4

Kelek vermutet Missbrauch in Koranschulen (1/2)

Necla Kelek vermutet lautstark. Foto: © Michael Kneffel

Necla Kelek. Dieser Name bedeutet, laut türkischem Wörterbuch “Eine Frau mit schönen Augen” (Necla) und “Fäulig, Unreif” (Kelek). Zum Vornamen gibt es nichts zu sagen. Das ist Geschmackssache, doch dem Nachnamen stimme ich zu. Necla Kelek ist für mich weder eine Wissenschaftlerin, noch in irgend einem Metier eine Expertin. Wie gut für sie, dass sie beides von sich behauptet und noch dazu von diversen Medienanstalten gehypt wird. Lange Zeit war es ruhig, doch sie hat wieder was von sich gegeben. Wie immer bei dieser Frau ist es total zusammenhanglos und unnötig in die Welt geworfene geistige Gülle.

Dem “The European” hat sie ein Interview gegeben. Hier könnt ihr das Interview im Original lesen. Falls Ihr Euch das nicht antun wollt könnt Ihr meine Zusammenfassung abgreifen.

Die Falaka, das Schlagen auf Fußsohlen, gehörte früher in türkischen Koranschulen zum Konzept der schwarzen Pädagogik. Die Koranschulen in Deutschland sind immer noch geschlossene Institutionen, eine Kontrolle über das, was dort passiert, gibt es nicht. Überall wo Menschen hinter verschlossenen Türen mit kleinen Kindern zusammen sind, besteht die Gefahr, dass diese Macht missbraucht wird. Ich bin nur froh, dass wir in dieser Gesellschaft solche Dinge ansprechen können, ohne Angst um das eigene Leben zu haben. Wir müssen den Kindern die Sicherheit geben, dass sie darüber reden können und wir sie nicht alleine lassen. Anstatt sich zu schämen, sollten auch die muslimischen Opfer darüber sprechen. Da wird noch einiges rauskommen. Wir wissen zum Beispiel nicht, was in den konspirativen Koraninternaten überhaupt geschieht.

Nennenswertes aus dem ersten Satz ist die Stelle “früher in türkischen Koranschulen”. Der zweite Satz versucht die “Falaka” aus dem ersten Satz mit den heutigen Koranschulen zu verbinden. Dabei werden zwei Wörter sehr bestimmend “geschlossen” und “Kontrolle”. Die nächsten drei Sätze sind generelle Dinge, die jeder Mensch bei gesundem Verstand so oder so ähnlich ansprechen würde. Dann schließt sie ihre Aussage damit, dass muslimische Opfer sich nicht schämen sollten. Und noch wichtiger ist der letzte Satz, denn dort sagt sie zum ersten Mal etwas was ich ihr auch glaube: Sie weiß “zum Beispiel nicht, was … überhaupt geschieht.” Danke Frau Kelek.

The European: Was müsste passieren, damit sich auch muslimische Opfer an die Öffentlichkeit trauen?
Kelek: Eine Revolution.

Darunter tut es auch nicht. Denn der Arzt sagt ja bei einem eingewachsenen Zehennagel auch direkt “Amputation”.  Soll wohl die rebellische und aufmüpfige Art einer feministischen Frau untermauern.

Wenn öffentlich würde, was Ärzte aus diesem Umfeld zu berichten wissen, gäbe es einen Aufschrei. Da tun sich Abgründe auf. Bis sich also in den Moscheen Kinder und Jugendliche dazu bekennen, Opfer sexuellen Missbrauchs geworden zu sein, müssen wir noch eine Menge Vorarbeit und kritische Auseinandersetzung leisten.

Diese Aussage ist sehr wissenschaftlich. Denn hier wurde tatsächlich etwas wissenschaftlich erforscht: “…was Ärzte aus diesem Umfeld zu berichten wissen…”. Na toll. Die Aussage hat soviel Wert wie “Jemand hat mir mal gesagt, dass er jemanden kennt, der einen Freund hat, der gesehen hat wie Scheiße ist bei denen ist”. Nur gut, das wir Super-Kelek haben, die den muslimischen “Opfern” durch “eine Menge Vorarbeit und kritische Auseinandersetzung” aus ihrer “dunklen Welt” helfen möchte.

