Ich kann das Wort Integration nicht mehr hören. Wie oft hört man den Satz “Die sollen sich integrieren!” und “Es gibt Parallelgesellschaften” und sonstigen Mist von Politikern und normal sterblichen Deutschen?! Dabei wird immer vergessen, dass Integration beidseitig ist und sowohl in der Einwanderergruppe als auch in der aufnehmenden Gesellschaft stattfinden muss.
Nehmen wir einen Eimer voller weißer Farbe, der für die deutsche “Leitkultur” steht. Jetzt kommen die Einwanderer:
- Türken: einige Tropfen grüne Farbe,
- Spanier: einige Tropfen rot
- Italiener: einige Tropfen blau dazu
- Afrikaner: noch ein bisschen schwarze Farbe dazu
- Chinesen: jetzt noch ein bisschen gelb
- Portugiesen: a bissle orange dazu usw.
Was viele Deutsche unter Integration verstehen, ist die Assimilation der Einwanderer, d.h. die Einwanderer sollen ihre Farbe aufgeben und alle weiß werden. Integration bedeutet aber, dass sich die Farben miteinander vermischen. Also: rührt man den Topf mit den verschiedenen Farben jetzt nach und nach um bzw. lebt über Generationen zusammen, so entsteht eine neue Farbe (am Ende wahrscheinlich KACKBRAUN). Die Kulturen beeinflussen sich gegenseitig.
Unter Kultur versteht man im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, wie z.B. Essen, Sprache, Werkzeuge etc. Wer jetzt behauptet, Integration findet in Deutschland nicht statt, dem beweise ich gerne das Gegenteil.
Beispiele von türkischer Integration:
- Döner mit Pommes
- Türkische Gespräche, in denen immer wieder ein deutsches Wort hoch poppt
- Der Wunsch junger Türken, Hochzeiten im „engeren Kreis“ zu feiern
- Ali heiratet Petra und Peter heiratet Ayse
- Mesut spielt für die deutsche Nationalmannschaft und betet bei der Nationalhymne
- Der Türke freut sich für das deutsche Weiterkommen
Und so weiter und sofort…
Ähnliche (Integrations-)Beispiele kann man auch über Deutsche finden:
- Hupende Autokorsos nach gewonnenen Nationalspielen. (Wenn man bedenkt, dass in der Türkei auch nach Vereinsspielen Autokorsos stattfinden, haben wir noch einiges vor uns…)
- Döner und Pizza und Tapas und Ayran
- Döner als deutsches Nationalgericht (Guckst du hier)
- Deutsche „Ehrenmorde“ in Bayern (und hier)
…da gibt es bestimmt noch einige Sachen…
Der deutsche Assimilant sieht diese Entwicklung nicht. Stattdessen wird erwartet, dass der Einwanderer sich anpasst. Diese Gruppe bildet die restlichen weißen Flecken in dem Eimer (…und verdient eher den Namen KACKBRAUN). Während sie schläft und die Entwicklung verpasst, entstehen in dem Eimer neue Farben. Diese Gruppe integriert sich nicht sondern assimiliert und diskriminiert sich selbst mit seiner Leitkultur und steht am Ende selbst im Abseits. Denn werden zurzeit noch Alis wegen dem Namen bei einer Stellenausschreibung nicht berücksichtigt, steht es nicht in weiter Ferne, dass Ali entscheidet, wer den Job bekommt. Oder bekam man noch gestern bei einem Einstellungsgespräch die Frage gestellt, ob man deutsche Freunde hat und mit denen auch mal ins Kino geht, so wird heute die Frage gestellt, ob man mehrere Sprachen spricht.
Noch ist die „weiße Farbe“ im Eimer im im Überfluss vorhanden, aber wer schon mal mit Farben gespielt hat, müsste wissen, dass es ziemlich schnell geht mit dem KACKBRAUN.
Güle Güle Deutschland, Hallo Almanya!

hehehe…. Kackbraun. Das wird es wohl am Ende, aber egal.
