Kennt Ihr die MJD? Einige von Euch haben davon sicherlich mal was gehört. Für die anderen jetzt eine kurze Vorstellung: MJD ist die Muslimische Jugend in Deutschland e.V. mit Sitz in Berlin. Seit 1995 engagiert sich dieser Verein für die Integration und Weiterbildung von muslimischen Jugendlichen in Deutschland. Mitglied werden kann jeder Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren. Hier könnt ihr Euch noch mal schlau machen über den Verein und ihr Anliegen.
Doch wieso schreibe ich hier über die MJD? Ganz einfach, weil es wunderbar passt in die Reihe “Muslimische Organisationen sind zwar gut, scheinen aber gefährlich zu sein”. Die MJD ist nun “endlich” auch im Verfassungsschutzbericht der Bundesregierung vertreten. Der Vorstand der MJD weist diese Anschuldigungen in einer Pressemitteilung entschieden zurück. Nachfolgend findet Ihr einen Auszug aus der Pressemitteilung. Die ganze Mitteilung samt Dokumentenanhang findet ihr hier.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (VS) erhebt in seinem am 21.06.2010 veröffentlichten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2009 diverse Anschuldigungen gegen die Muslimische Jugend in Deutschland e.V. . Diese Anschuldigungen sind allesamt haltlos und lösen bei Mitgliedern und Kennern der MJD Bestürzung und Unverständnis aus. Der offensichtlich konstruierte Verdacht mangelnder Verfassungstreue und der Mangel an persönlichen Kenntnissen der Aktivitäten des Vereins lässt die Arbeitsweise des VS fragwürdig erscheinen.
Die MJD ist eine unabhängige Jugendorganisation, die von Jugendlichen für Jugendliche gegründet wurde und sich als eine deutsche Organisation von jungen deutschen Muslimen versteht. Trotz der kulturellen und ethnischen Vielfalt unter den Mitgliedern der MJD, ist Deutschland Heimat und Lebensmittelpunkt zugleich. Dies drückt sich insbesondere darin aus, dass bei allen MJD Aktivitäten deutsch Umgangs- und Veranstaltungssprache ist. Wir leben Jugendlichen muslimischen Glaubens vor, dass unser Glaube und unser Leben in Deutschland in keinem Widerspruch zu einander stehen, auch wenn sowohl manche Muslime als auch Nichtmuslime anderes behaupten.
Ich war mal bei einem Meeting der MJD. Das ist nun ein paar Jahre her und ich muss sagen, dass ich zum ersten mal Hunderte muslimische Jugendliche aller möglichen Nationalitäten zusammen in einem Camp (nein, kein Terrorcamp) gesehen habe. Und sie haben zusammen gewohnt, zusammen gespielt, zusammen Vorträgen gelauscht, zusammen gebetet, zusammen gesungen, zusammen Spass gehabt und noch viel mehr. Dort konnten sie Kontakte knüpfen und sich weiterbilden. Auch bei den Vorträgen konnte ich nichts verfassungsfeindliches entdecken. Vielmehr wurde und wird versucht, den Jugendlichen das Selbstbewusstsein und die Kenntnisse zu vermitteln, um die eigene Religion im Einklang mit den Gegebenheiten in Deutschland auszuleben. Zwei Dinge verbinden diese jungen Menschen: die Religion und die deutsche Sprache. Und wer sich mal auf die Webseite der MJD verirrt, wird sehr ausführliche Informationen zu den Events und Intentionen finden. Doch wieder wird seitens Behörden und Pseudoexperten vermutet, dass eine wirklich integrationsfördernde Arbeit von Muslimen dem Zweck dient die deutsche Verfassung zu unterjochen. Schade, wieder wird den integrationswilligen Muslimen der Boden unter den Füssen weggezogen. Die haltlosen Anschuldigungen werden in der längeren Pressemitteilung völlig entkräftet. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Also, lesen lohnt sich.
