Es kommen hin und wieder immer Leute auf mich zu und sagen, dass es im Koran das Kopftuch gar nicht gibt. Stimmt. Im Koran steht nichts von Kopftuch, weil der Koran auf arabisch geschrieben ist und das Wort “Kopftuch” ist nicht arabisch. Es steht auch z.B. auch nichts über Vogel, sondern nur über “Dairun”. “Dairun”, ist alles was fliegen kann. Man sollte sich erst mal mit der arabischen Sprache befassen und dann Aussagen treffen.
Es gibt auch Leute, die sagen “das war früher, aber heute hat sich die Welt geändert”. Mich würde mal was interessieren: Was ist das Unterschied zwischen der Frau, die vor 1000 Jahren ein Kopftuch getragen hat und zwischen einer Frau die heute ein Kopftuch trägt. Manche Leute würden sofort sagen, früher waren die Leute gar so weit wie wir, so frei, so selbstbestimmend oder ähnliches.
In Deutschland kommt es mir so vor, dass das Kopftuch von der breiten Masse (zumindest der breiten Masse der Bio-Deutschen) abgelehnt wird. Schauen wir uns mal an, was die deutschen Väter in Deutschland über Ihre Kinder denken.
Schätzungen zufolge kommen in Deutschland jedes Jahr bis zu 70 000 Kinder zur Welt, die ihre Mutter einem Partner nur unterschiebt.
Hmmm… Wenn man an jedem dritten Tag eine andere Frau vögelt, weiß man hinterher auch nicht, wer zu wem gehört. Daher kommt es auch, dass in Deutschland jedes Jahr bis zu 70.000 Kinder zur Welt kommen, dessen Väter nur glauben, dass sie die Väter sind.
Es wird häufig erzählt, dass die Frauen gezwungen und unterdrückt werden und deshalb Kopftücher tragen. Das ist die größte Lüge aller Zeiten, weil einfach die Frauen zu diesem Thema angesprochen werden, die sowieso halbnackt rumlaufen. Die Frauen, die aus Überzeugung ein Kopftuch tragen werden kaum erhört.
Meldas Probleme drehen sich nicht nur ums Erwachsenwerden. Die junge Frau kämpft mit dem Selbstbild der „guten Tochter“: Sie will selbstbestimmt leben, aber ebenso die muslimischen Wurzeln und Traditionen respektieren. „In türkischen oder arabischen Familien zählen Ehre und das, was man in seinem Dorf gelernt hat, eben noch viel mehr“, erklärt sie. Sie trägt kein Kopftuch, sie betet nicht regelmäßig. Doch sie glaubt. Es ist ihr sehr wichtig, den Islam zu verstehen. Und sie sucht nach einer eigenen Lesart des Korans: Wenn ihr der Sex vor der Ehe verboten sei, schreibt sie, dann dürfe sie eigentlich auch keine Hausaufgaben vor dem Abitur machen.
Kopftuch ist nicht das Problem. Das Problem liegt einfach darin, dass einige Leute die Frauen halb/ganz nackt sehen wollen und einige Frauen etwas dagegen haben und ein Kopftuch tragen.
Ok. Nächstes Thema. Leider bekommen Kopftuchträgerinnen in Deutschland kaum einen Job, obwohl es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz gibt.
Merve Ertegun*, 26, hat in Berlin Wirtschaftswissenschaften studiert. “Andere in meinem Studiengang haben drei oder vielleicht mal zehn Bewerbungen verschickt, bis sie einen Platz fürs Praxissemester hatten”, sagt sie, “die ganz schlechten maximal 15.” Bei ihr waren es über 50 Bewerbungen. Ihr “K.O-Kriterium”: das Kopftuch.
Es wird immer über das Kopftuch geredet, aber wenn Ihr mal schaut ist es nicht so, dass eine Frau zwar ein Kopftuch trägt, aber ein Minirock anzieht. Es ist so, dass die Frau sich bis auf Hände, Gesicht und Füße überall bedeckt hat. Also sollte unser Thema gar nicht das Kopftuch sein, sondern die Bedeckung der Nacktheit.


Das nicht das deutsche Wort Kopftuch im Koran steht durfte wohl jedem bekannt sein.
Es steht aber auch nicht die Frau soll ihr Kopf bedecken.
Schaust du hier:
Sure 24, Vers 31
Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck [d. h. die Körperteile, an denen sie Schmuck tragen; der Übers.] nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten. Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, was für einen Schmuck sie verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Gläubigen, auf dass es euch wohl ergehe.
["Schmuck" wird häufig auch übersetzt als "Reize"]
["Kleiderausschnitt" wird häufig auch übersetzt als "Busen"]
Was ist mit der Burka und dem Tschador?
