Es wird von Migranten verlangt das Sie sich integrieren sollen. Doch die Frage ist: Wie sollen sich Migranten integrieren, wenn man von Migranten eine Assimilation verlangt. Letzte Woche kam ein Arbeitskollege in mein Büro und sagte, dass ich Ihn mit meinem Telefongespräch auf Türkisch gestört hätte. O-Ton: “Ich kann gar nicht verstehen was im Gespräch abgelaufen ist!”. Daraufhin habe ich gesagt, dass er dann mal Türkisch lernen sollte. Ich habe schließlich ja auch Deutsch gelernt,
. Weitere drei Kollegen kamen dazu und haben dann auch noch was gesagt. Einer von denen war sehr gut. “Ohne die deutsche Sprache können sich Migranten nicht integrieren”. Daraufhin habe ich gesagt: “Ja, da stimme ich euch zu, aber ich habe viele türkische Freunde, die seit Jahren in Deutschland leben und super Deutsch sprechen können. Außerdem haben Sie studiert, sind z.T. Anwälte, Ingenieure, Ärzte geworden. Trotzdem haben Sie nicht soviele deutsche Freunde. Kannst du mir mal sagen voran das liegt? Sind die jetzt integriert oder nicht?”. Antwort: “Äääh, mmmm, oooh”.
Was sagte mal die CDU/CSU zur deutschen Sprache:
Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur Integration
Integration ist eine Querschnittsaufgabe und erstreckt sich auf Bereiche wie Sprache, Bildung und Ausbildung und auf allen Ebenen – Bund, Ländern, Kommunen, Gemeinden, sagte die Staatsministerin Maria Böhmer bei einem Fachgespräch Integration der CDU/CSU-Fraktion.
Dem ist zuzustimmen, aber was wollen viele Bio-Deutsche eigentlich? Eine Assimilation. Was ist eine Assimilation?
Ich sollte meine Haarfarbe ändern, täglich 3-mal meinen Bart rasieren, kein Schnurrbart tragen, Kopftuch sowieso nicht, Schweinefleisch essen, abends ein Paar Bier trinken und und und…
Auch wenn ich all das mache, bin ich immer noch nicht integriert, weil ja mein Name nicht Hans ist.
Erinnern wir uns: N-TV:
Bewerber mit türkischen Namen werden einer Studie zufolge auf dem deutschen Arbeitsmarkt benachteiligt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Konstanz. Die Forscher hatten rund 1000 Bewerbungen auf Praktikumsstellen für Wirtschaftsstudenten verschickt und ihnen per Zufall einen Namen eindeutig deutscher oder türkischer Herkunft zugeordnet. Ergebnis: Die Bewerber mit türkischen Namen erhielten 14 Prozent weniger positive Antworten. In kleineren Unternehmen war die Chance auf ein Vorstellungsgespräch sogar um 24 Prozent geringer.

@ Wessi
Ich hoffe du meintest ,genösse’. Sofern du natürlich mit ,sie’ mich meintest. Wer das als Korinthenkackerei bezeichnet, vergisst, dass es schlichtweg falsch ist. Ich bin keine Muslima, keine Jüdin und auch keine Christin.
Wieder ein Beweis dafür, wie wichtig es ist, eine gemeinsame Sprache zu haben – und natürlich dass sie jeder beherrscht.
Eine Szene letzten Winter auf einem Fuß- u Radweg:
Ich bin mit meinem Fahrrad unterwegs und klingle um mich anzukündigen (es sind kleine Kinder dabei, besser die Eltern wissen, da kommt ein Rad). Klar Fußgänger haben Vorrang, aber ich darf doch wenigstens vorbei, oder? Auf meinen Hinweis, dass dies ein gemeinsamer Weg ist, kommt nur ein ‘hier nix Farrat, Farrat auf Strasse’.
Och nöö…
@Nini –
da musst Du ihnen nicht böse sein.
Die fahren halt nicht so oft mit dem Rad.
Übrigens ein Zeichen der Integration in meiner Stadt: Die VHS hat in diesem Sommer Fahrrad Kurse für türkische Frauen angeboten….