Noch ein Satz zu den lieben Muslimen: Lasst Euch nicht unterkriegen. Macht weiter und fördert weiterhin die Integration und das friedliche Zusammenleben in Deutschland. Die Vermuter, Verleumder und Verhinderer sollen sich richtig schämen.

Lieber Braveheart,
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süß, wie du mit der ungenauen deutschen Übersetzung eines arabischen Textes arbeitest. Im arabischen Original steht an der Stelle nicht “Freund” sondern “wali” – und das ist was ziemlich anderes.
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Außerdem scheint bei dir noch nicht angekommen sein, dass “deutsch” und “Muslim” sich nicht ausschließen. Wenn du also forderst, dass die muslimischen Kindern genauso mit dem “deutschen Jungen aus der Nachbarschaft” spielen sollen wie es der kleine Katholik auch tut, macht das unter Umständen kein bisschen Sinn, weil der Kleine vielleicht selbst Deutscher ist. Nicht wahr?
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Lieber Chinook,
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hier hätten Sie sich erst mal über die MJ informieren sollen. Lesen Sie mal das “mission statement” auf der MJ-Webseite, dann können wir weiter reden. (Dann sehen sie nämlich, dass die MJ sich sehr wohl von dem all dem, von dem sie es fordern, distanzieren.)
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Und der Text von Christine Spuler-Stegemann, den Sie zitieren, reißt Sie leider auch nicht raus. Die Dame steht der evangelikalen Bewegung etwas zu nahe, als dass ich ihr Urteil in Bezug auf den Islam ernst nehmen könnte.
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Gruß
von der Lieselotte
“Lesen Sie mal das “mission statement” auf der MJ-Webseite, dann können wir weiter reden. (Dann sehen sie nämlich, dass die MJ sich sehr wohl von dem all dem, von dem sie es fordern, distanzieren.)”
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Auch durch ihr Handeln? Wäre mir neu. Vielleicht könnten Sie mir das “mission statement” verlinken. Habe danach gesucht aber es nicht gefunden, oder glaube nicht, das es das ist, worauf Sie sich beziehen.
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“Und der Text von Christine Spuler-Stegemann, den Sie zitieren, reißt Sie leider auch nicht raus”
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Ich muß garnicht rausgerissen werden.
Naja, irgendwas ist ja immer. Sie verlangten Islamwissenschaftler, ich habe eine geliefert. Ich könnte noch weitere aufzählen, zu vielen Themen, aber es wäre immer irgendwas, richtig?
Ist nicht böse gemeint. Natürlich ist immer irgendwas, wenn man Sachverhalten gegenübersteht, die man auf bestimmte Art interpretieren möchte und dabei Widerstand erfährt. Bei Ihnen wie bei mir. Das ist ganz legitim und im Konflikt immer so. Da gibt es nicht die eine wissenschaftl. Antwort. Die gibt es in der Realität nie. Warum fangen wir also nicht an, die Argumente des andern ernst zu nehmen, auf diese sachlich einzugehen und lassen das ganze Rudelbumsen drumherum einfach sein , weil es Energie und Zeit verschwendet?
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Wenn Sie meinen, daß ich damit falsch liege wie ich die MJD einschätze, dann sagen sie mir doch einfach warum. Ich schätze Ihre Meinung.
Vielleicht schätzen Sie ja weder meine Meinung, noch meine Argumentation. Aber dann sagen Sie mir doch warum und nicht nur das ich dies oder jenes lesen sollte, das ich mich über Dinge informieren sollte, welche ich schon längst kenne. Wissen und Information alleine führen nicht zu gleichen Schlußfolgerungen.
Sie versuchen Kritik im Kern zu negieren, weil Sie Angst haben, das sie zu groß wird, wenn sie einmal aufblüht und geben Ihrer Argumentation einen wissenschaftlichen Anstrich, der Ihren Aussagen mehr Gewicht verleihen soll, weil jeder “Wissende” ja zwangsläufig in Richtung Ihrer Meinug tendieren müsste.