Lieber bunt als braun. Dieses Braun ist ungesund für eine bunte Gesellschaft. Langsam wirds mir hier wirklich zu bunt, aber nicht, weils zu bunt wird, sondern weils zu braun wird.
Bei uns zu Hause sieht Integration sprachenmäßig so aus, dass meine Frau bei einem Telefongespräch mit ihrer Familie deutsche Wörter einstreut, wobei ich mich frage, wie der Gesprächspartner die verstehen kann. Andererseits stelle ich öfter fest, dass sich viele Begriffe, die ich gerne benutze, wenn ich indonesisch spreche, gar nicht so 1:1 ins Deutsche übersetzen lassen. Wenn ich mich mit meiner Frau (oder anderen hier lebenden Indonesiern) unterhalte, gibt es oft einen chaotischen Sprachmischmasch
)))
Einfach nur geil beobachtet und zu Wort gebracht…
Da ist was dran.. Ich denke die Zeit wird es zeigen und richten. Wir dürfen nur folgendes nicht vergessen: Wir müssen öfters miteinander kommunizieren -> das führt zu mehr Verständnis und Respekt.
Diese zwei Listen zu erweitern, das wäre interessant: die Liste der türkischen Integrationsbeispiele und die Liste der deutschen. Ich warte schon neugierig auf Qanakkes zweite Lieferung.
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Ich finde zum Beispiel das individuell selbstbewusste Tragen des Kopftuchs bei jungen türkischen Frauen sehr Deutsch.
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Eine etwas zwiespältige Anpassungsleistung der Bio-Deutschen an unsere Deutschtürken: schamloses Anhalten, Aussteigen oder Ausladen in zweiter Reihe bei vollem Verkehr, obwohl zehn Meter weiter für einen kurzen Halt eine Einfahrt und dafür besser geeignet wäre, jedenfalls, wenn der Fahrer eh am Steuer sitzen bleibt. Oder Vollparken auf dem Radweg (Das Radfahren ist etwas, was die Deutschtürken wohl ganz uns Biodeutschen überlassen wollen?)
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Das prollige Machotum türkischer Jungmänner kommt mir auch ziemlich Deutsch vor – egal, wie türkenstolz und pseudomuslimisch diese Jungs es einkleiden. Ist halt maskulines Unterschichtengehabe. Was hat sich die Generation meiner Eltern in den 50er und frühen 60er Jahren über die 100% biodeutschen “Halbstarken” aufgeregt!
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Ich finde auch Minarette an Orten, an denen es auch Kirchtürme gibt, ein schönes Bild von Integration. Diese Türme strahlen Eintracht aus. Man sieht ihnen an: Die Muslime sind bei uns angekommen und selbstverständlicher Teil unserer Umwelt.
Es gibt viele Enwanderer die sich in der Geschichte der BRD “assimiliert/integriert?” haben, auch ohne ihre Wurzeln oder ihre Geschichte zu verlieren. Integration und Assimilation? Man sollte erstmal definieren, was man damit überhaupt meint, in der hiesigen Öffentlichkeit sind das doch nur Worthülsen und jeder versteht etwas anderes darunter. Wenn jmd. in Deutschland aufgewachsen ist, die deutsche Staatsbürgerschaft hat, eine gute Bildung genoß, einen guten Job bekam, perfekt deutsch spricht und sich nur als Deutschen sieht, dessen Eltern eben türkisch waren; der z.B. das Kopftuch bei seinen Kindern nur mit extremen Kopfschmerzen akzeptieren würde, weil er ebenso wie der “Mainstream-Deutsche” Religion kritisch gegenübersteht, ist der integriert oder ist er schon ein ungerechterweise “Assimilierter”?
Ausländer müssen sich in Deutschland garnicht integrieren, die Zeit welche diese vorhaben im Ausland zu verbringen, wird dann wohl auch begrenzt sein. Aber Deutsche mit “Migrationshintergrund” schon.