Die Islamkonferenz ist erfolgreich gescheitert. Erfolgreich war sie, weil sie überhaupt möglich war, erfolgreich, weil klar geworden ist, dass die Verbände nicht für “den Islam” sprechen können [...] Ich hoffe dabei einfach, dass die neuen Mitglieder die Verbände in die Zange nehmen.

Frau Kelek behauptet, dass Verbände nicht für den Islam sprechen würden. Wer soll es stattdessen tun? Mein Vorschlag, da würde mir Kelek zustimmen, Broder, Giordano, Ates, Cezairli, Kekilli und Kelek setzen sich bei einem Glas Wein zusammen und diskutieren über den Islam und sprechen somit für Muslime. Und das was an dem abende erzählt wird ist am nächsten morgen im Grundgesetz. Desweiteren hofft Kelek, dass “neuen Mitglieder die Verbände in die Zange nehmen”. Auch sehr guter Einfall, denn das ist ja im friedlichen Dialog immer so, dass bestimmte Teilnehmer in zange genommen werden… was fällt denen ein dort ihre Meinung kundzutun?

Das war der erste Teil zum Interview. Im zweiten Teil zur Interview-Analyse gehen wir auf weitere Hirngespinste und verbalen Dünnschiss von Frau Kelek ein. Also abwarten…

-

Kategorie: Necla Kelek


Ähnliche Beiträge:

4 Kommentare

  1. Dybth sagt:

    guter artikel :)

  2. Ibrahim sagt:

    Es scheint, als wollte Kelek die Missbrauchsopfer der Kirche relativieren und sagen:
    “Jaaa, aber sowas könnte auch in Moscheen passieren! Ich denke nicht, dass nur die Kirche unangemessen mit Kindern umgeht! Ich vermute, dass Imame auch ganz bestimmt zu so etwas fähig wären!”

  3. Leyla sagt:

    Ja ok, sexuellen Missbrauch von Kindern gibt es halt.
    Und oft eben auch dort, wo man mit Kindern arbeitet.
    Dass man in kirchlichen Verbänden oft mit Kindern arbeitet, ist klar.
    Von daher werden sich Pädophile wohl oft für “Arbeit mit Kindern” entscheiden.
    Was ich aber recht unfair an der ganzen Missbrauchs-Debatte fand, ist, dass auf die Kirche zu schieben. Als hätte der Papst dies verordnet! Und angeblich hat sich der Papst nie dazu geäußert- hat er doch! Es gab sogar Versammlungen von Bischöfen zu dieser Problematik! Und jetzt soll die deutsche Restgesellschaft nicht so tun, als wäre die Behandlung von “atheistischen” Pädophilen nicht weniger problematisch. Die wollen doch bloß von ihrem eigenen morbiden Rechtssystem ablenken!
    Es gibt eben noch viel zu wenig Kontrollen für diesen Bereich!
    Die Sozialarbeiter müssen viel mehr auf ihre Tauglichkeit (bis ins Mark) geprüft werden.
    Sind sie pädophil, müssen sie eine Präventionstherapie machen, die ihnen erlaubt, mit ihren Trieben angemessen umzugehen. Außerdem dürfen sie sich nicht unter Kindern aufhalten oder mit diesen arbeiten in ihrem Beruf.
    Dass das bei muslimischen Kindern vorkommt- keine Frage.
    Dass man das mit Koranschulen oder dem Islam in Verbindung bringen kann- richtiger Schwachsinn und richtige Dummheit! Dazu gehört eine mächtige Portion Unverschämtheit, die Necla Kelek besitzt- sonst wäre sie ein Gutmensch und womöglich “politisch korrekt”. Ein Graus für die Nationalen.

    Alles Gute und Friede sei mit euch ^^

    Leyla

Hinterlasse einen Kommentar

Absenden

© 2012 AggroMigrant.
.

Switch to our mobile site