Das ist sehr dickes Eis, solange man sich in bekanntem Terrain bewegt. Ziemlich brüchiges, wenn dem nicht so ist.
Warum aufs Eis gehen, wenn das Café nebenan ist?
@INITIATIVGRUPPE
“Chinook,
hier ist auch die Reihenfolge wichtig:…”
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Hier müsstest Du wirklich ausführen, warum. Ich verstehe den Einwand nicht.
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“Die Gleichsetzung von Religion und Politik, die du den Islamisten vorwirfst, machst du selber.”
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Absolut nicht. Ich setze die Staatsordnung nicht mit Religion gleich. Religion ist eine Freiheit, die innerhalb einer “Staatsordnung” gewährt wird und nur solange, wie sie nicht gegen diese Ordnung verstößt.
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“…Religion ist eben nicht Politik…”
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Ich weiß wirklich nicht, was Du damit meinst.
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“Die Aktivitäten des Verfassungsschutzes bedeuten eine politische Einmischung in religiöse Angelegenheiten.”
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Nein, die Aktivitäten des Verfassungsschutzes bedeuten eine Offenlegung von politischen Agenden, welche allzu oft unter verschiedenen Freiheitsrechten vorangetrieben werden, diesen aber diametral gegenüberstehen. Weder eine Einmischung, noch eine Behinderung.
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“…ausdrücklich die Gesetzesordnung der Bundesrepublik Deutschland bejahen und mit keinem Programmpunkt…”
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Welche verfassungsfeindliche Organisation würde Gegensätzliches offen vertreten? Man messe sie an ihrem Handeln und an dem was gelehrt wird, wenn man sich abgeschottet fühlt. Durch das Inet sind viele Infos heute auch offen zugänglich, z.B. durch Handycams. Aber es spielt keine Rolle was man dazu sagt, wenn die primären Verteidigungsmauern gebrochen sind, dann verlegt man sich darauf, das es Einzelne sind, die man nicht uneingeschränkt beaufsichtigen kann und die nicht die Linie der Organisation vetreten. Diese Taktik hat bisher sehr gut funktioniert und daran ist die Mehrheitsgesellschaft selbst schuld. Es gehören immer zwei dazu, einer der’s macht und einer, der’s mit sich machen lässt.
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“insofern gesteht der Gläubige dem säkularen Staat durchaus etwas zu. Er tut es mit gutem Grund. Aber es ist ein Zugeständnis, das sich der Staat auch verdienen muss.”
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Nein. Der Staat gesteht dem Gläubigen genau eines zu, daß er seinen Glauben privat für sich leben kann. Verliert der Gläubige das Vertrauen in seine verfassungsgemäße Ausübung des privaten Glaubens, dann kann er nicht damit rechnen, das er das Recht auf Religionsfreiheit gegen andere Rechte stellen kann und es obsiegt. Ja, es gibt Grundrechte die im konkreten Fall widersprüchlich sein können. In einem säkularen Europa und bei den “Christen” die heute hier leben, Verletzungen der FDGO mit Religionsfreiheit zu rechtfertigen, das wird nicht besonders lange funktionieren, auch wenn Erfahrungswerte hier einen anderen Eindruck vermitteln.
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“Der Verfassungsschutz macht das bei den Evangelischen und Katholiken NICHT, weil er sich nicht in inner-religiöse Angelegenheiten einmischen darf.”
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Bei welchen in Deutschland tätigen Organisationen tut er es nicht? Wie ist deren gesellschaftl. Reichweite? Und warum redest du wieder über andere, wo es eben um islamistische Organisationen geht? Man kann ja gerne nen Thread machen, wo es z.B. um Kreationisten geht. Das scheint mir hier aber nicht Thema zu sein.
Reihenfolge so besser?
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[Chinook:]“Menschen mit Kontakten in die islamistische Szene ausschließen”??
[INITIATIVGRUPPE:]Erstens kann man das nicht,
zweitens soll man das nicht,
drittens machen das katholische und evangelische Kirche auch nicht.