Der Satz ist schon entlarvent:
“weil einfach die Frauen zu diesem Thema angesprochen werden, die sowieso halbnackt rumlaufen”
Was hältst du von diesen “halbnackt rumlaufenden” Frauen, sind die in deinen Augen unanständig?
Ich freue mich über die Hartnäckigkeit, mit der muslimische Frauen auf dem Kopftuch beharren, und ärgere mich über die Vorurteile gegen das Kopftuch und über die Intoleranz der angeblich “Aufgeklärten”, die das Kopftuch pauschal für ein Symbol von Unterdrückung nehmen.
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Aber in einem wichtigen Punkt möchte ich dem Artikel doch widersprechen:
“Was ist das Unterschied zwischen der Frau, die vor 1000 Jahren ein Kopftuch getragen hat und zwischen einer Frau die heute ein Kopftuch trägt.” (Dies als rhetorische Frage.)
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Der Unterschied ist fundamental. Es gibt traditionale Gesellschaften, und es gibt moderne Gesellschaften; es gibt religiös verfasste Gesellschaften, und es gibt säkular verfasste Gesellschaften. In traditionalen und religiös verfassten Gesellschaften gibt es meist strenge Regeln für die Bekleidung – in modernen und säkularen gibt es sehr viel mehr individuellen Spielraum.
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Der Versuch, das Kopftuch zu diskriminieren – im Beruf, im Arbeitsleben, in der Schule – ist ein Verrat an der modernen, säkularen Gesellschaft, die den Individuen und Gruppen die Freiheit gibt, innerhalb gewisser (sehr weit gesteckter) Grenzen des Anstands Bekleidungsentscheidungen zu treffen, die nicht zum Gegenstand von Ausgrenzung werden.
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Die Ausgrenzer (und angeblich Modernen) sind diejenigen, die gegen die Moderne und die Säkularität unserer Gesellschaft verstoßen, die Kopftuchträgerinnen sind die Vertreter der Moderne und (so religiös es motiviert sein mag) der Säkularität, also der Freiheit in Sachen Religion und Bekleidung.
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Vor 1000 Jahren oder vor 500 Jahren gab es diese Freiheit noch nicht. Auch bei uns in Mitteleuropa galten strenge Kleidervorschriften. Wehe der Frau, die nicht vorschriftsmäßig bekleidet war, die nicht vorschriftsmäßig das Haar verborgen hatte. Also: Es IST ein fundamentaler Unterschied zwischen dem Kopftuch von damals und dem Kopftuch von heute. Die Entscheidung für das Kopftuch ist HEUTE in der Regel eine persönliche, freie, selbstbewusste Entscheidung der Frau.
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DARUM verteidige ich das Recht auf das Kopftuch, DARUM kritisiere ich die Diskriminierer von Frauen mit Kopftuch.
Es gibt keine sogenannte Kopftuchpflicht, sondern eine Bedeckungspflicht. Diesen feinen aber bedeutenden Unterschied kennt irgendwie keiner der Super-Islamexperten, die in den Medien danach gefragt werden. Das wundert mich immer so sehr.
@ Cemil Yildirim
Genau, das eine ist Religion und das andere Tradition.
ja, das ist Tradition und keine Religion
dann kennst du dich nicht mit der Religion aus
zeige mir die Sure, die sagt Frau soll sich die Haare bedecken
Ist auf keinen fall tradition!
Sonst hätte ich auch eins
Ayet sagt, von Kopf bis Fuss bedecken. es gehört dazu auch Beine, Arme usw. und nicht nur die Haare
Salam,
über die Pflicht auch das Haar zu bedecken, gibt es nun mal verschiedene Auslegungen – ich bin davon überzeugt, dass auch das Haar mit “Schmuck” gemeint ist – oder warum geben wir Frauen uns in der Regel soviel Mühe damit?
Also ich sehe das Kopftuch als Pflicht an, aber das heißt ja nicht, dass nicht jede Frau selbst entscheiden muss, welchen religiösen Pflichten sie nachkommt – das gilt aber auch für Männer.
Staatlich verordneten Kleiderordnungen stehe ich eher skeptisch gegenüber, auch wenn ich eine Freundin des Iran bin – eine Gesellschaft muss das auch wollen und es wird immer Stimmen dagegen geben. Dann ist es schwierig, Kompromisse zu finden.
Jedenfalls kämpfe ich für mein Recht, mich anzuziehen wie ich es für richtig halte und ich hab damit nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht, an manchen Stellen wo ich es nicht erwartet hätte, bin ich auf ganz viel Toleranz gestoßen. Und umgekehrt.
