Akzeptables Verhalten ist…”

    dazu habe ich Einwände. Was soll ich tun, wenn verrückte Fanatiker einen terroristischen Anschlag ausüben? Soll ich auf die Straße gehen und Demonstrieren? Leider bringt das die Toten auch nicht mehr zurück, wenn würde ich es ja gerne machen aber so? was soll ich tun? Soll ich im Internet einen Blog schreiben, wie grauenhaft und inakzeptabel ich dieses Vergehen finde? Wer wird es lesen, wem interessiert es? ich kann dir doch auch nicht sagen, du musst dich zu den Taten von Pädophilen Priestern äußern, es als abscheuchlich abstempeln und dich an einer Demo beteiligen. Das ist doch fü mich selbstverständlich, dass nich jeder Mensch, christlichen Glaubens, so ein Schwein ist, genau wie nicht jeder Moslem ein Terrorist ist.. Deswegen verstehe ich das nicht. In einer Diskussion, gebe ich meine Meinung zu dem Thema, aber was soll man noch tun?
    .
    wie schon öfter betont, ich liebe Deutschland, es ist meine Heimat und mein Zuhause. Aber in letzter Zeit wird es hier immer unerträglicher. Überall gibt es die Diskussionen um die Integration und um unseren Glauben, der ach so terroristisch ist. Für die einen bin ich keine Muslima, weil ich westliche Werte mit meinem Glauben vereinbare, für die anderen bin ich die Türkin, die wie alle anderen auch nur auf den bestimmten Augenblick wartet negativ in Erscheinung zu treten und vorallem bin ich eins, eine “Deutschlandhasserin” weil ich keinen deutschen Pass habe, aber keiner fragt nach dem Warum. Ernsthaft, wie soll man damit umgehen. Einerseits bin ich voll integriert und andererseits werden ich zu 90 % in den gleichen Topf wie die vllt. 20% nicht integrierten Menschen. Wie soll man damit umgehen? Wie soll ich damit umgehen? Vielleicht ist das alles am Thema vorbei, aber so fühlt es sich gerade nunmal an.
    .
    In dem Augenblick wo ich genau weiß, wo ich hingehöre, kriege ich einen derben Schlag ins Gesicht und man schreit “wir wollen dich nicht”! (das ist das Gefühl was viele gut integrierte Menschen momentan haben.)

  23. judoka sagt:

    Eine Lösung wäre, wenn die 80 % hier integrierten mal gegen ihre 20 % Hetzer auf die Straße gehen würden und für ihre hier hart erarbeiteten Rechte demonstrieren.
    Insbesondere bei Kundgebungen der “ach so harmlosen” Islamistischen Verbände. Das sind nämlich diejenigen, die aus dem Untergrund mit immer wieder neuen Aktionen, Forderungen, Aufrufen und Veröffentlichungen  Unruhe und Unzufriedenheit in Europa verbreiten.
    Sollten sie den Prozentualen Anteil der türkischen Mitbürger in Zukunft deutlich verschieben, kann sich jeder an fünf Fingern abziehen, welche Zustände wieder Einzug in den Familien halten.
    Dann @ Simply brauchst auch Du nicht mehr darüber nachzudenken, zu welcher Seite Du gehörst, was Du tun und lassen kannst, darüber entscheiden dann wieder Deine männlichen Verwandten.

  24. Simply sagt:

    @jduoka
    ich betone gerne noch einmal, wir sind Aleviten, wir sind Moslems aber haben nichts mit der Sharia am Hut, unsere Art der Auslegung des Islams, ist schon seit den Anfängen des Islams nicht so wie die der Sunniten. Eine Frau ist einem Mann gleichgestellt, deswegen bitte ich dich hier zu differenzieren, bei uns gibt es so etwas nicht.
    .
    und was passiert wenn wir auf die Straße gehen? Meinst du die werden aufhören radikal zu sein? nicht wir allein müssen auf die Straßen gehen, sondern alle zusammen. Wir alle müssen sagen so bis hier her und nicht weiter, es liegt nicht nur in der Hand der gut integrierten Migranten, wir müssen als Deutshcland auftreten, aber das wird nicht getan.

  25. judoka sagt:

    @Simply
    sorry – habe ich nicht dran gedacht.
    Ich vermute, aber das wir Dir draußen auf der Straße öfter passieren, dass man Dich mit in den einen Topf steckt.
    Du hast natürlich recht – aber ich habe z.b. noch keine türkischen Mitbürger auf einer Demo gegen “braun” gesehen. Insoweit wäre es natürlich eine Sache aller sich hier wohlfühlenden Bürger in nächster Zeit wachsamer zu sein und rechtzeitig zusammen zu halten.
     

  26. Simply sagt:

    @judoka
    nicht schlimm, ja das passiert leider sehr oft.
    bei uns gibt es keine Demonstrationen, ist halt zu klein dafür, aber das wäre ja auch mal ein Anfang, die sollen mitdemonstrieren. Wäre ich in einer Großstadt wäre ich 100 pro dabei um gegen Rechts zu protestieren. Ja das ist enorm wichtig, wir müssen alle zusammenhalten und dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, aber das geschieht leider momentan.

Hinterlasse einen Kommentar

Absenden

© 2012 AggroMigrant.
.

Switch to our mobile site