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Zu 1.) Soso, jetzt plötzlich kann man das nicht. Doch, wer will, der kann. Wer nicht will, der tut es nicht. Womit die Frage nach einer berechtigten Nennung im Bericht das BfV eigentlich auch vom Tisch ist.
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Zu 2.) Und wie man das sollte!
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Zu 3.) Wieviele christlich motivierte Extremisten oder Organisationen, die nicht auf dem Boden der FDGO stehen, gibt es denn hier in Deutschland? Aber nochmal, ständig mit dem Finger auf andere zeigen und sich mit diesen ins Verhältnis zu setzen, das sagt einiges über eigene Motivation und Einstellung aus, wenig über die Realität.
Hier ist es aber zumindest amüsant, weil du dich eigentlich selbst jeder vernünftigen Argumentationsgrundlage beraubst. Du bestätigst im Endeffekt jegliche Kritik von mir. Denn du sagst nicht, das sie nicht zuträfe. Du sagst “lediglich”, das man nichts gegen solche Umtriebe tun darf, weil man es in anderen (von dir konstruierten Fällen) auch nicht tut. Also forderst du Gleichbehandlung im Unrecht, wodurch du aber eben die vom BfV genannten Sachverhalte im Kern bestätigst, indem du sagst, ja es ist so, aber andere machen es auch, so what? Ansonsten könntest du ja argumentieren, das diese nicht zuträfen.
@Lieselotte:
Achja ich vergaß die ungeschriebene Regel, dass NUR Menschen die die arabische Sprache beherrschen Muslime werden dürfen, weil anscheinend NUR diese die Sprache richtig verstehen.
Außerdem gilt ja, dass man den Koran als kein Araber nicht verstehen kann weil:
-Man muss das im Kontext sehen
-Das ist eine falsche Übersetzung
-Niemand kann den Koran ganz verstehen
-Das sagen die Wahabiten das sind keine wahren Muslime
-Das sagen Sunniten das sind keine wahren Muslime
-Das sagen Schiiten das sind gar keine wahren Muslime
-Das sagen Aleviten das sind keine wahren Muslime
-Du bist ein intolerantes Schwein und hast was gegen den Islam!
Im Türkischen steht an der selben Stelle GENAU das gleiche, “Yahudi ve hiristiyanlarla”. Keine Ahnung anscheinend übersetzt es die gaaaanze Welt falsch und du “süße” machst alles richtig.
Was heißt denn ‘Wasi’? Internetübersetzer spucken da nichts aus.
Sry, ‘Wali’.
Hi Braveheart,
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ich bin keine Araberin, aber wenn man einen Text verstehen möchte, ist es schon wichtig, dass man mit dem Original arbeitet, einfach weil verschiedene Wörter in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Bedeutungsnuancen haben können. Dass ist nicht nur im Arabischen und im Bezug auf den Islam so, sondern bei jedem Text, der in eine andere Sprache übersetzt wird. Wenn du Türkisch sprichst, kennst du das bestimmt auch, dass manche Wörter nicht einfach ins Deutsche übersetzt werden können, weil in ihnen mehrere Bedeutungen mitschwingen und man, wenn man das Wort ins Deutsche überträgt, sich automatisch für eine entscheiden muss. Folge: Die Vieldeutigkeit geht verloren und es kommt unter Umständen zu Missverständnissen.
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Das “Juden und Christen” ist schon richtig übersetzt, aber “wali” heißt nicht einfach “Freund”. Das weiß sogar Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wali_%28Islam%29. Einem “Wali” ist man zu Loyalität im Kriegsfalle verpflichtet und dieser Vers warnt davor, in die Situation zu kommen, aus Verbindung zu einem christlichen oder jüdischen Wali in die Situation zu kommen, gegen seine muslimischen Glaubensbrüder kämpfen zu müssen. Von allgemeiner Freundschaft ist da keine Rede. Macht auch keinen Sinn, wenn man sich überlegt, dass der Islam an anderer Stelle die Heirat mit Jüdinnen und Christinnen erlaubt oder das gemeinsame Essen – was ja viel mehr ist als nur Freundschaft.