Grüße von Meryem
Sagt doch mal ehrlich… es ist doch total egal ob jemand mit kopftuch rumrennt oder ohne… es ist jedem selbst überlassen, ob man/frau eins trägt oder nicht. Und wenn man sich in irgendeiner Form beeinflussen lässt (zwingen lässt), dann ist man auch zumindest zum teil selber schuld.
Ich bezweifle, dass sofern es einen oder mehrere Götter gibt, die sich herzlich wenig interessieren, ob man sich bedeckt hat oder nicht.
Genauso denke ich, dass man sich nicht großartig darüber beschweren kann/darf, dass man eventuell anders behandelt wird, weil man ein Kopftuch trägt. Nicht dass man denkt ich hätte etwas gegen das kopftuch, nein, im Gegenteil… aber das ist hier jetzt kein thema.
Wenn ich mir eine Rosa Brilla kaufen würde, die so Groß ist, wie die Brillen der WM2010 bei den Afrikanern, dann würde ich auch ganz anders behandelt werden, nur weil ich große brillen toll finde und sie tragen möchte!
Wenn ich komplett zu etwas stehe, dann akzeptiere ich auch die konsequenzen.
Und nein es ist nicht ok, wenn Menschen ihre subjektive negativ Meinung von Kopftüchern in unangebrachter Weise zeigen. Aber genauso ist es nicht ok volles Verständnis zu erwarten und dabei auf die Illusion der Gleichberechtigung zu zeigen.
My 2 cents
Kopftuch ist eine Umweltverschmutzung. Das sind hässliche Frauen die keine Intelligenz haben.
Hi,
den Vergleich des Kopftuches mit der riesen rosa Brille find ich unpassend.
Die Leute, die kein Kopftuch tragen und deswegen die Konsequenzen dessen nicht nachvollziehen können, möchte ich mal dazu bitten, sich vorzustellen, dass sie nur noch oben ohne arbeiten dürfen. Nur oben ohne würden sie als “emanzipierte” und “weltoffene” Frauen angesehen… Jede Frau, die auch nur ansatzweise was aus sich macht und nicht als Objekt der Männerwelt angesehen werden möchte, würde diesen Schwachsinn ablehnen!
Für mich ist das genau so, wenn man mir sagt “Ohne ihr Kopftuch können sie gerne arbeiten”. Es kommt mir nicht in die Tüte, egal wieviel Leute dagegen sind oder mich mit sonst einer Kleiderordnungsregel vollquatschen wollen.
Meine Religion ist mein Dasein.
Und mein Kopftuch Teil meiner Religion.
Viele verstehen nicht, worum es bei einer Religion geht, hab ich das Gefühl. Sonst würde man nicht auf die Idee kommen, einen Gläubigen davon abzubringen zu wollen, was er lebt.
“Viele verstehen nicht, worum es bei einer Religion geht, hab ich das Gefühl.”
Natürlich verstehen wir das NICHT! Warum auch? Wir leben in einer säkularen Gesellschaft, 30% der deutschen Bevölkerung glauben nicht an Gott oder an Götter, ein weiterer großer Prozentsatz sehen sich vllt als “Christ”, verhalten sich aber nicht großartig religiös. Und warum? Weil wir in einer FORTSCHRITTLICHEN Gesellschaft leben, wir glauben eben nicht mehr unbedingt an Engel, Schutzheilige, Dämonen oder gar an Götter, die wollen, dass der weibliche Homos Sapiens mit einem Stück Stoff sich die Haare bedeckt! So ein Unfug!
Und diese starke Religiösität, mit denen die Muslime hier ankommen, die geht einem als säkularen Menschen unheimlich auf den Sack! Wir hatten das schon abgeschafft, und jetzt wird diese alberne Frömmigkeit wieder importiert! Meine Güte es gibt wichtigeres als Religion, es gibt wichtigeres für eine Frau als ein Kopftuch zu tragen! Und der Vergleich mit der rosa Brille ist dahingehend sehr wohl passend.
Und ich habe keinen Respekt vor dem Islam, genauso wenig wie ich Respekt vor Christentum, Judentum, Hinduismus oder Scientology habe! Toleranz ja, Akzeptanz ja, aber doch bitteschön keinen Respekt!! Als nächstes kommt ein Kongolese an und verlangt, dass ich doch bitteschön “Respekt” vor seinem Regengott Umbawumba habe! Wo kommen wir denn dahin?
Muslime sollten wie alle anderen religiösen Menschen ihre Mitmenschen mit ihrer Religion in Ruhe lassen, und wer sein albernes Kopftuch für einen möglichen Beruf nicht ablegen will, der ist DEFINITIV selber schuld.