@judoka
Das ist doch jetzt nicht dein Ernst… Scheint das Äquivalent zum Erwachsenen-Anfängerschwimmkurs zu sein.
Ich finde das leider kein Zeichen von Integration, sondern eher das Gegenteil.
Ich werde das Fragezeichen, dass sich bei mir gerade im Kopf auftut, noch eine ganze Weile mit mir rumtragen.
So sieht es aus: ?
Oh – dann wirst jetzt bestimmt darauf achten, wie viel türkische Mitbürger dir mit dem Fahrrad begegnen.
Bei den Jungens kann ich es verstehen, so ein BMW Emblem oder ein Mercedes Stern macht sich sch……, man kann schlecht zu viert rumfahren, die Musik lässt zu wünschen übrig und außerdem hat Sixt solche Dinger gar nicht – obwohl es ja auch irgendwie Cabrios sind.
@judoka
Ich finde solche Pauschalisierungen nicht gut. Selbst wenn ich jemanden auf der Strasse Türkisch sprechen höre, kann ich nicht wissen, ob derjenige Türke ist. Woher soll ich das durch bloßes Anschauen wissen? Würdest du mir auf der Strasse begegnen, wäre ich in deinen Augen wohl eine radfahrende Türkin… tja.
Ich weiss, daß du es überspitzt formuliert hast. Aber was weisst du wirklich darüber?
OK – dann jetzt mal im Ernst.
Auch unter der Berücksichtigung, dass man nicht unbedingt jemand direkt auf der Straße als Türke/in erkennt, ist es aber tatsächlich so, das es bei uns angeboten wurde.
Mir ist es tatsächlich auch erst nach dieser Aktion bewusst aufgefallen, das es ein Thema ist.
Finde ich auch nicht negativ – aber ich war sehr verwundert. Habe allerdings in letzter Zeit auch noch nicht daran gedacht im Bekanntenkreis einmal nachzufragen. Aber vielleicht bekommen wir ja hier eine Antwort.
Die Integrationsdebatte ist einzig und allein eine Bildungsdebatte. Und die Voraussetzung für jede vermittelte Bildung ist die Srache, in der sie vermittelt werden soll.
Wobei nichts davon mit Sarrazins “Vererbungslehre” zu tun hat.
Was sich aber leider durch Erziehung vererben läßt, ist ein erschreckender Mangel an Neugier und Lust auf Bildung.
Kennt man aber auch in der deutschen Provinz. Somit ist das nichts neues.
In Metropolen geht man häufiger ins Theater als im Bayerischen Wald. War auch schon immer so.
Nur die deutschen Dummen haben den Vorteil, daß die Sprache von Geburt an klappt. Weshalb vieles nicht so direkt auffällt.
Im direkten Umfeld meines Sohnes kenne ich viele nette und kluge ausländische Kinder, -mein Sohn hat einen großen Freundeskreis-, deren wirklich einziges Problem ist: Ihre Eltern, obwohl schon 10 Jahre oder noch viel länger dauerhaft in Deutschland, haben nie wirklich Deutsch lernen wollen, weshalb sie jetzt auch ihre Kinder nicht unterstützen können, weil sie die Schulbücher nicht lesen können.
Sprache ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt zu jeder Chance von Ausbildung.
Nur mit “Was guckst Du” kommt niemand in keinem Land weiter als zum abgebrochenen Hauptschulabschluß hier. Und sollte sich gar noch eine Religion einmischen, dann ist ohnehin völliger Feierabend. Das kenne ich von uns Christen. Da reichen ein bis zwei verschämte Blicke in die Geschichte.
Nur hatten wir Voltaire und die Aufklärung. In dem Punkt hinken unsere muslimischen Mitbürger uns ein wenig hinterher.
Gleichwohl es noch viele der unsrigen heute gibt, die so tun, als seien sie weit vor der Aufklärung geboren!
Diesen neutralen Kommentar könnte man in jeden derzeit hier aktuellen Artikel einstellen – er trifft überall zu.
@judoka:
Wenn Du meinen meinst, hast Du ihn nicht richtig gelesen.
Gruß Ralph