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Sorry, das “süß” hätte ich mir verkneifen sollen, das war ein bisschen unangebracht.
@ Chinook:
Warum die Reihenfolge wichtig ist, habe ich im letzten Satz dieses Selbstzitats begründet:
““Menschen mit Kontakten in die islamistische Szene ausschließen”??
Erstens kann man das nicht,
zweitens soll man das nicht,
drittens machen das katholische und evangelische Kirche auch nicht.”
Sie machen es nicht, weil sie es weder machen können noch machen sollen. Du hast es einfach umgedreht …”
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Die Penzberger Moschee sowieso, aber auch MJD und Milli Görüs bewegen sich im Rahmen der FDGO, bekennen sich zu ihr, tun nichts, was ihr widerspricht. – Es gibt keinen politischen Widerspruch zur Verfassung der Bundesrepublik und zu ihrer Rechtsordnung. – Was will man mehr?
Wenn sie im Verfassungsbericht als verdächtig geführt werden, so hat das nichts mit ihren Taten und Worten zu tun, sondern damit, dass es grundsätzlich gegen den Islam geht.
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Ein Religonsverein ist keine politische Partei. Wenn die katholische Kirche keine Frauen als Priester dulden und Priester nicht heiraten dürfen (nicht einmal Sex haben dürfen), um nur ein Beispiel zu nennen, bedeutet das nicht unbedingt eine politische Aussage über diese Gesellschaft, und der Staat duldet das Verhalten der katholischen Kirche deshalb. Ähnlich sollte er auch den Muslimen die Freiheit geben, sich ihren Vorstellungen gemäß zu verhalten. Ich nehme mal an, dass du die katholische Kirche nicht im Widerspruch zur FDGO siehst, obwohl sie ihre Bischöfe vom Papst ernennen lässt und die Frauen vom Priesteramt ausschließt.
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Wenn nichts Verfassungswidriges gegen die Moscheevereine vorliegt (außer grundsätzlich islamfeindlichen Phantasien), hat sich der Verfassungsschutz rauszuhalten.
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Nebenbei: Ich hatte in meinen jungen Jahren als demokratisch orientierter Jungsozialist bei der SPD ständig und manchmal intensive Kontakte zu SHB, DKP und anderen, die vom Verfassungsschutz observiert worden sind … Ich kann nichts Gefährliches darin erkennen. Man diskutiert, man hat Übereinstimmungen und Unterschiede, man streitet, man kooperiert in manchem, wo man übereinstimmt …
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Wenn der Verfassungsschutz will, findet er in jeder Organisation, die in irgend einer Weise kritisch zur Mehrheitsgesellschaft steht, etwas “Verdächtiges”. Darin liegt eine Gefahr, und im Falle der Linken und im Falle der Muslime erkennen wir den Missbrauch.
@INITIATIVGRUPPE
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“Die Penzberger Moschee sowieso, aber auch MJD und Milli Görüs bewegen sich im Rahmen der FDGO, bekennen sich zu ihr, tun nichts, was ihr widerspricht.”
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Du hast deine Meinug um 120 Grad gedreht. Nicht 180, weil du die Seitenhiebe auf IRGENDWELCHE ANDEREN immer noch nicht lassen kannst. Noch einige Posts zuvor hast Du nichts anderes gesagt, als das diese Organisationen extremistisch sind, aber man nichts gegen diese tun dürfe, weil die katholische Kirche auch extremistisch sei. Mich würde interessieren, wie dies ein Großteil der “Deutschen sieht”. Wo solche mit Eltern aus dem Ausland schon mitgezählt sind und es gibt ne Menge von solchen, die über Diskussionen wie hier und Meinungen wie Deine, z.B. zu kriminellen (oder kriminellem Abschaum), nur den Kopf schütteln.