Dabei kann man auch nicht immer erwarten, das die Mehrheitsgesellschaft auf einen zugeht. Warum sollte sie? In den USA tut die Mehrheitsgesellschaft und der Staat so gut wie nichts für Einwanderer, da wird das ganz anders gesehen als in Deutschland, oft auch von Einwanderern selbst. Trotzdem sind viele Einwanderergruppen in den USA gut integriert worden, sie hatten ja keine andere Wahl.
Den meisten Menschen ist es ziemlich egal, ob du Deutscher, Chinese, Franzose, Brasilianer, oder Türke bist, solange sie dich sympathisch finden.
Es scheint unter vielen Deutschen und Migranten die ANsicht vorzuherrschen, das Integrationsproblemen lediglich Missverständnisse zugrunde liegen und man dann einfach einen Tauschhandel macht, sich besser kenenlernt. Die einen geben hier ein Bischen, die andern da und am Ende kann jeder damit leben. Was wenn dem nicht so ist? Was wenn z.B. das Kopftuchthema und dessen Akzeptanz nicht durch besseres gegenseitiges Verstehen und Kennenlernen aus der Welt geräumt werden kann? Sondern eine Meinungsverschiedenheit vorliegt und die Mehrheitsgesellschaft in bestimmten Punkten keinen Tauschhandel machen wird, weil sie die zugrundeliegenden Werte vollkommen ablehnt, vielleicht sogar umso mehr, je besser sie diese versteht. Vielleicht begrüßt die Mehrheitsgesellschaft ja manchen Zugewinn durch andere Kulturen und lehnt andere Gepflogenheiten ab. Sie muß nicht das Gesamtpaket annhemen. Die Menschen in der Mehrheitsgesellschaft haben viele Erfolgsmöglichkeiten, die müssen sich nicht bewegen, die meinen auch nicht, das ihnen etwas entgeht, wenn sie sich nicht bewegen.
Es steht jedem frei, in gewissen Grenzen, so zu leben, wie er/sie will. Aber wenn man sich an manche der Mehrheitsgesellschaft wichtige Normen nicht bereit ist anzupassen, dann sollte man dabei kein Entgegenkommen erwarten. Vielleicht stört es den Bankangestellten, das er keine blauen Haare tragen darf, er kennt die Konsequenzen, falls er es doch tut.
Es gibt kein Recht auf Integration unter allen Umständen, genausowenig wie eine Pflicht. Jeder muß für sich selbst entscheiden, was ihm für sich selbst und seine Kinder wichtig ist, das muß nicht zwangsweise Ein- und Dasselbe sein.
Man kann in Öffentlichkeit und Politik noch 20 Jahre über Integration debattieren, das ändert wenig daran, das die Mehrheitsgesellschaft oft nicht bereit sein wird Dinge zu akzeptieren, welche sie nicht mag. Egal ob richtig oder falsch, so ist es nunmal. Deutschland ist da noch ein sehr tolerantes Land.
Akkulturation – Die Farben der Integration
VON NATIONALHELD ERSTELLT AM 2. JULI 2010 | IN: DEUTSCHLAND,INTEGRATION
Ich kann das Wort Integration nicht mehr hören. Wie oft hört man den Satz “Die sollen sich integrieren!” und “Es gibt Parallelgesellschaften” und sonstigen Mist von Politikern und normal sterblichen Deutschen?! Dabei wird immer vergessen, dass Integration beidseitig ist und sowohl in der Einwanderergruppe als auch in der aufnehmenden Gesellschaft stattfinden muss
Alles gut und recht aber warum bitteschön sollte sich ein Deutscher “integrieren” und wie sollte das in der Praxis aussehen?
Ich finde in Deutschland haben Immigranten mehr Freiheiten und Möglichkeiten zur Selbstentfaltung als in allen anderen Ländern.
Immigranten werden akzeptiert und toleriert und für diese gelten alle Rechte und Pflichten die auch für einen Einheimischen Deutschen gelten, was wollt ihr den noch?