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Bevor wir weiter diskutieren habe ich eine Frage. Entsprechen Deiner Ansicht nach die MJD und Milli Görüs der FDGO, auch dem Sinn nach und kann man jedwede Kritik damit wegwischen, das es immer “grundsätzlich gegen den Islam geht”?
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Ich meine diese Frage ernst. Du kannst der Meinung sein, das diese Organisationen auf dem Boden der FDGO stehen, oder das man nichts tun sollte, weil man es im Falle anderes FDGO-verletzender Organisationen auch nicht tut. Aber was Du nicht haben kannst, das ist beides.
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Obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, dann wäre die beste Antwort auf meinen Post:
Es geht immer grundsätzlich gegen den Islam, und deswegen werden islamistische Organisationen ständig vom BfV bloßgestellt, während die Medien dummes, hilfreiches Instrument sind diese Ansicht unter die Leute zu bringen. Es gibt eine riesige Verschwörung, die so geheim ist, das niemand davon weiß und nur bestimmte Auserwählte sie erkennen, welche natürlich alle für die Rechte von Islamisten eintreten.
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Sorry, aber das konnte ich mir einfach nicht verkneifen, auch wenn es sinnlos ist.
Chinook,
ich unterscheide politisch-verfassungswidrig von gesellschaftlich unüblich. Die katholische Kirche ist keine Partei, sie kann also “undemokratische” Strukturen (top down, autoritäre Führung von oben) hegen und pflegen, sie kann – gegen den kulturellen Trend, gegen alle Standards, die für uns heute gelten, Frauen von Führungsämtern ausschließen (Bischofsamt, Priesteramt), … Sie könnte auch in ihrer Lehre Seltsamkeiten hochhalten, die jeden wissenschaftlich denkenden Menschen zum Kopfschütteln bringen – und trotzdem wird diese Kirche nicht vom Verfassungsschutz heimgesucht.
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Die katholische Kirche bekennt sich glaubwürdig zur FDGO, und das, was ich oben angedeutet habe, widerspricht dem offensichtlich nicht.
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MDJ oder Milli Görüs bekennen sich ebenso glaubwürdig zur FDGO. Ich kann nicht sehen, was man ihnen eigentlich ernsthaft vorwerfen könnte – im Lichte dessen, was man die Katholischen Kirche behandelt.
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Nun weiß ich, dass du nicht bereit bist, diese Differenzierung nachzuvollziehen. Du möchtest dir gerne die spezielle Diskriminierung der Muslime erhalten (und bedauerst vielleicht, dass es politisch leider nicht möglich ist, die Katholen genauso aus der Gesellschaft herauszudrängen?)
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Milli Görüs (die Zentrale) und MDJ stehen meines Wissens auf dem Boden der FDGO, glaubwürdig und zuverlässig. In dem Sinne, den ich oben dargelegt habe. Beide Organisationen arbeiten vorbildlich für die Integration der Muslime in Deutschland – in das Deutschland des Grundgesetzes, in das Deutschland der pluralistischen Demokratie. Man sollte sie für diese Arbeit loben und belohnen. Es gibt einige Aspekte der Arbeit und mancherlei Ansichten, da würde ich Kritik üben an Milli Görüs – aber diese Aspekte haben mit der FDGO nichts zu tun, bzw. sie sind von der FDGO abgedeckt.
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Der Verfassungsschutz verfolgt Milli Görüs, weil diese Organisation vor 2000 in der Tat unter FDGO-Gesichtspunkten problematisch war (wenn auch nicht auf Deutschland, sondern auf die Türkei bezogen), weil er ungern ein Beobachtungsobjekt verliert, weil gewisse Politiker sich Integration als Assimilation vorstellen und meinen, ein Islam, der seinen Eigenwillen behält, sei ein Problem, weil der Verfassungsschutz in manchen seiner Mitglieder zur grundsätzlichen Islamfeindschaft neigt.